Adam Ross Mister Peanut

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Inhaltsangabe zu „Mister Peanut“ von Adam Ross

Ein faszinierender Blick auf die dunkle Seite der Ehe Nicht selten phantasiert er von ihrem Tod. Als Alice Pepin tatsächlich stirbt, ist ihr Ehemann David dennoch tief bestürzt - und in ernsten Schwierigkeiten. Man gibt ihm die Schuld an ihrem Ableben. Ein leidenschaftlicher und kluger Roman über die moderne Ehe, über Abgründe und Morde, über den amerikanischen Film und das Erzählen sowieso

Die Übergänge und Schnittstellen (Realität und Fantasie) sind nicht fließend, sondern abrupt. Am Ende lässt mich das Buch irritiert zurück.

— raymundo
raymundo

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    Mister Peanut
    walli007

    walli007

    Als Entwickler von Videospielen könnte David Pepin ein sorgenfreies Leben führen. Doch so einfach ist es nicht. Zwar liebt er seine Frau Alice, doch immer häufiger stellt er sich vor, wie es wäre, wenn sie tot wäre, wenn er sie tötete. Er ist von ihren ewigen erfolglosen Diäten genervt, inzwischen bringt sie über 130 Kilo auf die Waage und wieder einmal hat sie mit einer Diät begonnen. Doch diesmal scheint es anderes zu sein. Doch noch eine Frage stellt sich David: Wie soll er den Roman beenden, den er heimlich schreibt? Zwischen dem Roman im Roman und der Wirklichkeit hin und her pendelnd entwickelt sich die Handlung dieses Buches. Leider ist nicht eindeutig kenntlich gemacht, in welcher Ebene man sich gerade befindet, so dass die Geschichte manchmal etwas sprunghaft und konfus erscheint. Männer, deren Frauen getötet werden. Von ihnen selbst oder anderen, das ist eine Frage. Die andere wieso kommt es überhaupt zu diesen Phantasien. Eine Frage, die nicht gestellt wird, die aber für die Leserin durchaus interessant wäre, welche Phantasien haben denn die Frauen. Haben sie ebenso genug von ihrem Leben, dass sie die Männer am liebsten tod sehen würden. Sind es typisch männliche Gedanken. Der Leser wird mit seinen Vermutungen allein gelassen, der Autor bietet lediglich Ansätze jedoch keine Erklärungen oder Lösungen. Der Roman bleibt im Ungewissen, sowohl was die Handlung und letztlich auch was das Genre betrifft. Dies erschwert es, sich eine Meinung zu dem Buch zu bilden. Für mich als Krimiliebhaberin war es, das kann ich nach der Lektüre mit Gewissheit sagen, nicht die optimale Lektüre. Was andere als brilliant empfinden mögen, hat mich eher belastet. Ungenaue Trennungen zwischen Romanwirklichkeit und Romanphantasie, zu offen gehaltene Handlungsstränge und eine eigenartige Sicht auf „alte“ Ehepaare, sind für mich nicht das, was einen Roman zu etwas macht, was mein Leben oder meine Phantasie bereichert. 2,5 Sterne

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  • Sicher ein polarisierendes Buch, faszinierend wie ein Bild von M.C. Escher

    Mister Peanut
    Gruenente

    Gruenente

    29. August 2013 um 16:29

    Ein Mann träumt davon seine Frau umzubringen. Aber er liebt sie und kann ohne sie nicht leben. Da stirbt sie wirklich. War es Mord? Selbstmord? Ein Unfall? Er schreibt ein Buch über seine Mordsehnsüchte, es hat abweichende Handlungsstränge und mehrere Enden. Gerät die Beziehung zu seiner Frau ins stocken, kann er auch nicht weiterschreiben, der Akt des Schreibens und die Ehe läuft parallel oder ist zumindest eng miteinander verbunden. 15 Jahre vorher wurde auch eine Ehefrau umgebracht, der Gatte wanderte für 10 Jahre ins Gefängnis, wird dann wieder freigesprochen. Beide Fälle werden durch ein Labyrinth an Verbindungen und Parallelitäten wie in einem Bild von M.C. Escher verknüpft. Die Perspektiven und Zeiten wechseln ständig, manches wird wiederholt, ich verlor auch schon mal den Überblick. Eine Verbindung zwischen den beiden Geschichten ist ein Herr Möbius, ein gnomhafter Kerl, der unerwünschte Ehefrauen meuchelt und auch nicht davor zurückschreckt das riesige Blauwalmodell in einem Museum herabstürzen zu lassen.. Und wie ein Möbiusband von M.C. Escher winden sich auch die Geschichten umeinander. Ein „Männerbuch“ voller Sex, Gewalt und unverständlichen Frauen. Ich kann nicht sagen, ob es mir gefällt. Deshalb vergebe ich vorerst nichtssagende 3 Sterne. Ein Buch, das sicher sehr polarisieren kann und mich gedanklich weiter beschäftigt..

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  • Rezension zu "Mister Peanut" von Adam Ross

    Mister Peanut
    Alice_im_Buecherland

    Alice_im_Buecherland

    22. July 2011 um 14:47

    Was bedeutet es eigentlich, zu lieben? Kann man Liebe und Hass tatsächlich voneinander trennen? In seinem Debütroman entwirft Ross das Bild einer Ehe, die gleichsam von unbedingter Liebe als auch Abneigung und Verzweiflung geprägt ist. Eine Frau stirbt. Ist ihr Mann der Täter? Diese Frage versuchen zwei Ermittler zu klären, deren Ehen, selbst voller Abgründe, einen weiteren, spannenden Part der Erzählung ausmachen. So entsteht ein Buch im Buch, das den Leser gefangen nimmt. Ein wuchtiges Drama, klug und faszinierend. Aber Achtung: Nichts für Romantiker!

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  • Rezension zu "Mister Peanut" von Adam Ross

    Mister Peanut
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    21. April 2011 um 08:23

    Die dunkle Seite der Ehe „Die Phantasien brachen einfach so über ihn herein“. David Pepin kann sich gar nicht der dunklen Vorstellungen erwehren, die ihn heimsuchen. Unbewusst, eher sporadisch träumt er. Von der Ermordung seiner Frau. In mannigfaltigen Varianten. Phantasien, die übrigens im gesamten Verlauf des Buches auch über den Leser hereinbrechen auf den vielfach verschlungenen Pfaden, den die Ehen der Protagonisten im Buch nehmen. Doch zunächst David. Natürlich will er nicht ernst machen. Es ist nur so, dass sein Leben sich verändert. Alice, seine Frau auch. Mit dem Kinderwunsch hat es nicht funktioniert und sie flüchtete in das Hineinstopfen von Essen. Mit Folgen. Was David nicht daran hindert, wilden Sex im Auto mit seiner übergewichtigen Frau anzugehen. Ansonsten? Ansonsten flüchtet David in die Phantasie und beschäftigt sich damit, einen Roman zu schreiben. Und träumt von der Ermordung seiner Frau. Nicht mehr. Doch plötzlich kommt alles anders und der Traum wird Realität. Alice erstickt an Erdnüssen, gegen die sie hochallergisch ist. Aber David wusste doch um diese Allergie, Alice ebenfalls. Warum aß Alice Erdnüsse? Selbstmord? Warum half David nicht? Mord? Fragen über Fragen, die nun im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen einer Klärung bedürfen. Adam Ross nimmt diese Ausgangssituation auf und entfaltet vor den Lesern, aufgehängt am Rahmen der Ermittlungen, ein intensives, dichtes, differenziertes Bild des Lebens, der Entwicklungen, der Geschichte der Eheleute Pepin (und anderer Ehen). Und der Ehe an sich. Der Ehe, die, nach Verglühen des ersten Liebesreigens stark in Gefahr steht, still zu stehen, die Entwicklungen der Beteiligten zu hindern. Aus Sorge heraus, zu bewahren, was immer man meint, was die Ehe sein soll. Und gerade durch dieses zwanghafte Bewahren ist zu erleben, wie Eheleute einander zur Last werden. Bis zur Mordphantasie. Was übrig bleibt am Ende des Tages, ist, dass der eine den anderen für sein nicht gelebtes Leben und all die falschen Abkürzungen verantwortlich macht. Und doch könnte es anders sein, so zumindest denkt es sich David oft und oft. Nicht nur er. Erschwert werden die Ermittlungen durch die persönlichen Probleme der Ermittler, die beide in ihren Ehen ebenfalls nicht auf einem harmonischen und ruhigen Grund gebaut haben. Drei Hauptfiguren, drei Ehen, allesamt unglücklich, keiner der Figuren taugt als grundlegender Sympathieträger und Adam Ross macht sich auf, all das in seinen umfangreichen Roman zu fassen, was an Stillstand , Resignation, Entfremdung, aber auch an verzweifelter Hoffung eine Ehe moderner Prägung ausmachen kann. All drei männlichen Protagonisten sind gefangen in dieser Welt der unzufriedenen Ehe und alle drei finden andere Umgangsformen mit diesem Zustand, allesamt keine eindeutigen Umgangsformen und überall lauert Gewalt, Mord und Unruhe. Eine komplexe Ausgangssituation somit, die den Leser mitten hinein nimmt in diese undurchschaubare Welt vermeintlich tragfähig wirkender Ehen, die von Innen betrachtet nur mehr Lähmung beinhalten. So ist es wie ein Bild, dass die Ehefrau eines der Ermittler seit Monaten das Bett nicht mehr verlassen hat. Warum auch? Wofür auch? Gelähmt eben. In einem überragenden literarischen Stil öffnet Adam Ross die Büchse der Pandora und variiert in vielfachen Erzählzweigen literarische und filmische Vorbilder. Er zieht den Leser mit wie durch einen Sog in die Innenwelt seiner Figuren und legt den Finger traumwandlerisch sicher und sprachlich wie sezierend auf all jene Momente des gemeinschaftlichen Lebens, die einem einerseits die Nackenhaare zu Berge stehen lassen und andererseits immer auch als Weggabelungen zu verstehen sind, an denen die Protagonisten es wieder und wieder nicht schaffen, die eingefahrenen Bahnen zu verlassen. Ob man nach der Lektüre des Buches noch heiraten sollte? Durchaus. Ebenso, wie schon bestehende Ehen prüfend wohlwollend betrachtet werden können. Wenn man aus all dem bereit ist, zu lernen, das Adam Ross wie ein Kaleidoskop an ehelichen Farben vor die Augen stellt. Das Buch ist ein Erlebnis.

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