A.S.A. Harrison Die stille Frau

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Inhaltsangabe zu „Die stille Frau“ von A.S.A. Harrison

Er lebt ein Doppelleben. Sie plant minutiös ihre Rache. Denn sie hat nichts mehr zu verlieren. Raffiniert, elegant und atemberaubend spannend erzählt dieser Roman davon, wie eine alltägliche Liebe auf gefährliche Abwege geraten kann.
In Jodis und Todds Ehe kriselt es. Viel steht auf dem Spiel, auch das angenehme Leben, das sich die beiden aufgebaut haben in ihrem luxuriösen Apartment mit Seeblick in Chicago. Doch ihre Beziehung rast geradewegs auf einen mörderischen Abgrund zu: Er, der systematische Betrüger und sie, die stillschweigende Verletzte. Die schwindelerregend fesselnde Geschichte einer verhängnisvollen Partnerschaft, die in den USA zu einem großen Überraschungserfolg wurde.

Hatte mich sehr auf den Titel gefreut, fande es aber leider nicht überzeugend.

— lui_1907

Beeindruckend raffinierter Psychothriller mit überraschendem Ende

— RosaEmma

Gut geschrieben, subtile Kritik an der heutigen Gesellschaft & psychologisch interessant.

— BettinaR87

Gut. Ich habe mehr erwartet. Mehr Dramatik. Mehr Hinterhältigkeit. Mehr Streit, Mehr Hass... Und doch sollte man das Buch lesen.

— Selenebeaupre

langweilig, sehr langweilig

— zbaubf

Hier passt der Spruch: Stille Wasser sind tief.

— Tamaru

Zwei so unsympathische Charaktere sind mir in noch keinem Buch begegnet! Doch genau das hält die Spannung!

— Miamou

Ein fesseldes Buch, Lesenswert !

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Ein absolutes Muss! Empfehle ich im Moment allen Freunden!

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  • Zerfall einer perfekten Fassade

    Die stille Frau

    RosaEmma

    04. October 2015 um 16:04

    Dieser großartige Debütroman der amerikanischen Schriftstellerin A. S. A. Harrison ist eine Qualitätsklasse für sich. Ich habe noch keine Geschichte gelesen, die auch nur ansatzweise diese literarische Durchschlagskraft hatte, obwohl sie sprachlich bewusst schlicht gehalten ist. Der bis ins Detail ausgefeilte Stil, der schleichend Hochspannung generiert, reflektiert das fundierte psychologische Verständnis der Autorin, der es brillant gelingt, die differierenden Gedankenwelten einer Frau und eines Mannes offenzulegen. Mit unaufgeregter klarer Sprache präsentiert uns Harrison die schleichende und schließlich explosive Entwicklung vom aufschlussreichen Beziehungsroman zum beeindruckend raffinierten Thriller, dessen völlig überraschende Wendung den Leser am Ende perplex zurücklässt. Die stille Frau ist ein Leseerlebnis der ganz besonderen Art, das man so schnell nicht vergisst, weil es mit Eindringlichkeit und profundem Wissen um die Abgründe der menschlichen Seele erzählt wird. Beziehungsroutine Oberflächlich betrachtet sind Todd Gilbert, erfolgreicher Architekt, und Jodi Brett, etablierte Psychotherapeutin, ein Traumpaar, dem es in seinem Luxusappartement in Chicago an nichts fehlt. Und dies soll - wenn es nach Jodi ginge - auch so bleiben, denn in ihrer geordneten Welt, in der geregelte Tagesabläufe ein Muss sind, ist kein Platz für Konflikte. Sie ist eine perfekte Hausfrau, die ihrem Mann jeden Abend das Essen stilvoll zubereitet und die trotz ihres beruflichen Engagements auch noch Zeit für ihr Fitnesstraining und Spaziergänge mit dem Hund findet. Alles in allem ist sie also eine Powerfrau, die einem Hochglanz-Frauenmagazin entsprungen zu sein scheint und die den heutigen Multitasking-Ansprüchen absolut gerecht wird. Erste Risse Doch unter der schönen Oberfläche brodelt es: Todds zahlreiche Seitensprünge, die er vor sich selbst als aufregende Ausbrüche aus seiner sicheren Beziehungswelt mit Jodi und als Heilmittel für seine Depressionen rechtfertigt, machen Jodi unterschwellig sehr zu schaffen, doch sie ignoriert sie, weil eben nicht sein kann, was nicht sein darf. Sie will auf jeden Fall vermeiden, wie ihre Mutter zu enden, die an der Untreue ihres Mannes zerbrach, und daher verhält sich Jodi angesichts Todds wechselnder Affären eben so, wie man sich in ihren Augen als moderne Frau verhält: Sie sieht großzügig darüber hinweg, weil sie ja weiß, dass er am Ende doch immer wieder zu ihr zurückkommt. Mit dieser Einstellung hält Jodi ihr Leben aufrecht und fährt damit ihres Erachtens auch sehr gut - bis sich das Blatt wendet und Todd die junge, verführerische Natascha kennenlernt, in die er sich Hals über Kopf verliebt, da sie so anders ist als seine bisherigen Geliebten. Er verfällt ihr mit Haut und Haar und schafft sich immer häufiger Freiräume für leidenschaftliche Stunden mit Natascha, die ihn mit ihrer Spontanität mitreisst und ihm die Illusion vermittelt, wieder jung zu sein. Der Anfang vom Ende Jodi gelingt es immer weniger, ihre Fassade als pflichtbewusste und tolerante Frau zu wahren, obwohl sie immer noch daran glaubt, dass sie für Todd nach dem Ende der Affäre wieder die Nr. 1 ist. Doch sie hat die Rechnung ohne Natascha gemacht. Als Natascha schwanger wird, ist Todd zunächst schockiert, doch schon bald muss er sich eingestehen, dass er stolz ist, Vater zu werden - ein Glück, das ihm mit Jodi stets versagt blieb. Natascha, die Todd zunehmend dominiert, drängt ihn, Jodi zu verlassen, wozu er sich tatsächlich auch überreden lässt, obwohl ihm die tägliche Routine mit Jodi immer ein Gefühl der Geborgenheit gab. Jodi ist außer sich und kann nicht fassen, dass ihr alles entgleitet. Sie versucht krampfhaft, ihren Kontrollverlust zu kompensieren, bis dann auch ihre Toleranzgrenze endgültig überschritten ist: Todd willigt nicht nur ein, Natascha zu heiraten, sondern beansprucht auch noch das gemeinsame Luxusappartement für sich, das er angesichts wachsender Geldprobleme bedingt durch schlecht laufende Geschäfte und Nataschas aufwendigen Lebensstil verkaufen möchte. Perfide Rache Jodi denkt nicht daran auszuziehen, doch sie übersieht dabei einen wichtigen Punkt: Aufgrund der schlechten Ehe ihrer Eltern konnte sie sich nie dazu durchringen, Todds Heiratsantrag anzunehmen. Als ihr schlagartig bewusst wird, dass sie mit nichts dasteht, wenn Todd sie verlässt, verliert sie den Boden unter den Füßen. Doch ihre beste Freundin Alison schafft es, Jodis kontrollierte Fassade zu durchbrechen und rät ihr, Todd nicht ungeschoren davonkommen zu lassen. Jodi kann sich mit diesem Gedanken nicht anfreunden, aber sie ändert ihre Meinung, als Todd einen Anwalt beauftragt, um sie aus der Wohnung zu klagen - eine letztmalige Demütigung, die sie nicht mehr zu tolerieren bereit ist. Und so lässt sich Jodi auf Alisons perfiden Racheplan ein, der die Stützpfeiler ihres bisherigen Lebens endgültig einstürzen lässt. Sie wird in eine Spirale aus Gewalt und Verrat gezogen und entdeckt eine teuflische Seite an sich, die sie nie für möglich gehalten hätte... Grandioses Psychoduell mit ungeahntem Ausmaß Das fesselnde Psychoduell, in das Harrison ihre Protagonisten involviert, ist von äußerster Intensität. In den Kapiteln, die abwechselnd die Überschrift Sie und Er tragen, lässt die Autorin den Leser in die komplexen Gedankenwelten von Jodi und Todd eintauchen und offenbart ihm somit das Innerste ihrer literarischen Figuren. Dies ist Harrison mehr als eindrucksvoll gelungen. Ihren außergewöhnlichen Erzählstil verwendet sie jedoch nicht dazu, um für eine Seite Partei zu ergreifen. Sie hebt weder den moralischen Zeigefinger noch bewertet sie das Verhalten von Jodi und Todd. Somit überträgt sie dem unbeeinflussten Leser die Aufgabe, sich selbst ein Bild der handelnden Personen zu machen. Dies wird zu einem äußerst diffizilen, aber fesselnden Puzzlespiel, denn nach und nach offenbart Harrison dunkle Geheimnisse und wunde Punkte ihrer Protagonisten, die sie genau dann in einem neuen Licht erscheinen lassen, wenn der Leser meint, die Hauptfiguren ergründet zu haben. Diese psychologische Finesse macht den Roman so einmalig und unbedingt lesenswert.

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  • Eine Ehe ist eine Ehe ist eine ...

    Die stille Frau

    BettinaR87

    26. June 2015 um 06:46

    Die Kapitel werden untereilt in "er" und "sie" - das allein ist schon eine wunderbare Parodie auf eine amerikanische Eigenart, die gerne auf scheinbar perfekte Pärchen angewendet wird. Da sieht man in kitschigen Hollywoodfilmen ja schon mal "his" und "hers" auf den beiden Autos eines Pärchen stehen - die natürlich das gleiche Modell sind. Ganz so krass sind Todd und Jodi nicht. Dadurch, dass sie nicht verheiratet sind, stellen die beiden ein modernes Pärchen dar. Die Entscheidung gegen eine Hochzeit geht auf Jodi zurück, damit ist sie die Vertreterin einer selbstbewussten, emanzipierten Frau der Gegenwart. Die in ein geradezu altertümliches Problem läuft - der Mann hat eine andere, verlässt sie und raubt ihr damit ganz easy ihre Lebensgrundlage. Ein Spiegelbild für die Gesellschaft, die glaubt, wenn Frauen nur etwas emanzipierter werden, würde das schon ausreichen, um ihre Position in sich zu verbessern. Dazu gehört aber offenbar mehr. Ein Buch, das sehr unaufgeregt daher kommt. Die Hauptprotagonistin ist natürlich Jodi und die lebt in ihrer eigenen Welt. Tendenziell neigt sie sogar, die Realität für sich so weit zu verfälschen, dass sie damit zurecht kommt. Zu viel Einbildung ist aber ein fragiles Fundament für die Zukunft, die platzt sehr schnell in tausend Scherben - das stellt auch Jodi fest. Und wandert seelenruhig barfuß darüber. Ein Manko gibt es: Die Stille Frau ist ein klassischer Fall des falschen Klappentextes. Minutiös geplante Rache? Mitnichten. Das würde nicht nur wesentlich mehr Emotionen erfordern, als Jodi zulässt. Außerdem ist dem einfach nicht so. Den Großteil des Buchs ist sie damit beschäftigt, nicht auszuflippen, ihren Alltag gebacken zu bekommen und die Wahrheit zu verleugnen. Fazit: Sehr gut geschrieben, sehr subtile Kritik an der heutigen Gesellschaft und psychologisch auch sehr interessant. Wer ruhige Bücher und die Beobachtung von Menschen mag, wird diese Geschichte sehr gern lesen.

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  • Stille Wasser

    Die stille Frau

    HarIequin

    14. November 2014 um 15:00

    „Mit anderen Worten, sie ist sich absolut nicht der Tatsache bewusst, dass sie sich gerade auf dem Höhepunkt befindet (...) und dass ihre Vorstellung davon, wer sie ist und wie sie sich zu verhalten hat, sehr viel instabiler ist, als sie bisher vermutet hat. Denn es wird nur noch wenige Monate dauern, bis sie zur Mörderin wird.“ (Seite 7) Jodi und Todd sind das perfekte Paar. Doch die Fassade bröckelt, denn Todd lebt ein Doppelleben, über das er langsam die Kontrolle verliert. Ihre Ehe steht vor dem Aus, doch das kann Jodi nicht so einfach hinnehmen. Während alles um sie herum in die Brüche geht plant sie still ihre Rache. Meinung Es fällt mir schwer das Buch als Krimi/Thriller einzuordnen, ich persönlich sehe es mehr in Richtung Roman. Der Inhalt an für sich ist nicht wirklich spannend, dafür ist er aber umso spannender geschrieben. Die Autorin schreibt relativ nüchtern und klar über die schleichende Eskalation und man erwartet den Ausbruch förmlich. Man weiß von Anfang an, dass die Geschichte auf etwas Unausweichliches zusteuert und wartet gespannt darauf. Es wird abwechselnd aus Jodis und Todds Perspektive erzählt, weshalb es mir schwer fiel mich für eine Seite zu entscheiden. Es ist kein Schwarz-Weiß-Schema, bis zum Ende kann man schwer zwischen gut und böse unterscheiden. Und selbst danach könnte man noch ewig darüber diskutieren. Positiv überrascht haben mich die psychologischen Aspekte über Freud, Adler und Jung seitens Jodi. Einziges Manko ist für mich die fehlende Dramatik. Mir haben Gefühlsregungen und ein richtiger Höhepunkt gefehlt. Ansonsten ein super Debüt, geschickt formuliert und im Hintergrund immer mit einer bedrohlichen Atmosphäre.

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  • Die stille Frau

    Die stille Frau

    Kleine8310

    07. November 2014 um 11:21

    In "Die stille Frau" von ASA Harrison geht es um die Protagonistin Jodi und ihren Ehemann Todd. Jodi lebt ihr Leben als perfekte Ehefrau mit einem sehr guten Lebensstandard, aber hinter den Kulissen dieser Vorzeige - Ehe brodelt es gewaltig, denn Todd hat seit einer Weile eine Affäre mit einer jüngeren Frau. Als es schließlich soweit kommt, dass Todd sich wegen einer anderen Frau von Jodi trennen will, sieht sie ihr ganzes Leben und die schöne Fassade in die Brüche gehen. Aber Jodi ist nicht nur die nette Ehefrau, die sie nach außen zeigt und so wird klar, dass sie sich nicht mit Todds Entscheidung abfinden will... In diesem Buch schreibt die Autorin abwechselnd aus der Sicht von Jodi und Todd. So ist es ganz raffiniert gestaltet, da man gerne wissen möchte wie es weitergeht. Der Schreibstil ist gut verständlich und ich konnte das Buch flüssig lesen. Leider muss ich sagen, dass für mich die versprochene Spannung einfach nicht so vorkam, wie ich es mir erhofft hatte. Die psychologischen Aspekte waren ganz interessant, aber mir haben bei dieser Geschichte ein paar Höhepunkte und ein fester Spannungsbogen gefehlt. Alles in allem war "Die stille Frau" nett zu lesen, hat mich aber nicht richtig gefesselt. 

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  • Leserunde zu "Die stille Frau: Roman" von A.S.A. Harrison

    Die stille Frau

    Berlin_Verlag

    »Für alle, die Gone Girl mochten. Ein faszinierendes Pas-de-deux über die Ehe zwischen einer Psychotherapeutin und ihrem notorisch untreuen Ehemann.« Vogue Er lebt ein Doppelleben. Sie plant minutiös ihre Rache. Denn sie hat nichts mehr zu verlieren. Raffiniert, elegant und atemberaubend spannend erzählt dieser Roman davon, wie eine alltägliche Liebe auf gefährliche Abwege geraten kann. In Jodis und Todds Ehe kriselt es. Viel steht auf dem Spiel, auch das angenehme Leben, das sich die beiden aufgebaut haben in ihrem luxuriösen Apartment mit Seeblick in Chicago. Doch ihre Beziehung rast geradewegs auf einen mörderischen Abgrund zu: Er, der systematische Betrüger und sie, die stillschweigende Verletzte. Die schwindelerregend fesselnde Geschichte einer verhängnisvollen Partnerschaft, die in den USA zu einem großen Überraschungserfolg wurde. Wir verlosen 20 Exemplare unter allen, die sich jetzt die Leseprobe vornehmen und ihre ersten Eindrücke kommentieren.  Hier noch einige sehr prominente Stimmen zum Buch:  »Komplex und fesselnd, durch und durch überzeugend.« Jojo Moyes »Ich konnte nicht aufhören zu lesen.« Elizabeth George »Bei diesem Buch blieb mir die Luft weg.« S.J. Watson

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  • "Die Ehe" Am Ende ist man doch überrascht.

    Die stille Frau

    Selenebeaupre

    15. September 2014 um 13:05

    JODI Sie hat ihr Leben auf einer falschen Prämise aufgebaut. Auf Wunschdenken. Die Person, die sie zu sein glaubt, hat nie existiert. Sie ist immer eine Frau gewesen, die ihr Leben voll im Griff hatte und alles gut geregelt bekamm, und jetzt stellt sich heraus, dass sie nur einen kleinen Schubser brauchte, einen sanften stoß - so zerbrechlich war alles. Der Tag, der Ort, die Umstände ihres Lebens sind ihr allesamt entschlüpft, als ob ihr Verstand ein Glas Wasser ist, das jemand ausgeschüttelt hat. Es gibt viele Gründe, warum eine Frau bei einem Mann bleibt, selbst wenn sie längst aufgegeben hat, ihn verändern zu wollen, und mit Gewissheit sagen kann, wie das Leben an seiner Seite bis ans Ende ihrer Zeit aussehen wird (...). Jede Frau hat einen Grund. Er ist meine Schwäche. Was jetzt auf dem Spiel steht ist das eigene überleben. Frau Mustermann Patienten von Jodi Wenn er mir sagt, was ich zu tun habe fühle ich mich sicher. Todd Lass nicht zu dass irgendwer oder irgendwas dich davon abhält, dein Leben zu leben. Wenn man nicht von Anfang an ein Bollwerk errichtet, wie sollte man dann überleben, wenn die Stürme darüber hinweg fegten. Er wollte ihre Liebe abssichern und sie damit in etwas Größeres überführen, als sie beide einzeln je sein konnten. Bei Jodi konnte man sich einfach entspannen. Es gab keine Hintergedanken, niemand fiel irgendwie aus der Rolle. Es gab Tiefen, die er nicht ausloten konnte, Feuer, die ihm die außerhalb seiner Reichweite lagen. Sie hatte Subsstanz. Sie war alles, was ein Mann sich nur wünschen konnte und noch viel mehr. Aber wer weiß vielleicht ist Jodi Verständnisvoll. Sie ist ein gutmütiger Mensch und nicht besitzergreifend. Außerdem hat sie eine ganz besondere Art die Dinge ohne große Mühe wegzustecken. Ich habe die Zitaten heraus geschrieben weil es einfach passt. Jodi und Todd sie passen wie Topf und Deckel aber ich habe mehr erwartet. Mehr Eskalation, mehr Hass, mehr Liebe, mehr Hinterhältigkeit... Manchmal hat man eine Situtation sehr lang gegzogen ... Das Buch ist gut. Das Ehepaar passt und die Geschichte stimmt auch überein. Der Schreibstil war auch toll. Die Unterteilung zwischen SIE und ER. Mir hat etwas gefehlt. Am Ende ist man doch überrascht.

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  • Die stille Frau

    Die stille Frau

    Crazy

    12. September 2014 um 13:23

    Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich, ich würde einen spannenden Thriller lesen, aber das war nicht der Fall. Das Buch hat mir trotz der eigenartigen Erzählweise gut gefallen. Jodi und Todd leben seit vielen Jahren zusammen, allerdings sind sie nicht verheiratet. Jodi weiß, dass Todd ein notorischer Fremdgeher ist, nimmt dies aber so hin, weil es einfach ihre Art ist. Todd glaubt, dass Jodi von nichts weiß und lebt einfach weiter sein Doppelleben. Irgendwann wird Jodi das alles doch zu viel und sie schmiedet einen Plan. Mehr möchte ich dazu eigentlich auch nicht sagen, weil sonst zu viel verraten wird. Die Geschichte ist sehr nüchtern geschrieben, ich denke, dass dies eine Anlehnung an Jodis Charakter sein soll. Obwohl man sehr viel aus dem Leben der beiden Protagonisten erfährt, kommen sie einem als Leser gerade durch diese Erzählweise gar nicht nahe. Jodi ist eher pragmatisch und hält Todd den Rücken frei, während er tut was er will. Er trifft sich heimlich mit Frauen, geht fremd und lebt auch so sein eigenes Leben. Jodi ist nur dafür da, ihm das Leben schön zu machen. Sie bekocht ihn und betüddelt ihn. Dass er fremd geht, scheint sie zwar zu stören, aber sie will lieber den Frieden und den schönen Schein wahren. Mir waren weder Jodi noch Todd sympathisch. Die Nebencharaktere wurden so gut wie gar nicht eingeführt und blieben mit die ganze Zeit über völlig bedeutungslos. Obwohl ich die Personen gar nicht mochte, hat mir das Buch gut gefallen. Es war die ganze Zeit spannend und das Ende war überraschend, weil man als Leser Jodis Gedankengängen folgen konnte, ihr aber diese Lösung niemals zugetraut hätte. Wer sich auf diesen Erzählstil einlassen kann, der ist mit dem Buch gut bedient. Alle anderen sollten die Finger davon lassen. 

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  • Spröde Beschreibung einer "sprachlosen" Ehe

    Die stille Frau

    Havers

    02. September 2014 um 18:10

    „Die stille Frau“ erzählt die Geschichte einer langjährigen Ehe: Jodi und Todds leben in Chicago und sind seit zwanzig Jahren miteinander verheiratet. Todd ist erfolgreich in seinem Beruf als Architekt, seine Frau Jodi arbeitet in Teilzeit als Psychotherapeutin und kümmert sich um alleinverantwortlich um den Haushalt. Finanziell gesehen geht es ihnen gut, sie leben in gesicherten Verhältnissen. Ihre Beziehung ist aber alles andere als stabil, denn sie haben sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Todd nimmt es bereits seit Jahren nicht sonderlich genau mit der Treue und hat immer wieder außereheliche Affären, die Jodi ohne erkennbare Regungen hinnimmt, kommt er doch immer wieder zu ihr zurück. Zum Eklat kommt es, als der Seitensprung mit der Tochter eines Freundes nicht ohne Folgen bleibt und es absehbar ist, dass Todd seine Ehefrau verlassen wird. Ab diesem Zeitpunkt brodelt es massiv unter der Oberfläche und die nach außen hin perfekte Fassade bekommt Risse. Zuerst sind es nur die kleinen Veränderungen, die in Jodis Verhalten sichtbar werden, aber der Leser hat bereits zu Beginn mitgeteilt bekommen, dass sie zur Mörderin werden wird…   Die Autorin beschreibt eine „sprachlose“ Ehe, in der die beiden Partner verlernt haben, miteinander zu reden und sich mitzuteilen. Probleme werden totgeschwiegen, weil beide in ihren eingeschliffenen Verhaltensmustern verharren und nicht in der Lage sind, an ihrer Beziehung zu arbeiten oder aber die Konsequenzen zu ziehen, und sich zu trennen.   Analytisch und kühl schildert Harrison diese entfremdete Situation, ohne Partei zu ergreifen. Sie verteilt auch keine Sympathiepunkte, sondern hält die Distanz zu ihren beiden Protagonisten bis zum Ende aufrecht, die ihre Sicht der Dinge kapitelweise im Wechsel schildern.   Die kanadische Autorin Susan „A.S.A.“ Harrison konnte den Erfolg – speziell in den USA -  ihres Romandebüts „Die stille Frau“ leider nicht mehr miterleben, denn kurz vor der Veröffentlichung verstarb sie im Alter von 65 Jahren an einem Krebsleiden.

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  • Stille Wasser sind tief...

    Die stille Frau

    fabalia

    "Damals glaubte sie immer, dass in ihrem Leben nur Gutes passieren würde. Das war ein Versprechen, und als Todd in ihr Leben trat, war er für sie der Beweis dafür. Er war ein Mann mit Träumen und dem unbedingten Willen, sie zu verwirklichen. Am Anfang waren sie so voneinander eingenommen und ganz beseelt von ihrem Platz im Universum. Sie wusste damals nicht, dass das Leben die Möglichkeit hatte, einen in die Ecke zu drängen. Man traf Entscheidungen, wenn man noch viel zu jung war, um die Folgen begreifen zu können. Und mit jeder Entscheidung, die man trifft, wird die Menge der Möglichkeiten weiter eingegrenzt. Man entscheidet sich für eine Karriere und andere Berufswege bleiben einem danach verschlossen. Man findet einen Gefährten und verpflichtet sich damit, keinen anderen zu lieben." Jodi ist eine erfolgreiche Psychotherapeutin mit einem ebenso erfolgreichen Ehemann, Todd. Doch er lebt ein Doppelleben und sie plant schon längst ihre Rache. Es ist eben nicht immer alles so, wie es anfangs scheint! A.S.A. Harrison hat einen etwas gewöhnungsbedürftigen Schreibstil. Anfangs hatte ich Probleme damit, ihren vielen Rückblicken und Ausschweifungen zu folgen. Die Autorin beschreibt auch alles sehr detailgetreu und genau, was teilweise etwas anstrengend zu lesen ist. Ich habe auch relativ lang gebraucht das Buch zu lesen, da es für einen Kriminalroman relativ wenig Spannung aufwies. Ich kann das Buch allen empfehlen, die gerne Romane lesen, in denen sie eine Geschichte von zwei verschiedenen Seiten betrachten können und somit tief in die Seele dieser beider Protagonisten blicken können.

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    • 2

    Floh

    30. August 2014 um 05:00
  • "Die stille Frau" by A.S.A. Harrison

    Die stille Frau

    Selenebeaupre

    27. August 2014 um 12:07

    Rezi Folgt !!!

  • Das Psychogramm einer Ehe

    Die stille Frau

    Miamou

    Jodi ist Psychotherapeutin, Todd Bauunternehmer. Die beiden leben seit vielen Jahren als unverheiratetes Ehepaar (was wie ein unbedeutendes Detail – „unverheiratet“ – klingt, wird zu einem wichtigen Element in dieser Geschichte) in einem luxuriösen Apartment. Sie sind kinderlos, obwohl Todd gerne Kinder hätte. Todd ist ein notorischer Fremdgänger, Jodi weiß davon, hat sich damit arrangiert. Doch dann taucht Natasha auf, die Tochter von Todds bestem Freund Dean. Sie wird schwanger. Todd zieht aus der gemeinsamen Wohnung mit Jodi aus und mit Natasha zusammen, sie planen zu heiraten, was sowohl Dean als auch Jodi verhindern wollen. Wie sie dabei vorgehen, soll hier nicht verraten werden, doch soviel sei gesagt: der Ausgang ist verblüffend. In den wecheselnden Kapiteln "Er" und "Sie" und der zügigen Sprache findet man sich als Leser schnell in das Buch ein und erfährt schnell den doch sehr routinierten Alltag zwischen Jodie und Todd und man wird in einen Sog voll Oberflächlichkeiten und Lügen eingeführt. Die beiden wirken auf den Leser sehr unsympathisch (zumindest ging es mir so). Sie leben beide in ihrer eigene Welt und besonders Jodie klammert sich an das scheinbar idyllische Zusammenleben mit Todd. Dabei gewinnt man aber den Eindruck, dass es ihr speziell um die materiellen Dinge geht (schöne Wohnung, gutes Essen, teure Gaderobe,....). Todd hingegen möcht allen Gefallen und sucht die Selbstbestätigung indem er ständige Affären hat. Jedoch entwickelt man auch eine gewisse Empathie für die beiden, da sie die eigentlichen Personen sind um die sich das Buch dreht und man lediglich ihren Gedankengängen folgt, versteht man dann auch, warum beide an gewissen Verhaltensmustern festhalten. Man kann als Leser nahezu greifen, dass das alles in einer Katastrophe enden muss und das tut sie auch. Besonders in den letzten Kapitel aus Todds Erzählperspektive merkt man seine Fahrigkeit und seine Unentschlossenheit zu getroffenen Entscheidungen zu stehen. Das Buch setzt auf das Innenleben der beiden Protagonisten und wirkt daher spannend. Am Ende denkt man sich dann nur: "Die beiden haben sich eindeutig verdient!"

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    • 2

    lesebiene27

    16. August 2014 um 09:58
  • Psychogramm eines Scheiterns

    Die stille Frau

    alasca

    Psychogramm eines Scheiterns Jodi Brett und Todd Gilbert sind seit 20 Jahren ein Paar - kinderlos, nicht verheiratet, aber seit dem Autounfall, durch den sie sich kennengelernt haben, zusammen. Todd ist ein erfolgreicher Selfmade-Baulöwe, Jodi ist Psychotherapeutin, die ihre sorgfältig ausgesuchten zwei Patienten am Tag zu Hause empfängt. Ihre übrige Zeit verbringt sie damit, das gemeinsame Luxusappartment mit Blick auf den Michigansee zu dekorieren, Freundinnen zu treffen und ihrem Partner allabendlich Gourmet-Dinners zu servieren, während er die Martinis mixt. Sie haben einen Golden Retriever, den Jodi ironisch "Freud" genannt hat. Und wenn ihrem stylischen Zusammenleben nach all der Zeit vielleicht auch das Feuer fehlt, weiß Todd doch die entspannte Häuslichkeit Jodis zu schätzen. Bereits auf der zweiten Seite lässt die Autorin uns wissen, dass Jodi zur Mörderin werden wird. Noch ist für Jodi "Mord nur ein Wort, ein Konzept ohne Bedeutung, (...) das nur Leute betrifft, die sie nicht kennt und denen sie nie begegnen wird." Langsam, Schritt für Schritt, entwickelt Harrison das Szenario, das diesen unwahrscheinlichen Schritt als den einzig möglichen aussehen lassen wird. Dabei bleibt lange unklar, wen Jodi ermorden wird. Wird es Todd sein, der notorische Fremdgänger, oder eher Natasha, die Studentin, die ihm seinen Kinderwunsch erfüllen will? Jahrelang hat Jodi von Todds Untreue gewusst, sie willentlich ausgeblendet und in ihrem eigenen Kokon aus Illusion und Selbstbetrug existiert. Aber Natasha, muss sie nach langer Verleugnung einsehen, ist ein anderes Kaliber als die vorigen Seitensprünge. Die Geschichte entwickelt sich in mit "Sie" und "Er" überschriebenen Kapiteln, die abwechselnd beide Perspektiven der Beziehung beleuchten. Todd, nie erwachsen geworden und testosterongesteuerter Egozentriker, redet sich sein Verhalten schön. Jodi, kühl und passiv, kann als negatives Vorbild dienen: Was sollte ich als Frau vermeiden, wenn ich unabhängig und selbstbestimmt leben möchte? Ergänzt werden die beiden personalen Stränge durch ein drittes Element in Form von Gesprächsprotokollen aus Jodis Lehrtherapie. Jodi, die anfangs glaubte, diese Therapie sei eine bloße Formalität, wird von ihrem Lehrtherapeuten von Protokoll zu Protokoll an eine entscheidende Erinnerung herangeführt. Aus dieser Entwicklung entsteht ebenso viel Spannung wie aus dem Krimiplot, dem sie zusätzliche Tiefe verleiht. Ganz nebenbei wird klar, dass die Autorin in Sachen Psychologie und Psychotherapie offenbar bestens recherchiert hat. Harrison ergreift keine Partei; ihr kühler, sachlicher Stil erzeugt eine distanzierte Sicht auf ihre Figuren. Die widersprüchlichen Gedanken und Handlungen der Figuren werden scheinbar ganz ohne Drama berichtet, wodurch sie beinah unter dem emotionalen Wahrnehmungshorizont bleiben. Ich bemerkte, wie ich unwillkürlich Harrisons Haltung übernahm, als säße ich auf einer Mauer und schaute neugierig-fasziniert auf die Handelnden herunter: Aha, das glaubt sie also; aha, so rechtfertigt er das ... der Konflikt entwickelt sich mit unabwendbarer Zwangsläufigkeit aus der Psychologie der Figuren und lässt eine subtile Spannung entstehen. Überhaupt hat der Roman nicht das typisch Überzogene, das Thrillern gewöhnlich eigen ist, sondern hebt sich stilistisch wie inhaltlich wohltuend vom Mainstream ab. Der Plot ist nichtsdestotrotz raffiniert konstruiert und entbehrt nicht eines schrägen Humors - vor allem die Auflösung, die keinen Knoten ungelöst lässt. Wer die Geschichte eines kaltblütigen Rachefeldzugs erwartet, wird enttäuscht werden: Harrison liefert uns in "Die stille Frau" das brillante Psychogramm eines Paares, das an Selbstbetrug, Schweigen und Verleugnung scheitert - letztlich an unbewältigten Kindheitstraumata. Das ist nichts Besonderes, sondern geschieht jeden Tag, an jedem Ort der Welt. Harrison lässt Jodi und Todd nur etwas spektakulärer (und letaler) scheitern - und weitaus unterhaltsamer. Klare Leseempfehlung!

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    • 4
  • Die stille Frau

    Die stille Frau

    Tamaru

    Jodi und Todd sind seit über zwanzig Jahren ein Paar. Zwar nicht verheiratet und kinderlos, aber sehen sich selbst als Eheleute. Gemeinsam haben sie sich ein luxuriöses Leben aufgebaut. Er als Bauunternehmer und sie als Psychotherapeutin. Er verdient das Geld und sie hält ihm den Rücken frei und sorgt für sein angenehmes Leben. Kocht, wäscht, putzt und sieht über seine Abenteuer hinweg. Sie hat sich mit dem Leben, das sie führt, arrangiert, solange alles in geregelten, planbaren Bahnen läuft. Bis Todd es auf die Spitze treibt. Er schwängert eine zwanzigjährige, die zudem auch noch die Tochter eines guten Freundes ist. Als er sie verlässt, nimmt sie das alles noch sehr gelassen hin. Es gibt keine bösen Szenen und keinen Rosenkrieg. Doch dann will Todd sie per Räumungsklage aus der gemeinsamen Wohnung werfen. Da sie nicht verheiratet waren, hat sie auf nichts Anspruch. Und dann nimmt sie Rache, auf ihre eigene, stille Art. Ich fand das Buch toll, denn es war mal was ganz anderes. Sympathisch ist keiner der beiden. Todd, ein Mann mit typischer Midlife Crisis, der sich immer nimmt was er will, ohne Rücksicht auf Verluste. Jodi, langweilig, hält immer still, bis Todd diesen einen Schritt zu weit geht. Und gerade weil man für keinen der beiden Sympathie empfindet, kann man die Geschichte der beiden als stiller Beobachter miterleben.

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    • 2

    lesebiene27

    07. August 2014 um 16:05
  • Stillschweigende können tödlich sein ...

    Die stille Frau

    FloP

    Jodi ist eine 45 Jahre alte Frau und mit ihrem Leben zufrieden. Alles scheint perfekt zu laufen. Sie ist erfolgreiche Psychotherapeutin, hat einen langjährigen Lebensgefährtin, Todd, ein Architekt, und lebt in einem luxuriösen Chicagoer Apartment. Außerdem ist sie ein Gewohnheitstier und liebt die Abläufe die sich während ihrer 20 jährigen Beziehung ergeben haben. Beide sind wie ein vertrautes, liebendes Paar. Doch die Fassade bröckelt, hinter den Kulissen ist nichts wie es scheint. Todd ist ein Fremdgänger, und Jodi nimmt dies stillschweigend hin, da sie der Meinung ist, gelegentliche Betrüge seinen okay. Was sie jedoch nicht weiß, ist dass Todd eine feste Freundin, eine Geliebte, hat. Als diese dann schwanger wird steht Jodi vor dem Nichts. Keine Partnerschaft mehr, kein Zuhause mehr … Doch einen Ausweg würde es geben: Todds Tod würde sie zur Alleinerbin machen. Schon auf der zweiten Seite erfahren wir, dass Jodi zur Mörderin wird. Hauptpunkt desBuches ist es Stück für Stück zu erfahren wie und warum Jodi tötet, und vor allem wen. Dabei werden viele psychische Aspekte eingesetzt, was sehr zur Spannung beiträgt. Beide Protagonisten tragen Altlasten der Kindheit mit sich und als Leser ist es spannend zu erfahren wie sie damit in der Gegenwart umgehen. Und welche Probleme entstehen. Mich hat das Buch nicht mehr losgelassen und es ist wirklich empfehlenswert. Meinen Lesegeschmack hat das Buch getroffen. Der Schreibstil ist zwar ausgefallen, jedoch stark im positiven Sinne. Es gibt keinen Spannungsabriss und tiefe Perspektiven in das Denken und Fühlen der Protagonisten werfen auch ermöglicht. Leider werden wir von der Autorin kein weiteres Werk mehr lesen können, da sie im letzten Jahr während der Arbeit an einem zweiten Spannungsroman mit 65 Jahren verstorben ist.

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    • 3

    FloP

    05. August 2014 um 14:12
  • Psychogramm einer Ehe

    Die stille Frau

    anushka

    03. August 2014 um 11:57

    Jodi ist ein sehr langmütiger Mensch. Die Psychotherapeutin hat all die Jahre über die Eskapaden ihres Mannes, den Bauunternehmer Todd, hinweggesehen, nach außen eine perfekte Fassade gewahrt und Todd ein liebevolles Heim bereitet. Dass dieses Heim vielleicht zu sicher und auch langweilig ist, wird schnell klar. Und dieses Mal ist Todds Frauengeschichte keine Lappalie, die sich irgendwann erledigt hat. Dieses Mal ist es wesentlich ernster und Jodi kann die Sache nicht einfach verdrängen, wie bisher alle anderen ... In diesem fast 400seitigen Roman, der wesentlich kürzer aussieht und wirkt, betrachtet der Leser die Geschichte abwechselnd aus Jodis und Todds Perspektive. Beide Charaktere sind nicht gerade Sympathieträger. Schon nach den ersten Seiten glaubt man, Todd absolut verstehen zu können. Doch dann erfährt man mehr über Todd und findet auch diesen Schürzenjäger, der die Verantwortung immer auf andere abschiebt, wenig liebenswert. Und doch herrscht eine große Vertrautheit und Abhängigkeit zwischen den beiden. Und auch wenn Todd nicht als der klassische verdorbene Charakter dargestellt wird, als die Männer in solchen Geschichten gern gezeichnet werden, kann man über seine Ideen oft nur den Kopf schütteln und gleichzeitig irgendwo verstehen, dass er ein möglichst angenehmes und bequemes Leben haben möchte. Gleichzeitig erfährt man jeden Schlag, den Todd Jodi versetzt, selbst mit und möchte Jodi immer nur wieder schütteln. Aus Jodis Sicht werden auf geschickte Weise durch ihre Tätigkeit als Psychotherapeutin sowohl Jodis als auch Todds Handlungen und Charaktereigenschaften in die Sicht der Psychoanalyse eingeordnet. Hier liegt der Fokus klar auf der Individualpsychologie von Adler und Jodi erklärt die Funktionsmechanismen aus einer der bekanntesten Psychotherapieschulen. Dadurch scheint man als Leser immer wieder einen Schritt zurück von der Handlung zu machen und einen Blick auf die Meta-Ebene zu werfen. Alle Verhaltensweisen werden nachvollzieh-, wenn auch nicht befürwortbar. Dadurch verliert sich jedoch manches Mal die Spannung, sodass es irreführend ist, dieses Buch als Thriller oder auch nur als Spannungsroman zu bezeichnen. Stattdessen ist er eine Analyse dessen, was der Mensch ertragen kann und wozu er fähig ist. Auch wenn das jetzt alles sehr theoretisch und philosophisch/psychologisch klingt, spielt die Handlung doch meist auf der konkreten Ebene und bringt eine gute Spannung und Geschwindigkeit mit sich. Und letztlich werden Tragödie und Ausweglosigkeit nachfühlbar. Dieses Buch hebt sich auf jeden Fall von der Masse ab. Man sollte jedoch weder seichte Unterhaltung, noch rasante Spannung erwarten. Stattdessen sind Schreibstil und Inhalt anspruchsvoll und teils sehr fachlich. Doch so gelingt es, eine Fehlentwicklung von Beziehungen, die es so wahrscheinlich schon seit Beginn der Menschheit gibt, interessant zu gestalten.

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