Adam Andrusier

 4 Sterne bei 3 Bewertungen

Lebenslauf

Adam Andrusier (*1974), Autor und Autographenhändler, studierte Musik am King’s College in Cambridge und Kreatives Schreiben an der University of East Anglia. Seine Leidenschaft für das Sammeln von und Handeln mit Autogrammen ist die Grundlage seines Romandebüts und inspirierte Zadie Smiths Roman Der Autogrammhändler. Er lebt mit Frau und Kind in London.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Tausche zwei Hitler gegen eine Marilyn (ISBN: 9783293710160)

Tausche zwei Hitler gegen eine Marilyn

 (3)
Neu erschienen am 08.07.2024 als Taschenbuch bei Unionsverlag.

Alle Bücher von Adam Andrusier

Cover des Buches Tausche zwei Hitler gegen eine Marilyn (ISBN: 9783293710160)

Tausche zwei Hitler gegen eine Marilyn

 (3)
Erschienen am 08.07.2024

Neue Rezensionen zu Adam Andrusier

Cover des Buches Tausche zwei Hitler gegen eine Marilyn (ISBN: 9783293005938)
Anirahs avatar

Rezension zu "Tausche zwei Hitler gegen eine Marilyn" von Adam Andrusier

Langweilige Autobiografie
Anirahvor einem Jahr

Ich habe das Buch zunächst für einen fiktiven Roman gehalten und gedacht, es würde sich um eine humorvolle Erzählung handeln. Das Cover, der Klappentext und die Meinungen anderer haben auch darauf hingedeutet. Leider wird das Buch diesen Erwartungen nicht gerecht. Der Autor erzählt von seiner eher normalen Kindheit, Jugend und den frühen Jahren als Erwachsener. Der einzige rote Faden in der Geschichte ist seine Leidenschaft fürs Sammeln von Autogrammen. Die daraus folgenden Anekdoten mit berühmten Persönlichkeiten fand ich leider auch nicht interessant. Jedoch gab es ein paar humorvolle Stellen, bei denen ich schmunzeln musste. Dabei ging es meistens um seine Beziehung zu seinem Vater und die Familiendynamik. Meiner Meinung nach, wäre hier ein guter Ansatz gewesen mehr aus der Geschichte zu machen. Ansatzweise werden die unterschiedlichen Persönlichkeiten gut beschrieben, es bleibt aber zu sehr an der Oberfläche. Ich hätte mir da noch mehr Tiefgang gewünscht. So bleiben viele Beziehungen leidenschaftslos, z.B. die zu seiner Freundin.


Zusammenfassend kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen, höchstens denen, die am Leben des Autors interessiert sind.

Cover des Buches Tausche zwei Hitler gegen eine Marilyn (ISBN: 9783293005938)
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Tausche zwei Hitler gegen eine Marilyn" von Adam Andrusier

Ein guter Tausch: Autor gibt Geschichten - Leser amüsiert sich
aus-erlesenvor einem Jahr

Ein Titel, der sich bei aller Liebe nun wirklich nicht für schenkelklopfende Was-Ist-Der-Unterschied-Zwischen-Witze eignet. Und das nicht nur, weil es schnell auf Gesichtbehaarung und Körpermaße hinausläuft…

Nein, dieses Buch ist das versammelte Gedächtnis eines Jungen, eines Mannes, der – ganz nach der Tradition des Vaters – seine Sehnsüchte dokumentiert. Klingt im ersten Moment nicht besonders spannend. Aber eben nur im ersten Moment!

Als den Kindern bewusst wird (eines der Kinder, der Sohn, ist der Autor des Buches), dass ihr Vater wie ein Verrückter fotografiert, um sich selbst der Illusion hinzugeben, alles dokumentieren zu müssen und vor allem zu können, erwacht in dem jungen Adam fast zeitgleich, vielleicht folgerichtig die Sehnsucht die Unterschriften berühmter Menschen zu sammeln. Alles beginnt als Ronnie Barker, ein in England berühmter Schauspieler in die Nachbarschaft zieht. Alles Bitten und Betteln an der Haustür nützt nichts, er bekommt kein Autogramm. Seine schriftliche Bitte trifft allerdings auf fruchtbaren Boden. Jetzt ist der junge Adam mit dem Sammelvirus infiziert.

Miles Davis unterschreibt sogar mit seinem vollen Namen. Von dem titelgebenden Schnauzbart bekommt er natürlich kein Autogramm. Das wäre schlussendlich für seinen Vater der Dolchstoß zwischen die Rippen. Er verachtet mit voller Inbrunst alles, was mit den Nazis und ihrer Glorifizierung zusammenhängt. Das geht so weit, dass er seine Familie fast rund um die Uhr mit seinen Tiraden auf die Nerven geht. Auch wenn’s richtig ist, genug ist irgendwann auch mal genug.

Es sind die kleinen Geschichten, vor allem die ausufernden Einleitungen zu den Kapiteln – jedes zu einem besonderen Autogramm – die dieses Buch zu einem kleinen Schatz machen. Adam Andrusier ist ein Verführer. Mit vollkommener Empathie lockt er den Leser in sein Verlies der Skurrilitäten. Ihn als Spinner mit einer außergewöhnlichen Leidenschaft zu bezeichnen ginge an der Realität vorbei. Sammelwut ist es auch nicht, die ihn antreibt. Immer wieder überkommt einem das Gefühl, dass er sein Hobby nur betreibt, um andere zu unterhalten. Wer auf Tipps hofft, wie man an begehrte Autogramme kommt, wird enttäuscht. Darum geht es doch auch gar nicht!

Hier liegen Wortwitz und Entertainment so eng beieinander, dass sie eine Symbiose eingehen, die einem die Tränen in die Augen treibt. Es gibt in Büchern immer wieder Figuren, die man als verrückt im Sinne von nicht normal bezeichnen kann. Was ist schon normal?! Hier sind alle irgendwie ein bisschen verrückt. Doch man lacht nicht über sie, man lacht mit ihnen.

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