Achim Wapner

 3.1 Sterne bei 8 Bewertungen

Alle Bücher von Achim Wapner

Wa(h)re Lehrer - Eine NOVELLE

Wa(h)re Lehrer - Eine NOVELLE

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Erschienen am 30.11.2016
Wa(h)re Lehrer – Zweite Station

Wa(h)re Lehrer – Zweite Station

 (1)
Erschienen am 27.02.2017
Wa(h)re Lehrer – Dritte Station

Wa(h)re Lehrer – Dritte Station

 (1)
Erschienen am 18.01.2018
Spuren eines Gehorsamen

Spuren eines Gehorsamen

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Erschienen am 01.10.2007
Idealisten ohne Illusionen

Idealisten ohne Illusionen

 (0)
Erschienen am 02.12.2013

Neue Rezensionen zu Achim Wapner

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Grossstadtheldins avatar

Rezension zu "Wa(h)re Lehrer – Dritte Station" von Achim Wapner

Desillusionierend! Nicht empfehlenswert für Lehramtsstudentinnen oder Lehramtsstudenten!
Grossstadtheldinvor 9 Monaten

Handlungsüberblick:

Der Gymnasiallehrer Albert Zahn gerät immer wieder in Konflikte mit Kindern, mit Eltern, mit Kollegen und mit seiner Schulleitung, weil sie sich der Kuschelpädagogik verschrieben haben und er sie aus kinder- und jugendpsychiatrischer Sicht für falsch hält und auch nicht nach deren Regularien agiert. Nach unendlich vielen Querelen gelangt er wie Luther zu seiner Zeit zu einem Thesenanschlag gegen die aktuelle Bildungspolitik. Gleichzeitig ist sein ganzer Einsatz gefordert, um seine Tochter aus den Fängen eines Zuhälters zu befreien.

Mein Bucheindruck:

Das Cover ist sehr schlicht und vorwiegend in schwarz gestaltet. Es wirkt sehr funktionell. Tatsächlich sprach mich der Titel mehr an als das Cover.

Mein Leseeindruck:

Da an der Universität häufig die Praxis und Tipps für gelungene Inklusion zu kurz kommen, erhoffte ich mir von diesem Buch einen anderen Zugang zur Inklusionspädagogik.
Es war ein anderer Zugang, aber leider kein Optimistischer. Tipps für inklusiven Unterricht findet man in diesem Buch nicht.

Beim Lesen schwankte ich permanent zwischen der Überlegung, ob ich die Ironie an der Geschichte nicht verstehen würde, und der Ablehnung von Herrn Zahn. Herr Zahn wirkte auf mich völlig unsympathisch und absolut unfähig, seine Arbeit als Lehrer auszuführen. Ihm fehlt jegliche Sozialkompetenz. Manche seiner Handlungen machten mich richtiggehend aggressiv. Mir zwang sich immer wieder die Metapher auf, dass dieser Herr Zahn gezogen werden sollte... Herr Zahn verschließt sich gegenüber der aktuellen Bildungspolitik und versucht auch gar nicht erst, die neuen Erkenntnisse der Lehr- und Lernforschung umzusetzen, was aber zwingend notwendig wäre.

Mein Abschlussfazit:


Das Buch ist absolut nicht empfehlenswert für Lehramtsstudentinnen oder Lehramtsstudenten. Es bietet keinen Mehrwert, keine praktischen Tipps für den Unterrichtsalltag und dem Umgang mit Inklusion. Vielmehr desillusioniert das Buch, indem es die einzige Lösung der Inklusionsfrage darin sieht, keine Inklusion zu betreiben. 

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Larissa_Schiras avatar

Rezension zu "Wa(h)re Lehrer - Eine NOVELLE" von Achim Wapner

Ein pädagogisch interessantes Werk
Larissa_Schiravor 2 Jahren

Albert Zahn wechselt an eine andere Schule und wird hier mit völlig neuen Problemen konfrontiert. Während er sich noch mit seinem neuen Schulleiter über die Integrationsfragen der Schule auseinandersetzt, gerät er mit dem Schüler Peter Kahn in Konflikt, den Zahn wegen seiner mangelnden Leistung im Unterricht schlecht benotet hat. Als Zahn nicht von seinen pädagogischen Vorstellungen abweicht, entwickelt der Schüler Amokpläne....

Das Buch wird aus Sicht eines Journalisten erzählt, der früher selbst Zahns Schüler war. Diese Perspektive war genauso ungewöhnlich wie interessant und hat die Geschichte oft aufgelockert.
Das Grundthema, die Nachteile der Kuschelpädagogik, wird gut aufgegriffen und meiner Meinung nach genau richtig dargestellt. Hier stört es mich auch nicht, dass das Thema sehr einseitig dargestellt ist, da ich die Meinung Zahns zu diesem Thema teile.
Ebenfalls zur Auflockerung beigetragen haben die Gedichte, die Zahn in seiner Freizeit schreibt. Diese sind oft tiefgründig und regen zum Nachdenken an.
Was ich allerdings sehr schade fand war, dass ich mich nicht wirklich in die Charaktere hineinfühlen konnte. Dies liegt wohl vor allem auch am relativ sachlichen Schreibstil des Autors. Die Protagonisten blieben für mich leider recht blass, man erfährt wenig über ihr Denken und Privatleben. Gefühle blieben nicht greifbar.
So fiel mir auch die Entwicklung der Handlung etwas schwer und für mich konnte nicht wirklich viel Spannung aufkommen.

Aus pädagogischer Sicht ist dieses Buch allerdings durchaus interessant und gerade für Lehrer (die wohl auch die Zielgruppe dieser Novelle darstellen) würde ich es weiterempfehlen.

Kommentare: 1
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romi89s avatar

Rezension zu "Wa(h)re Lehrer – Zweite Station" von Achim Wapner

Der Wahnsinn geht weiter....
romi89vor 2 Jahren

Nach den schon fast surreal erscheinenden Ereignissen, die über Albert Zahn im ersten Teil der Novelle hereinbrachen, hat sich dieser ein Sabbatjahr genommen, um das Erlebte zu verarbeiten und sich Zeit zu nehmen zu entscheiden, wie es für ihn weitergehen soll - beruflich.

Von den finanziellen und beruflichen Sicherheiten erneut gelockt - und, weil das Jahr einfach viel schneller verging als er eine wirkliche Entscheidung treffen konnte, findet sich Albert Zahn nun doch wieder an seiner alten Schule wieder.

Und der Wahnsinn geht bald weiter...
Denn weder Schüler noch Vorgesetzte oder Kollegen sind in der Zwischenzeit bessere Menschen geworden!

Gewohnt locker, spannend und sympathisch wird aus dem Leben des Pädagogen berichtet. 

Zäh und kampfeslustig, wie man Albert aus Teil 1 kennt, trotzt er dennoch der Ungerechtigkeit und zieht erneut alle Register, in der Hoffnung, dass er es auch diesmal irgendwie schafft, dass die Gerechtigkeit und die Wahrheit siegen...
An einer Stelle hebt mir die Story etwas zu sehr ab ins ungalubwürdige, darum "nur" 4 Sterne.

Albert zeigt Missstände auf, macht anderen "Leidensgenossen" aber auch Mut "sich seines eigenen Verstandes zu bedienen" und auch in schwierigen Situationen die Hoffnung nie aufzugeben, dass irgendwie alles gut wird - wenn auch nicht für lange. ;-)

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Gespräche aus der Community

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achimwapners avatar

Der Gymnasiallehrer Albert Zahn gerät immer wieder in Konflikte mit Kindern, mit Eltern, mit Kollegen und mit seiner Schulleitung, weil sie sich der Kuschelpädagogik verschrieben haben und er sie aus kinder- und jugendpsychiatrischer Sicht für falsch hält und auch nicht nach deren Regularien agiert.

Nach unendlich vielen Querelen gelangt er wie Luther zu seiner Zeit zu einem Thesenanschlag gegen die aktuelle Bildungspolitik.

Gleichzeitig ist sein ganzer Einsatz gefordert, um seine Tochter aus den Fängen eines Zuhälters zu befreien.

Die Novelle bleibt zu jeder Zeit spannend und mitreißend.

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Wa(h)re Lehrer: Zweite Station

Die Schul-Groteske geht weiter – Eine Lehrernovelle mitten aus dem Leben.

Studiendirektor Albert Zahn gerät nach der Rückkehr an seine Schule erneut in das Spannungsfeld zwischen der korrupten Schulleitung, dem Personalrat und seinem Kollegium.

Zahns neuer Vorgesetzter, der stellvertretende Schulleiter Henning Ashley herrscht wie ein absoluter Despot über das Lehrerkollegium an seiner Schule – nach Gutdünken verteilt er Lob und Strafe unter Zahns Kollegen, und trifft dabei nur zu gern den Falschen!

Selbst als Zahn zum Personalrat gewählt wird, kann er dem korrupten Schulleiter nicht beikommen, bis er schließlich von einen schier unglaublichen Skandal erfährt: Henning Ashley nimmt die Dienste eines Escort-Service in Anspruch – und zwar in der Schule. Anschließend bezahlt er die Dienstleistungen der Damen offenbar auch noch mit Geldern des schulischen Fördervereins!

Doch selbst als Zahn die Wahrheit ans Licht zerrt, stößt er auf einen undurchdringlichen Sumpf der Korruption: Die Schulleiterin deckt ihren Stellvertreter. Derweil erscheint ein neuer Faktor auf dem Spielfeld um Macht und Korruption: Der afghanische Flüchtling Walid.

Wird es dem aufrechten Studiendirektor Zahn gelingen, Beweise für die Korruption zu finden? Gibt es für ihn noch einen Weg aus den Fängen der machthungrigen Schulleitung?

Ein satirischer Leckerbissen, (nicht nur) für Schüler und Lehrer!

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Achim Wapner: „Wah(h)re Lehrer 2016

 

 

Die Novelle gibt einen Einblick in die aktuellen Anforderungen des Jahres 2016 an das Berufsfeld von Lehrern, betrachtet dabei die problematischen Auswirkungen der Kuschelpädagogik mit satirisch-psychologischen Augen, streift Aspekte einer optimistischen Lebensführung, zeigt eine mutige, selbstbewusste Lebensgestaltung auf und geht nebenbei auf Aspekte der aktuellen Flüchtlingskrise ein.

 

Studiendirektor Albert Zahn hat aus privaten Gründen das Gymnasium zum neuen Schuljahr gewechselt und gerät dort ins grotesk anmutende Spannungsfeld zwischen seinem eigenen pädagogischen Standpunkt, dem des Schulleiters Hans Zwilling, dem leistungsmäßig problematischen Schüler Peter Kahn und dessen Eltern.

Albert Zahn ist Vertreter und Befürworter eines gegliederten und damit exklusiven Schulsystems und gerät auf diesem Weg in Konflikt mit dem Schüler Peter Kahn, der die Inklusionsvorsätze des Bildungspolitik dazu benutzt, Leistungen zu verweigern und deshalb durch ein intellektuell viel zu schwaches Leistungsvermögen zum Ende des Schuljahres die Schule verlassen müsste, wenn Zahn bei seiner Benotung bliebe.

Studiendirektor Zahn kämpft letztendlich, weil er sich nicht zu einer ungerechten Notengebung zwingen lassen will,  gegen seinen Schulleiter Hans Zwilling, einen typischen Vertreter der Kuschelpädagogik, der sogar eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Zahn auf den Weg bringt, den Schüler Peter Kahn, der sich den Amoklauf von Robert Steinhäuser in Erfurt zum Vorbild nimmt und den Eltern des Schülers, die sich eher in Nachsicht und Nachgiebigkeit gegenüber ihrem Sohn vertreten sehen wollen.

Gemeinsam mit der Aufsichtsbehörde, dem dort zuständigen Regierungsschuldirektor Rolf Spanier, versuchen sie Albert Zahn unter Druck zu setzen, eine bessere Benotung vorzunehmen, doch dieser bleibt standhaft.

Daraufhin rächt sich der Schüler mit einem intriganten Gewaltakt an seinem Lehrer. Die Intrige des Peter Kahn, die an einen Amoklauf erinnert, sieht in einem ersten Schritt die Entführung seiner Lebensgefährtin Jule König, die aber am Ende unbeschadet wieder in Freiheit kommt, vor.

Ein unglücklicher Zufall, nämlich der Tod von Wolfgang Hamann, wird von Peter Kahn dazu genutzt, seinen Lehrer des Verdachts einer versuchten Vergewaltigung seiner Schwester Caroline Kahn und des Totschlags (er soll ihn mit seinem Wagen überfahren haben) von deren Freund Wolfgang Hamann zu bezichtigen und damit ins Gefängnis zu bringen.

Die von Oberkommissarin Martina Arndt ermittelten Anschuldigungen gegen Albert Zahn scheinen sein Leben zerstören zu können und nur sein bewusstes Bekenntnis zu einer optimistischen Lebensführung, gepaart mit dem selbstbewussten Mut, sich auch gegen die vorverurteilende Justiz selbst zu helfen, tragen dazu bei, dass sich für Studiendirektor Zahn ein neues Tor im Leben öffnet.

Die Handlung ist zusätzlich eingebettet in die aktuellen Probleme der Flüchtlingskrise des Jahres 2016 (Illegalität), denn nur durch die Hilfe und die Aussage bei der Polizei eines illegalen Flüchtlings, Walid, der den tatsächlichen Tathergang beobachtet hat, gelingt es Zahn letztendlich, seine Unschuld zu beweisen. Im Gegenzug erhält er die Aufenthaltsberechtigung in Deutschland, weil Zahn ihm die Möglichkeit verschaffen konnte, eine deutsche Frau (Theresa Bäcker) zu heiraten.

 

Die Novelle ist in 30 Kapitel gegliedert und umfasst 132 Din-A-4-Seiten in Arial und Schriftgröße 12.

Ein Kapitel am Anfang und am Ende, nämlich die Geschichte des afghanischen Flüchtlings und Albert Zahn, umrahmen die Novelle. Dann beginnt er damit, das Schulleben an der neuen Schule von Albert Zahn zu beleuchten, ehe er die Probleme mit dem Schüler Peter Kahn thematisiert und letztendlich dazu übergeht, die Wege zu beleuchten, die Albert Zahn gehen muss, um sich gegen die gut durchdachte Intrige des Schülers zu wehren. Erwähnenswert ist auch, dass Zahn dazu neigt, seine Probleme in selbst geschriebenen Gedichten zu verarbeiten versucht, die dann öfters ein Kapitelende markieren.

 

Die Zielgruppe an Lesern sehe ich in Lehrern, Pädagogen und Psychologen, Schülern – eventuelle Schullektüre in der Oberstufe – alten und jungen Eltern.

Die von Peter Kahn gesponnene Intrige und die Aufklärungsarbeit von Albert Zahn und deren Lebenspartnerin Jule König haben durchaus Züge von Kriminalliteratur, sodass die Novelle dazu geeignet ist, Menschen in Spannung zu versetzen und somit auch als Unterhaltung fungieren kann.

 

Interessant ist die Novelle, weil er wissenschaftliche Theorien aus Pädagogik und Psychologie in eine unterhaltsame Geschichte einbettet, die durchaus auch satirische Elemente enthält und zum Schmunzeln bewegt. Eine zu erwartende breite Leserschaft – Schullektüre – sprechen bei entsprechender Werbung für gute Verkaufszahlen. Konkurrenzwerke sind mir nicht bekannt. Geplant ist eine Trilogie zur bereits hier angesprochenen Thematik, wobei mir die beiden anderen Romane in ihrer Konzeption bereits vorliegen, sodass eine baldige Veröffentlichung erwartbar ist.

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