Abtprimas Notker Wolf

 4 Sterne bei 2 Bewertungen

Lebenslauf von Abtprimas Notker Wolf

Notker Wolf OSB, Dr. phil., geboren 1940 in Bad Grönenbach im Allgäu, studierte Philosophie und Theologie in Rom und München. 1961 trat er in die Benediktinerabtei St. Ottilien am Ammersee ein und wurde 1977 zu ihrem Erzabt gewählt. Seit 2000 ist er als Abtprimas des Benediktinerordens mit Sitz in Rom der höchste Repräsentant von mehr als 800 Klöstern und Abteien auf der ganzen Welt. 2008 wurde er auf weitere vier Jahre durch Wiederwahl in dieser Funktion bestätigt. Besonders am Herzen liegen ihm der interkulturelle Dialog mit anderen Religionen und partnerschaftliche Projekte in China und Nordkorea.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Abtprimas Notker Wolf

Cover des Buches Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein (ISBN: 9783963400070)

Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein

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Erschienen am 01.10.2018
Cover des Buches Worauf warten wir? (ISBN: 9783644412514)

Worauf warten wir?

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Erschienen am 11.11.2009
Cover des Buches Alles Gute kommt von oben (ISBN: 9783499627026)

Alles Gute kommt von oben

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Erschienen am 01.11.2010
Cover des Buches Worauf warten wir? (ISBN: 9783499332791)

Worauf warten wir?

 (0)
Erschienen am 25.08.2010

Neue Rezensionen zu Abtprimas Notker Wolf

Cover des Buches Alles Gute kommt von oben (ISBN: 9783499627026)
peedees avatar

Rezension zu "Alles Gute kommt von oben" von Abtprimas Notker Wolf

Schöne Impulse für kleine Pausen
peedeevor 3 Jahren

Notker Wolf OSB, geb. 1940, war zum Zeitpunkt der Bucherscheinung der neunte Abtprimas des Benediktinerordens und somit der höchste Repräsentant von mehr als 800 Klöstern und Abteien weltweit. Er sinniert in diesem Buch im wahrsten Sinne über Gott und die Welt. Die vorliegenden Texte sind zuvor als Kolumne im Magazin „Bild der Frau“ erschienen.

Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover mit dem sympathischen Autor – passt sehr gut.

Die meist zweiseitigen Texte stellen dem Leser sehr viele Fragen, wie z.B. „Müssen wir wirklich müssen?“; „Lieben wir unseren Nächsten wirklich?“ oder auch „Wozu ist der Mensch auf Erden?“. Weitere (überraschende) Überschriften im Inhaltsverzeichnis sind z.B. „Kondome und die Macht der Männer“; „Der Teufel ist im Kommen“ oder „Ameisen ziehen wie Christen an einem Strang“.

Die einleitende Frage, ob wir denn wirklich müssen müssen, hat mich amüsiert. Ja, Herr Wolf hat schon recht – wie oft am Tag sagt man wohl „ich muss dies und das erledigen“ oder „ich muss noch kurz da hin“. Aber ist es wirklich ein Müssen? Schränken wir dadurch nicht unsere Freiheit zu sehr ein? Oder ist es einfach der „normale“ Sprachgebrauch?
Mir hat der Mix aus dem Alltag und Beispielen aus der Bibel sehr gefallen – ebenso die vielen unterschiedlichen Themen, wie z.B. Dankbarkeit, Glaube, Gastfreundschaft, Missbrauchsfälle in der Kirche, Nächstenliebe (die übrigens keine grossen Taten bedingt, sondern auch im Kleinen wunderbar aufgeht), Meinungsfreiheit, Beten, unterschiedliche Mentalitäten.

Es ist ein schönes Buch mit kurzen Texten, die sich mal eben so zwischendurch lesen lassen. Ich habe mir jedoch bewusst Zeit genommen, um das Gelesene nachwirken zu lassen. Fazit: Ein buntes Potpourri schöner Impulse – vielen Dank dafür.

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Cover des Buches Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein (ISBN: 9783963400070)
S

Rezension zu "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein" von Abtprimas Notker Wolf

ein beeindruckender Autor
sab-mzvor 4 Jahren

Der ehemalige Abtprimas der Benediktiner Notker Wolf ist seit 1961 Benediktinermönch.
Er lebt in St.Ottilien.

Notker Wolf ist dafür bekannt, dass er sagt was er denkt.
Diese Eigenschaft zeichnet auch das Vorwort des Buches „Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein – Was Heimat wirklich ausmacht“ aus.
Heimat ist ein Begriff, der oft missbraucht wird, der Autor nennt Beispiele im Vorwort.

In mehreren Kapiteln lernen wir kennen was Heimat für Notker Wolf bedeutet.
Heimat ist ein Gefühl, ein Ort, ein Dialekt und vieles mehr.
„Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein“, dieses Zitat des Autors ist zum Buchtitel geworden und es sagt schon soviel aus.

Notker Wolf erzählt von vielen Reisen, u.A. nach Japan, wo es Froschhoden zum Essen gab, befremdlich und für ihn kaum essbar.
Also auch Speisen bedeuten Heimat.

Über 16 Jahre war er weit weg von der Heimat, dem Kloster St.Ottilien. Dort ist ein Internat der Missionsbenediktinern und damit verbunden eine bunte Mischung von Mönchen aus vielen Ländern der Erde.
Ein Zitat vom Ex-Bundespräsidenten Gauck, das im Buch zu finden ist, charakterisiert sehr gut was Heimat ist:
„Es ist eine Mischung ganz früher Wahrnehmungen: Bilder , Gerüche, Stimmen. …“

Notker Wolf hat im Buch viele Beispiele beschrieben, was Heimat oder das Heimatgefühl ausmacht. Oft findet man sich wieder.
Aber im Buch gibt es neben dem Thema Heimat auch die Möglichkeit die private Seite des Notker Wolf kennenzulernen, angefangen von der Kinderzeit im Allgäu über die Anfänge als Mönch, die Zeit in Rom, usw. Der Autor lässt sehr persönliche Einblicke zu. Einige Fotos ergänzen den Text.

Ich finde das Buch lesenswert, egal, ob man nun gläubig ist oder nicht. Es regt zum Nachdenken an.

Mich hat es beeindruckt.


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Cover des Buches Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein (ISBN: 9783963400070)
W

Rezension zu "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein" von Abtprimas Notker Wolf

Ein sehr persönliches Buch, geschrieben fast wie ein Lebensvermächtnis
WinfriedStanzickvor 4 Jahren


 

Ein sehr persönliches Buch, geschrieben fast wie ein Lebensvermächtnis, legt der vielgereiste ehemalige Abtprimas Notker Wolf hier im neuen Bene-Verlag der Droemer Gruppe vor.

 

Durch seine vielen Reisen rund um die Welt weiß Notker Wolf sehr genau, wie es sich anfühlt, fremd und auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Geboren in einem kleinen Ort im Allgäu hat er in seinem langen Leben nicht nur viel Fremdes erfahren, sondern auch immer wieder die Hoffnung wachsen spüren, die er so beschreibt:

„Ich habe Hoffnung für diese Welt, weil ich weiß, wo ich hingehöre und dass es den einen gibt, der alles in seinen Händen trägt, auch wenn wir ihn nicht sehen können.“

 

Wissen wo man hingehört. Was ist das, Heimat? Was macht sie aus?  Fühlen wir uns dort heimisch, wo wir eine gemeinsame Sprache sprechen? Notker Wolf definiert für sich selbst: "Heimat – das sind für mich vor allem die Menschen, mit denen ich sie teile".

 

In seinem persönlich gehaltenen und  lesenswerten Buch diskutiert er den Heimatbegriff aus verschiedenen Perspektiven und stellt auch die Frage nach einer immer wieder behaupteten typisch deutschen Kultur. Denn diese ist für ihn der Schlüssel im Umgang mit dem Fremden, von dem wir uns nicht abschotten können.

Nicht zuletzt wegen seiner großen Erfahrungen, die er selbst in der Fremde gemacht hat, hat er einen besonderen Blick auf die Menschen, die als Geflüchtete und Migranten zu uns nach Deutschland kommen. Für ihn steht als Christ zweifelsfrei fest, dass wir uns in Deutschland nicht abschotten können. Längst seien wir ein Land der vielen Kulturen geworden, sagt er, ein Land, in dem wir alle miteinander nach Wegen suchen müssen, um ein friedliches Zusammenleben zu gestalten. Sozusagen gemeinsam Heimat zu begründen und spürbar werden zu lassen. Doch für ihn ist ebenso zweifelsfrei klar, dass es für dieses Miteinander Grenzen gibt. Wer sie überschreitet, wer sich weigert, sie anzuerkennen und zu achten, der „muss dahin zurück, woher er kommt“.

Wo und warum fühlen wir uns geborgen und in unserem eigenen Leben zu Hause? Wie kann mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen ein gutes Leben gelingen?

 

Indem Notker Wolf diesen Fragen sehr verständlich nachgeht, lädt er seine Leser ein, ihm auf seine Erkundungsreise zum Thema Heimat zu folgen und nachzudenken darüber, wo genau seine Heimat ist und wer unverzichtbar dazugehört. Mit Sicherheit wird man fündig werden.

 

Ein empfehlenswertes, auf dem persönlichen Hintergrund des eigenen  christlichen Glaubens geschriebenes Buch.

 

 




 

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