Wie heißt es so schön? Die Menschheit weiß mehr über den Kosmos als über die Ozeane. Der Blick in den nächtlichen Sternenhimmel hat den Menschen schon seit Anbeginn fasziniert und viele Fragen aufgeworfen. Dieses Buch ist sehr umfassend und einfach nur beeindruckend, denn hier hält der Leser den aktuellen Wissensstand zum Kosmos in den Händen.
Das Buch beginnt dafür in den Anfängen der Menschheit, als sich unsere Vorfahren an Höhlenwänden verewigt haben. Und das eben nicht nur mit Zeichnungen von Tieren oder der Jagd, sondern auch vom Sternenhimmel. Dieser Rückblick wird aber recht kurz gehalten. Sehr viel mehr Wissen wurde zu unserem Sonnensystem zusammengetragen, wo die Reise durch den Kosmos beginnt. Schon hier wird der Leser Stück für Stück mit beeindruckenden Fotos und Illustrationen von Planet zu Planet geführt. Fast 250 Seiten werden in diesem Buch dafür verwendet, um unser Sonnensystem in zwei Kapiteln zu beschreiben. Warum zwei Kapitel? Weil das erste Kapitel den Schwerpunkt auf die inneren Planeten legt (als Merkur, Venus, Erde und Mars), während das zweite Kapitel alles hinter dem Asteroiden- bzw. Eisgürtel beinhaltet (also Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun).
Sehr gut gemacht ist die Darstellung der einzelnen Planeten. Denn es werden auf der Reise von der Sonne hin in die Weiten des Weltalls immer wieder Details gezeigt, welche Besonderheiten es zu den Planeten oder Systemen gibt. Dadurch ergeben sich immer wieder textlastige Teile, die sehr informativ, manchmal aber auch anspruchsvoll werden. Es werden zudem immer wieder seltene Besonderheiten aufgeführt, die vielleicht nicht jeder Laie kennt, der sich für das Universum erwärmt.
Je weiter die Reise fortschreitet, umso weniger Text gibt es, dafür um so mehr Fotografien, die mich immer wieder aufs Neue demütig werden lassen. Die gewaltigen Dimensionen und die schier beeindruckenden Darstellungen können den Leser nur beeindrucken. Und wenn jemand etwas anderes behauptet, dem kann ich keinen Glauben schenken.
Als kleine Besonderheit findet sich am Ende des Buchs eine kleine Abhandlung zu den Sternenbildern. Ich erkenne diese Figuren zwar nie in den Anordnungen der Sterne, aber geneigte Personen werden das sicherlich anders betrachten. Andere mythische Besonderheiten finden sich in den jeweiligen Vorstellungen der Platen in den vorhergehenden Kapiteln, wenn z.B. nicht nur der Mars vorgestellt wird, sondern auch die Darstellung des Mars als Gott bzw. göttliches Wesen, was ich ebenfalls ungewöhnlich finde, wenn ich ein von der Wissenschaft geprägtes Buch in den Händen halte.
Fazit
Dieses Buch ist überaus informativ und enthält vergleichsweise viel Text. Und das erwähne ich als positiven Aspekt, denn so werden immer wieder komplexe Zusammenhänge oder ungewöhnliche Beobachtungen hervorgehoben. Das Buch stellt eine Reise aus dem Sonnensystem des Hier und Jetzt hinaus in das Weltall, wo die Menschheit seit jeher die Anfänge unserer Existenz erforscht. Das Buch gibt einen sehr umfassenden Überblick über das, was die Menschheit bisher an Wissen zum Kosmos zusammengetragen hat. Deshalb ist das Buch nicht nur für Hobby-Astronomen interessant, sondern für jeden Menschen, der vom Anblick eines Sternenhimmels fasziniert ist.