Achill Moser

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Über die Alpen nach Italien

Über die Alpen nach Italien

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Erschienen am 14.04.2011
Zu Fuß hält die Seele Schritt

Zu Fuß hält die Seele Schritt

 (2)
Erschienen am 31.08.2018
Nimm nur mit, was du tragen kannst

Nimm nur mit, was du tragen kannst

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Erschienen am 01.03.2008
Unterwegs

Unterwegs

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Erschienen am 20.04.2018
Abenteuer China

Abenteuer China

 (1)
Erschienen am 01.06.1991
Das Glück der Weite

Das Glück der Weite

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Erschienen am 01.04.2009
Im Kielwasser des Odysseus

Im Kielwasser des Odysseus

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Erschienen am 01.01.1998

Neue Rezensionen zu Achill Moser

Neu

Rezension zu "Unterwegs" von Achill Moser

Unterwegssein als Lebensinhalt
seschatvor einem Monat

In unserer schnelllebigen und hoch technisierten Zeit verliert man schnell den Blick fürs Wesentliche und die Schönheit der Natur. Der freie Journalist und Fotograf Achill Moser, Jahrgang 1954, praktiziert den bewussten Gegenentwurf dazu, indem er sich seit Jahrzehnten auf Reisen neu entdeckt und herausfordert. Ob Wüsten, Gebirge, Meere oder Wälder, Moser erschließt sich die Welt auf eigenen Pfaden und im eigenen Tempo und gewinnt dabei stets neue Einblicke ins Sein fernab von Smartphone und Social Media. Seine Eindrücke und Erfahrungen hält er dabei in Zeitungsreportagen oder Büchern, wie dem vorliegenden Werk, fest. Mir hat vor allem gefallen, dass er im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen noch über Landschaften, Tiere etc. staunen kann und sich ehrfürchtig als Teil eines großen Ganzen begreift. Auch spricht aus seinen z. T. recht philosophischen Zeilen (vgl. "Der Alchimist" von Paulo Coelho) eine tiefe Verbundenheit mit der Natur. Hier kommt er zur Ruhe und kann der täglichen Dauerbeanspruchung und -berieselung bestens entfliehen. Mehr noch, Stille und Alleinsein - Ängste der Gegenwart - sind für ihn zu Kostbarkeiten gereift. Zudem kommt er auf seinen Wander- oder Boottouren nicht nur mit der indigenen Bevölkerung, sondern auch mit vom Menschen verursachten Umweltschäden in Kontakt.


Lieblingszitate
"Vielleicht muss der moderne Mensch erst wieder lernen, die Einsamkeit und das Alleinsein auszuhalten, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu versäumen." (S. 118)

"Dieser bewusstseinsverändernde Prozess ist es, der das Reisen für mich zu etwas ganz Besonderem macht." (S. 167)

"Unser Leben sollte sich nicht nur nach vernunftorientierten Plänen oder Zweckerfüllung irgendwelcher Art ausrichten." (S. 168)

FAZIT
Achill Mosers Begeisterung für die (Um-)Welt wirkt ansteckend. Uns umgibt solch ein reicher Naturkosmos, den wir wieder schätzen lernen sollten. Mein Tipp: Einfach mal den Ausschaltknopf drücken und ins Grüne gehen. Nichts wirkt inspirierender und erfüllender. 

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Rezension zu "Zu Fuß hält die Seele Schritt" von Achill Moser

Zu Fuss sieht man die Welt mit anderen Augen
Aleshaneevor 4 Monaten

Also erstmal: ich hab ja schon lange keine "Sachbücher" gelesen oder etwas in der Richtung wie dieses hier. Dabei mag ich Bücher über Lebensphilosophien sehr gerne, bin da aber eben recht wählerisch, da natürlich nicht jeder Autor auf meiner Wellenlänge liegt. Aber Bücher in diesem Bereich müssen mich innerlich ansprechen, eine Saite zum klingen bringen, sonst hab ich nach dem Lesen das Gefühl, meine Zeit verschwendet zu haben.

Das Buch von Achill Moser hat mich vom Titel her angesprochen, denn eine Reise alleine und zu Fuß, nur mit Rucksack und mir selber irgendwo in der weiten Welt ist schon lange ein sehr großer Wunsch von mir. Durch die Kinder war das aber bisher leider nicht umsetzbar und mittlerweile hab ich auch ein bisschen den Mut dafür verloren. Gerade deshalb, und weil der Autor auch so unglaublich sympathisch auf den Fotos aussieht, wollte ich wieder ein bisschen in dieses Gefühl so einer Reise reinschnuppern.

Das Buch ist aufgeteilt in verschiedene Reisewege, die der Autor teils alleine, teils zusammen mit seinem Sohn Aaron unternommen hat. Dabei geht es quer durch die ganze Welt. Dabei beschreibt er nicht nur das visuelle Erlebnis, sondern verknüpft seine Routen auch mit geschichtlichen Ereignissen, die ihn gerade zu diesen Wegen inspiriert haben. Zum Beispiel die Indianer in den USA, die Geschichte um Don Quijote in Spanien oder Gustave Flauberts Reiseberichte aus Ägypten entlang des Nils. Außerdem hat es Achill Moser auch einige Male in die großen Wüsten verschlagen, ob ins Sandmeer oder in die größte Lavawüste der Welt, nach Island - aber auch quer durch Deutschland war er unterwegs.
Bei diesen Berichten seiner Reisen geht er sehr ins Detail, was seine visuellen Eindrücke angeht, aber auch die Flora und Fauna, die Gerüche, die Gefühle und Gedanken, die auf ihn einwirken. Das ergab ein anschauliches Bild, allerdings hätte ich mir mehr über das praktische gewünscht. Ziemlich am Ende gibt er zwar grob einen Einblick über sein Gepäck, aber da ich selbst auch gerne so etwas machen würde, hätten mich ein paar Tipps und Einblicke in die Praxis noch gefreut.

Dafür gibt es viele geschichtliche Details. Das Wissen hat er sich schon vorher über Bücher angeeignet, aber eben auch durch die Wanderungen und direkte Kennenlernen von Land und Leuten.

Zwischen den Kapiteln der Reiserouten gibt es jedes Mal eine kleine Pause mit teils schon philosophischen Gedanken. Sein Trieb, immer wieder seine Wanderschuhe und seinen Rucksack zu packen, zeigt ihm, wie sehr die Hektik und der Stress uns Menschen in der heutigen Zeit zusetzen.

"Denn der Mensch ist Nomade, und die Natur hat uns
seit Jahrtausenden das Unterwegssein vorgegeben." S. 21

Das sesshaft werden ist auch für mich ein Knackpunkt in der Menschheitsgeschichte. Denn mal ehrlich: wie viel bewegen wir uns denn tatsächlich noch? Und wenn wir Sport machen, dann auf einem stahlgestützten Laufband ... Wer geht denn noch raus in die Natur, einfach nur so, um die Zeit und die Natürlichkeit zu genießen. Ohne Sinn oder Ziel, sondern einfach nur, weil es guttut? Mentale Stärke durch Entschleunigung - ich denke das trifft es sehr gut. Denn die Schnelligkeit, mit der sich um uns herum alles auf der Technikebene weiterentwickelt, damit konnte unsere Seele einfach nicht mitwachsen.

Achill Moser hat nie viel mehr im Gepäck als Kleidung, Handtuch, Waschzeug, Schlafsack, Isomatte, Proviant und Wasser - mehr scheint es nicht zu brauchen, oder? Wir sind mittlerweilse so an die "Helferlein" und "Gebrauchsgegenstände" gewöhnt, dass wir gar nicht mehr wissen, wie wenig eigentlich zum Leben nötig ist.
Natürlich muss niemand in die Einöde ziehen, aber ich denke, so ab und an mal innehalten und sich selbst zu genügen, die Gedanken mal nach innen und nicht nach außen schweifen zu lassen, würde sich sicherlich positiv auswirken. Ich werde mir jedenfalls vornehmen, wieder öfter mal zu Fuß zu gehen. Keine Weltreise, aber auch im Kleinen kann man anfangen - und wer weiß, wohin der Weg mich führen wird :D

Die Zitate vor jedem neuen Kapitel sind perfekt ausgewählt und haben mir sehr gut gefallen, auch die vielen schwarz-weiß Bilder, die den Autor auf seinen verschiedenen Reisen zeigen.

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Rezension zu "Nimm nur mit, was du tragen kannst" von Achill Moser

Was braucht man alles zum Leben...?
Armilleevor 5 Jahren

Mit Prosa hab ich nicht viel am Hut. Heinrich Heine..? Der Kelch muss unbemerkt an mir vorübergezogen sein.

Was mich vom Deckblatt ansprach..:

- ein symphatisches Gesicht

- der Harz

- Nimm nur mit, was du tragen kannst

Also griff ich mir diesen - für mich - Aussenseiter und konnte kaum aufhören zu lesen. Achill Moser plante eine Reise zu Fuß durch den Harz auf 250 Kilometern, den 1824 der deutsche Dichter Heinrich Heine abmaschierte und der darüber die Lektüre 'Harzreise' abfasste.

Auf den Spuren des Dichters wird Herr Moser von seinem Sohn begleitet. Schon auf den ersten Seiten konnte ich die Begeisterung der Vorbereitungen spüren und es gab manche Schilderungen, wo ich gerne dabei gewesen wäre. Was Heine damals zu sagen hatte, wurde von Herrn Moser ganz toll in Kursivschrift in seine eigenen Sätze eingebunden. Perfekt...!! 

Die wunderschönen Gedichte...die gefielen mir doch tatsächlich. Ich verstand ausnahmsweise mal, was da mitgeteilt wurde. Wie oft liest man etwas, was sich nicht so richtig erschliesst..?!!

Und was ich noch sehr schön finde sind die Farbfotos der reise. Einiges kenne ich von meinem Urlaub im Harz.

Ein Satz hat mich besonders beeindruckt..:

"Was braucht man wirklich zum Leben...?"

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