Achim Lucchesi "Die Bombe is' eh im Koffer"

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Inhaltsangabe zu „"Die Bombe is' eh im Koffer"“ von Achim Lucchesi

Witzig, skurril, einfach unglaublich – aus dem Alltag in der Sicherheitsschleuse Sprengstoff im Kulturbeutel, hoch dotierte Brieftauben oder gar die Urne mit Omas Asche: Was Achim Lucchesi und seine Kollegen von der Handgepäck- und Passagierkontrolle in den Taschen der Reisenden entdecken, ist zwar nicht immer ein Sicherheitsrisiko, aber oft mehr als kurios. Er nimmt seine Leser mit auf eine Reise in den Ganzkörperscanner, den VIP-Bereich und hinab ins Kellergeschoss eines Großflughafens und erzählt, was mit der teuren Flasche Whisky und dem Fläschchen Designer-Parfüm, die den 100-Milliliter-Test nicht bestanden haben, wirklich passiert. Unglaubliche, aber wahre Geschichten zum Staunen und Abheben.

Was nicht alles im Handgepäck der Menschen und teilweise auch deren Köpfen mitfliegt…

— bibliophilist1985
bibliophilist1985

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  • Rezension zu "Die Bombe is´eh im Koffer" von Achim Lucchesi

    "Die Bombe is' eh im Koffer"
    bibliophilist1985

    bibliophilist1985

    09. October 2014 um 21:07

    Die perfekte Unterhaltung für zwischendurch haargenau auf den Punkt zu treffen kann dem Autor mit diesem, seinem einzigen Werk, durchaus attestiert werden. Wer sind die gestrengen, privaten und häufig ausgetauschten Herren und Damen, deren penible bis unmotivierte Visite jedes Fluggastes die obligate Begrüßungsbetatschung darstellt? Der Traum eines jeden Fetischisten wird wahr an den Scannern und Kontrollstationen der Sicherheitsschleusen an Flughäfen. Abtasten, Durchwühlen und Untersuchen was das Herz begehr, dass es eine wahre Wonne ist. Dieser Freude konnte sich auch der Autor eine Zeit seines Lebens lang widmen und während seines eifrigen Schaffens mit ländertypischen Klischees, eher ins Reich des Schlüpfrigen gehörigen Anekdoten oder einfach nur skurrilen Persönlichkeiten einen Schatz an Kurzgeschichten zusammentragen. Mit feinem Sozialradar beleuchtet er arrogante Gestalten des mittleren bis oberen Managements, die typischen Schrullen diverser Nationalitäten und die teilweise befremdlichen Erlebnisse, etwa mit potentiellen professionellen Kriminellen, die ins Flugzeug zu lassen, ein mulmiges Gefühl hinterlässt. Dabei kann er sich an vorderster Front noch glücklich schätzen, verglichen mit den armen Kollegen im Untergrund des Flughafens, deren Arbeitswelt die fröhlichen, aber trotzdem vielleicht akut hoch gefährlichen, Scannerbilder der endlosen, über die Fließbänder gleitenden Koffer und Taschen darstellen. Wie zermürbend bis in den Wahnsinn treibend mitunter jahrelanger Gepäcksdurchleuchtungsdienst sein muss, kann man sich auch als flughafenkontrolltechnischer Laie gut vorstellen. Zur Abwechslung bietet sich da ein gelegentlicher Dienst im Nobelbereich für Privatflugzeuge an, wo weitere Anekdoten und Seitenhiebe auf den Leser warten, die das zynische Potential als roter Faden des Buches ein weiteres Mal hervorheben. Wie hirnrissig und abgehoben die Planung von Fluggastströmen und die häufige Verschlechtbesserung der baulichen Substanz so manches Flughafens sein kann, illustriert der Autor am Beispiel „seines“ Flughafens, in dem sich die Herren und Damen Ingenieure und Chefkonzipierer nicht die Mühe machten, Dauer von Kontrollen und Auswirkungen auf die Logistik und Stoßzeiten bei Veränderungen einzelner Bereiche mit einzubeziehen. Aber was Planung, endgültige Kosten und reibungslosen Ablauf anbelangt sind Flüghäfen erfahrungsgemäß von der Wiege bis zur Bahre eine haarige Angelegenheit. Bedenklich ist, wie wenig diese doch wichtigen Schlüsselstellen für Sicherheit hunderter Menschen verdienen und mit welchen Methoden ihre Arbeitsverhältnisse wirtschaftlich kreativ, aber menschlich grenzwertig beendet werden. Dass man sie durch einen schlechten Kollektivlohn für Bestechung anfällig macht, scheint angesichts ihres Tätigkeitsfeldes vom Erfinder der ganzen Kontrollmaschinerie nicht beherzigt worden zu sein und hat einen leichten grenzdebilen Anstrich. Kontrollen, ja bitte, immer und überall, aber zufriedene, gutbezahlte Mitarbeiter dafür, lieber nicht. Und die amerikanischen Methoden des rechtzeitigen Entlassens und Wiedereinstellens der Mitarbeiter zur Optimierung des Konzernsgewinns meistern die deutschen Zweigstellen der Sicherheitsfirmen scheinbar auch schon mit Leichtigkeit. Insgesamt eine bedenkliche Entwicklung, die die Freude an dem Werk gerade gegen Ende trübt und auf den Boden zurückholt. Dafür entschädigt aber das vorangehende, titelgebende Kuriositätenkabinett durchaus.

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