Achim Peters Mythos Übergewicht

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Inhaltsangabe zu „Mythos Übergewicht“ von Achim Peters

Schluss mit allen Diäten: Übergewicht macht nicht krank!

Dicksein macht nicht krank, sondern schützt sogar vor Krankheit. Der wahre Grund für das Dickwerden ist Stress. Diäten sind sinnlos, gefährlich und nur ein milliardenschweres Geschäft. Diese provokanten Thesen stehen im Zentrum des neuen Buches von Achim Peters. Er zeigt auf, dass es kein Übergewicht gibt, sondern nur ein aus der individuellen Lebenssituation erwachsendes Gewicht, das exakt dem Energiebedarf des Gehirns entspricht. Wenn Menschen sich unterdrückt, unverstanden, bedroht fühlen, reagiert das Gehirn mit einem Überlastungsschutz. Aber dieser ist energetisch kostspielig und verlangt: essen! Nur so kann der Gehirnstoffwechsel und das Stresshormon Kortisol, das uns auf Dauer krank macht, ausgeglichen gehalten werden. Dicken Menschen gelingt das leichter, Dünne sind viel gefährdeter.
Achim Peters wendet sich entschieden gegen die Diskriminierung von dicken Menschen und zeigt, wie jeder sein persönliches Stresssystem in ein gesundes Gleichgewicht bringen kann.

sehr interessant, lohnt sich zu lesen...mal ganz andere Erkenntnisse als sonst immer genannt werden...

— liebelesen

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    Mythos Übergewicht

    Gospelsinger

    20. May 2013 um 23:07

    Übergewicht entsteht durch Bewegungsmangel und falsche Ernährung. Übergewicht ist gesundheitsschädlich und gefährlich. Übergewichtigen mangelt es an Disziplin und Durchhaltevermögen. Übergewichtige werden gesünder, wenn sie abnehmen. Diese allgemein akzeptierten, vermeintlichen Fakten stellt Achim Peters in Frage. Denn neuere Forschungen ergeben ein ganz anderes Bild. Von der bisherigen Forschung wurden psychosoziale Faktoren völlig außer Acht gelassen. Dabei, so Peters, ist dauerhafter Stress die Hauptursache für Übergewicht. Es gibt zwei Arten, auf dauerhaften Stress zu reagieren. Zu welchem Typ man gehört, ist genetisch bedingt. Typ A hat ein nur geringfügig angepasstes Stresssystem, das bedeutet, dass diese Menschen den Stress nicht kanalisieren oder dämpfen können. Sie bezahlen ihre Schlankheit oft mit dem Leben, denn sie sind zum Beispiel wesentlich anfälliger für Herzinfarkte. Typ B dagegen kann sich gut an dauerhaften Stress anpassen und ihr Stresssystem dämpfen. Das wird allerdings durch ein höheres Gewicht erkauft. Grund dafür ist die Reaktion des Gehirns auf Stress. Stress setzt das Hormon Cortisol frei. Typ A steht ständig unter Strom, hat also einen ständig hohen Cortisol-Spiegel. Bei Typ B setzt eine Anpassung ein, der Cortisol-Spiegel sinkt, auch unter Dauerstress. Dafür benötigt das Gehirn Energie, der Nahrungsbedarf steigt also. Eine Diät ist daher kontraproduktiv, denn sie ändert erstens nichts an der Ursache und führt zweitens zu erhöhtem Stress. Bei Typ B führt eine Diät zu höherem Gewicht. (Zu beobachten am bekannten Jo-Jo-Effekt.) Achim Peters beschreibt anschaulich, wie die heutige Arbeitswelt, die sich fundamental geändert hat, zu erhöhtem Stress und damit zu Übergewicht führt. Bei Typ B, wohlgemerkt. Bei Typ A wird die Lebenserwartung verkürzt. Daneben setzt sich der Autor näher mit dem Diätenwahn, der Diskriminierung von Übergewichtigen in unserer Gesellschaft, und mit der Gewichtszunahme bei Kindern auseinander. Für meinen Geschmack werden die gleichen Argumente ein wenig zu oft wiederholt und die Argumentation bleibt zu sehr an der Oberfläche. Für ein Lesepublikum, das weniger erfahren mit Sachtexten ist, mag das allerdings sinnvoll sein. Das Buch liest sich jedenfalls sehr angenehm. Insgesamt finde ich den Ansatz hoch interessant und kann den Zusammenhang Stress – Übergewicht in meiner Lebensgeschichte bestätigen. Ich bin gespannt auf weitere Forschungen zum Thema.

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  • Entlastend!

    Mythos Übergewicht

    michael_lehmann-pape

    22. March 2013 um 10:38

      Die Diskussion um „dick oder dünn“ ist nicht neu und schwankt auch zu Zeiten gewaltig. Galten in bestimmten Zeiten „dünne“ Menschen als „unsolide“ und „gestandene  Männer“ als vertrauenswürdig, war es lange Zeit ein geflügelter Spruch, dass es gut ist, im Ernstfall einer Krankheit etwas „zuzusetzen“ zu haben, so ist in den letzten Jahrzehnten das genaue Gegenteil rasant allgemeines Ideal geworden.   Fit, sportlich, schlank, das macht gesund, jugendlich und leistungsfähig. Dickere oder dicke Menschen werden, zumindest im Stillen, oft als „Versager, die es selbst schuld“ sind gesehen, sind in Bewerbungsgesprächen nachweislich benachteiligt (nicht diszipliniert genug) . Alles in allem: Medizin, Ratgeber, Fitness Trainer, Krankenkassen und „die Welt an sich“ geben das Ideal des Schlanken vor und übertrumpfen sich mit vielfachen Hilfen und Tipps zum Schlankwerden.   Und die Statistiken geben vermeintlich Recht. Zum einen werden die Menschen zumindest der westlichen Welt im Durchschnitt immer „schwerer“, zum Anderen lässt sich, vor allem bei echter Fettleibigkeit, der gesundheitliche Nachteil tatsächlich nachweisen.   Um solche „Fettleibigkeit“ aber geht es Achim Peters in seinem Buch zunächst nicht. Sein Schwerpunkt liegt auf diesem „Ideal des Schlanken“ und damit der Abqualifizierung des „leichten bis mäßigen Übergewichtes“. Ein „Übergewicht“, dass, und dies weist Peters überzeugend nach, ebenfalls in allen Statistiken eher lebensverlängernd sich auswirkt als lebensverkürzend. Das er als „Wohlfühlgewicht“ bezeichnet und damit eine Kategorie außerhalb aller BMI Berechnungen einführt. Es ist eben doch etwas dran an dem Spruch, dass es gut ist, etwas „zuzusetzen“ zu haben. Und ebenso, im wahrsten Sinne des Wortes, ist es erleichternd, wenn Peters ebenso überzeugend im Rahmen der Hirnforschung nachweist, das es weniger „mangelnde Disziplin“ oder „Gefräßigkeit“ sind, die das Gewicht des Menschen zum höheren hin beeinflussen, sondern der „Stress“, der nicht nur konkret hier und da für einzelne im Raume steht, sondern eine Begleiterscheinung der modernen Zivilisation an sich darstellt.   Grundlegend also gilt für Peters: Übergewicht ist nicht an sich gleichzusetzen mit „negativ“ oder „krank sein“. Zudem ist Übergewicht kein persönlicher „Charaktermakel“, sondern auch Teil der Welt, in der wir leben, Folge des Stresses einer sich „beschleunigenden und auseinanderdriftenden Welt“ und, in der Regel, einfach erst mal nicht schlimm.   Es ist ein Irrglaube, dass „dünne“ Menschen und äußerst sportliche Menschen tatsächlich gesünder und leistungsfähiger als leicht bis mittel übergewichtigere Menschen sind. Was der Gesundheit wirklich dient, das ist, laut Peters, die Reduktion von Stress. Eine Reduktion, die im Übrigen auch das „Normalgewicht“ (das individuell sehr verschieden sein kann) wieder „einpendeln“ würde. „Entlasten, Entlasten, Entlasten“ ist die Formel, die Peters dem Leser versucht, einzuprägen.   Für alle diese Erkenntnisse liegen dem Autor allerdings vor allem Auswertungen eines eigenen Forschungsprojektes vor, ein allgemeiner Nachweis der Richtigkeit seiner Thesen müsste in der Breite erst noch vollzogen werden. Einsichtig aber ist durchaus, was Peters argumentativ dem Leser mit an die Hand gibt.   Im Gesamten entzaubert Peters das Dogma von „dünn, sportlich , fit, leistungsfähig“ als gleichzusetzen mit „tatsächlich gesund“, bricht eine Lanze für ein Gewicht, das durchaus höher als der BMI liegen darf und verweist zudem auf Stress als Ursache vieler Krankheiten (und auch des zu hohen Übergewichtes). Nicht Diät also ist der „Ausgang aus vermeintlicher Krankheit“, sondern ein gutes Kennen seiner selbst und eine Reduktion des eigenen, ständigen Stresses und  Stresserlebens. Ein interessanter Ansatz, der allerdings (noch) mit Behauptungen arbeitet und in der Breite sich noch erweisen muss.

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