Für immer ist die längste Zeit

von Abby Fabiaschi 
4,3 Sterne bei151 Bewertungen
Für immer ist die längste Zeit
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Positiv (130):
J

Großartiges Buch. Viele Perspektiven auf die Themen Trauer(arbeit), Hinterbliebene, Magie mit viel Liebe, Charme und einem Funken Humor.

Kritisch (4):
brauneye29s avatar

Hat mich nicht berührt

Alle 151 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Für immer ist die längste Zeit"

'Ein absolut unvergesslicher Roman, der dich zum Lachen und zum Weinen bringt. Und danach willst du gleich die eigenen Lieben umarmen.'

Kristin Harmel

Maddy ist tot. Vom Dach der Bibliothek gestürzt. Sie landet jedoch nicht im friedvollen Himmel, sondern blickt aus kurzer Höhe auf ihre Familie - ihre pubertierende Tochter Eve und den emotional unaufgeräumten Ehemann Brady - herab. Ohne Maddy sind sie schon in einfachen Dingen der Alltagsorganisation überfordert. Jetzt drohen sie an der Frage nach dem Warum zu zerbrechen.

Maddy muss etwas tun. Doch ihre Möglichkeiten der Einflussnahme aus dem Jenseits sind begrenzt - sie ist ja auch neu hier.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783810524799
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:FISCHER Krüger
Erscheinungsdatum:21.03.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 21.03.2018 bei Argon erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    WinfriedStanzickvor einem Monat
    Eine emotionale Geschichte, in die man sich als Leser schnell hineinversetzt



    Mit dem vorliegenden Roman „Für immer ist die längste Zeit“ (im Original „I liked my life“) hat die Amerikanerin Abby Fabiaschi ein ganz erstaunliches Debüt vorgelegt. Es ist ein Buch voller Gefühle, voller Freude und Trauer, ein Roman, der den Leser zum Lachen und zum Weinen gleichzeitig bringen kann.
    Madeleine ist die Stütze ihrer Familie, Hausfrau und Mutter aus Leidenschaft, perfekte Gastgeberin toller Partys und für ihre Familie und viele Freunde die Quelle vieler hilfreicher Ratschläge und Inspirationen.
    Bis zu dem Tag, als sie für alle unerklärlich vom Dach der Bibliothek stürzt und ihren Ehemann Brady und ihre pubertierende Tochter Eve völlig verzweifelt und mit gebrochenem Herzen zurücklässt.  Schon in kleinen Alltagsdingen scheinen die beiden völlig überfordert und die quälende Frage nach dem Warum droht sie zu zerstören.
    Warum ist Madeleine scheinbar ohne Grund aus ihrem Leben verschwunden? Und wie können sie ohne Madeleine weiter machen? Auf der Suche nach Antworten sind Brady und Eve gezwungen, sich mit beunruhigen Wahrheiten auseinanderzusetzen.

    Madeleine ihrerseits ist noch lange nicht bereit, sich für immer zu verabschieden. Und so beginnt das Buch mit dem Satz: „Ich habe genau die richtige Frau für meinen Mann gefunden.“ Aus dem Jenseits hat sie ein Auge auf ihre Familie, auf Brady und Eve, die abwechselnd mit Madeleine jeweils ich-erzählend die Handlung vorantreiben.

    In Rory, einer hübschen und fürsorglichen Grundschullehrerin, glaubt sie einen Ersatz für sich gefunden zu haben. Doch auch diese Frau trägt an einer schweren Last.

    Abby Fabiaschi gelingt es hervorragend, auf ernste und dennoch humorvolle Weise zu beschreiben, wie ein Vater und eine Tochter auf unterschiedliche Weise auf das plötzliche und vollkommen unerklärliche Ableben der Ehefrau und Mutter reagieren. Die Darstellung ihrer Gefühle, ihrer Ohnmacht und Wut und ihrer tiefen Trauer, ihrer Verzweiflung und ihrer Schuldgefühle angesichts der Möglichkeit, dass der Tod von Madeleine ein selbst gewählter gewesen sein könnte, ist ihr meisterhaft gelungen. Man spürt, dass die Autorin hier auf viele eigene Erfahrungen und Erlebnisse mit Trauer und Verlust zurückgreift.

    Dennoch ist „Für immer ist die längste Zeit“ ein kurzweiliger Roman. Eine emotionale  Geschichte, in die man sich als Leser schnell hineinversetzt, eine Geschichte, die berührt. Denn der Verlust eines geliebten Menschen ist eine Erfahrung, die viele schon gemacht haben und vor denen andere sich fürchten. Trotz allem aber ist die Geschichte nicht schwermütig erzählt, sondern immer zeigt sich wie ein roter Faden Hoffnung auf neues Leben.

    Einen zweiten Roman dieser Autorin würde ich sofort lesen.



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    Talathiels avatar
    Talathielvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ergreifend, einfühlsam und witzig
    Ergreifend, einfühlsam und witzig

    Abby ist eine hingebungsvolle Hausfrau und Mutter: Sie ist Gastgeberin von ausgezeichneten Partys, hat das Talent aufmerksame Geschenke zu überreichen und ist eine Quelle für weise Ratschläge. Sie ist der Eckpfeiler ihrer Familie… bis zu dem Tag, an dem sie von Dach der Bibliothek stürzt begeht. Ihren Ehemann Brady und ihre Tochter Eve lässt sie mit gebrochenen Herzen zurück. Sie fragen sich, wie es dazu kommen konnte, hatte Maddy doch Pläne für die nahe Zukunft. Warum ist Maddy scheinbar ohne Grund aus ihrem Leben verschwunden? Und wie können sie ohne Maddy weiter machen? Auf der Suche nach Antworten sind Brady und Eve gezwungen, sich mit beunruhigen Wahrheiten auseinanderzusetzen.

    Maddy hingegen ist noch nicht bereit, diese Welt und ihre Familie für immer zu verlassen. Aus dem Jenseits beobachtet sie ihre Familie und begibt sich auf die Suche nach dem perfekten Ersatz für sich und stößt dabei auf Rory, einer hübschen und fürsorglichen Grundschullehrerin. Doch auch sie hat ihre Last zu tragen.

    „Unser Leben ist ein Geschenk und die Konsequenz ist der Tod.“ (Kapitel 16, Madeline)

    Mit „Für immer ist die längste Zeit“ legt Abby Fabiaschi ein erstaunliches Debüt hin. Dieses an sich sehr sensible Thema, der vermeintliche Selbstmord/ das Ableben einer geliebten Person, arbeitet die Autorin gekonnt auf. Passend dazu sind die Kapitel in jeweils drei Abschnitte unterteilt, in denen jeweils einer der Protagonisten in seiner ganz eigenen Art und Weise die Handlung wiedergibt: Maddy aus dem Jenseits, die ihre Familie beobachtet und Eve und Brady im Diesseits. Davon profitiert die Geschichte stark, denn die Emotionen der drei Protagonisten werden dadurch hervorragend ausgearbeitet, und schließlich fühlt man mit jedem mit, versteht ihre Wünsche und ihr Handeln, aber auch die Wut, die Enttäuschung und die Resignation. Natürlich sind die emotionalen Aspekte des Buches nicht zu übersehen, aber die Autorin beherrscht es, immer wieder humorvolle Szenen zu bringen, sodass das Geschehen aufgelockert wird.
    Eve und Brady sind auf der Suche nach dem „Warum“. Sie suchen Gründe dafür, denn keiner kann sich vorstellen, dass es Maddy so schlecht erging, dass sie dieses Leben verlassen wollte. Die Schuldgefühle, die sie als Angehörige entwickeln, sind realitätsnah und auch der Schmerz durch den Verlust entstanden ist, wird überzeugend dargestellt. Sehr einprägsam war, dass Eve und Brady jeweils ganz eigen damit umgehen. Das überzeugte mich, denn jeder Mensch geht mit Verlusten anders um.
    Auch Maddys Rolle aus dem Jenseits fand ich sehr bemerkenswert. Als Verstorbene wirkte sie stets ein wenig pragmatisch, was ihre Schilderungen anfangs etwas nüchtern erscheinen lassen: sie will ihre letzten Angelegenheiten noch regeln, alles dafür tun, dass es einen Nachfolger für sie gibt und es ihrer Familie gut geht. Das Maddy mehr bewegt, wird dennoch im Verlauf der Geschichte deutlich.

    „Für immer ist die längste Zeit“ ein kurzweiliger, emotionaler Roman. Die Geschichte schafft es, den Leser zu berühren, und führt geschickt durch das sensible Thema über den Verlust eines geliebten Menschen. Durch gelegentlichen Humor mäßigt Abby Fabiaschi die Schwermut in der Erzählung.

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    janakas avatar
    janakavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: berührend und emotional, traurig aber auch humorvoll
    berührend und emotional, traurig aber auch humorvoll

    *Inhalt*
    Für Eve und ihrem Vater Brady beginnt eine schwere Zeit, nachdem ihre Mutter Madeleine vom Dach der Bibliothek gestürzt ist. Sie fehlt an allen Ecken und Kanten und dann ist da noch die "brennende" Frage, warum sie gesprungen ist.
    Zeitgleich "schwebt" Maddy" in so eine Art Zwischenwelt und kann ihre Familie beobachten. Sie versucht ihrer Familie zu helfen und zu lenken.
    Werden Eve und Brady zurück ins Leben finden und kann Maddy irgendwann ihre Familie ruhigen Gewissen loslassen?

    *Meine Meinung*
    "Für immer ist die längste Zeit" von Abby Fabiaschi ist ein emotionaler Roman, der mich nach kleinen Startschwierigkeiten sehr bewegte. Am Anfang fiel es mir schwer, mich auf das Buch einzulassen. Irgendwie empfinde ich den Schreibstil als sehr nüchtern. Doch nach und nach berührt mich das Buch und zum Ende mag es nicht mehr aus der Hand legen.
    Es wird aus drei Perspektiven erzählt, Maddy, Eve und Brady. Das gefällt mir sehr gut. So bin ich ganz nah am Geschehen und kann mich besser in den jeweiligen Charakter hineinversetzen. Die Tagebucheinträge von Maddy lassen Eve und Brady manche ihrer Handlungen nachträglich besser verstehen. Geschickt spielt der Autorin mit den Emotionen, Trauer vermischt mit Wut und Hilfslosigkeit und zwischendurch gibt es immer wieder kleine humorvolle Szenen.

    Die Charaktere sind realistisch gezeichnet. Maddy ist eine Frau, die sich sehr um ihre Familie kümmert. Es ist schwer zu glauben, dass sie sich umgebracht haben soll. Sogar von ihrer derzeitigen Position macht sie sich eher Gedanken, wie Brady und Eve klarkommen, als um sich selbst.
    Eve hätte ich am liebsten in den Arm genommen und ganz festgehalten. Sie kämpft so mit ihren Schuldgefühlen. Erst die Gespräche mit Rory, ihrer Nachhilfelehrerin lassen sie langsam erwachsen werden. Rory ist eine tolle Frau, mir ist sie sofort ans Herz gewachsen. Sie geht behutsam mit Eve und auch mit Brady um. Kein Wunder, dass Maddy sie als ihre Nachfolgerin auserkoren hat.
    Mir gefällt auch die Wandlung, die Vater und Tochter durchmachen und wie sie nach und nach zu einander finden.

    *Fazit*
    Wer Geschichte mag, die sowohl traurig, nachdenklich und humorvoll sind, sollte sich dieses Buch zur Hand nehmen. Einen kleinen Punktabzug gibt es für den für mich etwas schwereren Einstieg.

    Meinem Dank gilt NetGalley und dem FISCHER Krüger Verlag, die mir das EBook als Rezi-Exemplar zur Verfügung gestellt haben, was aber keinen Einfluss auf meine Meinung hat.

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    Honigmonds avatar
    Honigmondvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: sehr emotional
    Emotionales Buch mit Tiefgang

    Zum Klappentext:
    Maddy ist tot. Vom Dach der Bibliothek gestürzt. Sie landet jedoch nicht im friedvollen Himmel, sondern blickt aus kurzer Höhe auf ihre Familie - ihre pubertierende Tochter Eve und den emotional unaufgeräumten Ehemann Brady - herab. Ohne Maddy sind sie schon in einfachen Dingen der Alltagsorganisation überfordert. Jetzt drohen sie an der Frage nach dem Warum zu zerbrechen.
    Maddy muss etwas tun. Doch ihre Möglichkeiten der Einflussnahme aus dem Jenseits sind begrenzt - sie ist ja auch neu hier.

    Mein Leseeindruck:
    Das Buch wurde in drei Abschnitte unterteilt, welche jeweils aus den Ich-Perspektiven von den drei Hauptprotagonisten geschrieben wurde. Diese wechseln immer wieder ab und man erfährt sehr viel über die unterschiedlichen Gedankengänge und Gefühle der einzelnen Personen. Man kann ihre Gefühle direkt spüren, so gut sind sie beschrieben. Die Trauer, Wut, aber auch die Hilflosigkeit ist nahezu greifbar. Eine wunderbare Geschichte, die voller Emotionen steckt und einem schon sehr zum Nachdenken anregt, zumal das Thema Selbstmord  nicht wirklich selten aufkommt, aber oftmals völlig unerwartet. Trauer und Schuldgefühle überrollen die Betroffenen in so einem Moment und am Ende bleibt oftmals Fraglosigkeit. Ein wunderbarer mitreißender Handlungsaufbau, gespickt mit einer guten Prise Humor, aber auch jeder Menge Emotionalität, so dass man zeitweise Tränen in den Augen hat, aber auch wieder zwischendurch lächeln kann.

    Mein Fazit:
    Ein sehr empfehlenswertes Buch mit einem sehr emotionalen Thema, was einen ordentlich durchrüttelt und zum Nachdenken anregt. Ich vergebe hierfür 5 Sterne.

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    Benni_Cullens avatar
    Benni_Cullenvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ganz nett, aber bei weitem nicht so emotional wie erhofft - leider nur mittelmäßig!
    Schöne Idee mit unzureichender Ausführung

    „Ein Buch das dich emotional treffen wird“ – wenn sowas auf Bücher steht, bin ich irgendwie gleich hellhörig und interessiert. Denn es gibt doch nichts schöneres oder emotionaleres, wenn ein Buch einen richtig berührt, zum Nachdenken bringt und nicht mehr loslässt, oder? Deshalb war ich auch umso gespannter auf „Für immer ist die längste Zeit“ von Abby Fabiaschi. Das Buch hörte sich wirklich so an, als ob es einen vom ersten Moment an fesseln könnte und tausend Fragen auf einmal aufwirft. Doch dann kam alles ganz anders und es ließ mich kalt zurück – dabei war das Thema doch so radikal anders. An was lag also meine Enttäuschung und Kälte?

    Wir lernen Maddy kennen, eine Mutter, die sich selbst umgebracht hat, da sie sich vom Dach der Bibliothek gestürzt hat. Maddy ist allerdings nicht einfach im Himmel gelandet, sondern wacht über ihre Tochter und ihren Ehemann aus dem Jenseits und setzt alles daran, dass beide wieder Sinn in ihrem Leben finden. Doch sowohl ihr Ehemann Brady als auch ihre Tochter Eve scheinen dafür noch nicht bereit zu sein. Allerdings stellt sich die Frage, warum Maddy sich überhaupt erst umgebracht hat, wenn sie doch eigentlich möchte, dass ihre Familie glücklich ist. Und kann man überhaupt glücklich sein, wenn die eigene Mutter und Ehefrau Selbstmord begangen hat?

    Die Fragen, die die Geschichte aufwirft, sind ja wirklich nichts für zarte Gemüter und eigentlich dachte ich auch, dass mich diese sofort greifen würden. Zugegeben: Am Anfang war ich geschockt, wütend und traurig – genauso wie Eve, die mir vom ersten Moment an leid tat. So jung und schon so viel Grausamkeit zu erleben, ist einfach alles andere als fair. Ihr Vater Brady dagegen war von Anfang an ziemlich distanziert, was dazu führte, dass ich ihn gar nicht greifen konnte. Und auch im weiteren Verlauf der Geschichte konnte mich die kleine Familie einfach nicht berühren. Ja, besonders Eve tat mir – wie bereits erwähnt – leid, aber recht viel mehr mochte das Geschehen einfach nicht in mir auslösen. Hinten auf dem Klappentext ist ein Zitat von Kristin Harmel abgedruckt (die ich wirklich sehr liebe) und in diesem sagt sie, dass sie sowohl lachen als auch weinen musste. Leider kann ich mich da überhaupt nicht anschließend. Ich musste weder lachen, noch weinen. Genau genommen hab ich die Geschichte runtergelesen und war relativ gleichgültig eingestellt.

    Dabei kann die Autorin eine Sache wirklich gut: Schreiben. Also, so ohne großes Tamtam oder ausufernden Beschreibungen. Abby Fabiaschi hat einen sehr klaren, direkten und schnelllebigen Schreibstil, der sich gut weglesen lässt, allerdings liegt hier vielleicht auch das Problem: Bei einem emotionalen Roman möchte ich nicht, dass es schnellebig oder direkt ist. Ich möchte Gefühle, Übertreibungen, irritierende Stellen, Überraschungen und und und. Direkt und distanziert kann ein Thriller sein. Aber bitte kein emotionaler Roman. Gleichzeitig war ich mir nicht sicher, was sie mir mit der Entwicklung sagen wollte. Dass am Ende alles gut wird? Dass verstorbene Menschen über uns wachen? Dass am Ende, doch wieder alles gut wird? Ich weiß es nicht und hab es auch bis zum heutigen Tag nicht herausgefunden.

    Mein Fazit:
    Eine emotionale Geschichte, die nicht emotional wird. Gebrochene Figuren, die nicht gebrochen wirken. Und ein direkter Schreibstil, der für einen Roman viel zu direkt ist. Irgendwie passte all das nicht so wirklich zusammen. Ja, die Idee ist toll und auch der Schreibstil mag prinzipiell wirklich gut sein, aber passt einfach nicht dazu. Für mich ein klassisches 3-Sterne-Buch: Nicht schlecht, aber eben auch nichts Außergewöhnliches. Muss man das lesen? Nein. Kann man es tun? Ja, aber erwartet keine Meisterleistung.

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    kitty_montamers avatar
    kitty_montamervor 4 Monaten
    Tiefsinnig und wahnsinnig berührend

    Die Geschichte beginnt mit Madeleine. Sie erzählt uns, dass sie nicht mehr am Leben ist. Aus einer erhöhten Position spricht sie den Leser direkt an. Noch nicht im Himmel angekommen, dennoch weit entfernt von der Erde und ihren Lieben hat sie es sich als Aufgabe gemacht, ihre Familie gut aufgehoben zu wissen. Sie möchte, dass sich Brady erneut verliebt, damit er nicht alleine bleibt und das Eve selbstständiger wird. Selbst die Kombination aus beiden Familienmitgliedern ist von Selbstständigkeit weit entfernt. Maddy hat sich immer gut um sie gekümmert, was sie dem Leser auch noch einmal erzählt. Nie mussten sich die Zwei um etwas kümmern, was nicht auch sie als Mutter erledigen konnte. Dennoch spricht die Protagonistin niemals davon, dass sie irgendeine ihrer Taten bereut, oder dass sie sich gar aufgeopfert hat. Sie machte es immer gern. Jedes Kapitel behandelt eine andere der drei Figuren. Grundsätzlich folgen wir erst Maddy, dann Eve und zuletzt Brady. Jeder spricht anders mit dem Leser, jeder empfindet etwas anderes in vielleicht ein und derselben Situation. Jedoch alle sprechen sie in der Ich-Form.
    Besonders beeindruckt bin ich von der Art, wie Abby Fabiaschi es geschafft hat, jeden auf seine Art erzählen zu lassen. Man merkt ganz genau, ob die manchmal eher naive Eve gerade schildert, wie es ihr ergangen ist, oder ob Brady gerade seinen Gedanken nachhängt. Die Autorin hat ihre Schreibweise an die unterschiedlichen Figuren angepasst. Es ist ihr gelungen, jeden der Figuren echt erscheinen zu lassen. Ihre Gefühle waren allesamt nachvollziehbar und haben mich grundsätzlich mit voller Wucht erreicht.

    „Unser Leben ist ein Geschenk und die Konsequenz ist der Tod. Ich glaube, es wäre ein Fehler, sich auf die Konsequenz zu konzentrieren statt auf das Geschenk.“
    Zitat aus: "Für immer ist die längste Zeit"

    Besonders Eve leidet so offen und ehrlich, ist aber so sehr in sich gekehrt, das ich des Öfteren mal eine Pause vom Lesen einlegen musste, weil sie mich tatsächlich stellenweise an mich und meine Trauer erinnerte, als meine Mutter verstorben ist. Es war berührend zu lesen, wie sehr sie Maddy vermisst. Ihre Schuldgefühle kann ich absolut nachempfinden. Jeder denkt sich doch, das man in bestimmten Situationen doch besser anderes reagiert hätte. Doch wenn es zu spät ist, kann dies einen zerbrechen.
    Schön zu lesen ist außerdem, wie sich die Beziehung von Vater und Tochter mit der Zeit verändert, weil sich die Charaktere an sich auch wandeln. Eve wird erwachsen und Brady reflektiert mehr. Sie finden sich und sie finden zueinander. Das hat mir außerordentlich gut gefallen.
    Neben den beiden Hauptfiguren gibt es noch einige Nebenfiguren, die ab und zu die Bühne betreten. Aber nie nehmen diese zu viel Platz ein und stoßen Brady und Eve von der Bühne. Besonders Rory habe ich sehr doll in mein Herz geschlossen, hat diese doch auch einen enormen Schicksalsschlag hinter sich, mit dem man erstmal klar kommen muss.
    Das gesamte Buch lässt sich sehr gut lesen. Man lässt sich mitreißen durch die Höhen und Tiefen. Verdrückt hier und da mal eine Träne. Die Geschichte ist sehr leise, baut sich langsam auf, entwickelt allerdings schon auf der ersten Seite einen solchen Sog, dass man sie am liebsten gleich am Stück verschlingen würde. Hinzu kommen so viele schöne Zitate, die ich mir allesamt aufschreiben musste und Erkenntnisse, über die ich nachdenken musste.

    Fazit:
    „Für immer ist die längste Zeit“ ist ein unfassbar berührend und tiefsinniger Roman voller Liebe, Leid und Hoffnung. Er lässt sich sehr gut lesen und hat einige Überraschungen parat. Die Figuren sind allesamt liebeswert und echt. Wie Abby Fabiaschi mit dem Thema Trauer umgegangen ist, imponiert mir sehr. Ich ziehe meinen Hut, das sie so ein grandioses Erstlingswerk erschaffen hat!

    © www.booksandfamily.de

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    Sandra8811s avatar
    Sandra8811vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Bewegendes Buch mit der richtigen Dosierung Humor und Traurigkeit!
    Bewegendes Buch mit der richtigen Dosierung Humor und Traurigkeit!

    Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
    Ich habe das Buch beim Schmökern im Hugendubel entdeckt. Das Cover wirkte fröhlich und der Titel tiefgründig. Der Klappentext hat mich dann überzeugt, dass es sich hierbei um ein besonderes Buch handeln muss.

    Cover:
    Das weiße Cover mit den bunten verspielten Akzenten ist sehr auffällig. Der Schmetterling und die Blümchen sind vom Rest des Covers abgehoben.

    Inhalt:
    Madeleine hat sich vom Dach der Bibliothek gestürzt. Nun sind ihre Tochter Eve und ihr Mann Brady auf sich allein gestellt. Was hat Madeleine dazu veranlasst, sich umzubringen? Aber noch viel wichtiger: Werden Brady und Eve mit der großen Lücke, die Maddy in ihrer Familie hinterlassen hat, zurechtkommen?

    Handlung und Thematik:
    Eine sehr bewegende Geschichte, die verschiedenen Arten der Trauerbewältigung super darstellt. Die Autorin hat gut beschrieben, dass jederzeit ein geliebter Mensch aus dem Leben scheiden kann und die Hinterbliebenen damit klarkommen müssen. Dies ist nie leicht. Jeder kämpft anderweitig mit dem Verlust. Das Ende war überraschend und ebenso bewegend wie der Rest des Buches. Die Story ist sehr ernst, wird jedoch durch humorvolle Passagen aufgelockert.

    Charaktere:
    Maddy sieht von der Zwischenwelt aus auf ihre Familie herab und lenkt diese etwas. Die Gedanken der Mutter sind sehr liebevoll und gutmütig, das macht sie sehr sympathisch. Ihr Mann Brady und ihre Tochter Eve sind mit dem plötzlichen Dahinscheiden der Mutter hoffnungslos überfordert. Die Teenagerin macht ihrem Vater das Leben nicht gerade leicht. Durch seinen Hang zum Workaholic und seiner Aggressivität wirkte Brady anfangs nicht ganz so sympathisch auf mich. Dafür fand ich Eve umso toller, da ihre jugendliche Engstirnigkeit super dargestellt wurde.

    Schreibstil:
    Abby Fabiaschi schaffte es, die ernste Situation des Trauers und des Verlustes der Familie humorvoll, aber auch bewegend darzustellen. Die Erzählungen wirkten sehr realistisch. Der Übergang vom Tränchen zum Lächeln kam öfter vor. Sie hatte genau das richtige Maß an Traurigkeit und Humor. Die Geschichte wurde aus den verschiedenen Perspektiven von Maddy, Brady und Eve erzählt. Die Perspektivenwechsel waren super getimed. Tagebucheinträge der Mutter ließen die Familie wissen, was in Maddy so vorging. Dies fand ich sehr ausgeklügelt und realistisch. Besonders diesen Spruch fand ich bewegend: „Wir kommen nicht allwissend zur Welt. Dafür gibt es das Leben.“ (Seite 171).

    Persönliche Gesamtbewertung:
    Ein besonderes Buch, das den richtigen Grad an Trauer und Humor enthielt. Die Verlustsituation der Familie wurde super realistisch beschrieben und ich kann dieses Buch jedem empfehlen! Ich bin froh, dass ich es während meiner Mittagspause im Buchladen gefunden habe!

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    tragalibross avatar
    tragalibrosvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Berührend, tragisch und schön.
    Berührend und tragisch

    Maddy ist tot. Vom Dach der Bibliothek gestürzt. Sie landet jedoch nicht im friedvollen Himmel, sondern blickt aus kurzer Höhe auf ihre Familie - ihre pubertierende Tochter Eve und den emotional unaufgeräumten Ehemann Brady - herab. Ohne Maddy sind sie schon in einfachen Dingen der Alltagsorganisation überfordert. Jetzt drohen sie an der Frage nach dem Warum zu zerbrechen.

    Maddy muss etwas tun. Doch ihre Möglichkeiten der Einflussnahme aus dem Jenseits sind begrenzt - sie ist ja auch neu hier.

    Dank des Fischer-Leseclubs hier bei Lovelybooks, bin ich auf diesen außergewöhnlichen Roman gestoßen.
    Es handelt sich um eine Geschichte, die auch aus der Feder Jody Picoults hätte stammen können, denn es geht hier vordergründig um den tragischen Tod einer Mutter und den Versuchen der hinterbliebenen Tochter und des Ehemanns mit dem Verlust fertig zu werden.

    Abby Fabiaschi hat einen sehr einprägsamen und einfachen Erzählstil, der mir manchmal sogar recht nüchtern vorkam. Trotzdem vermittelt das Buch eine großartige Atmosphäre, die mich schnell gefangen genommen hat.
    Zudem hat die Autorin Charaktere erschaffen, die mir als Leser in kurzer Zeit ans Herz gewachsen sind.
    Dank wechselnder Erzählperspektiven und Tagebucheinträgen der Verstorbenen, gewinnt man einen sehr tiefgreifenden Einblick in die Gefühlswelt der Handelnden und versteht schnell ihre Beweggründe und Absichten.

    Der ganze Roman vermittelt aber auch eine tiefergehende Botschaft: Menschen erkennen oft erst wie wichtig ihre Lieben waren, wenn sie nicht mehr da sind.
    Aus diesem Grund, regt "Für immer ist die längste Zeit" auch nach Beendigung der Lektüre zum Nachdenken an.

    Ich vergebe daher fünf von fünf Sternen. 
    Die tragische, nachdenklich stimmende Geschichte, verpackt mit viel Gefühl, aber auch einem Hauch von Witz, Ironie und Humor, bekommt von mir eine Leseempfehlung.

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    gsts avatar
    gstvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Schade, dass sich viele Menschen erst dann Gedanken um andere machen, wenn sie nicht mehr da sind.
    Entwicklungsroman

    Während Brady und Eve darüber nachsinnen, warum Maddy, die Ehefrau und Mutter vom Dach der Bibliothek gesprungen ist, nähern sich Vater und Tochter ganz allmählich an. Bisher wussten sie kaum etwas voneinander. Brady war mit seiner Arbeit beschäftigt und Eve mit ihrer Pubertät. Maddy war immer für alle da und nun müssen sie plötzlich alleine klar kommen. Dass sie jetzt erst entdecken, was sie an ihr hatten, bereitet beiden große Probleme. Dabei bemüht sich Maddy, auch jetzt noch bei ihnen zu sein und flüstert ihnen als Geist zu, wie sie sich zu verhalten haben.

    Ich muss gestehen, dass mir der Anfang des Buches gar nicht gefallen hat. Es war so typisch amerikanisch. Ich fand es langweilig, bis ich endlich eine Entwicklung der Hinterbliebenen feststellen konnte und von einigen guten Zitaten überrascht wurde:

    „Wir kommen nicht allwissend zur Welt. Dafür gibt es das Leben.“ (Seite 171)

    „Nichts nimmt dir die Last besser von den Schultern, als Güte zu schenken.“ (Seite 257)

    „Wenn die Welt es dir schwer macht, nimm ein Buch und geh in eine andere“ (Seite 270)

    „Einen Menschen zu lieben macht ihn nicht zu dem, den man sich wünscht“

    Dieser Roman ist das Debüt von Abby Fabiaschi, die mit ihrer Familie in Connecticut und Utah lebt. 

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    kuechenqueens avatar
    kuechenqueenvor 4 Monaten
    Bewegt

    Eines Tages springt die Hausfrau und Mutter Maddy vom Dach und stirbt. Sie hinterlässt ihren Ehemann und die 16jährige Tochter, mit der ihr Mann nun völlig überfordert ist. Beide versinken im Chaos und merken nun, wie sehr Maddy fehlt und welch große Lücke sie hinterlassen hat. Doch Maddy beobachtet alles und versucht an allen Ecken zu helfen. 

    Auch wenn dieses Buch ein doch sehr trauriges Thema behandelt ist es zwischendurch immer wieder mit einer Prise Humor gespickt. Dadurch las ich das Buch sehr gerne, denn es ist kein Buch, welches immens auf die Tränendrüse drückt. Es liest sich sehr gut und es macht Freude. Aber es macht auch nachdenklich darüber, wie selbstverständlich man im Leben alles als gegeben nimmt.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Marina_Nordbrezes avatar

    Unser Buch-Highlight im FISCHER Leseclub:
    "Für immer ist die längste Zeit" von Abby Fabiaschi

    »Ein absolut unvergesslicher Roman, der dich zum Lachen und zum Weinen bringt. Und danach willst du gleich die eigenen Lieben umarmen.«
    Kristin Harmel 


    "Für immer ist die längste Zeit" ist unser Buch-Highlight im FISCHER Leseclub, welches wir euch in dieser Leserunde vorstellen möchten:

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    Maddy ist tot. Vom Dach der Bibliothek gestürzt. Sie landet jedoch nicht im friedvollen Himmel, sondern blickt aus kurzer Höhe auf ihre Familie - ihre pubertierende Tochter Eve und den emotional unaufgeräumten Ehemann Brady - herab. Ohne Maddy sind sie schon in einfachen Dingen der Alltagsorganisation überfordert. Jetzt drohen sie an der Frage nach dem Warum zu zerbrechen.
    Maddy muss etwas tun. Doch ihre Möglichkeiten der Einflussnahme aus dem Jenseits sind begrenzt - sie ist ja auch neu hier.


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    Wir vergeben gemeinsam mit FISCHER Krüger 50 Exemplare von "Für immer ist die längste Zeit" unter allen, die sich bis einschließlich 21.02.2018 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* für das Buch-Highlight bewerben und uns verraten, warum sie gerne mitmachen möchten.   

    In den folgenden Wochen stellen wir euch Aufgaben, bei denen ihr Buchlose erhalten könnt. Für jede Aufgabe gibt es ein eigenes Unterthema, in welchem erklärt wird, was ihr machen müsst, um ein Buchlos zu erhalten. Wenn ihr genügend Buchlose gesammelt habt, erhaltet ihr am Ende der "Buch-Highlight"-Aktion als Sofortgewinn ein Buch aus den S. FISCHER Verlagen.  


    Zusätzlich gibt es eine Aufgabe, die ihr innerhalb von 24 Stunden lösen müsst, um das Buchlos zu erhalten. Es lohnt sich also, regelmäßig vorbeizugucken! 
     
    Alle Infos zum System der Buchlose findet ihr hier.   

    Wer 10 Buchlose sammelt, erhält ein Wunschbuch aus den S. FISCHER Verlagen, das aus sechs Vorschlägen ausgewählt werden kann.   

    Alle, die mit ihrem eigenen Exemplar an der Aktion zum Buch-Highlight teilnehmen möchten, sind natürlich herzlich willkommen. Ihr könnt jederzeit mit einsteigen.   

    Die Frist für die Bearbeitung der Hauptaufgaben für das Buch-Highlight zu "Für immer ist die längste Zeit" endet am 4. April 2018 – d.h. alle Aufgaben müssen bis einschließlich dieses Datums vollständig bearbeitet sein, damit sie in die Buchlos-Wertung mit einfließen. Mitglieder des FISCHER Leseclubs erhalten das Abzeichen für das jeweilige "Buch-Highlight", wenn sie mindestens 5 Beiträge und eine Rezension geschrieben haben.   

    Ihr möchtet beim FISCHER Leseclub mitmachen? Alle Informationen dazu findet ihr hier.   

    Ihr müsst aber kein Mitglied im FISCHER Leseclub sein, um an der "Buch-Highlight"-Aktion teilzunehmen.    

    Die Buchlose gelten immer nur für die jeweilige "Buch-Highlight"-Aktion und können nicht in die nächste Aktion übertragen werden.    

     Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme, am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Erfüllen aller Aufgaben der "Buch-Highlight"-Aktion bis spätestens 04. April 2018. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für ein Testleseexemplar schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas verschicken!   

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