Abby Sher

 4,3 Sterne bei 96 Bewertungen

Lebenslauf

Abby Sher ist Performerin und preisgekrönte Autorin. Neben Jugendromanen schreibt sie auch für diverse Zeitungen und Magazine, wie die New York Times, die LA Times, Elle u. v. m. Eins ihrer Essays war Vorlage für eine Fernsehshow. Sie schreibt Drehbücher und tritt selbst auf der Bühne und in Fernsehshows auf.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Abby Sher

Cover des Buches Sanctuary – Flucht in die Freiheit (ISBN: 9783551321350)

Sanctuary – Flucht in die Freiheit

(96)
Erschienen am 29.05.2023

Neue Rezensionen zu Abby Sher

Cover des Buches Sanctuary – Flucht in die Freiheit (ISBN: 9783551321350)
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Rezension zu "Sanctuary – Flucht in die Freiheit" von Paola Mendoza

lucatrkis
Rezension zu „Sanctuary - Flucht in die Freiheit“

„Sanctuary – Flucht in die Freiheit“ war ganz anders als ich es anhand des Klappentexts erwartet hatte: Statt einer Dystopie, in der jeder amerikanische Bürger einen ID-Chip zur vollständigen Überwachung eingepflanzt bekommt und die Protagonisten verzweifelt versuchen, undokumentiert zu bleiben, drehte sich der Roman um illegale Migration.


Es wurde ein Szenario in nur sieben (zum Erscheinungszeitpunkt zwölf) Jahren gesponnen, in dem der amerikanische Präsident eine Mauer bauen und Migranten radikal deponieren ließ. Mit einem einzigen Scan-Vorgang sollte dank der ID-Chips direkt ersichtlich sein, wer „echter“ Amerikaner war, wer nur ein unerlaubter Einwanderer. Wie die Autorinnen im Nachwort anmerken, sei die Geschichte von Trumps erster Amtszeit inspiriert und bereits damals zu Teilen Realität gewesen.


Obwohl ich das Buch in nur zwei Tagen beendet hatte, konnte es mich nicht richtig in seinen Bann ziehen. Ich mochte Vali und Ernie sowie die anderen Undokumentierten, die sie auf ihrer Flucht trafen, irgendwie blieb das schreckliche Leid, welches die Millionen von Migranten teilten, allerdings ziemlich blass. Es wurde von Arbeitslagern, Schlägen oder Vergewaltigungen, teilweise sogar Tötungen berichtet, ohne dass ich emotional wirklich ergriffen wurde. Vielleicht hätte es dafür einige Seiten mehr gebraucht oder auch nur einen kurzen Blick in die Zeltlager inmitten der Wüste – eine Szene, in der die Hauptfiguren selbst dorthin verschleppt würden, wäre sicher eindrucksvoll gewesen. An vielen Stellen gab es außerdem spanische Sätze, die nicht übersetzt wurden, was mich bei der Häufigkeit irgendwann störte.


Am Ende wurde nicht endgültig geklärt, wie es mit dem Migranten außerhalb des unabhängigen Kaliforniens weitergehen würde oder was mit (SPOILER) Valis und Ernies Mutter nach ihrer Festnahme am Bahnhof (SPOILER ENDE) geschehen war, ansonsten fand ich es in Ordnung.


Fazit: „Sanctuary – Flucht in die Freiheit“ war für mich weder Highlight noch Enttäuschung. Das Buch zog geradezu an mir vorbei, ohne einen größeren Eindruck zu hinterlassen, wenngleich es eigentlich ein wichtiges Thema behandelte.


 


 



Cover des Buches Sanctuary – Flucht in die Freiheit (ISBN: 9783551321350)
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Rezension zu "Sanctuary – Flucht in die Freiheit" von Paola Mendoza

Jille
Fesselnder Jugendroman, der leider teilweise seine Tiefe verliert

Inhalt: "Sanctuary – Flucht in die Freiheit" ist ein dystopischer Jugendroman von Paola Mendoza und Abby Sher, der im Jahr 2032 in den USA spielt. In dieser Zukunft werden alle Bürger*innen durch ID-Chips überwacht, was ein undokumentiertes Leben nahezu unmöglich macht. Die 16-jährige Valentina "Vali" González Ramirez lebt mit ihrer Familie illegal in Vermont, nachdem sie aus Kolumbien geflohen sind. Als der ID-Chip ihrer Mutter versagt und ihre Stadt nach Undokumentierten durchsucht wird, müssen sie fliehen. Ihr Ziel ist Kalifornien, der einzige Bundesstaat, der sich der Kontrolle entzogen hat. Als Valis Mutter festgenommen wird, muss sie allein mit ihrem siebenjährigen Bruder Ernie die gefährliche Reise quer durchs Land antreten.

Der Roman wird aus Valis Ich-Perspektive erzählt, was eine tiefe emotionale Bindung zur Protagonistin ermöglicht. Ihre Zerrissenheit zwischen dem Wunsch, ein normales Teenagerleben zu führen, und der ständigen Angst vor Entdeckung wird authentisch dargestellt. Valis Mut und ihre Verantwortung gegenüber ihrem Bruder stehen im Mittelpunkt der Geschichte. 

Die Autoren zeichnen ein erschreckend realistisches Bild einer Gesellschaft, in der Überwachung und Ausgrenzung allgegenwärtig sind. Die Flucht der Geschwister wird schonungslos und beklemmend geschildert, wobei sie auf ihrem Weg sowohl auf wohlgesonnene als auch auf gefährliche Menschen treffen. Der flüssige Schreibstil und die Nähe zur Realität ermöglichen es den Leserinnen, tief in die Geschichte einzutauchen und mit den Protagonistinnen mitzufiebern. 

Zu bemängeln habe ich leider dass die Nebenfiguren eher blass bleiben und der ID-Chip, obwohl zentrales Element der Überwachung, keine größere Rolle spielt. 

Außerdem finde ich, dass die Geschichte an einigen Stellen weniger dystopisch wirkt, sondern erschreckend real ist und aktuelle Themen wie Rassismus, Verzweiflung, Schmerz, Trauer, Gewalt, Missbrauch, Tod und Mord behandelt. 

Cover des Buches Sanctuary – Flucht in die Freiheit (ISBN: 9783551321350)
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Rezension zu "Sanctuary – Flucht in die Freiheit" von Paola Mendoza

YoliKiki
Eine Botschaft die es in sich hat

Sanctuary von Paola Mendoza und Abby Sher ist ein dystopischer Jugendroman, der in den USA des Jahres 2032 spielt, wo alle Bürger durch einen ID-Chip überwacht werden. Die 16-jährige Vali lebt undokumentiert mit ihrer Familie, doch als ihre Mutter festgenommen wird, muss Vali allein mit ihrem kleinen Bruder quer durch das Land fliehen, um der drohenden Abschiebung zu entkommen.

Die Autorinnen schaffen hier eine fesselnde Geschichte, die von Seite zu Seite spannender wird. Die Angst und die Hoffnungen sind so greifbar, sodass ich als Leserin einen tiefen Einblick hatte in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten. Vali und ihr Bruder Ernie sind mir extrem ans Herz gewachsen und was in dieser dystopischen Geschichte erzählt wird, macht wirklich Angst, denn so weit von der Realität sind wir nicht entfernt. 

Nicht nur Spannend ist das Buch, sondern in meinen Augen auch sehr emotional. Vali und Ernie sind sehr authentisch und man fiebert mit ihnen mit, während sie versuchen, in einer Welt zu überleben, in der sie als Aussenseiter gelten.

Für mich ist dieses Buch etwas Besonderes, denn es greift Themen auf wie Diskriminierung, Flucht und Familie. Es zeigt die brutale Realität von Menschen, die aufgrund ihres Status oder ihrer Herkunft verfolgt werden, und gleichzeitig macht es Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Ob ich das Buch in die Kategorie «Jugendbuch» stecken würde, weiss ich nicht. Es gab einige Stellen die sehr in meinen Augen brutal waren.  Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle Fans von Dystopien und Geschichten mit Herz. 

Gespräche aus der Community

**Dystopisch fern und doch realistisch nah**

USA, 2032: Alle Bürger*innen werden durch einen ID-Chip überwacht. Es ist beinahe unmöglich, undokumentiert zu leben, doch genau das tut die 16-jährige Vali.

Ihr könnt jetzt 20 Bücher in unserer Leserunde gewinnen und gemeinsam diskutieren!

Bloggerin Ramona Nicklaus von Kielfeder moderiert die Leserunde im Auftrag des Carlsen Verlags.

521 BeiträgeVerlosung beendet
Maza_e_Keqes avatar
Letzter Beitrag von  Maza_e_Keqe

Ich habe lange überlegt, ob ich nicht doch 4 Sterne für diese wirklich gut geschriebene Geschichte vergebe.

Aber da mein subjektiver Leseeindruck leider nicht begeistert war, bleibt es bei 3 Sternen.

https://www.lovelybooks.de/autor/Paola-Mendoza/Sanctuary-Flucht-in-die-Freiheit-2936485240-w/rezension/3150773657/


Vielen Dank, dass ich die Geschichte mit lesen durfte.

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