"Wächter der Morgenröte" ist der Debütroman von Aaron Weigel und führt in eine Welt, die seit Jahren in durchgehende Nacht getaucht ist und in der die Deva, ein geflügeltes menschenähnliches Volk, welches einst als Götterboten verehrt wurde von den Menschen an den Rand der Auslöschung gejagt wurde.
Hauptfigur Azrael, ein Deva, der nichts über seine Vergangenheit weiß, ist auf der Suche nach seiner vermissten Schwester als er sich und seine Freunde inmitten einer düsteren Prophezeiung wiederfindet.
Der Schreibstil liest sich flüssig und beschreibt bildhaft die Geschehnisse ohne sich in ausufernden Formulierungen zu verlieren. Die Kapitel sind recht kurz gehalten und springen zwischen verschiedenen Charakteren hin und her, wobei immer schnell klar ist, welchem Charakter man gerade folgt.
Es gibt eine Vielzahl Charaktere mit einer ebenso großen Vielzahl von Geheimnissen und Rätseln, welche in diesem Band nur angerissen werden. Einige wichtige Charaktere habe ich bereits ins Herz geschlossen, sodass ich sicherlich beim nächsten oder spätestens übernächsten Band weinen werde.
Es haben sich zu Beginn ein paar wenige kleine Fehlerchen eingeschlichen (ein Halstuch ist wenig später plötzlich ein Umhang, für einen Nebencharakter gibt es drei Schreibweisen), welche aber keine großen Ausmaße annehmen und für mich auch ein bisschen den Charme eines unabhängigen Debütromans ausmachen.






