A.S. Bottlinger Der Fluch des Wüstenfeuers

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Inhaltsangabe zu „Der Fluch des Wüstenfeuers“ von A.S. Bottlinger

Von klein auf ist Iaret mit der verbotenen Magie der Wüste begabt. Ein Siegel auf ihrer Stirn soll den Zauber bannen, wie bei allen Frauen im Reich. Als Iaret versucht, das Siegel zu brechen und dem Harem des Herrschers zu entfliehen, wird sie in den Kerker von Niat geworfen. Noch nie ist es jemandem gelungen, von dort auszubrechen. Um in der ruchlosen Gesellschaft des Kerkers zu überleben, verbündet sich Iaret mit einem in Ungnade gefallenen Königssohn, einer Mörderin und einem Dieb. Den unfreiwilligen Gefährten bleibt nicht viel Zeit, ihre Flucht zu planen, denn das nur zur Hälfte gebrochene Siegel stellt eine tödliche Bedrohung für Iaret dar. Ihre einzige Hoffnung, jemals die Sonne wiederzusehen, ist ein Monster, das in den Tiefen des Gewölbes eingesperrt ist. Doch das Monster ist ein uraltes Wesen, voll mächtiger Magie und unbändigem Zorn. Es zu befreien, könnte die Rettung bedeuten – oder aber den Untergang der Stadt und all ihrer Bewohner.

Beste Leseempfehlung, konnte es kaum aus der Hand lesen. Und von A bis Z neu und überraschend. :)

— moorlicht

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  • fantastische deutsche Phantastik

    Der Fluch des Wüstenfeuers

    Amerdale

    09. September 2017 um 22:24

    Ein Roman, der in einer Wüste(nstadt) spielt. Geschrieben von einer Ägyptologin. Das klingt nach einem herrlich faszinierenden Setting. Dazu noch Magie. Eine perfekte Kombination, oder? Nun ja, das Potential für eine perfekte Kombination ist durchaus vorhanden und blitzt manchmal auf. Aber gerade bei dem Setting wird meiner Meinung nach sehr viel Potential verschenkt. Ein Großteil der Handlung spielt sich in einem ziemlich dunklen, unterirdischen Keller ab und der könnte praktisch überall stehen. In der Wüste selbst spielt nur die Rahmenhandlung aber auch da sitzen alle nur um ein Feuer rum. Von der Wüste selbst oder der Wüstenstadt Niat bekommt der Leser nur in wenigen Szenen wirklich was mit und das ist schade. Andererseits könnte ich mir sehr gut weitere Bände vorstellen die in Niat spielen. Vielleicht macht sich ja die Geschichtsschreiberin aus der Rahmenhandlung auf die Suche nach der Wahrheit in weiteren Legenden? Und ähnlich geht es mir auch mit dem Fluch/Talent der Wüstenmagie. Es spielt eine wichtige Rolle in der Handlung, aber trotzdem konnte ich es mir sehr verschwommen vorstellen und hatte bis zum Ende keinen wirklichen Eindruck, wie es funktioniert und was es alles bewirken kann. Genauso wie Aber trotzdem hat mich die Geschichte sehr schnell gefangen genommen und die Autorin mich mit ihrem guten Schreibstil begeistert. Iaret, Chen, Ahat und Tehu – die viel zentralen Figuren, die gemeinsam aus dem Kerker auszubrechen versuchen – sind alle auf ihre jeweilige Art sehr sympathisch sind. Überhaupt ist es eine der Stärken des Buches, wie auf doch relativ wenig Seiten viele Figuren eingeführt und mit einer Persönlichkeit und Vorgeschichte zu versehen und dadurch die Handlung mit vielen glaubwürdigen Charakteren zu bevölkern. Und die mitschwingende Gesellschaftskritik – in Niat ist die Gabe traditionell in Frauen stärker, wird dort aber unterdrückt; ein System gegen das Iaret rebelliert – fand ich sehr gelungen und schön in die Handlung eingewoben. Überhaupt ist Iarets Entwicklung über die Handlung hinweg zu einer immer selbstbewussteren Frau, die sich einen Teufel um Konventionen schert, einer der besten Aspekte des Buches. Ein spannendes Fantasybuch mit kleinen Schwächen, aber einer umso spannenderen Handlung. Da sag noch einer, deutschsprachige Autoren könnten keine gute Fantasy schreiben. Und nicht zu letzt ist das Cover wirklich wunderschön.

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  • Gute Ansätze

    Der Fluch des Wüstenfeuers

    Lizzy_Curse

    30. December 2016 um 18:07

    Iarets Wüstenmagie wird von einem Siegel im Zaun gehalten seit dem sie ein kleines Kind ist. Doch nachdem sie in den Harem des Herrschers gebracht wurde, versucht sie das Siegel zu brechen um zu fliehen. Der misslungene Fluchtversuch endet im Kerker, in dem sie unerwartet Verbündete findet. Den in Ungnade gefallenen Königssohn, eine Mörderin und einen Dieb, mit denen sie gemeinsam versucht zu fliehen. Oh, das Buch klang so furchtbar interessant. Orientalisch, düster, mit magischen Spuren im Sand. Ich versprach mir ein aufregendes, spannungsgeladenes Abenteuer zum mitfiebern mit Charakteren, mit denen man Pferde stehlen kann. Voller Vorfreude begann ich zu lesen. Der Roman ist in einen Binnen- und einen Außenplot gegliedert (was allein genommen erst einmal ziemlich interessant ist und die Spannung steigern kann). Der Binnenplot wird im Außenplot erzählt, und so machte ich es mir in der Hoffnung auf einige gemütliche spannende Stunden genau wie die anderen am Lagerfeuer bequem. Jedoch, ja das „jedoch“ kommt gleich am Anfang, die Figuren schafften es nicht, mich abzuholen und mitzunehmen in ihre Welt, die eigentlich vom Orient inspiriert und einen düsteren Kerker in meinem Geiste lebendig werden lassen sollte. Irgendwann setzt normalerweise das Kopfkino bei mir ein und ich kann mich einem wirklich spannenden Buch nicht mehr entziehen. Es gab eine Menge spannender Momente in dem Buch, wie zum Beispiel der Kampf um Essbares oder der Fluchtversuch der Freunde. Aber die Spannung sprang einfach nicht von den Seiten auf mich über. Ich denke, dass liegt einerseits an den Figuren, die für mich persönlich einfach nicht lebendig genug wurden, um sich vom Papier zu lösen. Iaret blieb für mich blass, genauso wie ihre Magie. Der Ansatz war gut gelegt, aber der Funke wollte einfach nicht auf mich überspringen. Genau so stellte es sich für mich mit dem Königssohn dar, Ahat, der eigentlich so interessant für mich hätte sein können. Aber leider blieb er blass und ausdruckslos. Mein Problem ist schlicht und einfach, dass ich meist über die Charaktere in ein Buch finde und sich über sie die Spannung aufbaut bei mir. Und dieser Schritt fiel mir leider beim Fluch des Wüstenfeuers unglaublich schwer, sodass ich plötzlich immer etwas anderes zu tun hatte oder mich einfach ablenken ließ. Trotzdem muss ich betonen, dass in der Geschichte wirklich gute Ansätze zu finden waren, die immer wieder ihre Wurzeln in die Erde schlugen. Beim einen Leser treiben sie Blüten, bei mir leider nicht. Die Idee an sich fand ich jedoch großartig, genauso wie den Aufbau der Geschichte. Ich denke, der Roman und ich wurden einfach nicht miteinander warm, wie ein Tanzpaar, das sich gegenseitig immer wieder auf die Füße tritt. Bei einem anderen Tänzer, bei einem anderen Leser funktioniert die Geschichte wohl wunderbar. Das Ein oder Andere Mal keimte auch bei mir ein wenig Spannung auf, die die Autorin durch ihren guten Stil vermitteln konnte. „Der Fluch des Wüstenfeuers“ kann spannend sein und Leser an die Seiten binden. Mich konnte der Roman leider nicht packen. Die drei Sterne setzen sich aus dem guten Schreibstil der Autorin zusammen, der guten Idee und dem Setting, das mich begeistern konnte.

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  • Fantasy mal anders

    Der Fluch des Wüstenfeuers

    JunoStevens

    06. December 2016 um 17:32

    Iaret besitzt die Gabe, das Wüstenfeuer zu beherrschen, jedoch wurde diese versiegelt, als sie noch ein Mädchen war. Trotzdem bringt diese Gabe sie in Schwierigkeiten, als sie versucht, das Siegel zu lösen. Denn der Herrscher erwischt seine Haremsdame dabei und wirft sie in den Kerker. Um dort zu überleben, verbündet sie sich mit dem Prinzen, einer Mörderin und einem Dieb. Zusammen schmieden sie einen Plan, um aus dem Gefängnis zu fliehen, aus welchem noch niemandem zuvor die Flucht gelungen ist.Die Geschichte wird aus der Perspektive des Prinzen Ahat erzählt, was diese wie eine alte Legende klingen lässt. Man bekommt wirklich von Anfang an das Gefühl, mit ihm am Lagerfeuer zu sitzen. Ein weiterer Hauptcharakter ist Iaret, denn die Geschichte handelt vor allem von ihr und ihrer Gabe. Sie steht im Mittelpunkt der Erzählung.Durch die Unterkapitel, in denen die Hintergrundgeschichten der einzelnen Charakteren erzählt werden, erfährt man mehr über die Figuren und kann meistens auch nachvollziehen, warum sie so sind, wie sie sind. Was Chan, den Dieb, vorantreibt, wurde mir nicht so ganz klar, aber man muss auch nicht jeden Charakter verstehen können."Der Fluch des Wüstenfeuers" ist ein sehr spannendes Buch und wirklich lesenswert. Wer orientalisch angehauchte Fantasy mag, sollte sich definitiv in diese Welt entführen lassen.

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  • Gelungener Fantasy-Roman

    Der Fluch des Wüstenfeuers

    Chirise

    20. November 2016 um 13:49

    Als kleines Mädchen entdeckt Iaret die Magie des Wüstenfeuers in sich. Doch nur wenige Monate später wird ihre Magie  durch einen Magier versiegelt, da Frauen in Niat diese nicht ausüben dürfen. Jahre später, als junge Frau, landet Iaret im Harem des Herrschers Secham. Als sie fliehen, und das Siegel, das ihre Magie unter Verschluss hält, brechen will, wird sie erwischt und landet im Kerker. Gemeinsam mit der Mörderin Tehu und dem verbannten Königssohn Ahat, die sich ihrer angenommen haben, sucht sie verzweifelt nach einer Fluchtmöglichkeit. Auch wenn sie dafür ein uraltes, gefährliches Wesen freilassen müssen.. Ich durfte „Der Fluch des Wüstenfeuers“ im Rahmen einer Leserunde lesen, und bin sehr froh über diese Gelegenheit. A. S. Bottlinger beschreibt eine spannende Welt, auch wenn man sich die meiste Zeit des Buches mit Iaret im Kerker der Stadt Niat befindet. Dort hat sich eine Art Parallelgesellschaft gebildet, da die Gefangenen sich selbst überlassen sind und es wird deutlich, was in einer Anarchie geschieht, was ich sehr spannend fand. Auch die magische Komponente fand ich gut und in passendem Maße mit eingebaut, gerade die Macht des Wüstenfeuers und das Wesen im Kerker. Die ganze Geschichte ist eigentlich eine Erzählung von Ahat, der sie Jahrzehnte später einer Geschichtsschreiberin erzählt. Das Spannende hierbei waren die Unterschiede, die zwischen der Erzählung und der überlieferten Geschichte erkennbar waren, was wieder deutlich machte, wie schnell doch die „Wahrheit“ in Vergessenheit gerät, da alles subjektiv überliefert wird. Dieser Erzählstil findet sich auch in dem Schreibstil wieder, der einen gut in die Geschichte mitnimmt. Tehu und Ahat fand ich zwei sehr spannende Charaktere, bei denen man am Anfang nicht genau weiß, was man von ihnen halten soll, und die man mit der Zeit immer lieber gewinnt. Besonders schön fand ich die Rückblicke, in denen man ihre Vergangenheit kennen lernt, diese hätten für meinen Geschmack auch gern noch ausführlicher hätten sein können. Bei Iaret hatte ich viel zwiespältigere Gefühle, ihr merkt man das reiche Mädchen an, das bis jetzt in ihrem Leben überhaupt kein Mitspracherecht hatte und es dauert sehr lange, bis sie etwas aus dieser Rolle herauskommt. Einerseits ist es gut verständlich wieso sie als Charakter genau so ist und sich so verhält, andererseits hat sie mich zeitweise etwas genervt. Aber sie alle haben es geschafft Gefühle in mir zu wecken, positive oder negative, und genau so muss es in guten Büchern sein. Fazit: Ein gelungener Fantasy-Roman mit einem ungewöhnlichen Thema, der gut umgesetzt wurde. Eine spannende Entwicklung der Charaktere, die sich in einer schwierigen Situation wiederfinden. Von mir gibts eine Leseempfehlung!  

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  • Leserunde zu "Der Fluch des Wüstenfeuers" von A.S. Bottlinger

    Der Fluch des Wüstenfeuers

    Klett-Cotta_Verlag

    Der spannende Fantasyroman »Der Fluch des Wüstenfeuers« von A.S. Bottlinger ist bei der Hobbit Presse erschienen. Wir würden gerne mit euch eine Leserunde zum Buch starten. Seid ihr dabei?HIER GEHT ES ZUR LESEPROBEInfos zum Buch: Und sie schmiedete das Feuer der Wüste zu einer Waffe …Von klein auf ist Iaret mit der verbotenen Magie der Wüste begabt. Ein Siegel auf ihrer Stirn soll den Zauber bannen, wie bei allen Frauen im Reich. Als Iaret versucht, das Siegel zu brechen und dem Harem des Herrschers zu entfliehen, wird sie in den Kerker von Niat geworfen. Noch nie ist es jemandem gelungen, von dort auszubrechen.Um in der ruchlosen Gesellschaft des Kerkers zu überleben, verbündet sich Iaret mit einem in Ungnade gefallenen Königssohn, einer Mörderin und einem Dieb. Den unfreiwilligen Gefährten bleibt nicht viel Zeit, ihre Flucht zu planen, denn das nur zur Hälfte gebrochene Siegel stellt eine tödliche Bedrohung für Iaret dar. Ihre einzige Hoffnung, jemals die Sonne wiederzusehen, ist ein Monster, das in den Tiefen des Gewölbes eingesperrt ist. Doch das Monster ist ein uraltes Wesen, voll mächtiger Magie und unbändigem Zorn. Es zu befreien, könnte die Rettung bedeuten – oder aber den Untergang der Stadt und all ihrer Bewohner.Kurzinfo zum Autor:A.S. Bottlinger studierte Ägyptologie und Buchwissenschaft mit Schwerpunkt Fantasy in Mainz und schreibt regelmäßig für mehrere Fantasyreihen wie zum Beispiel »Perry Rhodan Neo«, »Macabros«, »Larry Brent« und »Dorian Hunter«. Ihr Buch »Geek Pray Love – Ein praktischer Leitfaden für das Leben, das Fandom und den Rest« wurde mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet.

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    • 80
  • Ungewöhnlicher Fantasyroman

    Der Fluch des Wüstenfeuers

    samea

    13. November 2016 um 03:16

    In Iaret beginnt schon als Kind das Wüstenfeuer zu brennen. Diese Gabe ist bei einem Mädchen nach der Ansicht der Oberen nicht zu dulden und muss mit einem Siegel gebunden werden. Zur Frau herangereift wird sie an den Herrscher verheiratet. Ihre Schönheit und vor allem das in ihr existierende Wüstenfeuer prädestinieren sie dazu, denn der Herrscher braucht mächtige Söhne. Doch Iaret kann das Wüstenfeuer nicht vergessen. Sie will keine Zuchtstute für den Herrscher sein, der er ansonsten keine Aufmerksamkeit schenkt. Sie will ihre Würde behalten und versucht das Siegel zu brechen und zu fliehen. Dieses schlägt fehl und sie findet sich im Kerker wieder und hier beginnt der die eigentliche Geschichte. Dieser Roman hebt sich von anderen Fantasyromanen ab, nicht nur weil er im orientalischen Raum spielt, sondern auch weil er von der typischen Struktur und Thematik im Genre der Fantasy abweicht. Im Kerker besteht eine Subkultur durch die Fragen wie Gleichberechtigung der Frau, Vertrauenswürdigkeit von Menschen außerhalb dieser Subkultur sowie ererbte Stellung in der Gesellschaft, Erziehung und freier Wille zum Thema werden. Diese gesellschaftskritischen Aspekte dominieren den Mittelteil des Buches. Obwohl auch hier Fantasyelemente vorhanden sind ist dieser Abschnitt deutlich ruhiger gestaltet worden, als ich es von dieses Genres gewohnt bin. Hier hätte meiner Meinung nach einige Szenen dramatischer gestaltet werden können. Der Nervenkitzel fehlt etwas. Im letzten Teil des Gefängnisausbruchs werden jedoch actionreichere Szenen geschildert. Besonders ist an dem Roman zudem, dass es eine Rahmenerzählung gibt. Eine Geschichtenschreiberin, die freiwillig das Siegel trägt, interviewt Ahat und seinen Bruder Yasin. Sie will mehr und die Wahrheit über das erfahren, was in deren Jugend geschehen ist. Die Rahmenhandlung erscheint nicht nur am Anfang und am Ende, sondern tauscht immer wieder einmal als Einschub auf. Dieser Aufbau einer Geschichte erinnert mich sehr an 1000 und 1 Nacht, was aber sowohl zum orientalischem Umfeld als auch zur Geschichte passt. Insgesamt ein ungewöhnliches, lesenswertes Buch, das eindeutig für Erwachsene geschrieben wurde.

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  • Der Fluch der Wüste

    Der Fluch des Wüstenfeuers

    moorlicht

    27. October 2016 um 00:07

    Iaret`s Gabe ist eine ganz Besondere. Bereits als Kind kann sie die Kräfte des Wüstenfeuers nutzen und ganz nach ihren Vorstellungen formen. Ein Wunder - und ein Fluch. Einmal dürfen nur Männer diese Gabe nutzen - Frauen ist der Zugriff verwehrt und zur Sicherstellung dieses Gebotes bekommt jede Frau mit der Gabe des Wüstenfeuers ein Siegel verpaßt - zusammen mit der unschönen Aufgabe, starke Söhne zur Welt zu bringen. Zu genau diesem Zweck wird auch Iaret mit dem Herrscher von Niat verheiratet und in dessen Harem verbracht. Dort wäre sie vielleicht bis an's Ende ihrer Tage geblieben - wenn sie sich nicht viel zu gut an die drei Monate erinnern könnte, in denen Iaret uneingeschränkten Zugriff auf das wärmende Feuer der Wüste hatte. Und wie immer, wenn sich jemand 'zu gut' erinnert, nimmt die Geschichte unerwünschte Wendungen: Iaret verlässt den ihr zugewiesenen Platz als Haremsdame und geplante Mutter starker Söhne auf der Suche nach Möglichkeiten, das aufgezwungene Siegel zu brechen. Ein Vorhaben, daß sie auf direktem Weg in die unterirdischen Kerker der Stadt bringt und damit in den Machtbereich der dort entstandenen parallelen Gesellschaft unter Ramos. Zwei Gegebenheiten herrschen dort vor: Der Kampf um die wenige Nahrung und die Furcht vor dem ebenfalls eingekerkerten Monster. Jeder, der hier unten lange genug überlebt, weiß - eine Begegnung mit dem Monster überlebt man nicht mit klarem Verstand. Entsprechend für Aufruhr sorgt daher auch Iaret's Plan mit Hilfe ihrer Beschützer gerade jenes Monster zu befreien. Mit jeder Seite spitzt sich die Situation immer mehr zu: Ist es eine gute Idee, das unbekannte Monster frei zu lassen oder wird damit der Untergang der ganzen Stadt eingeläutet? Gleichzeitig verändert sich Iaret - fort von dem 'schützenswerten Schmetterling' zu einem eigenständigen Menschen, der nicht nur danebensteht und andere agieren lassen muß. Mit allen bitteren Konsequenzen, die damit einhergehen. Die ganzen Geschehnisse werden einer namenlosen Historikerin aus Niat erzählt, die 75 Jahre nach den Ereignissen in das Lager der Beduinen kommt, um die Wahrheit über den Herrscher/Tyrannen Secham von dessen Sohn Ahat als letzten Zeitzeugen zu erfahren. Gerade mit diesem Kniff ermöglicht uns die Autorin, die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln zu erfahren und auch Einblicke in die Gedanken/Zweifel von Ahat und Iaret zu nehmen. Ob beabsichigt oder nicht, kann ich nicht sagen. Aber es ist A. Bottlinger perfekt gelungen, die widersprüchlichsten Seiten der im Kerker gefangenen Menschen aufzuzeigen samt einer für mein Empfinden deutlichen Gesellschaftskritik. Gerade dort, wo man es am Wenigsten vermuten möchte, tritt immer wieder Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit zutage. Auch bei der Mörderin Tehu und dem Dieb Chen - sogar beim Anführer dieser unterirdischen Gesellschaft kann man sie vermuten. Ein gesellschaftskritischer Fantasyroman? Auf jeden Fall eine unbedingte Leseempfehlung. © Die Zaunreiterin

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