Kritik der schwarzen Vernunft

3,3 Sterne bei

Neue Kurzmeinungen

S
sKnaerzle
vor 2 Jahren

Beeindruckend in seiner Radikalität, aber wirklich nicht das leiseste Bemühen um Verständlichkeit

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Inhaltsangabe

Der globale Kapitalismus hat seit seiner Entstehung immer schon nicht nur Waren, sondern auch "Rassen" und "Spezies" produziert. Ihm liegt ein rassistisches Denken, eine "schwarze Vernunft" zugrunde, wie der große afrikanische Philosoph und Vordenker des Postkolonialismus Achille Mbembe in seinem brillanten und mitreißenden neuen Buch zeigt. §In kraftvollen Linien zeichnet Mbembe die Genese unserer Gegenwart nach, indem er darstellt, wie sich der globale Kapitalismus seit dem Beginn der Neuzeit aus dem transatlantischen Sklavenhandel entwickelt hat. In dieser Zeit steigt Europa zum Zentrum der Welt auf und kreiert die Figur des "Negers", des "Menschen-Materials", der "Menschen-Ware", die über den "schwarzen Atlantik" gehandelt wird. Mit dem Abolitionismus, der Revolution in Haiti, dem Antikolonialismus oder der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung kommt zwar seit der Aufklärung eine erste globale Welle der Kritik an der Sklaverei und der "schwarzen Vernunft" des Kapitalismus auf. Dieser breitet sich jedoch in seiner neoliberalen Spielart unaufhaltsam weiter aus und überträgt die Figur des "Negers" nun auf die gesamte "subalterne Menschheit". In diesem Prozess des "Schwarzwerdens der Welt", so die radikale Kritik Mbembes, bilden auch Europa und seine Bürger mittlerweile nur noch eine weitere Provinz im weltumspannenden Imperium des neoliberalen Kapitalismus.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518586143
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Gebundenes Buch
Umfang:332 Seiten
Verlag:Suhrkamp Verlag GmbH
Erscheinungsdatum:10.11.2014

Rezensionen und Bewertungen

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