Der Tiger in der guten Stube

von Abigail Tucker 
3,8 Sterne bei56 Bewertungen
Der Tiger in der guten Stube
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Positiv (35):
Helena89s avatar

Ein sehr gut recherchiertes, ansprechendes und informatives Sachbuch, das keine Frage mehr offen lässt

Kritisch (4):
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Ein Sachbuch - leider nicht mein Fall

Alle 56 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Der Tiger in der guten Stube"

Katzen sind unsere liebsten Haustiere. Im Laufe ihrer gemeinsamen Geschichte mit uns wurden sie zu einer der erfolgreichsten Tierarten auf diesem Planeten. Und heute herrschen sie über Hinterhöfe, ferne antarktische Inseln und unsere Wohnzimmer … und einige sind zu Stars des Internets geworden, die höhere Klickzahlen erreichen als so manche Hollywood-Größe.
Aber wie haben Katzen diese Dominanz erreicht? Anders als Hunde haben sie für uns keinen praktischen Nutzen. Sie sind miserable Rattenjäger und gleichzeitig eine Bedrohung für viele Ökosysteme. Und doch lieben wir sie. Um unsere Hausgenossen besser zu verstehen, macht sich Abigail Tucker auf die Reise zu Züchtern, Umweltaktivisten und Wissenschaftlern. Profund und unterhaltend erzählt sie, wie diese kleinen Kreaturen ihre Beziehung zu uns Menschen genutzt haben, um zu einer der einflussreichsten Spezies der Erde zu werden.
Nach der Lektüre werden Sie unsere pelzigen Begleiter mit anderen Augen sehen und sich selbst womöglich auch.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783806236477
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG)
Erscheinungsdatum:01.09.2017

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    Helena89s avatar
    Helena89vor 21 Tagen
    Kurzmeinung: Ein sehr gut recherchiertes, ansprechendes und informatives Sachbuch, das keine Frage mehr offen lässt
    Ein erstklassiges Sachbuch!

    Die amerikanische Journalistin Abigail Tucker – selbst eine große Katzennärrin – geht in ihrem Werk „Der Tiger in der guten Stube“ der Frage nach, warum Katzen derartig beim Menschen beliebt sind.


    Das in zehn Kapitel unterteilte Sachbuch ist äußerst abwechslungsreich. Zunächst geht Tucker der Evolutionsgeschichte der Katze nach und geht bis auf die Ursprünge der Katze-Mensch-Beziehungen zurück. So erfährt der Leser beispielsweise, dass nach neuesten Befunden unsere Hauskatze ausschließlich von der Falbkatze, einer Unterart der Wildkatze abstammt – der Felis silvestris lybica! Während Löwen heute „nur noch Relikte ohne Königreich sind“, hat sich „der kleine spaßige Bruder des Löwen, einst nichts weiter als eine Fußnote der Evolution zu einer wahren Naturgewalt aufgeschwungen.“ Das herausstechendste Merkmal dieser äußerst lieblichen Fußnote ist ihr „naturgegebenes Draufgängertum – eine Eigenschaft, die letztlich die Grundsubstanz für die Bindung zwischen Mensch und Katze bildet“.


    In den weiteren Kapiteln erfahren wir, wie sich die Katzen auf dem ganzen Planeten ausbreiteten – vorzugsweise dank der Seefahrer – und viele Ökosysteme (zer)störten, da sie als reine Carnivoren ohne Spezialisierung eine große Bandbreite an Säugetieren, Vögeln und Insekten zu ihrer Beute machen können. So werden Hauskatzen zu den hundert besonders problematischen invasiven Arten gezählt. In Australien beispielsweise wurden Katzen von Wissenschaftlern zur größten Bedrohung der dort lebenden Säugetiere erklärt – sie seien weit gefährlicher als der Verlust von Lebensraum oder gar der Klimawandel. Aber gerade auch auf großen und kleinen Inseln, wo der Fluchtweg für die Beutetiere abgeschnitten ist, die sich zudem durch die sogenannte „Inselzahmheit“ auszeichnen, ist dieses Problem besonders groß. Im darauffolgenden Kapitel beschreibt die Autorin, wie der Mensch der stets wachsenden Hauskatzenpopulation Herr zu werden versucht – von Euthanasie bis hin zu der humaneren Methode der Kastration und anschließenden Freilassung (kurz TNR genannt) hat der Mensch ziemlich jeden Weg eingeschlagen. Diese Buchabschnitte sind wirklich schwer verdaulich und der Leser wird von einem Entsetzen ins andere geführt. Gott sei Dank gibt es immer wieder einen Lichtblick in Form der Menschen, die ihr Leben dem Tierschutz und der Forschung zwecks Verbesserung der Zustände widmen.


    Von da an befasst sich das Werk mit Themen, die dem Leser bei der Anschaffung dieses Buches wohl eher vorgeschwebt haben: Die Autorin schreibt über die ersten und neuesten Katzenausstellungen, darüber wie man seine Wohnung nach Katzenvorstellung einrichten kann, über die verschiedenen Rassen und nicht zuletzt über den Internetsiegeszug, den Katzen davongetragen haben. So bestehe, Tucker zufolge, die große Internetpräsenz und -beliebtheit der Katze vor allem in der „ungewöhnlichen Mixtur aus menschenähnlichen Gesichtszügen und Ausdruckslosigkeit“, die dem Menschen die Freiheit erlauben, ihnen jedwede Gemütsregung dazudichten. Auch über Internetberühmtheiten wie Lil Bub, Grumpy Cat, Colonel Meow, Princess Monster Truck, Sir Stuffington und Hamilton the Hipster wird berichtet.


    „Sie haben nicht nur Ökosysteme, Schlafzimmer und Hirngewebe vereinnahmt, sondern ganze Kulturen.“  – so Abigail Tuckers äußerst pointiertes Fazit. „Der Tiger in der guten Stube“ ist ein äußerst ansprechendes und informatives Sachbuch, das keine Frage mehr offen lässt. Aufgelockert wird das Ganze mit vielen Geschichten aus dem Privatleben der Autorin.

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    Waschbaerinvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Vom Schmusekätzchen bis zum wilden Tiger
    Katzen - gestern und heute

    Für Katzenliebhaber ist das Buch "Der Tiger in der guten Stube" von Abigail Tucker eine wahre Offenbarung. Obwohl die Autorin einige humorvolle Geschichten ihrer eigenen Stubentiger einfügte, ist das vorliegende Buch in erster Linie ein Sachbuch. Allerdings, und das ist das große Plus, es werden wissenschaftliche Erkenntnisse mit lockerem Schreibstil gepaart und schon entstand ein Werk, welches auch von Laien gelesen und verstanden werden kann. Aufgelockert werden die Texte durch wunderschöne Zeichnungen, an denen ich meine helle Freude hatte. Stubentiger mit menschlichen Gesichtszügen, denen man die jeweilige Gemütslage ansehen kann. Einfach köstlich!

    Die Verbreitung der Katzen ist phänomenal. Sie überdauerten die Steinzeit (Seite 79), und eroberten nach und nach die ganze Welt. Im Alter von 6 Monaten werden Hauskatzen bereits geschlechtsreif. Die Autorin legt dar, dass ein Katzenpaar in nur 5 Jahren 354 294 Nachkommen haben könnte, falls alle überlebten (Seite102).  In Deutschland leben heute ungefähr 13 Millionen Hauskatzen, plus geschätzter 2 Millionen verwilderter Exemplare. Das sind nur ein paar Zahlen, die etwas über die Verbreitung dieser Schmusetiere aussagen.

    Doch warum lieben wir Katzen so sehr, dass wir mit ihnen das Haus teilen, obwohl wir nichts von ihnen haben? Einen Hund kann man dressieren, dass er die Zeitung oder die Pantoffeln bringt, bellt wenn sich Fremde dem Haus nähern oder auch als Rettungshund dem Menschen dient. Und Katzen? Absolute Fehlanzeige. Diese fressen, schlafen, schmusen wenn sie Lust dazu verspüren. Damit nicht genug, sie beanspruchen auch noch unseren Lieblingssessel im Wohnzimmer oder gar den besten Platz auf dem Sofa, wenn sie ein Nickerchen machen wollen. Erziehungsversuche laufen meist  ins Leere, erklärt uns die Autorin. Und trotzdem eroberten diese Tiere die Herzen der Menschen. Die Erklärung dafür gibt Abigail Tucker auf Seite 82: ... Das Gesicht einer Katze ist das eines überragenden Beutegreifers und zugleich das eines Kindes, und dieser spannende Widerspruch zieht uns in seinen Bann."

    Die Autorin nimmt uns mit in die Entwicklungsgeschichte der Katzen und wie sie es schafften, seit vielen Jahrhunderten zu überleben. Der Leser begibt sich beim Lesen dieses Buches auf eine spannende Zeitreise um die ganze Welt. Auf Seite 110 erfahren wir von felinen Staatsdienern und auf Seite 116 werden wir mit der Guerillataktik  dieser Tiere konfrontiert. Dass es sich um Jäger handelt, zeigt sich allein schon daran, dass die  Zähne dazu ausgelegt sind die Beute zu erlegen und dann zu zerlegen. Damit Katzen sich den Bauch füllen können, müssen viele andere Tiere sterben. Nicht nur Mäuse, wie wir Menschen es gerne sehen, sondern auch Vögel und vor allem (Klein)Tiere die vom Aussterben bedroht sind, werden bei ihren Beutezügen erlegt. Dieser Abschnitt fand ich besonders interessant, aber auch gleichzeitig erschreckend. Die Ausführungen der Autorin schafften es, dass ich den wunderschönen Kater von  nebenan anfing mit anderen Augen zu sehen.

    Es würde jetzt in der Rezi zu weit führen, auf jedes einzelne Kapitel dieses  Buches einzugehen (z. B. Toxoplasmose). Ich gebe gerne zu wie überrascht ich nach dieser Lektüre war, dass das Thema "Katzen" tatsächlich so breit gefächert  ist. Die Eigenwilligkeit und der Überlebenswille dieser geschmeidigen Tiere, auch mit den widrigsten Lebensbedingungen auszukommen - im Volksmund  sagt man, eine Katze habe 7 Leben - verdienen Bewunderung. 

    Wie ich schon zu Anfang schrieb, dieses Buch ist ein Sachbuch mit ausführlichem Quellennachweis und Register am Ende, aber so interessant und verständlich geschrieben, dass ich als Laie meine helle Freude daran hatte.





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    Blausterns avatar
    Blausternvor 8 Monaten
    Der Tiger in der guten Stube

    Die amerikanische Journalistin Abigail Tucker hat sich an eine Studie der Katzen gemacht, denn von jeher ist sie und auch ihre Familie von Katzen begeistert. Dabei wird mit der Geschichte der Katze begonnen, wie aus der damaligen verwilderten Katze eine Hauskatze werden konnte. Wie sie auch heute noch in der Wildnis überleben können, ganz anders als Hunde. Wie sie gezüchtet wurden, welche Katzenausstellungen es gibt, welches Spielzeug es gibt, welche Forschungen betrieben wurden, aber auch welche Krankheiten durch sie übertragen werden können, wenn sie draußen auf der Jagd sind und dabei auch etliche Vogelarten ausrotten können. Das Verhalten wird analysiert, der Charakter. Wobei man da sagen muss, dass ja nicht jeder Mensch wie der andere ist, also auch nicht jede Katze wie die andere. Der Schreibstil liest sich gut, recht unterhaltsam für ein Sachbuch, und man kann viel darüber nachdenken.

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    Sandra1978s avatar
    Sandra1978vor 8 Monaten
    Hintergründe des Zusammenlebens von Katzen und Menschen

    Inhalt:

    Die Katze, das geheimnisvolle Wesen - dieses Buch versucht der Faszination - oder auch auf der anderen Seite dem Argwohn - die Katzen seit jeher seitens der Menschen auf sich ziehen, auf den Grund zu gehen. Mit Experimenten, Studien und Erfahrungsberichten wird hier darüber spekuliert und fachsimpelt, wie die Katze den Status erhalten hat, den Sie jetzt hat. 

    Ich füge hier mal den Klappentext ein: "Katzen sind unsere liebsten Haustiere. Im Laufe ihrer gemeinsamen Geschichte mit uns wurden sie
    zu einer der erfolgreichsten Tierarten auf diesem Planeten. Und heute herrschen sie über Hinterhöfe, ferne antarktische Inseln und unsere Wohnzimmer … und einige sind zu Stars des Internets geworden, die höhere Klickzahlen erreichen als so manche Hollywood-Größe.
    Aber wie haben Katzen diese Dominanz erreicht? Anders als Hunde haben sie für uns keinen praktischen Nutzen. Sie sind miserable Rattenjäger und gleichzeitig eine Bedrohung für viele Ökosysteme. Und doch lieben wir sie. Um unsere Hausgenossen besser zu verstehen, macht sich Abigail Tucker auf die Reise zu Züchtern, Umweltaktivisten und Wissenschaftlern. Profund und unterhaltend erzählt sie, wie diese kleinen Kreaturen ihre Beziehung zu uns Menschen genutzt haben, um zu einer der einflussreichsten Spezies der Erde zu werden.
    Nach der Lektüre werden Sie unsere pelzigen Begleiter mit anderen Augen sehen und sich selbst womöglich auch."

    Beurteilung 

    Ich habe bei diesem Buch zugegriffen, da ich leidenschaftliche Katzenhalterin bin und natürlich immer daran interessiert, mehr über die pelzigen Wesen zu erfahren, die mein Haus mit mir bevölkern.  

    Direkt als ich begonnen habe zu lesen, wurde mir schnell klar, dass dieses Buch doch etwas anders ist, als ich erwartet habe. Mir war schon klar, dass es sich um ein Sachbuch und nicht um einen Roman handelt und sich somit nicht ganz so seicht und flüssig lesen lässt wie meine übliche Romanlektüre.

    Dennoch habe ich mir erhofft, dass das Buch sich als etwas humorvoller entpuppt und vielleicht ein paar mehr lustigere Anekdoten enthält, die den doch sehr wissenschaftlich orientierten Inhalt etwas aufpeppen. Leider war das nicht der Fall, diese Geschichten musste man in dem Buch mit der Lupe suchen.

    Daher muss jedem versuchten Leser ganz klar sein: Dieses Buch bietet eine sehr gute Auswahl an Beispielen für Studien, die sich mit der Koexistenz von Katzen und Menschen seit Beginn ihrer Domestizierung und auch schon vorher beschäftigt haben. Beginnend im alten Ägypten bis zur Neuzeit, wo Facebook und Instagram in Katzenfotos und -videos ertrinken. 

    Warum haben die Menschen begonnen, Katzen zu domestizieren?Wieso haben sich die Katzen darauf eingelassen? Was war der tatsächliche Nutzen für Mensch und Tier? Diesen Fragen wird nachgegangen. Ebenso wird ausführlich auf die Tatsache eingegangen, dass die Katzen mancherorts tatsächlich eine echte Plage sind und sich extrem schnell fortpflanzen, und es wird auch mit dem Mythos der Kastrationsmethode aufgeräumt.

    Ich hatte hier beim Lesen so einige Aha-Effekte, aber das Buch ist wahrscheinlich doch etwas ernüchternd für Menschen wie mich, die Katzen über alles lieben und solchen Fakten vermutlich nicht unbedingt ins Auge blicken wollen.

    Wie schon gesagt ist der Stil dieses Buchs doch sehr trocken und sachlich - da habe ich schon andere populärwissenschaftliche Bücher gelesen, die für den Leser als Laien besser und humorvoller aufbereitet waren. 

    Dieses Buch ist also für etwas für jemand, der sich tatsächlich auf sachlicher Ebene informieren möchte, hat jedoch wenig Unterhaltungswert. 
    Am amüsantesten sind noch die Geschichten vom Katzenkongress, der wohl größtenteils von überzeugten Katzenhaltern und -fans bevölkert wird. 

    Insgesamt war es mir also einfach zu trocken sehr neutral gehalten - ich kann hier leider nur 3 von 5 Sternen geben.

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    Pharo72s avatar
    Pharo72vor 8 Monaten
    Etwas anderer Blick auf des Menschen liebstes Haustier

    Katzen sind schon rein zahlenmäßig die beliebtesten Haustiere des Menschen, erobern die entferntesten Regionen und inzwischen sogar das Internet. Was macht ihre Anziehungskraft aus? Warum wollen wir die felinen Fellnasen, die eigentlich keinen wirklichen Nutzen für uns haben, nicht mehr missen? Die Autorin Abigail Tucker geht der Frage auf den Grund und interviewt dazu diverse Züchter, Wissenschaftler und Umweltschützer.

    Meine Meinung:

    Trotz Katzenallergie, die mir oft einiges abverlangt, bin ich ein bekennender Katzenmensch und würde meine zwei Kater für nichts auf der Welt hergeben. Die Frage, was die große Faszination der Samtpfoten auf den Menschen ausmacht, hat mich schon oft beschäftigt, weshalb ich mir vom vorliegenden Buch Antwort auf so einiges versprach.

    In neun aufschlussreichen Kapiteln führt die Autorin, die wirklich sehr intensiv recherchiert zu haben scheint, durch die Geschichte der Katze und ihren Siegeszug in unsere Herzen. Dabei gibt es unzählige Fußnoten, die im Anhang vorwiegend auf weiterführende Literatur verweisen, für den, der es noch genauer wissen möchte. Ich gebe zu, diese habe ich schlichtweg ignoriert, wäre mir das ständige Hin- und Herblättern doch zu aufwendig gewesen.

    Auch so vermittelt das Buch mehr als genug teilweise recht trockenen Stoff, der das Lesen mitunter ein wenig anstrengend werden lässt. Ohne Frage habe ich viel Neues erfahren, mit dem ich so nicht gerechnet habe, dennoch kann ich den Aussagen nicht in jedem Punkt zustimmen, wenn ich von meinen eigenen Tieren ausgehe. Überhaupt wird die Katze in der Gesamtheit eher unterschwellig negativ dargestellt, als gewissenloses Raubtier, Invasor, Gefahr für das Ökosystem. Einige Beschreibungen über Massentötungen, obwohl ich die Gründe dafür in gewissem Maße nachvollziehen kann, sind tatsächlich schwer verdaulich für einen Katzenliebhaber. Daher halte ich das Buch auch nicht unbedingt für die breite Masse von Katzenfans geeignet.

    Das Cover der deutschen Ausgabe ist wunderhübsch und auch innen werden die Kapitel durch nette Illustrationen aufgelockert, was den insgesamt doch sehr wissenschaftlichen Kontext etwas leichter verdaubar macht.

    Meine Meinung zu Katzen hat das Buch nicht verändert. Letzten Endes ist jedes Tier wie auch jeder Mensch ganz individuell und kann in seiner Gesamtheit wohl nie entschlüsselt werden. Ich liebe gerade die Unabhängigkeit, den Stolz und die Eigenwilligkeit dieser Tiere, auch wenn sie mich manchmal beinahe in den Wahnsinn treiben.

    Das Buch hat mir dennoch einiges an Zusatzwissen über den Ursprung und das Verhalten meiner Lieblinge vermittelt und ich danke dem Theiss Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

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    OmaGretevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Das Mysterium Katze
    Achtung Katze!

    So das Buch ist genau das was ich erwartet habe, es ist sehr unterhaltsam geschrieben, aber auch wissenschaftlich fundiert. Ein Sammelsurium um die Katzen herum und das Mysterium wie diese kleinen Tiger sich in unser Herz geschlichen haben und unsere Welt erobern und keinerlei Gnade für ihr Untertanen zeigen. Wenn man die Stubentiger beim Lesen des Buches dann betrachet, und man ahnt  was es für Bestien sind und ihrem Charme doch nichts entgegensetzen kann, weiss man das man verfallen ist.
    Es ist ein wirklich interessante Abhandlung über die Evolution und Zivilisation der Katzen beim heutigen Wissenstand. Das Buch ist von einer Katzenliebhaberin geschrieben so dass die Katzen auch nach der Lektüre von Millionen Lesern nicht ausgerottet werden wird.
           

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    lapidars avatar
    lapidarvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ich wollte dies Buch unbedingt lesen, denn mein Freund ist Katzennarr. Ich bin eher die Hundefrau, mag Katzen aber auch sehr gerne. Nachde...
    Sie sind überall

    Ich wollte dies Buch unbedingt lesen, denn mein Freund ist Katzennarr. Ich bin eher die Hundefrau, mag Katzen aber auch sehr gerne.
    Nachdem ich nun mit Frau Tuckers Buch fertig bin, werde ich Katzen wohl nie wieder so unvoreingenommen sehen können, wie zuvor.
    Aber so ganz stimmt das nicht, denn einiges was die Autorin hier andeutet oder berichtet, hatte ich so schon oft vermutet.
    Man könnte dieses Buch sicherlich als eine Art populäres Sachbuch beschreiben. Es ist gut recherchiert und belegt auch alle Behauptungen mit Quellennachweisen.
    Ich schwanke zur Zeit: Sind Katzen nun eine invasive Alienrasse, die sich heimlich still und leise mit Hilfe von Bewusstseins verändernden Bakterien in unsere Gesellschaft eingeschlichen haben? Oder sind sie liebenswerte freundliche Fellknäuel, die man einfach knuddeln will und denen man jede ihrer Allüren verzeihen muss? Sind sie Schädlinge?
    Das Buch wirft indirekt auch einen verstörenden Blick auf unsere Zivilisation, durch die Art und Weise, wie Menschen mit ihren Samtpfoten umgehen.
    Lesenswert auf alle Fälle.

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    lenikss avatar
    leniksvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Sachbuch - leider nicht mein Fall
    Ein Sachbuch über Katzen - leider nicht mein Fall

    Die Leseprobe zu diesem Buch hat mir sehr gefallen, daher habe ich mich dazu zuentschieden das Buch zu lesen. Ich habe es als E-Book gelesen, es umfasst 304 Seiten unterteilt in einzeln Abschnitte und Anmerkungen und einem Register. Die Katzenbilder sind von der Katze der Autorin. Das Cover ist wunderschön. Die Bilder zwischen den Texten fand ich auch schön, allerdings hat man sie auf dem E-Reader teilweise nicht so erkannt. Die Autorin hat die Katzengeschichte aufgearbeitet. In Ansätzen interessant. Mich hat das Buch leider nicht gepackt, ich habe dann auch ca. drei Monate zum lesen gebraucht. Für Katzenfreunde die auch Katzenwissen außerhalb des üblichen Katzenwissens haben möchten ist das Buch sicherlich ideal. Von mir bekommt das Buch leider nur zwei Sterne.

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    seschatvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Katzenliebhaber, -besitzer und leidenschaftliche Sachbuchleser werden ihre Freude an diesem Buch haben.
    Spannendes Katzenwissen von A bis Z

    Abigail Tuckers Sachbuch umreist auf amüsante und zugleich kenntnisreiche Weise alle bisher bekannten Fakten über unsere felligen Mitbewohner. Die amerikanische Autorin und Journalistin ist selbst stolze Katzenbesitzerin und kann sich ein Leben ohne diese eigensinnigen Haustiere nicht mehr vorstellen. Obschon sie ihren Fokus vermehrt auf Entwicklungen im amerikanischen Raum legt, sind ihre Beobachtungen und wissenschaftlichen Recherchen universell übertragbar. Denn die Felidae begleiten den Menschen seit dem Neolithikum. Ein Stück ihrer damaligen Wildheit haben sie bis heute in sich, was nach Tucker wohl an der selbstgesteuerten Domestikation liegen mag. Und anders als Hunde können Katzen auch außerhalb des menschlichen Zuhauses unproblematischer überleben. Diese und noch einige spannende Einblicke mehr, vor allem in die Genese und Züchtung der heutigen Hauskatzen, liefert Tuckers durch und durch spannende Lektüre. Darin wechseln biologische Forschungserkenntnisse, private Erfahrungen und aktuelle Trends (z. B. Tierspielzeug, Internethype) spielerisch einander ab. Doch nicht nur die Sonnenseiten der wachsenden Hauskatzenpopulation (momentan gibt es ca. 600 Millionen Katzen weltweit), sondern auch die negativen Tendenzen, wie Überpopulation auf manchen Landstrichen bzw. in Großstädten und das damit einhergehende Aussterben bestimmter Vögel- und Kleintierarten oder Krankheiten, wie Toxoplasmose. Somit kann Tuckers 304–seitiges Werk durchaus als ausgewogene Studie über Katzen gelten. Aber das ambivalente, bisweilen kryptische Wesen der quirligen Fellnasen konnte auch Tucker nicht zu 100 Prozent entschlüsseln.

    Fazit
    Katzenliebhaber, -besitzer und leidenschaftliche Sachbuchleser werden ihre Freude an diesem faktenbasierten und zugleich flüssig geschriebenen Buch haben.

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    Booky-72s avatar
    Booky-72vor 9 Monaten
    Das Fellknäul, was wir lieben

    Viele interessante Geschichten und Erkenntnisse über unser liebstes Haustier. Viele schöne Erkenntnisse sind dabei, die Autorin hat mit Besitzern und Experten recherchiert.  Charakterzüge, Verhaltensweisen, die mir noch nicht bekannt waren, sind richtig interessant dargelegt. Aber auch sehr viele unschöne Dinge lernt man hier kennen zum Thema Tierquälerei. Furchtbar, was auf der weiten Welt passiert, daran möchte ich nicht weiter denken müssen.

    Der Titel passt sehr gut, einige sind die wildesten Raubtiere, andere die niedlichsten und liebsten „Sofamiezen“. Besonders spannend, wie die Autorin den Einzug der Fellknäul ins Leben der Menschen beleuchtet.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    TheissVerlags avatar
    Liebe Bücherfreunde,

    Katzen erobern die Welt – oder zumindest unsere Haushalte. Katzen sind Deutschlands beliebteste Haustiere und liegen noch weit vor den Hunden. Heute herrschen sie über Hinterhöfe, ferne antarktische Inseln und unsere Wohnzimmer … und einige sind zu Stars des Internets geworden, die höhere Klickzahlen erreichen als so manche Hollywood-Größe. Die wundersame Geschichte der Beziehung zwischen Katze und Mensch erzählt die Journalistin und Katzenliebhaberin Abigail Tucker in dem New-York-Times-Bestseller »Der Tiger in der guten Stube. Wie die Katzen erst uns und dann die Welt eroberten«. Profund und unterhaltsam erklärt sie, wie diese kleinen Kreaturen ihre Beziehung zu uns Menschen genutzt haben, um zu einer der einflussreichsten Spezies der Erde zu werden.

    Nach der Lektüre werdet Ihr Euren pelzigen Begleiter mit neuen Augen sehen – und Euch selbst womöglich auch!

    Ihr seid neugierig geworden? Dann bewerbt Euch bis zum 04. Oktober 2017 für unsere Leserunde und erzählt uns, was Ihr glaubt, was Katzen uns Menschen mitteilen möchten. Verratet uns doch auch noch, auf welchen Plattformen Ihr Eure Rezension veröffentlichen wollt. Zu gewinnen gibt es eines von 20 nagelneuen Leseexemplaren – wir sind gespannt auf Eure Antworten!

    Wir freuen uns auf eine spannende Leserunde! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit eigenem Exemplar herzlich eingeladen! Viel Spaß!

    Liebe Grüße,
    euer Team vom Theiss Verlag
    W
    Letzter Beitrag von  Waschbaerinvor 7 Monaten
    Hier nun, mit Verspätung, meine Rezi. https://www.lovelybooks.de/autor/Abigail-Tucker/Der-Tiger-in-der-guten-Stube-1450850099-w/rezension/1535009459/
    Erscheint auch bei weltbild, Thalia, buecher.de, Lesejury und meiner fb Seite.

    Danke, dass ich dieses interessante Buch lesen durfte.
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