Abini Zöllner

 4 Sterne bei 14 Bewertungen

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Abini ZöllnerSchokoladenkind
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Schokoladenkind
Schokoladenkind
 (12)
Erschienen am 21.03.2003
Abini ZöllnerHellwach - Gute Nachtgeschichten und andere Schlaflosigkeiten
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Hellwach - Gute Nachtgeschichten und andere Schlaflosigkeiten
Abini ZöllnerSchokoladenkind, 2 Audio-CDs
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Rezension zu "Hellwach - Gute Nachtgeschichten und andere Schlaflosigkeiten" von Abini Zöllner

The night time's for you ....
Duffyvor 2 Jahren

Abini Zöllner ist Redakteurin bei einer Tageszeitung und schreibt Kolumnen. Außerdem hat sie ein Problem, sie leidet nämlich unter Schlaflosigkeit. Doch dagegen ist sie vorgegangen und hat die Nacht zur Freundin gemacht, denn sie schreibt Gute-Nacht-Geschichten. Über Gott und die Welt, ihrer Welt. Alles, was in einem Menschenleben so vor sich gehen kann, wird von ihr einer individuellen Betrachtung unterzogen. Herausgekommen sind herrliche kleine Episoden, die eines über den Menschen Abini ausagen: Sie liebt das Leben, die Menschen, ihre Arbeit und ihre Lebenseinstellungen. Mit viel Humor, einem schönen und sehr warmen Schreibstil unterhält sie uns Leser aufs Beste und lässt uns teilhaben an ihren Erlebnissen und Gedanken, an ihrer Schlaflosigkeit und an dem, was sie daraus gemacht hat. Die Kapitel sind mit stimmungsvollen Illustrationen und Fotos unterlegt und so wird das ganze Buch ein kleines Fest für die Sinne und man ist keinesfalls böse, wenn man sich wünscht, das Frau Zöllners Schlaflosigkeit erhalten bleibt. Denn eine Fortsetzung ihrer Gute-Nacht-Geschichten will man wirklich gerne lesen. Nicht nur für die, die nicht einschlafen können!

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VeraHoehnes avatar

Rezension zu "Schokoladenkind" von Abini Zöllner

Wunderbarer Schreibstil, ungewöhnliche Biographie - hat mir sehr gut gefallen :-)
VeraHoehnevor 3 Jahren

Autorin:
Abini Zöllner wurde 1967 in Berlin-Lichtenberg als Tochter eines nigerianischen Vaters, einem Journalisten, und einer deutsch-jüdischen Mutter geboren. Nach der polytechnischen Oberschule in der DDR absolvierte sie eine Ausbildung zur Friseurin, wurde Revue-Tänzerin im Friedrichstadtpalast, Model, Nebendarstellerin in Filmen und Videos und landete über einen Abendkurs an der Volkshochschule für “massenwirksames Schreiben” als Journalistin zunächst bei der “Jungen Welt”. Seit 1991 ist sie Feuilleton-Redakteurin der Berliner Zeitung. Sie war mit dem Musiker Dirk Zöllner verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Handlung:
In ihrer Biographie “Schokoladenkind” berichtet Abini Zöllner über ihre behütete Kindheit mit ihrer sehr liebevollen und besorgten Mutter zwischen Jungpionieren und FDJ, dem Anderssein im sozialistischen Staat, über ihren sehr ungewöhnlichen und umfangreichen beruflichen Werdegang, ihre aufreibende Ehe zu dem Musiker Dirk Zöllner, ihren bezaubernden Kindern und die vielen Wendepunkte in ihrem Leben, die nicht nur der deutschen Wiedervereinigung geschuldet sind.

Fazit:
Auf dem Cover ist – wie fast immer bei Biographien – ein Foto der Autorin – hier symbolisch umrahmt von einer Mauer.
Das Buch hat 255 Seiten mit 10 Kapiteln + Danksagung. Da jedes Kapitel immer rechtsseitig beginnt, sind manche Seiten links Seite unbedruckt. Der Schrifttyp ist angenehm gewählt und augenfreundlich lesbar.
Ich habe dieses Buch schon vor längerer Zeit von einer lieben Freundin erhalten, die wusste, dass ich ab und zu sehr gerne Biographien mit Schwerpunkt 80er Jahre und DDR lese und meinte, dass das Buch genau das Richtige für mich sei. Und nun hatte ich mal wieder richtig Lust eine Biographie zu lesen wurde absolut nicht enttäuscht.
Abini Zöllner ist lediglich 4 Jahre älter als ich und hatte mit Mitte 20 schon viel mehr erlebt, als andere Menschen im ganzen Leben. Dies zeigt mir wieder, dass junge Leute in der ehem. DDR – wie ich es auch selbst im verwandtschaftlichen Umfeld und bei deren Freunden damals erlebt habe – viel reifer und früher erwachsen waren als im Westen. Viele junge Leute in der DDR waren mit 20 bereits verheiratet und hatten Kinder, was seinerzeit auch sehr vorteilhaft für die Vermittlung einer Wohnung war. Abini Zöller hatte, was sehr ungewöhnlich für eine DDR-Biographie ist, mit Anfang 20 schon in fünf unterschiedlichen Berufen gearbeitet. Sehr interessiert hat mich auch das damalige Leben in der DDR-Hauptstadt, da meine Verwandten eher in kleineren Städten lebten.
Abini Zöllner lässt die Leser teilhaben an ihrer linientreuen Kindheit und Jugend in der damaligen DDR, der unerschütterlichen und wunderbar harmonischen Familienbeziehung zu ihrer Mutter, die selbst in China aufgewachsen ist und berichtet ein wenig über deren Vergangenheit, aber auch zum eher gespaltenen Verhältnis zu ihrem Vater. Sie beschönigt nichts, sondern geht auch mit unschönen Situationen, Brüchen und Niederlagen in ihrem Leben sehr offen um. Einen großen Anteil der Biographie nimmt natürlich die Ehe mit dem Musiker Dirk Zöllner ein, die sehr turbulent verlief vom Anfang bis zum Ende. Sie berichtet, wie sie ihre kleine Familie auch danach noch zusammenhält und im Leben mit ihren beiden Kindern ein ganz neues Glück findet. Ich bin mir sicher, dass ich auch die Biographie von Dirk Zöllner “Die fernen Inseln des Glücks” – sozusagen als “other side of the story” – noch lesen werde.
Auch die Freundschaft zu Silly-Frontfrau zu Tamara Danz bis zu deren tragischen Krebstod hat nicht nur einen besonderen Platz in Abini Zöllners Herzen, sondern auch in diesem Buch, in dem auch deutlich wird, mit welchem Unwägbarkeiten Künstler während und vor Allem dann auch nach der Wendezeit zu kämpfen hatten.
Abini Zöllner beherrscht einen wunderbaren Schreibstil, der süchtig macht, mehr davon zu lesen – ihr aktuelles Buch “Hellwach – gute Nachtgeschichten und andere Schlaflosigkeiten” habe ich gleich mal auf meine Wunschliste gesetzt. Ich hätte noch länger den Geschichten aus ihrem Leben lauschen können (bzw. diese lesen können). Sehr erfreut war ich, als ich vor einiger Zeit durch meine berufliche Tätigkeit Rubini Zöllner, Abini und Dirk Zöllners wunderbare Tochter, kennenlernen durfte, die großes Talent und Star-Potenzial von ihren Eltern geerbt hat.
Obwohl diese Biographie schon 2004 geschrieben wurde, hat sie meiner Meinung nicht an Wirkung verloren, setzt aber doch ein gewisses Interesse am Leben in der damaligen DDR voraus. Eine junge, abwechslungsreiche Biographie einer starken Persönlichkeit, die ich wahnsinnig spannend fand.
Von mir gibt es daher 5***** von 5 Sternen – für mich einfach ein tolles Buch :-)

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