Achim Mehnert NICK

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Inhaltsangabe zu „NICK“ von Achim Mehnert

Es handelt sich hier um eine Romanadaption der Comics.
Für die Menschheit bricht ein neues Kapitel an, als Nick und seine Freunde Tom Brucks und Professor Raskin zum ersten Venusflug aufbrechen. Was wie ein verheißungsvolles Abenteuer beginnt, entwickelt sich schnell zum Wettlauf auf Leben und Tod. Denn nicht nur die feindliche Flora und Fauna der Venus bedrohen die drei Raumfahrer. Reiche Bodenschätze rufen skrupellose Geschäftemacher auf den Plan. Und dann geraten Nick und seine Freunde in die Wirren eines Krieges, mit dem sie niemals gerechnet hätten.

Nick, der Weltraumfahrer als Roman? Häh?… Man glaubt es kaum, aber es gibt tatsächlich eine Buchadaption der alten Piccolo-Comicserie...

— LukeDanes

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  • Nick als Roman!

    NICK

    LukeDanes

    09. June 2017 um 07:23

    Nick, der Weltraumfahrer als Roman? Häh?… Man glaubt es kaum, aber es gibt tatsächlich eine Buchadaption der alten Piccolo-Comicserie, welche mit großem Aufwand und sehr viel Liebe zum Sammlerdetail vom Verlag Peter Hopf hergestellt wird. Da ich mir keine Erklärung von wer, wie, wo und was aus dem Kreuz brechen möchte, benutze ich einfach das ungeheure Wissen von Wikipedia und dessen Umschreibungen: „Die Science-Fiction-Serie erschien von Februar 1958 bis September 1960 zunächst in 139 Piccolos mit dem Titel Nick, der Weltraumfahrer. Von Januar 1959 bis Juli 1963 wurde eine weitere Reihe mit 121 Großbänden veröffentlicht, in der neue Fortsetzungsgeschichten unter dem Titel „Nick, Pionier des Weltalls“ erschienen. Abgeschlossene Geschichten in Einzelheften erschienen in den Serien Piccolo-Sonderband (Nrn. 29,32,33) und Bild Abenteuer (Nrn. 9,38,40,44) sowie in einem einzelnen Sonderband von 1966. Nach Neuauflagen bei Melzer (1976–1977) und CBC (1979) erschien Nick zwischen 1982 und 2007 im Norbert Hethke Verlag, der sowohl die alten Geschichten in verschiedenen Formaten (Faksimile-Nachdrucke, gebundene Buchausgaben etc.) nachdruckte als auch neue Geschichten veröffentlichte. Inhalt Die Serie spielt, vom Termin der Erstveröffentlichung betrachtet, 50 Jahre in der Zukunft, also ab 2008. Der Nachname Nicks wurde in den damaligen Geschichten selber nie erwähnt, in später veröffentlichten neuen Abenteuern aber mit ‚Steel‘ angegeben.“ Quelle: Wikipedia Ich habe die Regel, das mich ein Buch bis zu seiner zehnten Seite irgendwie überzeugen sollte, das es Wert ist komplett gelesen zu werden. Manchmal bestätigen auch diverse Ausnahmen die Regel, doch zumeist ist es schwer mich nach Seite 10 im Schreibstil noch nachhaltig zu überzeugen. Und genau mit Seite 10 hatte mich „Nick, der Weltraumfahrer“ dann auch schon komplett gepackt, denn wie in den alten Leihbüchern meiner Kindheit, befand sich auf genau dieser Seite eine Zeichnung von Hansrudi Wäscher, welche die Venusrakete in schwarz/weiß neben dem Text zeigte. Zack, war ich wieder 8 Jahre (oder so) und sah mich in heftiger Erwartung eines Sense of Wonder. Doch ob der auch kommen würde? Im Roman schreibt man das Jahr 2008. London liegt in Schutt und Asche. Beim Unfall eines Übungsflugzeuges über der Stadt wurde eine Wasserstoffbombe auf die Metropole Großbritanniens geworfen, tötete Millionen Menschen und ließ das Wahrzeichen des ehemaligen Empires als verstrahlte Wüste zurück. Nach dieser Katastrophe, welche hier im Jahr 1971 statt fand, brauchte die komplette Menschheit nur 4 Jahre um sich dann endlich 1975 unter einer einzigen Weltregierung zusammen zu finden und nun ein Leben in Frieden und der Förderung von Wissen und Wissenschaft zu führen. Doch selbst im Jahr 2008, der wäscherschen Zeitrechnung, ist die Menschheit noch nicht weiter ins Weltall vorgestoßen als bis zum Mond. Dies soll sich nun jedoch ändern und man plant eine bemannte Mission zur Venus, auf der man sich Uran zwecks Abbau erhofft – hier beginnt das erste rein schriftliche Abenteuer des klassischen Weltraumhelden Nick. Zuerst sollte man sich vor Augen halten, das die Comics mehr als ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel haben und die damaligen Science-Fiction-Geschichten noch vor Träumereien strotzen, welche unsere Wissenschaft heutzutage längst widerlegt hat. Dennoch macht es Spaß sich vorzustellen, das die Venus eine für Menschen atembare Atmosphäre hat und sich dort fast genau die selben Tiere – wenn auch größentechnisch modifiziert – herum treiben. Autor Achim Mehnert hat den großen Vorteil ein vollkommen ausgearbeitetes Universum übernehmen zu können und dessen Charaktere von der Zweidimensionalität des Comics auf die dreidimensionale Ebene eines Romanes zu heben. Dies gelingt ihm mit den Figuren recht gut – hatte Wäscher ja, auf die Piccolos begrenzt, niemals die Möglichkeit emotionale Tiefen auszuloten – doch hält er sich sonst für meinen Geschmack zu kurz und knapp. Logischerweise erwarte ich keinen Henry Rider Haggard, welcher sich über 5 Seiten hinweg in der Beschreibung einer Blüte ergeht, doch hätte ich mir so manch genauere Betrachtung in längeren Sätzen gerne gefallen lassen. Ich kann nicht sagen, in wie weit Mehnert die Möglichkeit hatte sich verändernd auszutoben, denn meine Lektüre der Piccolos oder Großbände der Serie liegt schon zu lange zurück, als das ich noch brauchbare Erinnerungen daran zu Rate ziehen könnte. Nach der Lektüre des ersten Bandes bleibt jedoch eine spannende Geschichte um Weltaumabenteuer, Spionage, dem stetigen Verbleiben des menschlichen Charakters im Giermodus und einer Menge Sense of Wonder in den Hirnwindungen hängen. Nick ist, wie auch in den Piccolos, in Romanform leichte Unterhaltung für zwischendurch, welche nicht den Anspruch erhebt sich mit unnötigen Schweren und zu viel Technobabble zu überfrachten. Wer sich gerne des deutschen Schubladendenken bemühen möchte, dem wären die Bezeichnungen „Heftroman“ und „Trivialliteratur“ ans Herz gelegt, auch wenn Nick beiden nicht gerecht wird und sich eigentlich gar keine chublade für die Romanadaption finden lässt. Ein paar Worte noch zur Aufmachung des ganzen: Es gibt mittlerweile eine Zweitauflage der ersten Bücher, das die Erstauflage mit nur 99 Exemplaren pro Buch schnell ausverkauft ist, da der Verlag auch die Möglichkeit eines Abos anbietet. Die Erstauflage unterscheidet sich von ihrem Nachfolger darin, dass sie einen vierfarbigen Schutzumschlag, eine Goldprägung auf dem Buch selbst, eine Nummerierung und ein Lesebändchen anbieten kann. Die Zweitauflage kommt ohne diese Extras daher, was jedoch den Spaß am lesen nicht wirklich beeinflusst. Die Romanadaption der alten Piccolos bietet nicht nur den älteren Lesern (so wie ich einer bin) eine Möglichkeit sich den Helden der Jugend erneut auf ungewohnte Art und Weise anzunähern, sie gibt auch jüngeren SF-Fans die Chance SF zu erleben, wie man sie in den Fünfzigern des letzten Jahrtausend in Deutschland praktizierte und hierzulande hoffähig machte. Ich, für meinen Teil, wurde durch den ersten Band angefixt und werde mich sicher auch dem Rest der Zeitauflage widmen, denn zwischen all den hochgradig vertechnisierten Phantasien der Neuzeit, biete Nick mir die Möglichkeit noch einmal die Möglichkeit mich von fast schon kindlichen Sense of Wonder der Altzeit neu infizieren zu lassen!

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