Wa(h)re Lehrer - Eine NOVELLE

von Achim Wapner 
3,3 Sterne bei6 Bewertungen
Wa(h)re Lehrer - Eine NOVELLE
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (3):
burros avatar

Vieles aus dem wirklichen Leben eines Lehrers gegriffen

Kritisch (2):
AnnaChis avatar

Wahres aus dem Leben eines aufrechten Lehrers - sprachlich leider nicht gelungen.

Alle 6 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Wa(h)re Lehrer - Eine NOVELLE"

An einem deutschen Gymnasium in Zeiten der Kuschelpädagogik. Studiendirektor Albert Zahn, mit Herz und Verstand Pädagoge, gerät in Konflikt mit dem leistungsverweigernden Schüler Peter Kahn, einem Fan von Amokläufen. Dieser, gedeckt vom unfassbar moderaten Schulleiter Hans Zwilling, schmiedet Intrigen gegen seinen Lehrer. Anstatt der Schüler Peter Kahn das Gymnasium wegen schlechter Noten verlässt, sieht sich der Studiendirektor plötzlich einem Ränkespiel der ansässigen Schulaufsichtsbehörde ausgesetzt. Als wäre dies nicht genug, wird seine Lebensgefährtin Jule Köhler entführt. Er selbst sieht sich dem Vorwurf der Vergewaltigung einer Minderjährigen und des Totschlags ausgesetzt. Und dann ist da noch der illegale afghanische Flüchtling Walid. Eine atemlos spannende Novelle.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783957533227
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:Verlag DeBehr
Erscheinungsdatum:30.11.2016

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,3 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne1
  • 4 Sterne2
  • 3 Sterne1
  • 2 Sterne2
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Larissa_Schiras avatar
    Larissa_Schiravor einem Jahr
    Kurzmeinung: Pädagogisch durchaus interessant
    Ein pädagogisch interessantes Werk

    Albert Zahn wechselt an eine andere Schule und wird hier mit völlig neuen Problemen konfrontiert. Während er sich noch mit seinem neuen Schulleiter über die Integrationsfragen der Schule auseinandersetzt, gerät er mit dem Schüler Peter Kahn in Konflikt, den Zahn wegen seiner mangelnden Leistung im Unterricht schlecht benotet hat. Als Zahn nicht von seinen pädagogischen Vorstellungen abweicht, entwickelt der Schüler Amokpläne....

    Das Buch wird aus Sicht eines Journalisten erzählt, der früher selbst Zahns Schüler war. Diese Perspektive war genauso ungewöhnlich wie interessant und hat die Geschichte oft aufgelockert.
    Das Grundthema, die Nachteile der Kuschelpädagogik, wird gut aufgegriffen und meiner Meinung nach genau richtig dargestellt. Hier stört es mich auch nicht, dass das Thema sehr einseitig dargestellt ist, da ich die Meinung Zahns zu diesem Thema teile.
    Ebenfalls zur Auflockerung beigetragen haben die Gedichte, die Zahn in seiner Freizeit schreibt. Diese sind oft tiefgründig und regen zum Nachdenken an.
    Was ich allerdings sehr schade fand war, dass ich mich nicht wirklich in die Charaktere hineinfühlen konnte. Dies liegt wohl vor allem auch am relativ sachlichen Schreibstil des Autors. Die Protagonisten blieben für mich leider recht blass, man erfährt wenig über ihr Denken und Privatleben. Gefühle blieben nicht greifbar.
    So fiel mir auch die Entwicklung der Handlung etwas schwer und für mich konnte nicht wirklich viel Spannung aufkommen.

    Aus pädagogischer Sicht ist dieses Buch allerdings durchaus interessant und gerade für Lehrer (die wohl auch die Zielgruppe dieser Novelle darstellen) würde ich es weiterempfehlen.

    Kommentare: 1
    3
    Teilen
    AnnaChis avatar
    AnnaChivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wahres aus dem Leben eines aufrechten Lehrers - sprachlich leider nicht gelungen.
    Wahres aus dem Lehrerleben

    Eine brisante Problematik ist es, die der Autor aufgreift. Ein Gymnasiallehrer, der sich aufgrund seiner  Lebensumstände versetzen lassen muss, gerät an eine Schule, an der seinen persönlichen schulischen Wertvorstellungen, nämlich Leistung, individueller Förderung und Gerechtigkeit, nicht Rechnung getragen wird. Ganz im Gegenteil wird er sogar von der Schulleitung sowie einem Großteil des Kollegiums bekämpft, besonders als er einem leistungsverweigernden Schüler eine milde Bewertung nicht gewähren will ...

    So interessant die Thematik - besonders für andere Angehörige des Lehrerberufs - sein mag, so wenig gelungen ist die sprachliche Umsetzung. Steife Dialoge, holprige Sätze und Gedichte, die nicht begeistern könnten, machten mir die Lektüre des Buches zu keinem Vergnügen. Schade!

     

    Kommentieren0
    15
    Teilen
    burros avatar
    burrovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Vieles aus dem wirklichen Leben eines Lehrers gegriffen
    Der ganz normale Wahnsinn und mehr...

     Wa(h)re Lehrer von Achim Wapner

    Das Buch Wa(hre) Lehrer handelt von einem Studiendirektor, der eine neue Stelle beginnt und dort heftigen Gegenwind erfährt. Anfänglich pädagogische Differenzen führen zu Intrigen und Machtspielen. Wie für eine Novelle üblich, gibt es eine Art Ergebnis bzw. eine Aufklärung der Situation.
    Das Buch ist sehr ansprechend geschrieben und mit Gedichten, die zur jeweiligen Situation des Protagonisten passen, ergänzt.
    Ich konnte mich sehr gut in den Protagonisten hineinversetzen und wurde auch von Zeit zu Zeit wütend aufgrund diverser Reaktionen vom Schulleiter. Gerade der Anfang und das Ende der Novelle sind für mich mehr als realistisch. Ich erkenne viele Züge einzelner Schulen wieder.
    Gerade für Personen aus dem Arbeitsumfeld der Schule ist das Buch zu empfehlen. 

    Kommentare: 1
    0
    Teilen
    romi89s avatar
    romi89vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Aus dem GANZ NOMALEN Lehreralltag...
    Aus dem GANZ NOMALEN Lehreralltag...

    Wa(h)re Lehrer bringt auf den Punkt, womit sich Lehrer heutzutage beschäftigen müssen - ganz nebenbei zu ihrer eigentlichen Aufgabe, dem Unterrichten.

    Der Protagonist Albert Zahn, ein Lehrer mit durchaus bemerkenswerten pädagogischen Idealen und Zielen versucht ebendiese zu verfolgen - ohne wenn und aber!
    Welche Hürden er dabei nehmen muss, weil leider alle anderen "großen Tiere" der Bildungslandschaft ganz andere Kräfte antreiben, liest sich hier wie ein Krimi.
    Zudem werden auch andere politische Problematiken der gegenwart geschickt eingeflochten.
    Mehr möchte ich inhaltlich gar nicht verraten.
    Man muss das Buch wirklich selbst gelesen haben!

    Als Pädagogin weiß ich leider nur zu gut, dass diese Geschichte gar nicht all zu weit weg ist von der Realität...
    Umso mutiger und richtiger finde ich die Idee des Autors genau dieses Dilemma in seiner Novelle zu verarbeiten.

    Der Schreibstil ist klasse. Man fühlt und erlebt alles fieberhaft mit Albert Zahn mit.
    Ich war traurig dass es so schnell ausgelesen war - und happy als ich erfuhr, dass es einen zweiten Teil dazu gibt!

    Kommentare: 5
    8
    Teilen
    Blubb0butterflys avatar
    Blubb0butterflyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Beschreibt gut einen möglichen Lehreralltag mit all seinen Facetten.
    „Wa(h)re Lehrer“ von Achim Wapner

    Eckdaten
    Taschenbuch
    Novelle
    12,95 €
    ISBN: 978-3-95753322-7
    2016
    DeBehr-Verlag
    270 Seiten

    Cover
    Ein Mann, der Linkshänder ist, steht vor einer riesigen Tafel mit einem Kreidestück in der Hand und die andere Hand ist in der Hosentasche. Das Cover passt doch ziemlich gut zum Titel.

    Inhalt (Klappentext)
    An einem deutschen Gymnasium in Zeiten der Kuschelpädagogik. Studiendirektor Albert Zahn, mit Herz und Verstand Pädagoge, gerät in Konflikt mit dem leistungsverweigernden Schüler Peter Kahn, einem Fan von Amokläufen. Dieser, gedeckt vom unfassbar moderaten Schulleiter Hans Zwilling, schmiedet Intrigen gegen seinen Lehrer. Anstatt der Schüler Peter Kahn das Gymnasium wegen schlechter Noten verlässt, sieht sich der Studiendirektor plötzlich einem Ränkespiel der ansässigen Aufsichtsbehörde ausgesetzt. Als wäre dies nicht genug, wird seine Lebensgefährtin Jule König entführt. Er selbst sieht sich dem Vorwurf der Vergewaltigung einer Minderjährigen und des Totschlags ausgesetzt. Und dann ist da noch der illegale afghanische Flüchtling Walid.

    Fazit
    Als Lehramtsstudentin fand ich die im Buch angesprochene Thematik überaus interessant. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass so ein Lehreralltag aussieht.
    Junge Lehrkräfte sind meist zu Beginn ihrer Laufbahn motiviert und denken, dass sie den Schülerinnen und Schülern helfen können. Ich zähle mich selbst dazu, aber ich weiß auch, dass das nur eine Illusion ist. Es wird nicht leicht, den SuS (Schülerinnen und Schülern) gerecht zu werden. Deshalb finde ich so alltagsnahe Geschichten wichtig, damit die angehenden Lehrerinnen und Lehrer sich keine falschen Hoffnungen machen.
    Das Thema der Inklusion wird zukünftig wahrscheinlich noch präsenter sein als jetzt. Leider sollte das schon im Studium beginnen. Ich kann zwar nur von meiner Uni reden, aber hier ist es so, dass nur die Förderschullehrerinnen und -lehrer in der Thematik geschult werden. Die anderen Lehrämter bekommen meist davon nichts mit und können somit im Berufsalltag auch nicht damit umgehen. Hier müsste dringend etwas geändert werden! Alle angehenden Lehrerinnen und Lehrer sollten mit diesem Thema vertraut gemacht werden und spezielle Schulungen absolvieren. Man will ja keine Lehrkräfte wie Herrn Zwilling oder Frau Richter. Die nehmen das Wort Kuschelpädagogik wirklich wortwörtlich, besonders Frau Richter. Das Buch zeigt die positiven und negativen Seiten der Inklusion.
    In dem Buch passiert wirklich viel. Zum einen wird Albert Zahn an seiner neuen Schule mit anderen pädagogischen Vorstellungen konfrontiert und er muss seine eigenen Werte gegen das Kollegium, seinen Chef und die Eltern verteidigen. Er verdient Respekt, dass er bis zum bitteren Ende für seine Meinung eingestanden ist und sich nicht hat unterkriegen lassen.
    Das Thema Amoklauf ist seit den Ereignissen in Erfurt gegenwärtig, aber im Studium selbst habe ich noch nichts dazu gelernt. Lehrkräfte sollten aber für diesen Fall sensibilisiert werden. Man kann nie wissen, wann und ob dieser Fall eintritt, weshalb man sich auf jeden Fall dafür gewappnet fühlen sollte.
    Ich finde dieses Buch sehr interessant, nicht nur, weil mich das Thema persönlich trifft, sondern auch, weil sich die Gesellschaft wahrscheinlich in diese Richtung ändern wird. Mal sehen, was die Zukunft bringt. Das Buch ließ sich leicht lesen und die verschiedenen Themen, die angesprochen wurden, haben die Geschichte abwechslungsreich gestaltet. Dass die Geschichte von einem Journalisten nacherzählt wurde, hat mich nicht sonderlich gestört.
    Einige Zeichensetzungsfehler sind mir aber beim Lesen aufgefallen. Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber mir fällt so etwas beim Lesen auf. ^^ Vielleicht kann man diese bei der nächsten Auflage verbessern. Ich liste sie einfach mal auf: Seite 19 „an-geboten“ ein Trennungsstrich zu viel, S.33 Z.4 von unten Anführungszeichen fehlen, S.90 Z. 7 Anführungszeichen fehlen, S.202 Z. 12f Anführungszeichen fehlen, S.224 Z.1 Anführungszeichen fehlen, S. 238 Z.5 Anführungszeichen fehlen, S.245 letzter Satz Anführungszeichen fehlen, S.255 Z.4 Anführungszeichen fehlen.
    Die Gedichte, vor allem das letzte, finde ich super und passen immer zur jeweiligen Situation.

    Kommentieren0
    9
    Teilen
    fasersprosses avatar
    fasersprossevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kuschelpädagogik oder Disziplin? Und was geschehen kann, wenn unterschiedliche Auffassungen aufeinander treffen.
    Kuschelpädagogik oder Disziplin?

    Albert Zahn wechselt als Gymnasiallehrer auf eine neue Schule. Er kommt aus einer problembehafteten Situation in eine, die ihm erneut Probleme beschert. Sein neuer Schulleiter hat ihn bei seinem Bewerbungsgespräch eingelullt und hintergangen. 

    Zahn hat von seinen ehemaligen Schülern immer Lob und Bestätigung für seine Strenge (Forderung nach Leistung und Disziplin) und für seine gerechte Notengebung erfahren. In seiner jetzigen Schule ist das anders. Einer seiner neuen Schüler – Peter Kahn – verweigert jegliche Unterrichtsbeteiligung, worauf Zahn ihm eine schlechte Note gibt. Kahn hat in seinem Verhalten Rückhalt sowohl von seinen Eltern als auch von der Schulleitung und sieht keine Veranlassung, sein Verhalten zu ändern. Im Gegenteil, im Internet droht er damit, entweder in der Schule gegen alle Amok zu laufen oder sich an Zahn für die Demütigung einer schlechten Zensur zu rächen. Auch der Schulleiter setzt Zahn unter Druck, ja erpresst ihn sogar, die Note für diesen Schüler zu korrigieren. Albert Zahn bleibt jedoch bei seiner Entscheidung.

    Die Geschichte spitzt sich zu. Albert widerfährt haarsträubendes und er gerät in eine aussichtslose Situation, aus der er sich jedoch befreien kann. Er macht sich selbst auf den Weg, alles aufzudecken.

    Das Buch ist so aufgebaut, dass ein Journalist uns die Geschichte erzählt. Der Schreibstil ist sachlich, was hier für mich ganz gut passt.

    Die Geschichte weist auf die Auswüchse der Kuschelpädagogik hin. Sie zeigt auch auf, unter welchem Druck Lehrer stehen können, mit gesundheitliche Auswirkungen als Folge.

    Das Buch ist für mich schwer einem Genre zuzuordnen, aber vielleicht muss man das auch nicht. Es kann als Sachbuch in Romanform gesehen werden, als Krimi, als Aufklärungsbuch, vielleicht auch als Biografie. Mir hätte aber eine deutlichere Zuordnung besser gefallen.

    Die Auffassung des Autors ist deutlich dargestellt. Mir fehlt das Einfließen eines Gegenpols. Selbst wenn man der gleichen Auffassung wäre, wird die Möglichkeit einer Abwägung nicht geboten.

    Kommentare: 3
    44
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    achimwapners avatar

    Achim Wapner: „Wah(h)re Lehrer 2016

     

     

    Die Novelle gibt einen Einblick in die aktuellen Anforderungen des Jahres 2016 an das Berufsfeld von Lehrern, betrachtet dabei die problematischen Auswirkungen der Kuschelpädagogik mit satirisch-psychologischen Augen, streift Aspekte einer optimistischen Lebensführung, zeigt eine mutige, selbstbewusste Lebensgestaltung auf und geht nebenbei auf Aspekte der aktuellen Flüchtlingskrise ein.

     

    Studiendirektor Albert Zahn hat aus privaten Gründen das Gymnasium zum neuen Schuljahr gewechselt und gerät dort ins grotesk anmutende Spannungsfeld zwischen seinem eigenen pädagogischen Standpunkt, dem des Schulleiters Hans Zwilling, dem leistungsmäßig problematischen Schüler Peter Kahn und dessen Eltern.

    Albert Zahn ist Vertreter und Befürworter eines gegliederten und damit exklusiven Schulsystems und gerät auf diesem Weg in Konflikt mit dem Schüler Peter Kahn, der die Inklusionsvorsätze des Bildungspolitik dazu benutzt, Leistungen zu verweigern und deshalb durch ein intellektuell viel zu schwaches Leistungsvermögen zum Ende des Schuljahres die Schule verlassen müsste, wenn Zahn bei seiner Benotung bliebe.

    Studiendirektor Zahn kämpft letztendlich, weil er sich nicht zu einer ungerechten Notengebung zwingen lassen will,  gegen seinen Schulleiter Hans Zwilling, einen typischen Vertreter der Kuschelpädagogik, der sogar eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Zahn auf den Weg bringt, den Schüler Peter Kahn, der sich den Amoklauf von Robert Steinhäuser in Erfurt zum Vorbild nimmt und den Eltern des Schülers, die sich eher in Nachsicht und Nachgiebigkeit gegenüber ihrem Sohn vertreten sehen wollen.

    Gemeinsam mit der Aufsichtsbehörde, dem dort zuständigen Regierungsschuldirektor Rolf Spanier, versuchen sie Albert Zahn unter Druck zu setzen, eine bessere Benotung vorzunehmen, doch dieser bleibt standhaft.

    Daraufhin rächt sich der Schüler mit einem intriganten Gewaltakt an seinem Lehrer. Die Intrige des Peter Kahn, die an einen Amoklauf erinnert, sieht in einem ersten Schritt die Entführung seiner Lebensgefährtin Jule König, die aber am Ende unbeschadet wieder in Freiheit kommt, vor.

    Ein unglücklicher Zufall, nämlich der Tod von Wolfgang Hamann, wird von Peter Kahn dazu genutzt, seinen Lehrer des Verdachts einer versuchten Vergewaltigung seiner Schwester Caroline Kahn und des Totschlags (er soll ihn mit seinem Wagen überfahren haben) von deren Freund Wolfgang Hamann zu bezichtigen und damit ins Gefängnis zu bringen.

    Die von Oberkommissarin Martina Arndt ermittelten Anschuldigungen gegen Albert Zahn scheinen sein Leben zerstören zu können und nur sein bewusstes Bekenntnis zu einer optimistischen Lebensführung, gepaart mit dem selbstbewussten Mut, sich auch gegen die vorverurteilende Justiz selbst zu helfen, tragen dazu bei, dass sich für Studiendirektor Zahn ein neues Tor im Leben öffnet.

    Die Handlung ist zusätzlich eingebettet in die aktuellen Probleme der Flüchtlingskrise des Jahres 2016 (Illegalität), denn nur durch die Hilfe und die Aussage bei der Polizei eines illegalen Flüchtlings, Walid, der den tatsächlichen Tathergang beobachtet hat, gelingt es Zahn letztendlich, seine Unschuld zu beweisen. Im Gegenzug erhält er die Aufenthaltsberechtigung in Deutschland, weil Zahn ihm die Möglichkeit verschaffen konnte, eine deutsche Frau (Theresa Bäcker) zu heiraten.

     

    Die Novelle ist in 30 Kapitel gegliedert und umfasst 132 Din-A-4-Seiten in Arial und Schriftgröße 12.

    Ein Kapitel am Anfang und am Ende, nämlich die Geschichte des afghanischen Flüchtlings und Albert Zahn, umrahmen die Novelle. Dann beginnt er damit, das Schulleben an der neuen Schule von Albert Zahn zu beleuchten, ehe er die Probleme mit dem Schüler Peter Kahn thematisiert und letztendlich dazu übergeht, die Wege zu beleuchten, die Albert Zahn gehen muss, um sich gegen die gut durchdachte Intrige des Schülers zu wehren. Erwähnenswert ist auch, dass Zahn dazu neigt, seine Probleme in selbst geschriebenen Gedichten zu verarbeiten versucht, die dann öfters ein Kapitelende markieren.

     

    Die Zielgruppe an Lesern sehe ich in Lehrern, Pädagogen und Psychologen, Schülern – eventuelle Schullektüre in der Oberstufe – alten und jungen Eltern.

    Die von Peter Kahn gesponnene Intrige und die Aufklärungsarbeit von Albert Zahn und deren Lebenspartnerin Jule König haben durchaus Züge von Kriminalliteratur, sodass die Novelle dazu geeignet ist, Menschen in Spannung zu versetzen und somit auch als Unterhaltung fungieren kann.

     

    Interessant ist die Novelle, weil er wissenschaftliche Theorien aus Pädagogik und Psychologie in eine unterhaltsame Geschichte einbettet, die durchaus auch satirische Elemente enthält und zum Schmunzeln bewegt. Eine zu erwartende breite Leserschaft – Schullektüre – sprechen bei entsprechender Werbung für gute Verkaufszahlen. Konkurrenzwerke sind mir nicht bekannt. Geplant ist eine Trilogie zur bereits hier angesprochenen Thematik, wobei mir die beiden anderen Romane in ihrer Konzeption bereits vorliegen, sodass eine baldige Veröffentlichung erwartbar ist.

    Zur Leserunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks