Der Schreibstil hatte mich sofort. Ich war auf den ersten Seiten schon unglaublich angetan und konnte das Buch kaum an die Seite legen. Schon der Prolog ist ein sehr berührender Anfang und hat mir automatisch ein Lächeln auf die Lippen gezaubert.
Matteo war ein Charakter, den man einfach nur an sich drücken wollte. Sein innerer Kampf zwischen dem, was er wirklich fühlt und dem, was er preisgeben darf, war so oft regelrecht greifbar, dass ich das Gefühl hatte, an seiner Seite zu stehen.
Als unehelicher Sohn eines berühmten Schauspielers steht er im Rampenlicht und hat dabei doch so manches Mal das Gefühl, nicht in diese Welt zu gehören. Nicht in diese Familie.
Noah. Können wir bitte darüber reden, wie unglaublich toll Noah ist?
Dieser Junge, der andere Patienten mit Origamifiguren beschenkt, um ihnen eine Freude zu machen. Oder an Kindergräber immer mal wieder einen Luftballon befestigt, um ihrer zu gedenken.
Noah, der sich um Matteo kümmert und ihm zeigt, dass das Leben viel mehr bereithält, als Matteo sich bislang bewusst war.
Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich langsam und stetig. Es hat so unglaublich gut getan, sie auf ihrer gemeinsamen Reise zu begleiten.
Matti, der über sich selbst hinauswächst und sich gegen seinen berühmten Vater stellt, in dem er für sich selbst einsteht und das, was er wirklich will.
Noah, der wie ein Fels in der Brandung für Matteo ist, aber auch seine eigenen Päckchen mit sich herumschleppt. Und in Matteo seinen eigenen Felsbrocken findet. Jemanden, der ihn auffängt, wenn er selbst zu fallen droht.
Dieses Buch hatte so viel Gefühl, ohne dass es mit großem Drama daher kommt. Es vermittelt Werte wie Vertrauen und Trost, Verlust und Trauer oder aber auch Liebe und auch Freundschaft.
Dieses Buch ist ein echtes Highlight am Buchhimmel und ich habe es so sehr geliebt, ein Teil des Lebensweges zweier junger Männer zu sein, die nicht nur das Schicksal zusammen geführt hat, sondern vor allem auch die Kunst des Origami faltens.
AC Collins
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Origamiherz
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Die Geschichte hat Licht, Schatten, Hoffnung, Liebe und Schmerz in sich verwoben. Zeigt dazu ein stark reales Thema auf, lässt es aber nicht in der Dunkelheit untergehen.
Ich konnte Matteos Gefühlswelt die ganze Zeit nachvollziehen und habe mit ihm gelitten, aber auch Noah war ’ne Wucht. Er war, wie ich es immer nenne, pures Licht, das manche Herzen wieder mit Hoffnung geflutet hat.
Die Idee mit den Origami fand ich entzückend, auch wie die zwei in Kontakt traten. Man konnte Matteo regelrecht dabei zusehen, wie er aus dem Loch nach der Hand greift und zu Noah aus dem Schatten tritt.
Die Freunde von Noah waren in der Story das Tüpfelchen auf dem ‚i‘. Wie ein letzter Ruck an einem Bilderrahmen, um zu erkennen, wie perfekt es ist, sein Herz frei leben lassen zu können mit den richtigen Menschen an seiner Seite.
Matteos Bruder war mir manchmal etwas zuwider, mit seinen Ansichten oder Meinungen, aber er gab sich große Mühe, doch seinen Platz in Matteos Leben zu behalten, als Bruder und bester Freund.
Die Lovestory um Matteo und Noah war nicht einfach, aber sie ging ans Herz.
Mir hat gefallen, dass Matteo an seinem Herz und seiner Liebe zu Noah festgehalten hat, egal was passierte. Auch das Noah bewusst war, wie schwer es sein könnte mit einem Mann wie Matteo eine Zukunft aufzubauen. Aber, unerschütterlich in seiner Liebe zu ihm, nicht davor zurückschreckte, sondern an ihrem Glauben daran festgehalten hat.
Sie gingen, wie man sagt, durch dick und dünn, in eine gefühlsbetonte Beziehung, an der sie beide stets werden arbeiten müssen.
Nun zu drei Punkten, die mich etwas gestört haben.
Erstens – Der Wechsel zwischen den Charakteren.
Man ist in die Story vertieft und dann, ohne Vorwarnung, wird die Perspektive gewechselt. Bei einer Geschichte, die aus zwei Perspektiven geschrieben wird, erwarte ich, dass dieser Wechsel durch ein neues Kapitel gekennzeichnet ist. Mich hat es jedenfalls ständig aus dem Lesefluss gerissen.
Zweitens – Matteo steht mit seinen Depressionen, Problemen und seiner Gefühlswelt, stark im Vordergrund.
Völlig unerwartet wird er nach hinten gedrängt und Noah nimmt Matteos Stelle ein. Der Hauptfokus verschiebt sich total.
So weit ist das völlig in Ordnung. Was für mich nicht zusammenpasst ist, dass Matteo Noahs Handlungsweisen einfach so wegsteckt. Er zeigt Verständnis, was bis zu einem gewissen Grad okay ist. Allerdings wird Matteo vorher so beschrieben, dass ich ihn in einer extremen seelischen Verfassung wahrnehme.
Um diese Veränderungen zu verkraften, hätte Matteo Hilfe von außen gebraucht, damit sein Verhalten logisch und glaubhaft wird.
Drittens – Noch etwas, das ich nicht nachvollziehen kann.
Noah findet etwas für mich Grenzwertiges heraus, das nicht ganz aufgeklärt wird und bei mir ein Fragezeichen zurücklässt. Gut, es ist nicht allzu wichtig, daher kann ich es zur Not so hinnehmen. Allerdings bin ich der Meinung, dass ein Autor zum Ende der Geschichte alle losen Fäden auflösen sollte.
Mir erschließt sich auch diese Logik nicht – Warum eine Grabstätte, wenn …
Ihr müsst es selbst lesen, dann versteht ihr den Zusammenhang meines kryptischen Blablas. *lach
Klare Leseempfehlung! Es war echt ein tolles Buch mit bewegenden Momenten und zwei wundervollen Männern, obwohl nicht alles rund war.
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