Abdalrachman Munif Salzstädte

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Inhaltsangabe zu „Salzstädte“ von Abdalrachman Munif

Wadi al-Ujun, das Tal der Wasserquellen. Nur der Regen, die Karawanen und das Gebet bestimmen den Rhythmus der Oase. Doch eines Tages dringen Amerikaner in die Idylle ein, um verborgene Erdölfelder zu erschließen, und die Dorfbewohner erkennen bald, dass ihr Leben nie mehr dasselbe sein wird.

Es bietet einen tiefen Einblick in die arabische Seele und hilft dabei, Zusammenhänge zu sehen, die bis ins 21. Jahrhundert hineinreichen.

— Jari

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  • Abdalrachman Munif - Salzstädte

    Salzstädte

    Jari

    28. August 2017 um 22:00

    Salzstädte sind Orte, an denen man nicht dauerhaft leben kann und in diesem Sinne erzählt Abdalrachman Munif vom Einfall der Amerikaner in ein bis dato ruhiges Dorf. Der Grund dafür: Öl. Mit dem Versprechen, dass alle Bewohner reich werden würden, werden die Familien entwurzelt, umgesiedelt und die Männer als Arbeitskräfte in Lager gebracht. Dieses Buch ist der erste Band einer fünfteiligen Saga der arabischen Geschichte und zeigt kritisch auf, was die Ölförderung für Opfer brauchte. Dieser unverstellte Blick auf Geschehenes sorgte dafür, dass dem Autor seine saudi-arabische Staatsbürgerschaft entzogen wurde. Munif ist unangenehm, denn er weiss auch, wovon er berichtet, arbeitete er selbst doch ebenfalls in der Ölindustrie. Trotz der Wichtigkeit dieses Werkes hatte ich meine liebe Mühe damit. Nicht, dass es zäh gewesen wäre, eher im Gegenteil. Das Buch war mir persönlich leider zu aussenstehend. Wir begegnen vielen Figuren, jedoch erobert sich keiner wirklich den Platz als Hauptfigur. Somit fehlte mir ein roter Strang, der mich in diese harte Realität hineingezogen hätte. Dennoch bleiben mir die Schilderungen im Kopf. Wie sich das Leben dieser einfachen Leute von heute auf morgen ändert und keiner fragt sie nach ihrer Meinung. Die Amerikaner sind ihnen fremd, ihr Verhalten ergibt keinen Sinn. Versprechungen werden gemacht, aber nicht gehalten. Auch wenn es vielleicht eher unwahrscheinlich ist, dass ich die anderen vier Teile ebenfalls lesen werde, so war es dennoch eine aufschlussreiche Lektüre. Es bietet einen tiefen Einblick in die arabische Seele und hilft dabei, Zusammenhänge zu sehen, die bis ins 21. Jahrhundert hineinreichen. Mein einziger grosser Kritikpunkt ist, dass die weibliche Perspektive fast gänzlich fehlt. Frauen kommen anfangs gegen Ende am Rande kurz vor, ansonsten sind alle handelnden Charaktere männlich. Dies kann man damit erklären, wie die Familienstrukturen aufgebaut sind und dass vor allem Männer in der Ölförderung arbeiten. Aber trotzdem sind diese Männer doch irgendjemandes Söhne, Brüder, Ehemänner… Ja, es hätte mich auch sehr interessiert, wie die Frauen mit dieser Katastrophe umgegangen sind bzw. sich mit diesem neuen Leben abgefunden haben. Denn schliesslich wurden nicht nur die Männer entwurzelt, sondern auch die Frauen des Volkes.

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  • Wüste und Öl

    Salzstädte

    Arun

    28. February 2014 um 11:02

    Klappentext: Wadi al-Ujun, das Tal der Wasserquellen. Nur der Regen, die Karawanen und das Gebet bestimmen den Rhythmus der Oase. Bis eines Tages Fremde die Stille jäh zerreißen, Amerikaner, die nur nach einem trachten: dem Öl unter dem Wüstensand. Voller Schrecken erleben die Dorfbewohner, wie erst die Palmen, dann sie entwurzelt werden. Meine Meinung: Gerade ein Buch beendet das zu meiner Horizonterweiterung dienen sollte „Salzstädte“ Für mich neu ein arabischer Schriftsteller: Abdalrachman Munif dessen Roman in Saudi-Arabien angesiedelt ist. Laut Klappentext soll das Buch in Saudi-Arabien verboten sein. Hat mich vom Thema her sehr angesprochen, um 1930 erste Ölfunde in der Wüste und damit das Aufeinanderprallen von unterschiedlichen Kulturen; Arabern, Beduinen und Amerikanern. Doch das Lesevergnügen hielt sich meinerseits doch sehr in Grenzen. Die Darstellung des Kulturschocks wurde hauptsächlich aus der Sicht der Landesbewohner geschildert und das der Menschen aus dem Westen wurde fast gänzlich ausgeklammert, hätte gerne beide Seiten gesehen/gelesen. Für einen Mitteleuropäer auch die Lebensweise, die Gebräuche und Denkweise der Wüstenbewohner nur schwerlich nachvollziehbar. Zudem gab es keine durchgängige Story und der Autor glänzte mit einen eher blumigen Sprache die auch eine gewisse Langatmigkeit enthielt. Es gab einige lustige Begebenheiten (Emir) aber von Spannung konnte ich nicht viel entdecken.

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  • Rezension zu "Salzstädte" von Abdalrachman Munif

    Salzstädte

    Nil

    27. September 2009 um 12:33

    Der Roman Salzstädte ist ein monumentales Werk mit über 550 dicht bedruckten Seiten (im Taschenbuch). Geschafft habe ich es in 4 Wochen auf Seite 330 und hab es leider nie wieder so richtig geschafft es in die Hand zu nehmen. Ich habe nun letztendlich kapituliert. Es wird ins Bücherregal gestellt und die Rubrik "Nicht zu Ende gelesen" eingehen. Nichtsdestotrotz möchte ich eine Empfehlung für diesen grandiosen Roman aussprechen, denn es ist ein Werk das der westlichen Welt den mittleren Osten näher bringt. Vor allem zeigt es das Verhältnis von Westen zu Osten wie es durch den Beginn der Ölsuche bestimmt wurde. Grandios märchenhaft erzählt mit einer wahnsinnigen Detailgenauigkeit. Diese Genauigkeit nimmt den Roman auf der einen Seite die Spannung, aber gibt ihm dadurch sehr viel Tiefe und Profil. Salzstätte von Abdalrachman Munif ist der erste Teil der 5-bändigen "Salzstädte Pentalogie". Für diese Romane wurde Munif 1989 die saudi-arabische Staatsbürgerschaft entzogen und er lebte bis zu seinem Tod 2004 im Exil in Damaskus. Auch wenn ich an diesem Werk gescheitert bin momentan, werde ich es sicherlich noch einmal versuchen und den Rest in einer ruhigen Zeit lesen. Es ist ein tolles Werk und bringt einem die Sicht anderer näher. Viel Spaß beim Entdecken!

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  • Rezension zu "Salzstädte" von Abdalrachman Munif

    Salzstädte

    Leuchtfeuer

    22. August 2008 um 18:59

    Ein erstklassiges Buch!!! Sehr empfehlenswert !!!

  • Rezension zu "Salzstädte" von Abdalrachman Munif

    Salzstädte

    leserin

    01. June 2008 um 14:58

    ein wunderbar geschriebenes Buch die Suche nach Erdöl im Orient und die Zerstörng der Umwelt und ihre Bewohner

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