Adam Creed Und das Fleisch ist schwach

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Inhaltsangabe zu „Und das Fleisch ist schwach“ von Adam Creed

Kurz vor Weihnachten wird in einem mondänen Hotel in der City von London die Edel-Prostituierte Elena Danya ermordet. Bald darauf trifft es auch ihre Freundin. Als ein weiteres Mädchen spurlos verschwindet, das einer adligen Familie entstammte, nimmt Staffe die Ermittlungen nicht nur auf, sondern auch sehr ernst. Sie führen ihn in die besseren Kreise der Gesellschaft, genau dorthin, wo seine Nachforschungen nicht gern gesehen werden. Als sein Boss Pennington ihm den Fall entzieht, wird Staffe plötzlich vom Jäger zum Gejagten, mit schwerwiegenden Konsequenzen für die Frauen, die ihm nahestehen.

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  • Rezension zu "Und das Fleisch ist schwach" von Adam Creed

    Und das Fleisch ist schwach
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    09. September 2011 um 12:23

    Verschlungener Thriller Sein neuer Fall wird Detective Inspector Will Wagstaffe, genannt Staffe, einen hohen, persönlichen Preis kosten. Aber das wird ihm erst mit der Zeit klar werden, denn zunächst tappt er, wie der gesamte Rest seiner Ermittlungseinheit (mitsamt den Lesern natürlich), völlig im Dunkeln. Nacheinander werden zwei Call-Girls in London ermordet. Auf ganz unterschiedliche Arten und Weisen, an ganz unterschiedlichen Orten. Und doch muss es eine Verbindung zwischen den beiden Morden geben, das spürt Staffe ganz deutlich. Er, der die Härten des Lebens kennt. Der kein Problem als Polizist damit hatte, dass seine Lebensgefährtin bei ihrem ersten Treffen sich vor seinen Augen eine Nase Kokain genehmigte. Der mit einer dritten Prostituierten, die ebenfalls in Verbindung mit den beiden Mordopfern stand, eine mehr als eindeutige Nähe in der Vergangenheit erlebte. Als ein eingefleischter Junggeselle, ein Spanner, jener, der die zweite Leiche in einem Waldstück fand, sich in Widersprüche verwickelt und gar ein Geständnis ablegt, ist für die meisten der ermittelnden Beamten der Fall geklärt. Doch Staffe traute seiner Intuition immer schon mehr als allzu glatten Fakten und ermittelt weiter in den dunklen Ecken Londons, die trotz ihrer Scheu vor dem Licht ihren Schatten bis in die höchsten Kreise der Stadt werfen. Mit Hilfe des jungen Kriminalbeamten Pulford, den Staffe unter seine Fittiche und in sein Haus aufgenommen hat, ermittelt Staff weiter in den Kreisen russischer Einwanderer und anrüchiger Geschäftsleute. Er stößt in ein Netz von neuem Geld, alter Armut, Drogen, Prostitution und gegenseitiger Verflechtungen, das nur schwer zu durchschauen ist. Auch für den Leser dauert es lange, bis auch nur einigermaßen geordnet erscheint, wer mit wem in dieser verwinkelten und verwickelten Geschichte verknüpft ist. Ist der aalglatt wirkende türkische „Geschäftsmann“ Markary wirklich so schuldig, wie Staffe vermutet? Was weiß der Bruder des ersten Mordopfers? Wieweit ist seine alte Freundin, die Prostituierte Rosa, mit gefährdet? Die immerhin eine enge Freundschaft zu den beiden toten Frauen gepflegt hat. Und was hat Arabella, die Tochter aus bestem Hause, in diesen Kreisen verloren? Fragen über Fragen, in denen sich Staffe mehr und mehr verliert und darüber versäumt, die Gefährdung für sein engstes Lebensumfeld wahrzunehmen. Denn je näher er dem Kern des Verbrechens kommt, desto mehr gerät er und, vor allem, seine nunmehr Verlobte, in das Visier der Täter. Voller Andeutungen schreibt Adam Creed und lässt dem Leser dabei viel Raum für eigene Fantasien. Ein wenig dauert es schon, sich in dieser Welt der herumschwirrenden Namen und gegenseitigen Verbindungen zurecht zu finden. Mit der Person des Staffe ist Adam Creed allerdings eine geschickte Klammer all der losen Fäden des Falles gelungen. Lakonisch, anders als seine Kollegen, eher ein Einzelgänger, der aber dennoch von dem starken Wunsch nach Anbindung getrieben ist, seine innere Distanz aber selten überwinden kann, trägt die Figur über weite Strecken des Buches die Geschichte fast alleine. Ein intelligenter Fall, überzeugende Figuren auf beiden Seiten des Gesetzes und eine langsam sich aufbauende Spannung durch die mehr und mehr in den Raum tretende Gefährdung Staffes und seiner „Frauen“, dass sind die Stärken dieses Thrillers. Eine gewisse Unordnung, ein allzu langes „Tappen im Dunklen“ und damit einhergehend eine gewisse Mühe, dem Buch gerade in der ersten Hälfte konzentriert zu folgen stehen demgegenüber als Erschwerung im Raum. Alles in allem aber ein solider, mit ausgeprägter Atmosphäre versehener Thriller, der durchaus spannend zu unterhalten weiß.

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