A.R. Shaw

 3.5 Sterne bei 4 Bewertungen

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A.R. ShawSurvivor: Grahams Prüfung
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Survivor: Grahams Prüfung
Survivor: Grahams Prüfung
 (2)
Erschienen am 15.11.2016
A.R. ShawSurvivor - Grahams Prüfung
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Survivor - Grahams Prüfung
Survivor - Grahams Prüfung
 (2)
Erschienen am 18.08.2016

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Rezension zu "Survivor - Grahams Prüfung" von A.R. Shaw

"Survivor. Grahams Prüfung" von A.R. Shaw
Jacynthevor 2 Jahren

Inhalt


Das Grippevirus H5N1 ist außer Kontrolle geraten und hat einen Großteil der Menschen getötet. Die wenigen Überlebenden tun ihr möglichstes, um in der neuen Welt zu überleben. So auch Graham, der gemeinsam mit dem ihm anvertrauten Bang zu seiner Ferienhütte im Wald aufbricht. Unterwegs trifft er auf weitere Überlebende, die schnell zu seiner Familie werden. Doch jemand versucht, diese Familie auseinander zu bringen. Werden die Prepper, die die Gruppe beobachten, helfen können? Und werden sie dies riskieren, obwohl jeder Kontakt mit den Überlebenden ihren Tod bedeuten kann?

Meine Meinung


Ich bin schon lange ein großer Fan des Luzifer-Verlages und sehe mir immer gespannt die Newletter durch, die ich regelmäßig bekomme. Wie so oft war es auch hier das außergewöhnlich schöne Cover, das meinen Blick auf sich zog und mich das Buch näher betrachten ließ. Letzlich war es dann der Aktionspreis von nur 2,99 €, der mich dazu bewog, das Ebook zu kaufen.

Survivor, bei dem es sich um Band 1 einer Reihe handelt, lässt sich grob in zwei Teile gliedern. Während der ersten zwei Drittel begleitet der Leser zunächst den Protagonisten Graham, dem der fünfjährige Bang anvertraut wird, nachdem der Großteil der Menschheit durch ein aggressives Grippevirus dahingerafft wurde. Er möchte mit ihm zu der Waldhütte fahren, die seiner Familie gehört, doch dazu muss er an einem schizophrenen und höchst gefährlichen Mann vorbei. Mitten in der Gefahrenzone treffen die beiden auf die Zwillinge Macy und Marcy und nachdem eine von ihnen gefangen genommen wird, ist ein Kampf unvermeidbar...

Als sie die Hütte erreichen ist die Gruppe gewachsen und die kleine Familie richtet sich häuslich ein. Wie in postapokalyptischen Szenarien üblich sind immer wieder kleiner Erkungundsgänge sowie "Einkaufstouren" nötig, das heißt, das Ausräumen verlassener Häuser. Obwohl in diesem ersten Teil nichts wirklich Innovatives geschieht, war er spannend zu lesen und ich konnte mich sehr gut in die Gegebenheiten einfühlen. Denn nur, weil es in diesem Szenario keine Zombies gibt heißt das nicht, dass die Erkundungsgänge gefahrlos sind...

Eigentlich jedoch war ich auf Teil zwei gespannt, in dem laut Klappentext die so genannten Prepper auftauchen sollten. Prepper sind Gruppen von Menschen, die sich auf verschiedene Arten von Weltuntergangsszenarien vorbereiten und die es tatsächlich überall auf der Welt gibt. Ich war jedoch ziemlich enttäuscht als sich herausstellte, dass die Gruppe dieses Buches überwiegend aus Exmilitärs und deren Familien besteht. Gerne hätte ich mal von gut vorbereiteten Menschen gelesen, die nicht ehemalige Soldaten sind, aber scheinbar gehört diese Personengruppe mittlerweile fest zum Genre. Das hat dem Ganzen für mich irgendwie den Reiz genommen.

Leider konnte mich der zweite Teil nicht wirklich überzeugen, obwohl durch eine fremde Gruppe, die eine der Frauen aus Grahams Familie in ihre Gewalt bringen wollen, erneut große Spannung aufgebaut wird. Ich fand es einfach zu weit her geholt, wie gut ausgerüstet die Prepper sind und dass sie die Gruppe um Graham beobachten, als wären sie die Darsteller einer Reality-Show. Die Überwachungskameras, die sie schließlich sogar im Haus installierten, setzten dem ganzen die Krone auf. Ich könnte mir vorstellen, dass Menschen in ihrer Situation besseres zu tun haben, obwohl Shaw verschiedene Gründe aufgeführt hat, die das Interesse der Prepper an Grahams Gruppe scheinbar rechtfertigen.

Die Eskalation und anschließende Deeskalation des Problems mit der aggressiven Gruppe, die an eine der Frauen kommen will, wurden für meinen Geschmack zu knapp abgefertigt und waren mir viel zu konstruiert. Überhaupt kam es mir so vor, als würde der Schreibstil gegen Ende immer "schludriger", so, als wolle die Autorin endlich fertig werden. Das gemeinsam mit den tendenziell klischeehaften Charakteren - ein junger Mann, der in der neuen Welt zum Kämpfer wird, ein gegensätzliches Zwillingspärchen, ein frühreifer und natürlich im Jagen geübter kleiner Junge, ein alter weiser Mann und eine Frau, die selbstverständlich Haushalt und Erziehung übernimmt - lässt das Buch in der Bewertung sinken. Mir kam es anfangs auch sehr seltsam vor, dass weiterhin Strom und Wasser fließen, was nicht wirklich erklärt wurde. Müsste nicht mit dem Ende der Zivilisation sofort alles stillstehen?

Ich fühlte mich mit dieser Lektüre insgesamt gut unterhalten, der zweite Teil des Buches konnte mich jedoch nicht überzeugen. Ich vergebe daher 3 von 5 Wolken.

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AnjaScs avatar

Rezension zu "Survivor - Grahams Prüfung" von A.R. Shaw

Endzeitstimmung mit Hoffnungsschimmer
AnjaScvor 2 Jahren

Man wird bei dem Buch direkt in die Handlung hinein katapultiert und ist direkt mitten drin im Endzeitszenario, in das uns Frau Shaw mitnimmt....

Eine Virusepidemie löscht bis auf 2% die komplette Menschheit aus und wir begleiten Graham durch die ersten Monate dieser Zeit.

Graham, der selber seine komplette Familie und Frau verloren hat gehört zu den wenigen Menschen, die immun gegen das Virus sind. Während er seinen Vater beerdigen möchte steht eine todkranke Frau bei ihm und bittet ihn, dass er sich um ihren fünfjährigen Sohn Bang kümmern soll, wenn sie gestorben ist.
Es gibt noch Strom und Wasser, aber die Tiere rotten sich zusammen und greifen Menschen genauso an wie die Plünderer, die andere Menschen umbringen um an die Nahrungsmittel zu kommen.

Graham beschließt die Stadt zu verlassen um zur Blockhütte seiner Familie in die Wälder zufahren und nimmt Bang mit. Die beiden geben sich gegenseitig Halt und Kraft.

Hier beginnt die gemeinsame Reise von Graham und Bang, die auf ihrem Weg die Teenager-Zwillinge Macy und Marcy treffen, die Begegnung mit dem wirklich verrückten und dadurch gewalttätigen Campo, das Eintreffen auf der Hütte und die Überraschung, dass dort schon 2 Leute sind nämlich Tala und Ennis, später kommt noch der 16jährige Mark dazu. Dieser bunt gewürfelte Haufen wächst im Laufe des Buches zu einer Familie zusammen. Wir als Leser begleiten diese Gruppe durch alle Höhen und Tiefen während der Zeit. Wir lernen die Verzweiflung kennen, die jeden einzelnen von Ihnen plagt, aber auch Hoffnung und Liebe findet Platz.

Wir erleben Graham, der an dieser Aufgabe wächst und alles für seine neue Familie tun würde.

Dann gibt es noch das Camp der Prepper in der Nähe, sind sie Freund oder Feind? Kann es eine friedliche Coexistenz der beiden Gruppen geben? Wer sind die Männer, die mit dem Kanu auf dem See waren? Ein Buch, das weitestgehend ohne schlimme Gräuel auskommt, aber die Verderbtheit der Menschen aufzeigt und auch Hoffnung zulässt.

Bei diesem Buch handelt es sich um den ersten Teil einer Reihe, von der ich vorher noch nichts gehört hatte, der mich aber durchaus zu fesseln wusste.

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