Abraham Verghese Rückkehr nach Missing

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Inhaltsangabe zu „Rückkehr nach Missing“ von Abraham Verghese

Ein meisterhaftes Epos über Familie, Intimität und die wundersame Schönheit, die darin liegt, andere zu heilen. Äthiopien in den sechziger Jahren: Marion und Shiva Stone, eineiige Zwillingsbrüder, wachsen als Waisenkinder in einem Missionshospital in Addis Abeba auf, der Kaiserstadt Haile Selassies. Ihre Mutter, eine schöne indische Nonne, starb bei ihrer Geburt, ihr Vater, ein britischer Chirurg, verschwand spurlos. Marion und Shiva sind unzertrennlich, und sie verbindet die Faszination für die Medizin, doch als sie zu jungen Männern heranwachsen, treibt die Liebe – ihre Leidenschaft für dieselbe Frau – einen Keil zwischen die beiden. Marion muß aus seinem von politischen Unruhen geschüttelten Heimatland fliehen, kommt nach Amerika und geht in seiner Arbeit in einem New Yorker Krankenhaus auf. Doch dann holt ihn die Vergangenheit ein, und er muß sein Leben ausgerechnet in die Hände der beiden Männer legen, denen er am wenigsten vertraut: seinem Vater, der ihn im Stich gelassen, und seinem Bruder, der ihn betrogen hat. Rückkehr nach Missing erzählt die unvergeßliche Geschichte einer großen Liebe: zu den Menschen und zur Medizin. Eine packende Familiensaga über Afrika und Amerika, Ärzte und Patienten, Exil und Heimat.

Die Geschichte von einem Zwillingspärchen in Äthopien.

— schokoloko29
schokoloko29

"Rückkehr nach Missing" ist ein tolles, mitreißendes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe

— sydneysider47
sydneysider47

Eine packende Familiensaga auf 850 Seiten vor dem Hintergrund der Geschichte Äthiopiens und der modernen Chirurgie.

— Barbara62
Barbara62

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  • Shiva und Marion

    Rückkehr nach Missing
    schokoloko29

    schokoloko29

    16. September 2017 um 18:21

    Shiva und Marion werden in Äthopien geboren. Ihre Mutter ist Nonne und stirbt während der Geburt; während ihr Vater (ein Chirurg) Hals über Kopf verschwindet.Shiva und Marion werden sehr liebevoll von Gosh und Hema aufgezogen. Beide sind Ärzte und arbeiten im athiopischen Hospital Missing.Mir hat das Buch gut gefallen. Es ist spannend und dicht erzählt. Obwohl das Buch mehr als 800 Seiten aufweist war es nie langweilig oder langatmig für mich.Es wird gut die Stimmung im Hospital beschrieben und wie die Zwillinge aufwachsen und ihren eigenen Weg gehen.Fazit:Dieses Buch war eine wunderschöne Reise nach Äthiopien. Es werden einige medizinische Begriffe erläutert, was ich als Horizont Erweiterung empfand.Eine sehr interessante und lesenswerte Lektüre!

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  • Ärzte in einem äthiopischen Missionskrankenhaus

    Rückkehr nach Missing
    sydneysider47

    sydneysider47

    19. October 2016 um 10:02

    Liebe Leserinnen, liebe Leser, es ist schon einige Jahre her, dass ich folgendes Buch gelesen habe: Rückkehr nach Missing Autor: Abraham Verghese Verlag: Insel-Verlag Seitenzahl: 841 Seiten Das Buch kam als Hardcoverausgabe zu 24,90 Euro am 7. Juli 2009 in den deutschen Handel. Seit 25. Dezember 2010 ist es auch als Taschenbuchausgabe zum Preis von 9,95 erhältlich. Die ISBN-Nummer dafür ist: 978-3458357001 Über Abraham Verghese Abraham Verghese wuchs in Äthiopien, in der Nähe von Addis Abeba, auf. Seine Eltern waren Inder. Er studierte Medizin und wanderte in die USA aus. Dort war er als Arzt tätig. Heute lebt er in Palo Alto in Kalifornien. Über Ärzte in einem äthiopischen Missionskrankenhaus – oder: die Handlung Die Handlung beginnt Anfang der 1960er-Jahre. Thomas Stone ist Chirurg in einem Missionskrankenhaus in Addis Abeba in Äthiopien. Das Missionskrankenhaus, das von Spenden lebt, wird von allen „Missing“ genannt. Die Person, die ihm während der Operationen als Operationsschwester unterstützend zur Seite steht, ist die katholische Nonne Mary Praise. Eines Tages jedoch ereilen Mary Praise die Wehen. Ihre Schwangerschaft konnte sie monatelang geheim halten. Der Gynäkologin Hema, einer Inderin, gelingt es, Mary Praises eineiige Zwillinge in letzter Sekunde zu retten – die beiden Jungen Marion und Shiva. Jedoch stirbt Mary Praise – und der Chirurg Thomas Stone, von dem vermutet wird, er sei der Vater der Zwillinge, macht sich panisch aus dem Staub und geht in die USA. Um die Zwillinge Marion und Shiva kümmern sich Hema und Ghosh. Ghosh wird – nach der Flucht von Thomas Stone – leitender Chirurg im „Missing“. Er und Hema heiraten und übernehmen die Elternrolle für Marion und Shiva. Ihnen gelingt es, das Interesse an der Medizin bei beiden Jungen zu wecken – und so werden sie später selbst Ärzte. In ihrem Leben gibt es Licht und Schatten. Es gibt nicht nur Patienten, die geheilt werden können – und denen sie nicht mehr helfen können. Es gibt auch politische Umstürze in Äthiopien (der Landesteil Erithrea will unabhängig werden – wenn nötig, durch Gewalt von Terroristen) – und das Mädchen Genet, um deren Gunst sowohl Marion, als auch Shiva buhlen. Diese Liebe treibt einen Keil zwischen die beiden. Und eines Tages muss Marion überstürzt in die USA fliehen. Ein dicker Schmöker, spannend und mitreißend bis zum Schluss – oder: meine Leseerfahrung Über diverse Rezensionen beim Internet-Buchhändler Amazon.de wurde ich auf das Buch aufmerksam – und bei nächster Gelegenheit bestellte ich die Taschenbuchausgabe zu 9,95 Euro. 841 Seiten schreckten mich nicht ab – zumal das Buch erstklassige Lektüre zu sein schien, und so war es dann auch. Ich fing das Buch eine Woche vor unserer Abreise in den Urlaub an zu lesen – und natürlich landete es auch im Handgepäck. Ich las es im Zug zum Flughafen Stuttgart, ich las es im Flugzeug, ich las es auf dem Bustransfer zum Hotel am Urlaubsort - ich las es, wann immer sich die Gelegenheit dazu bot. Von Anfang an war ich gefesselt von den Ereignissen in und rund um das Krankenhaus „Missing“. Der Ich-Erzähler Marion erinnert sich zurück – sein Stil ist ausschmückend und teilweise auch ausschweifend, die in der Vergangenheit erzählte Handlung wird aber nie langweilig. Zuerst wollte ich die Frage beantwortet wissen, ob und wie die Zwillinge bei der Geburt überleben können – und was mit ihrer Mutter passiert. Die Geburt der Zwillinge zieht sich immerhin von circa Seite 58 bis Seite 176 hin. Danach wusste ich erst mal nicht, wie der Autor weiterhin Spannung erzeugt – war aber schon bald gefesselt von politischen Ereignissen rund um den äthiopischen Kaiser Haile Selassie und deren Auswirkungen auf das Krankenhaus „Missing“. Weiterhin hielt mich die Frage „Taucht Thomas Stone nochmals auf – und wenn ja, wann?“ an der Lektüre. Und weitere Ereignisse, die passierten – und Spannung erzeugten – und deren Fortsetzung oder Ende ich unbedingt erfahren wollte. Bei der Lektüre musste ich mich daran gewöhnen, dass medizinische Zusammenhänge ausführlicher, als ich sie bisher in anderen Büchern las, beschrieben werden. So wird also nicht nur geschrieben „XY wurde wegen eines Wasserbruchs operiert“, sondern ich erfahre als Leserin genauer, wie das vor sich geht. Der Operateur nimmt mit einem Skalpell einen Schnitt an der Medianlinie vor, sieht dann das Bauchfell, die Wundseiten werden später mit Kompressen bedeckt – und so weiter. Diese medizinischen Details erstaunten mich beim Lesen zuerst, störten mich aber nicht – verwunderten mich eher – und nachdem ich sie gelesen hatte, vergaß ich sie schnell wieder. Wäre ich Chirurgin, hätte ich wohl in Gedanken philosophiert, ob die Vorgehensweise des Operateurs den heutigen Operationsstandards entspricht oder schon überholt ist. Oder wenn der Autor den Gedanken ausspricht, dass Hema gerne mitten in einer Operation einen Kaffee trinken würde, so bleibt es nicht bei dem Ausdruck des Wunsches. Nein, der Autor fügt hier noch Gedanken Hemas ein, wie sie über die Herkunft des Kaffees nachdenkt – wo er also angebaut wird und welche Erinnerungen in ihr beim Wort „Kaffee“ geweckt werden. Wen solche Ausschweifungen nicht stören, den erwartet eine spannende Familien- und Krankenhausstory. Denn der Autor verliert nie seinen „roten Faden“, er verliert sich nie in langweiligen Nebenhandlungen. Der Schluss des Buches hat mich erschüttert – hier tritt nochmals eine Wendung ein, mit der ich absolut nicht gerechnet hatte. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Zehn Tage habe ich dazu benötigt. Mein Fazit Für mich war der Roman „Rückkehr nach Missing“ von Abraham Verghese bisher das leserische Highlight des Jahres 2011. Ich vergebe alle fünf Sterne dafür und eine Leseempfehlung. Ich würde auch zehn Sterne dafür vergeben, wenn ich könnte. P.S.: In ähnlicher Form habe ich diese Rezension bereits bei Ciao.de veröffentlicht sowie auf dem Buchblog der „Verrückten Leseratten“ bei Wordpress.com. Dort bin ich auch als „Sydneysider47“ unterwegs.

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  • Eine Liebeserklärung an die Medizin

    Rückkehr nach Missing
    Barbara62

    Barbara62

    03. October 2015 um 16:20

    Die überraschende Geburt der Zwillinge Marion und Shiva 1954 im Missing Hospital in Addis Abeba wird überschattet vom Tod der Mutter, einer katholischen indischen Nonne, und der Flucht des Vaters, eines britischen Chirurgen. Trotzdem verbringen die Jungen eine behütete Kindheit im Missing, liebevoll betreut von der Gynäkologin Hema und dem sensiblen Internisten und Chirurgen Ghosh. Früh geprägt durch ihr Umfeld sind Marion und Shiva fasziniert von der Medizin. Während der hochbegabte aber schuluntaugliche Shiva unter der Anleitung seiner Mutter zu deren fähigstem Helfer heranwächst, absolviert Marion Schule und Universität mit Bravour. Die Liebe zu Genet, der Tochter einer Hausangestellten, die mit beiden zusammen aufgewachsen ist, macht die Brüder schließlich zu Rivalen und Marion muss in die USA fliehen. Marion erzählt auf 850 Seiten eine packende Familiensaga vor dem Hintergrund der Geschichte Äthiopiens und der modernen Chirurgie.

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  • Rezension zu "Rückkehr nach Missing" von Abraham Verghese

    Rückkehr nach Missing
    stadtmenschkoeln

    stadtmenschkoeln

    12. July 2011 um 08:58

    Das Buch ist jede der über 800 Seiten wert gelesen zu werden. Das Schicksal der Medizin, das Schicksal Äthiopiens im vergangenen Jahrhundert und das Schicksal zweier junger Brüder rühren das Herz des Lesers. Verghese schlägt oft den alten historischen Anatomieatlas für uns auf, wenn wir mit den Helden des Missing Krankenhauses im Operationssaal stehen. Marion und Shiva, die aus einer dramatischen Verbindung zwischen einer Krankenschwester und einem genialen Arzt entstehen, wachsen in dieser Welt von Leiden der Krankheiten der ärmsten dieser Welt auf und werden jeder für sich in den Bann der Medizin gezogen. Von dem Vater, der in Nacht und Nebel verschwindet erfahren sie zunächst nichts, werden jedoch mit Liebe und Fürsorge der Menschen des Hospitals großgezogen und sie versuchen ihren Weg zu finden. Wenn Sie etwas über das Land und die politischen Entwicklungen Äthiopiens erfahren möchten, werden Sie in diesem Buch belohnt, Verghese gelingt eine zwar beladene aber ausbalancierte Komposition. Sie werden die Geschichte nicht aus den Händen legen können.

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  • Rezension zu "Rückkehr nach Missing" von Abraham Verghese

    Rückkehr nach Missing
    Schiller-Buchhandlung

    Schiller-Buchhandlung

    29. April 2011 um 18:58

    Dieser opulente Roman führt uns nach Äthiopien: In den 60er Jahren kommen im Missing, einem Missionshaus in Adis Abeba Zwillingsbrüder zur Welt - Marion und Shiva, Söhne einer indischen Nonne, die im Hsopital als Krankenschwester arbeitet und eines englischen Arztes. Während ihre Mutter während der komplizierten Geburt stirbt, verschwindet der Vater spurlos. Marion und Shiva werden von Hanna, Gynäkologin im Missing und Ghosh, ebenfalls Arzt dort, aufgezogen. Die beiden Brüder sind unzertrennlich und scheinen sich ohne Worte zu verstehen. Beide interessieren sich früh für Medizin, allerdings für unterschiedliche Bereiche. Während Shiva seiner Pflegemutter nacheifert und seine Kenntnisse in der Frauenheilkunde vertieft, tritt Marion in die Fußstapfen seines leiblichen Vaters und studiert Chirurgie. Als die beiden Brüder beginnen, sich für das gleiche Mädchen zu interessieren, beginnen sie, sich zu entfremden. Daß Genet Shiva vorzieht, trifft Marion tief und er kann seinem bruder nicht verzeihen. Währenddessen wird die politische Lage in Äthiopien immer instabiler und als Marion in falschen Verdacht gerät, muß er das Land verlassen. Er erhält ein Stipendium an einem Armenkrankenhaus in Brooklyn. Dort kann er seine medizinische Ausbildung beenden. Und er trifft Genet wieder. Als er kurz danach schwer knrank wird, kann nur Shiva ihn retten und es kommt zu einer schicksalhaften Begegnung der beiden Brüder..... Eingebettet in die unruhige Geschichte Äthiopiens erzählt dieser Roman spannend nicht nur die Geschichte der beiden Zwillingsbrüder, sondern auch die der Missionsstation Missing und der Menschen, die dort leben, arbeiten, leiden und hoffen. "Halb Dickens, halb Greys Anatomy" lautet eine Zeitungskritik in Amerika - und das trifft den Nagel auf den Kopf! (MA)

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  • Rezension zu "Rückkehr nach Missing" von Abraham Verghese

    Rückkehr nach Missing
    savanna

    savanna

    15. March 2011 um 21:40

    Romane, die im äthiopischen Hochland verortet sind, sind eher selten zu finden – zumal in deutscher Übersetzung. Die umfassende Familiensaga des in Äthiopien geborenen Autors Abraham Verghese ist jedoch nicht allein wegen der außergewöhnlichen geografischen Zuordnung eine echte Besonderheit. In „Rückkehr nach Missing“ wird das Leben der Zwillingsbrüder Marion und Shiva auf äußerst detaillierte und tief emotionale Weise aufgearbeitet. Da die Mutter die Geburt der Zwillinge nicht überlebt und der vermeidliche Vater fluchtartig das Land verlässt, wachsen die beiden Waisen in der Obhut zweier Ärzte des Missionshospitals von Addis Adeba auf. Die Gynäkologin Hema hat unmittelbar mit ihrer Geburtshilfe Verantwortung für die Jungen übernommen und der Internist Gosh unterstützt vor allem aus schwärmerischer Liebe zu Hema diese ungewöhnliche Familie. Aus der Sicht von Marion erfährt der Leser in chronologischer Ordnung von der Kindheit, Jugend und frühen Erwachsenenphase der Zwillinge, deren Interesse für die Medizin durch ihre Zieheltern und die Nähe zum Krankenhaus-Alltag geprägt wird. Während Shiva unter Anleitung von Hema in immer stärkerem Maße als Unterstützung in der Frauenheilkunde fungiert, entwickelt sich Marion rasch zu einem talentierten Chirurgen. Als politische Unruhen in Äthiopiens Hauptstadt aufwallen, verlässt Marion fluchtartig seine Familie und seine Heimat, um in den USA eine anerkannte medizinische Ausbildung anzutreten. Inzwischen haben die Gerüchte, dass der leibliche Zwillingsvater in den USA als eine Koryphäe der modernen Chirurgie gilt, auch Marion erreicht. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis sich Vater und Sohn auf amerikanischem Boden gegenüber stehen. Da der Autor selbst als Sohn indischer Eltern in der Nähe von Addis Adeba aufwuchs, Medizin studierte und als Arzt in den USA praktizierte, stellt sich durchaus die Frage nach den autobiographischen Tendenzen dieses Romans. Gerade mit dem Ich-Erzähler Marion scheint Verghese viele seiner eigenen Erfahrungen auf dem afrikanischen und amerikanischen Kontinent verarbeitet zu haben. Dies und eine detailgetreue Schreibweise lassen „Rückkehr nach Missing“ auf über 800 Seiten so überaus authentisch wirken. Der Leser bekommt mit einer ergreifenden Geschichte gleichzeitig eine Idee von den medizinischen Errungenschaften der 50er bis 90er Jahre, von den politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen am Horn von Afrika sowie von den prägenden Beziehungen zwischen hoffnungsvollen Patienten und behandelnden Ärzten.

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  • Rezension zu "Rückkehr nach Missing" von Abraham Verghese

    Rückkehr nach Missing
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. August 2010 um 17:34

    Shiva und Marion sind Zwillingsbrüder (ja, der Name Marion ist kein per se männlicher… Aber das soll uns hier nicht weiter stören) und werden als Söhne eines britischen Chirurgen und einer indischen Nonne (!) geboren, die beide in einem Missionskrankenhaus, dem Missing Hospital, in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abbeba arbeiten. Ihre Mutter stirbt jedoch bei der komplizierten Geburt, und der Vater verschwindet direkt danach spurlos. Aber Marion und Shiva (ersterer erzählt die Geschichte aus seiner Perspektive) wachsen dennoch recht glücklich auf: In den Ärzten Hema und Ghosh haben sie liebevolle Ersatzeltern gefunden, und die ganze Belegschaft des Krankenhauses ist wie eine große Familie. In Genet haben die beiden eine Freundin und Spielkameradin, und als sie älter werden, verliebt sich Marion in Genet. Er eröffnet ihr, dass er sie heiraten will und der einzige für sie sein will – als sie wenig später von Shiva entjungfert wird, sieht Marion darin einen riesigen Vertrauensbruch, vor allem von seinem Bruder, mit dem er bisher unzertrennlich war. Die Wege der drei trennen sich jedoch vor allem aus politischen Gründen: Genet schließt sich den eritreischen Freiheitskämpfern an, und als sie ein Flugzeug entführt, wird Marion fälschlicherweise damit in Verbindung gebracht und muss das Land verlassen. Er flieht in die USA, wo er eine Stelle als Arzt in einem New Yorker Krankenhaus antritt. Aber man hätte wohl kein Buch von über 600 Seiten geschrieben, wenn damit schon alles erzählt wäre… Ich hab etwas schwer in die Geschichte reingefunden, was vor allem daran lag, dass der Anfang doch sehr langatmig ist. Es wird viel erzählt, aber es kommt wenig voran. Zum Teil werden (nahezu) unbedeutende Nebenfiguren sehr ausführlich porträtiert, so dass ich mich dann doch gefragt habe, wann es endlich losgeht mit der auf dem Klappentext versprochenen Geschichte. Aber als diese dann Fahrt aufnimmt, hat mich das wieder etwas versöhnt, und trotz der teilweise recht unüberraschenden Wendungen war der Rest dann doch noch ganz schön zu lesen.

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  • Rezension zu "Rückkehr nach Missing" von Abraham Verghese

    Rückkehr nach Missing
    stories!

    stories!

    06. October 2009 um 14:45

    Dieses Buch ist Familiensaga und Arztroman in Einem. Schauplatz der Geschichte ist ein Missionskrankenhaus im äthiopischen Addis Abeba. Wir begleiten die eineiigen Zwillinge Marion und Shiva auf ihren unterschiedlichen Lebenswegen, die sich später im Leben doch wieder kreuzen. Ein Buch voller großer Gefühle, kluger Nachdenklichkeit und poetischer Bilder.

  • Rezension zu "Rückkehr nach Missing" von Abraham Verghese

    Rückkehr nach Missing
    KarlMay

    KarlMay

    12. August 2009 um 18:50

    Dieser opulente Roman führt uns nach Äthiopien: In den 60er Jahren kommen im Missing, einem Missionshaus in Adis Abeba Zwillingsbrüder zur Welt - Marion und Shiva, Söhne einer indischen Nonne, die im Hsopital als Krankenschwester arbeitet und eines englischen Arztes. Während ihre Mutter während der komplizierten Geburt stirbt, verschwindet der Vater spurlos. Marion und Shiva werden von Hanna, Gynäkologin im Missing und Ghosh, ebenfalls Arzt dort, aufgezogen. Die beiden Brüder sind unzertrennlich und scheinen sich ohne Worte zu verstehen. Beide interessieren sich früh für Medizin, allerdings für unterschiedliche Bereiche. Während Shiva seiner Pflegemutter nacheifert und seine Kenntnisse in der Frauenheilkunde vertieft, tritt Marion in die Fußstapfen seines leiblichen Vaters und studiert Chirurgie. Als die beiden Brüder beginnen, sich für das gleiche Mädchen zu interessieren, beginnen sie, sich zu entfremden. Daß Genet Shiva vorzieht, trifft Marion tief und er kann seinem Bruder nicht verzeihen. Währenddessen wird die politische Lage in Äthiopien immer instabiler und als Marion in falschen Verdacht gerät, muß er das Land verlassen. Er erhält ein Stipendium an einem Armenkrankenhaus in Brooklyn. Dort kann er seine medizinische Ausbildung beenden. Und er trifft Genet wieder. Als er kurz danach schwer knrank wird, kann nur Shiva ihn retten und es kommt zu einer schicksalhaften Begegnung der beiden Brüder..... Eingebettet in die unruhige Geschichte Äthiopiens erzählt dieser Roman spannend nicht nur die Geschichte der beiden Zwillingsbrüder, sondern auch die der Missionsstation Missing und der Menschen, die dort leben, arbeiten, leiden und hoffen. "Halb Dickens, halb Greys Anatomy" lautet eine Zeitungskritik in Amerika - und das trifft den Nagel auf den Kopf!

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