Achim Gandras Der Kallenboel

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Inhaltsangabe zu „Der Kallenboel“ von Achim Gandras

An seinem 15. Geburtstag im Februar 1634 ist die Welt für Valentin noch in Ordnung. Der Pflegesohn des Heldener Pfarrers hat Lesen und Schreiben gelernt und der große Krieg, der seit 16 Jahren im Lande tobt, ist bisher weitgehend am südlichen Westfalen vorbeigezogen. Doch als der geheimnisvolle Kallenboel auftaucht, den alle für einen Hexenmeister halten, ist es mit dem gewohnten Leben vorbei. Das soll Valentins Vater sein? Plötzlich verheeren auch noch hessische Landsknechte die katholischen Dörfer und die abergläubischen Bauern halten Valentin für ein Kind des Teufels. Von allen gejagt bleibt Valentin nur noch die Flucht, auf der er den zwei Jahre jüngeren Witek trifft. Vom Krieg aus Böhmen vertrieben zieht der protestantische Junge ganz allein durchs Reich. Mit Mutterwitz und Dreistigkeit versuchen die beiden Außenseiter, sich kreuz und quer durch das zusehends umkämpfte Sauerland zu schlagen und am Leben zu bleiben. Doch der Weg zwischen den Fronten hindurch wird von Tag zu Tag gefährlicher.

Hier stehen eher die geographischen Besonderheiten der Region im Vordergrund und weniger die Geschichte und schon gar nicht die Charaktere. Schade!

— kornmuhme

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    Der Kallenboel

    Girdie

    11. May 2013 um 20:38

    Der Abenteuerroman „Der Kallenboel“ von Achim Gandras ist im Sutton Verlag als Taschenbuch erschienen und umfasst 322 Seiten. Im Anschluss an die Erzählung finden sich alphabetisch aufgeführte Anmerkungen zu Personen, Orten und Begriffen, in die man gerne immer wieder hineinblättert, weil es dort nicht nur Erklärungen und Querverweise gibt, sondern auch weitere „Randbemerkungen“ und detailliertere Umgebungsbeschreibungen. Auf dem Cover ist im Vordergrund ein Bild des jungen Kallenboels, der titelgebenden Figur, abgebildet vor einer Szene in der ein geharnischter Reiter zwei Personen verfolgt und die aus dem Dreißigjährigen Krieg stammen könnte, in der diese Geschichte des Buchs im Sauerland spielt. Die Erzählung handelt auch vom Kallenboel, aber die Hauptfigur dieses Romans ist sein Sohn Valentin. Er wächst bei seinem Onkel Casparus Hengestebeck im katholischen Pfarrhaus in Helden im Sauerland auf. Doch an seinem 15. Geburtstag besucht  Tonies Kallenboel  den Onkel um, wie er Jahre vorher angekündigt hat, seinen Sohn abzuholen und ihn ins Regiment zu geben. Ihm wird ordentlich aufgetischt, vor allem Wein. Während Tonies seinen Rausch ausschläft verhilft Casparus Valentin zur Flucht. Mitten im Dreißigjährigen Krieg ziehen überall versprengte, marodierende Truppen durch die Gegend und machen der Bevölkerung das Leben schwer. Auch Valentin gerät in Gefahr. Auf seiner Flucht trifft er den zwölfjährigen, protestantischen, aus dem böhmischen Prag stammenden Witek, der seinen Bruder sucht. Schließlich lernen sie den venezianischen Obristen Kirschenbaum kennen und bestehen fortan ihre Abenteuer zu dritt. Bei Valentin ist aber stets der Wunsch präsent, wieder zu seinem Onkel zurückkehren zu können. Gekonnt verwebt der Autor in seinem Debütroman Dichtung und wahre Begebenheiten.  Achim Gandras hat bewusst keine geschichtliche Abhandlung geschrieben. Die politischen Verhältnisse zu Beginn des 17. Jahrhundert lässt er so mit und mit einfließen. Seine Darstellung erfolgt wertfrei. Ja, so könnte es damals gewesen sein. Die Kapitel werden einerseits mit Blick auf Valentin erzählt andererseits handeln sie von Casparus. Die Geschichte ist flüssig und leicht zu lesen. Der Autor versteht es, nicht nur historische Personen lebendig werden zu lassen, sondern auch die Umgebung genau zu beschreiben. Man spürt dem Buch die Heimatverbundenheit von Achim Gandras an. Gerne wäre ich mit dem Buch in der Hand zu den Orten gereist und hätte mir die Burgen und Klöster im Sauerland angesehen, aber leider ist von vielen nichts oder nur noch die Ruinen vorhanden. Die hier erzählten Abenteuer sind manchmal zum Schmunzeln, bringen den Leser aber auch zum Nachdenken über den Sinn (oder Unsinn) eines Religionskriegs. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

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