Abū Bakr Ibn Ṭufail Der Philosoph als Autodidakt

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Inhaltsangabe zu „Der Philosoph als Autodidakt“ von Abū Bakr Ibn Ṭufail

Ziel dieses philosophisch-allegorischen Inselromans des arabisch-andalusischen Denkers Ibn Tufail ist die Verteidigung der Philosophie als rationale Form der Erkenntnis. Er antwortete damit auf die Angriffe al-Ghazalis, der die philosophische (aristotelische) Methodik bzw. deren Vereinbarkeit mit der Orthodoxie des Islam in Frage stellte. Entgegnet wird dieser Kritik im Hauptteil des Traktats, wo die rationale, der natürlichen Veranlagung des Menschen angemessene Struktur des philosophischen Wissenskanons aufgezeigt wird, und durch den Nachweis, daß philosophische Erkenntnis sehr wohl mit den Inhalten der Offenbarungsreligion übereinstimmt, viel besser sogar als die bloß symbolhafte Religion der breiten Masse. Zugleich wird aber die von al-Ghazali vollzogene Wendung hin zur Mystik aufgenommen, indem die unmittelbare, intuitive Erfahrung als Erkenntnisform etabliert und dem theoretischen Erfassen gleichgestellt, ja übergeordnet wird. Beide Wege, die der Philosophie und der Sufik, werden dabei miteinander verwoben. Für diese Einbindung der Sufik in die Philosophie wird die Autorität Ibn Sinas in Anspruch genommen, indem ihm unter dem Titel der "orientalischen Weisheit" eine esoterisch-sufische Lehre zugeschrieben wird. Der Neuübersetzung aus dem Arabischen ist eine luzide Einleitung des Herausgebers vorangestellt, die als kurze Einführung in die leitenden Fragestellungen der arabischen Philosophie des Mittelalters gelten kann.

Über die Rationalität Gott erkennen auf der einen Seite. Bildhafte Offenbarung auf der Anderen. Gleichberechtigte Wahrheiten?

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Der Philosoph als Autodidakt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. February 2016 um 18:36

    Stellen wir uns folgendes Szenario vor: Ein Kind mit Namen Haiy , wird auf einer Insel ausgesetzt und von einer Gazelle bis zu seinem 7. Lebensjahr großgezogen. Bis zu seinem 50. Lebensjahr durchläuft der nun ein Mann gewordene Haiy unterschiedliche Stationen der Entwicklung und Erkenntnis, er erkennt die Mängel des Menschen und lernt durch seine Umgebung, was für Elemente die Welt zusammenhalten. Die entscheidende Frage, die er sich stellen muss: Gibt es eine Intelligenz, die er in der Lage ist, allein rational zu erkennen? Nehmen wir weiter an, dass ab seinem 50. Lebensjahr eine Gemeinschaft mit ihm in Kontakt tritt, mit denen er sich über die Welt austauscht. Es gibt nur einen Unterschied: Die Gemeinschaft hat ihre "Offenbarung" nicht durch Vernunft und Rationalität erlangt, sondern durch einen Propheten. Wenn man nun ein Bild im Kopf hat und sich fragt: Zu welcher gemeinsamen Erkenntnis gelangen Haiy und die Gemeinschaft? Was erkennt Haiy allein durch seinen Verstand? Ist eine Symbiose beider Sichtweisen möglich? ... ? Genau dann kann ich diesen Inselroman wärmstens empfehlen. Ich bin nicht näher auf die Herkunft des Autors und seine eigenen religiösen Überzeugungen eingegangen, weil ich nicht der Meinung bin, dass es unbedingt notwendig ist, um den Kern der Botschaft von Ibn Tufail zu erkennen. Oder für sich selber bestimmte Dinge zu hinterfragen, zu erkennen oder einfach nur Spaß beim Lesen zu haben. Für mich war es eine sehr persönliche Lektüre, die mir in gewissem Maße gezeigt hat, das ich mit einer bestimmten Suche nach Antworten nicht alleine bin. Wenn es einigen Leuten ähnlich geht wie mir, dass man unsicher ist bei verschiedenen Betrachtungsweisen und nicht weiß, welcher man den höheren Stellenwert einräumen soll, wenn man es schafft, ohne Vorurteil an diese Lektüre geht und beiden Sichtweisen einen Platz einräumt, kann man viel aus diesem Buch mitnehmen. Vielleicht sogar einen gewissen Grad innerer Ruhe. Von daher: VIEL SPAß :)

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