Abt Muho

 4 Sterne bei 22 Bewertungen

Lebenslauf von Abt Muho

Muho wurde 1968 als Olaf Nölke in Berlin geboren. Er studierte Philosophie, Japanologie und Physik an der Freien Universität Berlin. Während seines Studiums ging er für ein Jahr nach Japan, sechs Monate davon verbrachte er in dem buddhistischen Kloster Antaiji. Später wurde er dort als Mönch ordiniert und 2001 von seinem Lehrer als eigenständiger Zen-Meister anerkannt. Nach seiner Ernennung lebte Muho zunächst als Obdachloser in Ôsaka und leitete dort eine Zen-Gruppe. Nach dem Tod seines Meisters wurde er zu dessen Nachfolger in Antaiji berufen, wo er viele Jahre tätig war. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Ôsaka.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Abt Muho

Cover des Buches Zazen oder der Weg zum Glück (ISBN: 9783499622038)

Zazen oder der Weg zum Glück

 (12)
Erschienen am 02.01.2007
Cover des Buches Ein Regentropfen kehrt ins Meer zurück (ISBN: 9783492312059)

Ein Regentropfen kehrt ins Meer zurück

 (6)
Erschienen am 01.06.2018
Cover des Buches Das Meer weist keinen Fluss zurück (ISBN: 9783492316279)

Das Meer weist keinen Fluss zurück

 (3)
Erschienen am 02.06.2020
Cover des Buches Der Mond leuchtet in jeder Pfütze (ISBN: 9783827013927)

Der Mond leuchtet in jeder Pfütze

 (1)
Erschienen am 02.03.2020

Neue Rezensionen zu Abt Muho

Cover des Buches Der Mond leuchtet in jeder Pfütze (ISBN: 9783827013927)biggtats avatar

Rezension zu "Der Mond leuchtet in jeder Pfütze" von Abt Muho

Lass los und sei glücklich....
biggtatvor einem Jahr

Was ist Glück eigentlich? Wann ist man glücklich? Wann darf ich endlich glücklich sein? Oft schon haben mich Fragen wie diese beschäftigt. Die Lösung ist ganz einfach. Lass los und lebe im Augenblick. Nicht die Zukunft und nicht das vergangene hat dich zu beschäftigen.

Wir alle haben es selbst in der Hand, hier und heute glücklich zu leben, doch dafür müssen wir lernen loszulassen - nicht zuletzt unser Streben nach Glück selbst. 

Der bekannte Zen-Meister und Buchautor Muho stellt anhand seiner bewegten Lebensgeschichte, unter anderen als Obdachloser im Schlosspark von Osaka wo er eine Zen-Gruppe leitete und als Leiter eines Zen-Klosters mit vielen Beispielen aus dem Alltag und praktischen Tipps die dafür nötige geistige Haltung vor. Er zeigt, wie uns die Praxis des Zen durch Meditation und Zazen helfen kann, unseren eigenen Weg zum Glück zu finden.

Muho hat viele Jahre das Zen-Kloster in Antaiji geleitet, ehe er sich 2019 dazu entschlossen hat, künftig mit seiner Familie in der Großstadt Ôsaka zu leben. Auch davon, von Abschied und Neubeginn, erzählt dieses Buch.

Ein durchaus interessanter Lesestoff der mich inspiriert hat, mich überhaupt zu diesen Zeiten, mehr mit mir und meinem Glück zu beschäftigen. 

Die Lebensgeschichte von Muho fand ich sehr spannend und interessant zu lesen wie sich das Leben im Kloster gestaltet. Denn dort wird neben dem Zazen auch die Arbeit nicht verachtet. 

Für Leser, die sich damit beschäftigen möchten wieder zufriedener und glücklicher mit sich selbst zu sein ist das Buch durchaus eine willkommene Inspiration. Eine Leseempfehlung von mir!


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Cover des Buches Ein Regentropfen kehrt ins Meer zurück (ISBN: 9783827013385)JulesBarroiss avatar

Rezension zu "Ein Regentropfen kehrt ins Meer zurück" von Abt Muho

Es gibt ein Leben vor dem Tod.
JulesBarroisvor 5 Jahren

Ein Regentropfen kehrt ins Meer zurück: Warum wir uns vor dem Tod nicht fürchten müssen - Muho (Autor), 192 Seiten, Verlag: Berlin Verlag (1. September 2016), 16 €, ISBN-13: 978-3827013385

Meinen Gedanken zu diesem Buch möchte ich ein Gedicht des katholischen Dichters Werner Bergengruen voranstellen:

„Gestern fuhr ich Fische fangen, / Heut bin ich zum Wein gegangen, /- Morgen bin ich tot - / Grüne, goldgeschuppte Fische, / Rote Pfützen auf dem Tische, / Rings um weißes Brot. / Gestern ist es Mai gewesen, / Heute wolln wir Verse lesen, / Morgen wolln wir Schweine stechen, / Würste machen, Äpfel brechen, / Pfundweis alle Bettler stopfen / Und auf pralle Bäuche klopfen, / - Morgen bin ich tot – / Rosen setzen, Ulmen pflanzen, / Schlittenfahren, fastnachtstanzen, / Netze flicken, Lauten rühren, / Häuser bauen, Kriege führen, / Frauen nehmen, Kinder zeugen, / Übermorgen Kniee beugen, / Übermorgen Knechte löhnen, / Übermorgen Gott versöhnen – / Morgen bin ich tot.“

Er umreißt mit diesem Gedicht Gott und die Welt, Leben und Tod, und alles andere, was sich zwischen diesen Koordinaten befindet. Bergengruen fasste den Glauben als Sprung über den Schatten der eigenen Existenz auf.

Abt Muho greift dieselben Koordinaten auf und interpretiert sie aus der buddhistischen Sicht des Zens. Er heißt eigentlich Olaf Nölke, wurde 1968 in Berlin geboren, ist deutscher Zenmeister und steht seit 2002 dem japanischen Kloster Antai-ji als Abt vor.

In diesem Buch hält er uns keine Vorträge, will niemanden bekehren, sondern zeigt uns in 24 Kapiteln seinen eigenen Lebensweg. Die Schlussfolgerungen daraus muss jeder selber ziehen.

Es geht auch nicht um Glauben oder Nichtglauben. Denn, wie sagte der japanische Zenmeister Sawaki Kodo: „Der Buddhismus ist keine Ideologie. Die Frage, die er stellt, lautet: Was fange ich mit mir selbst an?“ (Seite 71)

Es geht um das Leben. Das Leben im Jetzt. Nicht vergleichen. Nicht an früher denken. Nicht über das Morgen sorgen. Loslassen. Aber wie geht das eigentlich?

Anleitungen dazu gibt es genug, zum Zen, zur Achtsamkeit, Zen-Leadership, Zen für Unternehmer, Zen für Küche und Leben, Zen für Dummies, Zen für Programmierer, Zen-Basis, Zen für Anfänger, Zen für Ärzte, Zen für Banker, Zen für Ältere, Zen für öffentliche Räume, Zen-Food und sogar Zen für trockene Haut. Und alle versprechen dir Glück, Zufriedenheit, besseres Aussehen, stabile Gesundheit und bessere Geschäfte. Alles nur ein gigantisches Geschäft?

Vielleicht. Bei Abt Muho geht es um mehr. Er stellt sich ja eine nicht unbedingt leichte Aufgabe. Denn, Wenn wir unser wahres Wesen, unsere Essenz ergründen wollen, ist das nicht mit den Mitteln der Sprache oder intellektuellen Verstehens möglich. Doch wie können wir etwas verstehen, das man nicht erklären kann? Nun, wenn wir’s schon nicht beschreiben können, können wir es zumindest umschreiben. Und das tut Abt Muho in Vollendung.

Ich zitiere einfach mal aus dem Buch von Abt Muho:

„Wir machen uns Sorgen um das, was nach dem Tod kommen könnte, und vergessen dabei, das Leben zu leben, solange wir es haben. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Wer kann das wissen? Aber wenn es so weit ist, werden wir es schon herausfinden. Früher oder später werden wir alle in den Besitz der Antwort kommen. Wir können also gespannt sein!“ (Seite 15)

„Wenn aus morgen heute wird, verschiebt man das ungelebte Leben einfach um einen weiteren Tag in die Zukunft. Und immer so weiter. Doch der einzige Tag, den ich wirklich leben kann, ist der heutige. Da hilft mir auch kein nächstes oder übernächstes Leben. Das Leben, das ich heute nicht lebe, wird ewig ungelebt bleiben. Das Leben, das ich in diesem Augenblick lebe, ist das einzige Leben. Es gibt allein das Jetzt. Nur wenn ich diesen Tag so lebe, als wäre er mein letzter, werde ich auch den nächsten zu leben wissen.“ (Seite 16)

Oder wie Sawaki Kodo es ausdrückte. „Die Hälfte des Lebens / Geburt, Krankheit, Alter, Tod - / vertrödel sie nicht, deine kurze Zeit hier!“ (Seite 15)

„Glück steckt in diesem Atemzug. Nicht im vergangenen und nicht im nächsten.“ (Seite 105)

Lassen Sie sich auf dieses Buch ein. Meines Erachtens ist es eines der besten Bücher über Zen. Vielleicht hilft es Ihnen, Ihren Weg zu finden.

„Alle reden von der Realität, aber die ist nur ein Traum. Erst wenn du stirbst, erkennst du den Traum. Beeil dich! Besser, du erwachst bereits im Leben aus ihm. (Sawaki Kodo Seite 177)

 

Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Berlin Verlages

https://www.piper.de/buecher/ein-regentropfen-kehrt-ins-meer-zurueck-isbn-978-3-8270-1338-5

Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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Cover des Buches Zazen oder der Weg zum Glück (ISBN: 9783499622038)R_Mantheys avatar

Rezension zu "Zazen oder der Weg zum Glück" von Abt Muho

Die große Illusion
R_Mantheyvor 6 Jahren

Zen ist reine Praxis. Und diese Praxis dient keinem Zweck. Ein Buch darüber hat mit Praxis nichts zu tun. Und es dient einem Zweck.

Vielleicht soll es uns Zen erklären oder erzählen wie die Praxis funktioniert. Dadurch erscheint in unserem Geist die Vorstellung, wir würden etwas darüber verstehen. Oder wir hätten eine Vorstellung davon. Unser Verstand führt uns gerne in solche Illusionen. Nach dem Lesen dieses Buches wähnen wir uns in der Nähe eines Zustandes, von dem wir in Wirklichkeit immer noch genau so weit entfernt sind wie zuvor.

Lebe so, als seiest du schon tot, heißt es im Text. Dies ist, auf den Punkt gebracht, der Inhalt des Buches. Doch wer mag schon so leben? Unser Leben ist ein einziges Streben. Wie soll denn beides zusammenpassen? Mancher sucht sich einen Ausweg aus diesem offensichtlichen Dilemma und empfindet Zen als Weisheit oder Philosophie. Unterstützt wird eine solche Wahrnehmung durch Bücher wie dieses, denn was geschrieben steht, hat meistens den Zweck, uns etwas zu erklären, was wir lernen sollen oder wollen.

Aber Zen ist nur Praxis und besitzt kein Ziel. Verbindet man die Praxis mit einem Streben, so wird man nie erreichen, wonach man da so angestrengt strebt. Auch das kann man aus diesem Buch lernen. Wir sollen loslassen. Alles, auch das Loslassen. Dann kommt das Glück ganz von alleine. Wir würden dann Glück auch im Unglück empfinden, schreibt der Autor. Das wird für viele eine genau so krude Vorstellung sein, wie ein Leben so, als sei man bereits tot.

Statt diese harten Textstellen zu überlesen oder sie umzuinterpretieren, sodass sie wieder ins eigene Weltbild passen, sollte man hier steckenbleiben, denn sie öffnen ein Fenster in die Welt, in der sich Abt Muho aufhält. Natürlich muss man sich nicht damit anfreunden und natürlich muss man erst recht nicht so leben. Tut man dies jedoch nicht, dann nützt einem auch das Buch in Wirklichkeit nichts, denn dann bläst es nur die eigenen Illusionen auf.

Die Zazen-Praxis erklärt uns Muho erst ganz am Ende dieses Buches sehr kurz. Bis man dahin gelangt, lernt man den Lebensweg des Autors kennen, immer wieder unterbrochen durch zahlreiche Zitate aus Zen-Texten oder von wirklich wissenden Menschen. Und von Lektionen über Liebe, Glück und Freiheit und vieles mehr. Und da wären wir wieder bei den Illusionen. Kann man aus diesen Lektionen tatsächlich etwas lernen?

Muho jedenfalls beschreibt seinen Weg anders. Er durchlief die harte Zen-Schule, die in diesem Buch so abschreckend erzählt wird, dass wohl den meisten Lesern der Gedanke an ein Leben in einem japanischen Zen-Kloster gleich wieder vergehen wird.

Um es kurz zu machen: Das Buch enthält Konzepte über Zen, Konzepte über Glück und vieles mehr. Es kann aber keineswegs die ziellose Praxis ersetzen, aus der das Empfinden all dessen, was hier in Konzepten beschrieben wird, erst wie selbstverständlich erwächst. Zen ist reine Praxis. Alles andere ist Illusion.

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