Achim Stephan Handbuch Kognitionswissenschaft

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Inhaltsangabe zu „Handbuch Kognitionswissenschaft“ von Achim Stephan

Wann finden geistige Prozesse statt? Wenn wir emotional sind, uns erinnern, lernen, sprechen oder träumen. Doch die Kognitionswissenschaft interessiert nicht nur die Informationsverarbeitung beim Menschen, sie geht auch den kognitiven Prozessen in Computern oder Robotern nach. Das Handbuch beleuchtet zudem die Modelle kognitiver Systeme: z. B. neuronale Netze, Evolutionäre Robotik und Organic Computing; mit Anthropologie, Informatik, Linguistik, Neurowissenschaft, Psychologie und Philosophie stellt es die Disziplinen der Kognitionswissenschaft vor.

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    Handbuch Kognitionswissenschaft

    michael_lehmann-pape

    21. November 2013 um 13:36

      Von den Ursprüngen der Kognitionswissenschaft bis zu den neueren Tendenzen, von den vielfachen Teildisziplinen über die Strukturen kognitiver Systeme hin zu einer sehr sorgfältigen und strukturierten Darstellung der kognitiven Leistungen reicht diese fundierte, detaillierte und breite Darstellung des Faches in diesem interdisziplinären Handbuch.   Anthropologie, Psychologie, Informatik, Linguistik, Neurowissenschaft und Philosophie sind die dargestellten Disziplinen, die voneinander beeinflusst je auf eigenen Wegen sich dem Thema genähert haben und weiter nähern.   Ein Feld somit, dass aus sich heraus bereits sich breit streckt, in dem die „kognitive Robotik“ und „KI Forschung“ auf hoch technischer Ebene sich verbindet mit „Kognitiver Modellierung“, „Entwicklungspsychologie“ und weiteren „inneren“ Ansätzen  der Erforschung der Psyche. In der die „klinische Neurowissenschaft“ mit Hilfe von Geräten Hirnströme und biologische Vernetzungen untersucht, während die „Philosophie des Geistes und der Kognition“ (mit einem Schwerpunkt auf dem Bereich der „Logik“) die „Erkenntnis“ aufnimmt und in philosophischen Gebäuden deren Bedeutung versucht, zu fassen.   „Wir waren angetreten mit der Überzeugung, dass die Kognitionswissenschaft eben genau das ist: eine (inter- oder transdisziplinäre) Wissenschaft, kein loser Verbund -----  kooperierender Kognitionswissenschaften“.   So ist es das zentrale (und gelungene) Anliegen des Buches, die integrativen Aspekte der als Einheit verstandener Disziplin in den zentralen Themen wie Emotion, Entscheidung, Gedächtnis, Kommunikation, Lernen, Problemlösungen, Sprache, Wahrnehmung oder Wissen „verbunden“ wiederzugeben. Ein Ansatz, der in den einzelnen Betrachtungen trotz der Eigenständigkeit der Themen deutlich erkennbar vorliegt.   Wobei es eben auch möglich ist, mit diesem Handbuch von Beginn an Interessensschwerpunkte zu setzen und mit Hilfe der breiten Literaturangaben zum konkreten Thema vertiefend weiter zu arbeiten, ohne die Verflechtungen zu anderen Forschungsbereichen aus den Augen zu verlieren. Der vierte Hauptteil, des Buches, „Kognitive Leistungen“ ist dabei jener Teil im Buch, in welchem die integrativen Aspekte zum hauptsächlichen Kernpunkt werden. Was sich auch bereits in Teilen in der äußeren Form festmachen lässt, indem einige der Beiträge von Teams erstellt wurden.   Ebenso wesentlich und vielleicht auch zu Beginn der Lektüre zu lesen ist der letzte Teil der „Neueren Entwicklungen“. Führt man sich diese (Kognitive Affektwissenschaft, Brain Reading, Kognitive Archäologie, Kognitive Poetik, Kritische Neurowissenschaft, Neuroökonomie u.a.) gründlich vor Augen, lässt sich in der Struktur des Handbuches dann leicht zurückverfolgen, in welchen Einzelschritten und aufgrund welcher Ergebnisse diese neueren Ergebnisse zur Zeit den Schwerpunkt der Diskussion darstellen.   „Cogito ergo sum“ ist eine der ältesten philosophischen Erkenntnisse über die Grundbefindlichkeit des Menschen und seitdem ist das Feld der Erkenntnis und der Kognition breit diversifiziert Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Betrachtungen. Eine Breite, der das Buch gerecht wird.   Dem Handbuch gelingt es in dieser Vielfalt, die je wichtigen Themen aus verschiedenen Perspektiven einerseits in sich abgeschlossen fundiert darzustellen, andererseits aber auch auf genügend Querverbindungen zu den einzelnen Fachrichtungen und deren Themen hinzuweisen, um damit der Vernetzung der Felder und der Vielfalt der Herangehensweisen gerecht zu werden.   Dabei muss beton werden, dass die Beiträge im Buch in Form, Stil und Tiefe wenig zu tun haben mit eventuellen populärwissenschaftlichen Beiträgen zum Thema, wie sie gerade im Bereich der Neurowissenschaften, des Gehirns und der Emotionen in letzter Zeit veröffentlicht wurden.   Auf sprachlich hohem und komplexen Niveau mit Abstraktionen, die hohe Konzentration erfordern, dient das Handbuch der wissenschaftlichen Arbeit und dem Studium. Hier aber bietet das Handbuch eine Breite und interdisziplinäre Verflechtung, die zur Zeit kaum in anderer Form zu finden sein wird.

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