Abla Alaoui

 4 Sterne bei 250 Bewertungen
Autorenbild von Abla Alaoui (©Saskia Allers)

Lebenslauf

Abla Alaoui ist Musicaldarstellerin und Hamburgerin mit marokkanischen Wurzeln. Sie hat ein Herz für gutes Essen, mutige Menschen und gemütliche Schmökertage. Humorvoll und warmherzig schreibt sie in ihrem Debütroman über etwas, das wir alle kennen: die liebe Familie und das, was das Herz will.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Abla Alaoui

Cover des Buches Bissle Spätzle, Habibi? (ISBN: 9783548066301)

Bissle Spätzle, Habibi?

(246)
Erschienen am 26.01.2023
Cover des Buches Bissle Spätzle, Habibi? (ISBN: 9783844931563)

Bissle Spätzle, Habibi?

(4)
Erschienen am 13.02.2023

Neue Rezensionen zu Abla Alaoui

Cover des Buches Bissle Spätzle, Habibi? (ISBN: 9783548066301)
wortknaeuels avatar

Rezension zu "Bissle Spätzle, Habibi?" von Abla Alaoui

wortknaeuel
Unterhaltsame interkulturelle Liebesgeschichte

Bei Familie Baysan in Hamburg wird gefeiert: die eine Tochter heiratet und ihr Bruder verkündet seine Verlobung. Ist klar, dass nun auch der Druck auf die Älteste wächst! Kurzerhand sucht die Mutter für die 30-jährige Amaya einen Kandidaten auf Minder aus, dem Tinder für Muslime. Doch Liebe lässt sich nicht erzwingen – statt in Ismael verguckt sich Amaya in seinen besten Freund Daniel. Wie soll sie ihren aus Marokko stammenden Eltern nur erklären, dass sie einen schwäbischen Atheisten liebt? Um Zeit zu schinden, verstrickt sie sich in immer mehr Notlügen. Und dann steht sie als Telenovela-Sternchen auch noch unter ständiger Beobachtung von Presse und Followern – wie kompliziert kann Liebe sein?!

Ich muss zugeben: es fiel mir manchmal schwer, Amayas Verhalten zu verstehen und ich fand ihr ewiges Zaudern und ihre Lügengeschichten schwer aushaltbar. Andererseits erklären die Episoden aus Amayas Vergangenheit ihre Ängste und Sorgen in der Gegenwart, und machen die Handlung dadurch nachvollziehbar. 

Amayas Familie und Freunde sind wirklich zum knuddeln. Es wird viel gegessen, gefeiert und geschimpft, was interessante Einblicke in die marokkanische Kultur und Denkweise ermöglicht und vermittelt, warum das Leben der in Deutschland aufgewachsenen Generation vielleicht auch manchmal so wahnsinnig kompliziert ist. Ich fand die Struggles des Aufwachsens und das Hin- und Hergerissensein zwischen den Kulturen ganz gut nachfühlbar. Dabei geht es überwiegend lustig zu, es gibt aber auch sehr traurige Momente.

Sicherlich hat die Autorin Abla Alaoui ganz viel von ihren eigenen Erfahrungen in Amaya hineingelegt. Als Musical- und Film-Schauspielerin mit marokkannischen Wurzeln weiß sie, wovon sie schreibt, und das merkt man.

„Bissle Spätzle, Habibi?“ ist eine warmherzige Liebesgeschichte, mit sympathisch gezeichneten Figuren und einem spannenden Auf- und Ab der Gefühle.

Cover des Buches Bissle Spätzle, Habibi? (ISBN: 9783548066301)
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Rezension zu "Bissle Spätzle, Habibi?" von Abla Alaoui

Anna67
Es geht so...


Zu Beginn hat mich der Roman wirklich abgeholt: Der Ton war leicht, witzig und voller Energie. Doch je weiter die Geschichte voranschritt und sich stärker auf Amayas Kindheit und Jugend konzentrierte, desto mehr verlor sich für mich dieser anfängliche Zauber.

Die Erzählung springt zwischen ihrem heutigen Leben als selbstbewusste Schauspielerin und Szenen aus ihrer Vergangenheit hin und her. Gerade dieser Kontrast wirkte für mich oft unausgegoren. Die moderne, unabhängige Frau aus der Gegenwart ließ sich nur schwer mit den strengen kulturellen Erwartungen vereinbaren, die in den Rückblenden thematisiert werden.

Auch die Figurenkonstellationen haben mich zunehmend irritiert. Besonders die Dankbarkeit der Mutter gegenüber Amayas deutscher Freundin wirkte auf mich widersprüchlich, da diese Freundin gleichzeitig als Auslöser für vieles gilt, was Amayas Eltern als „falschen Weg“ betrachten würden. Ihre Geschwister, die keine vergleichbare Bezugsperson hatten, blieben völlig angepasst – ein Aufbau, der für mich nicht immer überzeugend war. Solche inneren Widersprüche häuften sich und machten das Lesen zunehmend anstrengend.

Das Ende, das plötzlich alle Konflikte glättet, fühlte sich schließlich sehr konstruiert an, fast so, als hätte man den schwierigsten Teil einfach übersprungen.

Ich kenne sowohl sehr traditionsbewusste marokkanische Familien als auch solche, die völlig offen in zwei Kulturen leben – doch die Darstellung hier wirkte für mich oft wenig plausibel.

Fazit: Ein Roman für Leserinnen und Leser, die sich weniger an logischen Brüchen und mehr am emotionalen Erzählfluss orientieren.

Cover des Buches Bissle Spätzle, Habibi? (ISBN: 9783548066301)
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Rezension zu "Bissle Spätzle, Habibi?" von Abla Alaoui

PunktundKomma
Liebeschaos auf Schwäbisch und Marokkanisch – mehr als nur interkulturelle Romantik

Amaya ist 30 Jahre alt, eine Schauspielerin aus Hamburg mit marokkanischen Wurzeln – laut ihren besorgten Eltern soll sie endlich heiraten. Um ihrer Mutter einen Gefallen zu tun, geht sie auf ein Date mit Ismael, den diese auf der muslimischen Dating-App »Minder« entdeckt hat. Doch es ist nicht Ismael, der ihr Herz erobert, sondern dessen bester Freund Daniel – ein Schwabe und Atheist. Um ihre strenggläubige Familie nicht zu enttäuschen, stellt sie dieser kurzerhand seinen besten Freund Ismael als ihren Freund vor, und damit ist das emotionale Chaos vorprogrammiert …

Zum Buch
Ihrem Debütroman verfasst die Autorin in einem lockeren, leichten und gut lesbaren Schreibstil. Diese unbeschwerte Erzählweise trifft auf liebevoll ausgearbeitete Charaktere, egal ob Haupt- oder Nebenfigur. Durch die sprachliche Leichtigkeit findet man rasch in die unkomplizierte Geschichte und muss die Protagonisten einfach mögen.
Besonders reizvoll war für mich das Spiel mit Klischees und den kulturellen Unterschieden. In zahlreichen Rückblenden lernt die Leserschaft Amaya und ihre beste Freundin Klara von Kindesbeinen an kennen. Versteht die tiefe Bindung zwischen den beiden Freundinnen und erfährt einiges über die familiären Strukturen innerhalb dieser muslimisch geprägten Familie.

An einigen Stellen habe ich herzlich gelacht, weil mir ein paar der beschriebenen Szenen als »Reigeschmeckte«, also Zugezogene im Schwabenländle, in ähnlicher Form passiert sind. Ja, ja ... der »Teppich«. Köstlich! :) 

Trotz aller anfänglichen Euphorie für den Plot muss ich zugeben, dass mich nach circa drei Vierteln der Geschichte diese Begeisterung verließ. Amayas Zögerlichkeit, ihre Unfähigkeit, für ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse einzustehen, empfand ich vermehrt als anstrengend. Es ist denkbar, dass ich diesen Aspekt ohne muslimischen Hintergrund nicht vollumfänglich nachvollziehen kann. 

Mehr liest man hier: https://www.buchleserin.de/2025/07/11/bissle-spaetzle-habibi/

Gespräche aus der Community

Amaya will keine Almans mehr daten – doch dann verliebt sie sich in einen Schwaben ...  
Wusstet ihr, dass es eine muslimische Dating-App gibt? Amayas Mama hat dort den perfekten Partner für ihre Tochter gefunden. Leider hat Amaya ein Auge auf den Schwaben Daniel geworfen, was für totales Chaos sorgt, denn… gibt es für eine muslimische Familie etwas Gegensätzlicheres als ein Schwabe, der auch noch
dazu ein Atheist ist?

"Bissle Spätzle, Habibi?" von Abla Alaoui ist die höchst amüsante Antwort
auf diese Frage. Clash-of-Culture vom Feinsten: feinsinnig und warmherzig.

820 BeiträgeVerlosung beendet
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Letzter Beitrag von  Buchofant

So, und hier nun auch noch mein Beitrag zum letzten Leseabschnitt 😍

So, ja, was soll ich sagen?
Ich bin ja grundsätzlich schon ein Fan von Happy Ends. Natürlich darf es gerne auch mal ein dramatisches Ende geben, wenn es authentisch ist. Aber was ich zu diesem Ende sagen soll, ist für mich sehr schwierig.

Zum einen muss ich leider hier kritisieren, dass der Klappentext eine andere Geschichte bzw. eine andere Gewichtung der Geschichte suggeriert u. das meiner Meinung vom Verlag geändert werden müsste. Im ersten Teil lag der Fokus ja vielmehr auf der Kultur von Amayas Familie u. mehr auf den Familienproblemen. Bis es dann zur eigentlichen Liebesgeschichte kam, hat mir fast ein bisschen zu lange gedauert u. dann wurde der Teil „4 Monate später“ für mich persönlich zu schnell abgehandelt, zumal der Klappentext ja was anderes voraussagt.

Und nun zum Inhalt: Tatsächlich fand ich nicht gut, dass Amaya erst einmal gefühlt nur rumheult, als Daniel - völlig zu Recht! - geht, anstatt direkt zu handeln. Klar, das war ein Schock für sie, aber grundsätzlich hatte sie sich das Desaster ja selbst zuzuschreiben…
Schön fand ich hingegen, dass sie dann Daniel den Heiratsantrag gemacht hat u. somit auf ihn zugegangen ist, immerhin hatte der arme Kerl mit ihr echt viel durchzustehen.

Obwohl ich, wie eingangs bereits erwähnt, durchaus ein Fan von Happy Ends bin, war mir das dann aber doch etwas zu viel aufgetragen u. ich war mit dem Ende irgendwie nicht ganz zufrieden, obwohl ich mich natürlich gefreut habe, dass es für Amaya u. Daniel gut ausging.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gefallen, war mal ein schöner Einblick in eine andere Kultur. Allerdings hätte ich aufgrund des Klappentextes eine andere Gewichtung der Story erwartet, was ich im Endeffekt sehr schade fand, weil es sich für mich am Anfang bzw. im Mittelteil dann schon etwas gezogen hat.

Meine ausführliche Rezension folgt natürlich auch noch!

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