Lilja

von Achim Janke 
1,0 Sterne bei1 Bewertungen
Lilja
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Inhaltsangabe zu "Lilja"

Der junge Klavierspieler Edwin Lautenschlag, 1945 in sibirische Kriegsgefangenschaft geraten, verliebt sich in die russische Krankenschwester Lilja. 1949 nach Ost-Berlin entlassen, begegnet er ihr erneut. In der geheimnisvollen Atmosphäre im Klinikpark der Beelitz-Heilstätten entwickelt sich eine Liebesbeziehung, die aber im einsetzenden Kalten Krieg keinen Platz hat. Nach der Flucht in den Westen übersteigert er in seiner Fantasie diese Begegnung zur Geschichte einer unsterblichen, sein Leben bestimmenden Liebe.
In seinem bewegenden Roman beschwört der Berliner Autor Achim Janke die zugleich lebenserhaltende wie zerstörerische Macht der Erinnerung; zeigt die versöhnende Kraft der Musik; und führt den Leser in eine nicht alltägliche Männerfreundschaft.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783739234755
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:296 Seiten
Verlag:Books on Demand
Erscheinungsdatum:12.04.2016

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    Korikos avatar
    Korikovor 9 Jahren
    Rezension zu "Das Blut der Götter" von Kristina Gehrmann

    Der fünfzehnjährige Thaidos Maglione, Sohn der Dirne Vannozza Maglione und des Seepiraten Piero, ist erstmals bei seinem Vater. Doch gerade dieser ist enttäuscht von seinem einzigen Sohn, immerhin soll Thaidos irgendwann sein Werk fortführen und sein Schiff übernehmen. Thaidos ist allerdings eher schwächlicher Natur und legt mehr Wert auf die geistige Bildung, ein Umstand, der ihm unter Pieros Mannschaft eher Hohn und Verachtung einbringt. Besonders der zehn Jahre ältere Osmane Saphatino treibt regelmäßig seine Scherze mit Thaidos.
    Als jedoch urplötzlich Söldner unter der Führung des berüchtigten Michelottos auftauchen und Piero verhaften wollen, gelingt nur Thaidos und Saphatino die Flucht. Der Versuch Piero zu befreien endet damit, dass dieser Thaidos beauftragt das sagenumwobene Sangdeor zu finden und zu vernichten. Denn das allmächtige Antidot, das gegen Gifte jeglicher Art wirkt, ist das Ziel des machtbesessenen und exzentrischen Kardinal Cesare Borgia, der mit der Hilfe Sangdeors seine Machtposition stärken will.
    Mit einem winzigen Hinweis Pieros in der Tasche begibt sich das ungleiche Paar nach Florenz, um dem Wunsch des Piraten Folge zu leisten und zum ersten Mal müssen sich Saphatino und Thaidos zusammen tun. Bereits auf der Reise beginnt Thaidos Gefühle für den gutaussehenden Osmanen zu entwickeln, die dieser in seiner üblich brüsken Art von sich weist. Doch so schnell gibt Thaidos nicht auf und auch anderweitig läuft ihnen die Zeit davon. Denn auch Michelotto ist hinter Sangdeor her und zur selben Zeit ist Piero immer noch ein Gefangener Cesare Borgias- einem Mann, dessen Leidenschaft für Gifte auch beim Volk bekannt ist…

    Wird es Thaidos und Saphatino gelingen Sangdeor zu finden und zu vernichten, bevor Michelotto es in die Finger bekommt? Was passiert mit Piero, der währenddessen von Cesare Borgia gefangen gehalten wird?

    Mit „Das Blut der Götter“ hat sich Kristina Gehrmann an einer recht schwierigen historischen Thematik für ihren Debutroman versucht. Die Hintergründe und Begebenheiten Italiens um das 15. Jahrhundert sind Kristina Gehrmann gut gelungen und man merkt, dass die Autorin in dieser Beziehung recherchiert hat. Cesare Borgia und Michelotto sind als historisch reale Persönlichkeiten teilweise glaubwürdig in Szene gesetzt, teilweise jedoch überhaupt nicht dem Original entsprechend.
    Hier beginnt leider das Hauptproblem des Romans- Unlogik, unglaubwürdige Charaktere und etliche Fehler, die sich im Schreibstil der Autorin eingeschlichen haben. Schon zu Beginn wirken die Charaktere aufgesetzt und haben keine gefestigte Persönlichkeit. Allen voran Saphatino, der im Laufe der Geschichte immer unlogischer in seinen Handlungen wird. Als Schwertkämpfer und ausgebildeter Krieger müsste der Osmane wesentlich weiser, erfahrener und selbstbewusster sein, als er in Erscheinung tritt. Doch Saphatino wirkt im Laufe der Zeit eher wie ein streitsüchtiger, feiger Mann, der nur zu gerne Fehler auf andere schiebt, wenn während der Reise etwas schief geht. Thaidos ist der typisch schwache Gelehrte, der mit allen Mitteln versucht den Respekt seines Begleiters zu erlangen und gleichzeitig Sangdeor zu finden. Auch Michelotto, als unbarmherziger, kaltblütiger Assassine wird seinem Ruf nicht gerecht, scheitert er doch an den leichtesten Aufgaben oder läuft bei der geringsten Schwierigkeit davon.
    Besonders der Höhepunkt der Geschichte ist so unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen, dass man kaum glauben kann, dass die Geschichte auf diesem Weg enden soll. Allein der Gedanke, dass das Kastell, in dem Piero gefangen gehalten wird, bis auf die Wachen am Eingang, gänzlich ohne Schutz ist und keiner der Wachen wirklich etwas unternimmt, als die Beiden in die Festung eindringen wirkt einfach nur falsch. Ebenso die Tatsache, dass sobald Saphatino und Thaidos gefangen genommen, weder nach Waffen durchsucht, noch wirklich richtig gefesselt werden. Auch der Diebstahl eines Pferdes und der anschließende Prozess ist seltsam gestelzt.
    Zu oft gelingt das Unmögliche eher durch Zufälle oder durch das Eingreifen Dritter, so dass es schwer fällt eine Kontinuität in der Erzählung festzustellen. Es hat den Anschein, als gäbe es eine festgelegte Storyline, die unbedingt verfolgt werden will, egal wie unsinnig die sich daraus ergebenen Situationen auch sein mögen.
    Hinzu kommen noch etliche historische Ungereimtheiten, die zwar nicht die Details der italienischen Geschichte betreffen, sondern das allgemeine zeitliche Umfeld. Da gibt es Mieder, obwohl dieses Kleidungsstück erst 100 Jahre später erfunden wurde; Kleider, die es zu dieser Zeit in Italien nicht gab und auch Gebäude, wie den Petersdom, der erst 1506 wirklich erbaut wurde. Genauso verhält es sich mit Speisen, Persönlichkeiten und Ereignissen, die das bis dahin gut recherchierte Werk zunichte machen. Besonders die Dialoge sorgen dafür, dass man sich überhaupt nicht in das 15. Jahrhundert einfinden kann. Die Ausdrücke sind zu modern, viele Redewendungen gab es damals noch nicht und so wirken die Konversationen eher lächerlich.
    Mit letzteren erschließt sich ein weiteres Problem des Romans- die Dialoge. Kaum beginnt sich eine ernsthafte Unterhaltung zwischen Thaidos und Saphatino anzubahnen, endet es auch schon und wird „mittendrinne abgewürgt“. So kommt es nie zu einem klärenden Gespräch zwischen den Protagonisten und es fällt schwer nachzuvollziehen, wie die beiden zueinander finden. Eine wirkliche Charakterentwicklung fehlt und somit verliert die Geschichte zunehmend an Glaubwürdigkeit.

    Mit all diesen Punkten wirkt „Das Blut der Götter“ wie ein Manga, den man in Textform umgeschrieben hat. Die Dialoge enden wie bei einem Manga mitten in der Unterhaltung, es gibt unheimlich viele Perspektivwechsel. Manchmal wechselt der Erzähler auf jeder Seite, so dass man immer wieder aus der Handlung herausgerissen wird, ebenso wie es in einem Manga der Fall ist. So verschenkt Kristina Gehrmann mögliche Höhepunkte, indem sie von Anfang an zeigt, wer der Gegner und wer auf Thaidos und Saphatino angesetzt ist. Es wäre wesentlich interessanter gewesen, wenn Thaidos all das selbst hätte entdecken müssen.

    Die Beziehung zwischen Saphatino und Thaidos entwickelt sich durchaus, auch wenn diese Entwicklung nicht nachvollziehbar ist und Fans des Slash- Genres werden zumindest eine kurze erotische Szene vorfinden können.

    Somit hält „Das Blut der Götter“ nicht, was es verspricht. Es sind lose zusammen gefügte Handlungsstränge, die auf eine Art miteinander gewoben werden, die nicht mehr nachvollziehbar ist. Der Schreibstil ist zudem sehr einfach und so gibt es oftmals Wiederholungen, sowohl in Beschreibungen, als auch in den Dialogen.
    Das Buch ist zu unausgegoren, enthält zu viele Fehler in allen Richtungen und hemmt so den Lesefluss- und spaß. Zudem ist der Buchsatz ein Graus, da aus unerklärlichen Gründen eine serifenlose Schrift gewählt wurde, die das Lesen erheblich erschwert, da es die Augen ermüdet.

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