Calcutta, Ende der 1920er: Seit drei Jahren ist Sam nun schon in seinem Job als Ermittler bei der Imperial Police de facto kaltgestellt, bekommt nur noch unbequeme und schon gar keine wichtigen Fälle mehr. Umso erstaunlicher, dass er jetzt den Mord am stadtbekannten Gönner Mullick aufklären soll. Noch während er die dürftigen Spuren zu entwirren sucht, steht plötzlich sein alter Freund Suren vor der Tür. Doch können die zwei überhaupt an die alte Beziehung anknüpfen, jetzt wo die Spannung zwischen Kolonialmacht England und Indien immer spürbarer wird?
The burning grounds ist bereits Teil 6 der Serie; ich empfehle, die anderen Bände vorher zu lesen, auch wenn sich der jetzige Fall streng genommen auch ohne Vorwissen lesen lässt. Aber gerade die Beziehung von Sam und Suren hat über die Zeit Entwicklungen durch gemacht, die für die Entscheidungen in diesem Band wichtig sind. Ich mag beide mit ihren Eigenheiten wirklich gerne, und sie zusammen als Duo gerade weil sie damit alle Schwierigkeiten des Konflikts zwischen Engländern und Indern widerspiegeln. Der Autor fängt die Stimmung der Zeit sehr gut ein, und so gibt der Krimi einen wirklich guten Einblick in die Gesellschaft Jahre vor der indischen Unabhängigkeit. Mukherjee erzählt wie immer mit starken Bildern, witzigen Dialogen und entführt den Leser mühelos ins heiße Calcutta. Der Fall zählt definitiv zu den stärkeren dieser Reihe und so hat mich die Lektüre schnell gefesselt und begeistert zurückgelassen. Absolute Empfehlung!
















