Adam Zamoyski

 4.3 Sterne bei 40 Bewertungen
Autor von 1812 - Napoleons Feldzug in Russland, 1815 und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Napoleon

 (4)
Neu erschienen am 18.09.2018 als Hardcover bei C.H.Beck.

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1812 - Napoleons Feldzug in Russland

1812 - Napoleons Feldzug in Russland

 (22)
Erschienen am 01.06.2014
1815

1815

 (5)
Erschienen am 22.07.2016
Chopin

Chopin

 (3)
Erschienen am 11.08.2014
Napoleon

Napoleon

 (4)
Erschienen am 18.09.2018
Phantome des Terrors

Phantome des Terrors

 (1)
Erschienen am 19.09.2016
1812

1812

 (4)
Erschienen am 05.04.2004
Phantom Terror

Phantom Terror

 (0)
Erschienen am 01.09.2015

Neue Rezensionen zu Adam Zamoyski

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Sikals avatar

Rezension zu "Napoleon" von Adam Zamoyski

Napoleon – detailverliebte Biographie
Sikalvor 6 Tagen

Von Napoleon wollte ich schon immer eine Biographie lesen, um endlich mal mein Wissen aufzustocken. Irgendwie hatte ich das immer wieder verschoben. Als nun die Biographie von einem absoluten Kenner Napoleons und seiner Zeit – Adam Zamoyski – erschien, wollte ich unbedingt endlich mehr über diesen Machtmenschen wissen.

 

Der Autor erklärt in einer Einleitung seine Intention, seinen Schwerpunkt und weist auf die Anfangsjahre und Lehrjahre hin, denen er mehr Raum gibt als den Machtjahren, da diese Anfänge seiner Meinung nach für das Gesamtverständnis wichtiger sind. Alles schön und gut – doch mit einer solchen Ausführlichkeit habe ich hier nicht gerechnet. Jedes kleinste Detail, wann denn jemand von A nach B oder retour kommt, wann jemand aufsteht, mit jemandem spricht oder ob die Sonne scheint, sind belanglose Kleinigkeiten, die nur mit Mühe durchzustehen sind.

 

Natürlich wird der Lebensweg Napoleons nachgezeichnet (ist ja auch der Sinn einer Biographie), werden die politischen Querelen aufgearbeitet und analysiert, doch im Großen und Ganzen steht immer sein persönliches Umfeld, seine familiären Belange und sein Machtstreben im Vordergrund. Klar hervorkommen sein plötzlicher Sinneswandel und der Hang zum Luxus als er dazu die Möglichkeit hat.

 

Der Schreibstil Zamoyskis ist ausführlich und romanhaft, trotzdem musste ich mich manches Mal zum Weiterlesen zwingen. Die Kapitel sind relativ kurz und geben dem Buch so auch Struktur. Doch hätte ich mir über die militärischen Belange, die strategischen Überlegungen und auch den Russlandfeldzug mehr erwartet. Dass Zamoyski seine subjektiven Ansichten einfließen lässt und Napoleons Taten quasi beschönigt, kann ich in einem Sachbuch nicht ganz nachvollziehen. Hier hätte ich mir mehr Objektivität gewünscht.

 

Wenn ich nun (nach immerhin weit mehr als 700 Seiten) nachdenke, welche Erkenntnis ich nun aus diesem Buch ziehe, fällt mir nichts ein. Dinge, die ich bereits wusste, habe ich wieder gelesen. Auf viele Belanglosigkeiten hätte ich verzichten können. Nun hoffe ich, eine Biographie zu finden, die mich begeistert und mein Wissen erweitert. Dieser hier kann ich leider nur 2 Sterne geben.

 

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Buchraettins avatar

Rezension zu "Napoleon" von Adam Zamoyski

Eine umfangreiche und detailreiche Biographie von Napoleon
Buchraettinvor 10 Tagen

Für mich war es das erste Buch des Autors und auch die erste Biographie zu Napoleon. Zudem bin ich nur ein interessierter Laie und so habe ich diese Biographie auch gelesen, das vorweg.
Zu Beginn des Buches findet sich ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis und daran anschließend eine doppelseitige Landkarte, die Europa um das Jahr 1792 abbildet.
Gut gefallen hat mir das Vorwort des Autors, der hier schildert. Wer Napoleon war oder zu sein schien. Er erläutert hier, dass er in diesem Buch alle Facetten von Napoleon zeigen wollte -ob ihm das gelungen ist, das muss jeder Leser auch im Hinblick auf das historische Wissen selbst beurteilen.
Auch die Hervorhebung einzelner Lebensabschnitte und z.B. Abschnitte Napoleons militärischer Karriere erläutert der Autor hier.
Vom Stil her fand ich das Buch gut zu lesen. Der Stil war recht locker, wobei der Autor schon sehr tief einsteigt in die Geschichte rund um Napoleon. Er schildert sehr intensiv dessen Abstammung, die Geschichte seiner Familie. Das ist manchmal etwas sehr viel und ausführlich und überfordert mich als Laien etwas mit den vielen Details. Der Umfang des Buches wird auch noch durch die Textlastigkeit dieses vergrößert. Mir hat das Lesen nicht so gut gefallen, weil der Text viel in Blockform gedruckt war, da fehlten mir mehr Absätze für ein flüssigeres Lesen. Aber auch das ist Geschmackssache jedes Lesers.
Ich denke, wer da tief in das Leben von Napoleon eintauchen möchte, der wird hier bestimmt begeistert sein. Mir haben die ausführlichen militärischen Begebenheiten nicht so gefallen. Mich hat eher interessiert, wie war er als Mensch, wie lebten die Menschen damals. Auch ist immer ein Interessenschwerpunkt des jeweiligen Lesers.
Gut gefallen haben mir die im Buch immer wieder auftauchenden Abbildungen und Landkarten, anhand deren der Autor einige Detail bildlich darstellt.
Ich denke, dass Leser, die tief eindringen wollen in das Leben von Napoleon hier eine sehr gute Möglichkeit erhalten.
Der Autor des Buches ist übrigens Historiker und lebt in London (Quelle Klappentext Buch).
Gut gefallen hat mir noch ein Detail, dass im Text auch immer wieder Zitate und Bemerkungen von Zeitzeugen auftauchen, die Napoleon näher charakterisieren.
Das Buch schließt mit einem reichhaltigen Anhang. Hier findet der Leser die Anmerkungen zum Text, jeweils unterteilt in den Kapiteln. Wer tiefer eintauchen will, findet hier noch ein ausführliches Literaturverzeichnis und auch ein Register, sowie ein Bildnachweis runden das Buch ab.
Eine umfangreiche und detailreiche Biographie von Napoleon – sehr intensiv und detailreich geschrieben.

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Napoleon" von Adam Zamoyski

Es gibt bessere Biografien über Napoleon ..
Bellis-Perennisvor 17 Tagen

Adam Zamoyski hat nach seinen Werken „1812 – Napoleons Feldzug in Russland“, „1815 – Napoleons Sturz und der Wiener Kongress“ und „Phantome des Terrors“ eine Biografie des Kaisers der Franzosen nachgereicht. 

Anders als in anderen Biografien nehmen Napoleons Jugend einen verhältnismäßig großen Raum ein. Der Autor begründet dies so:  

„Ich habe Napoleons Lehrjahren im Vergleich zu der Zeit, als er an der Macht war, mehr Raum gewidmet, weil ich der Meinung bin, dass sich in ihnen der Schlüssel zum Verständnis seines außerordentlichen Lebensweges befindet.“ (S. 14f) 

In insgesamt 44 Kapiteln versucht der polnisch-amerikanische Sachbuchautor die Person Napoleon Bonaparte auszuleuchten.

Nicht immer ist der Autor hier objektiv. Vor allem, weil Zamoyski vorranging französische Quellen heranzieht, die naturgemäß eher pro-napoleonisch gefärbt sind. Hier wäre ein bisschen mehr Vielfalt angebracht gewesen.  

Die militärischen Ereignisse sind Zamoyski jeweils oft nur wenige Seiten wert, was er aber in seiner Einleitung begründet.  

So berichtet er über den Russlandfeldzug nur rund 50 Seiten, die, wenn man das Geschwurbel abzieht, maximal 25 Seiten lang sind. Hier keimt leise der Verdacht auf, die Leser sollen Zamoyskis Buch „1812“ lesen.  

Mit jedem weiteren Jahr seiner Herrschaft klaffen Napoleons Selbstbild und Fremdwahrnehmung auseinander. Spätestens bei der Hochzeit mit der Habsburgerin Louise wäre ein Umdenken seiner Politik opportun gewesen.

Mit den Jahren wirkt er „beratungsresistent“. Von den meisten alten Monarchien als Parvenu angesehen, fühlt er sich in seiner Position angefeindet und entwickelt eine Paranoia. Selbst langgedienten Weggefährten unterstellt er Verrat. Viele seiner Generäle murren, doch Staatsstreich wagt keiner. Zwar gibt es mehrere Attentatsversuche, die allesamt entweder rechtzeitig aufgedeckt oder misslingen. Allerdings ist auch hier nicht ganz klar, welche davon real waren oder aber der Propaganda Napoleons entsprangen, um den Nimbus des „Unzerstörbaren“ zu schüren. 

Was also erfährt der Leser Neues über den Emporkömmling und Usurpator? Je nachdem wie intensiv man sich bereits vorher mit Bonaparte beschäftigt hat, wenig bis nichts.

Dass er ein Blender, ein Menschenfänger und ein Machtmensch war? Dass er es geschickt vermochte, Steuergeld in seine eigenen Taschen umzuleiten? Dass er ein Familienoberhaupt, ähnlich einem Mafiapaten war? Dass seine Geschwister ihm seine Positionen zu verdanken hatten? 

Der interessierte Leser hat dies schon länger gewusst. Dazu braucht es diese Biografie nicht unbedingt. Manche Kapitel lesen sich eher wie ein Roman und weniger wie ein Sachbuch. 

Unbestritten war sein Organisationstalent, ob er wirklich das militärische Genie war, als das er häufig hingestellt wird, kann und darf in manchen Fällen in Frage gestellt werden. Sein Charisma hat zwar viel dazu beigetragen, dass sich seine Soldaten mit letztem Einsatz in oft hoffnungslosen Situationen begeben haben, die er letztlich selbst verschuldet hat. 

Als „Erfinder“ der Propaganda macht er aus jeder Lappalie einen riesigen militärischen Erfolg. Aus der revolutionären Medienvielfalt wird eine von Napoleon gelenkte Einheitspresse. Gedruckt wird nur, was der Kaiser befiehlt. 

In den letzten Kapiteln, der Verbannung nach Sankt Helena, erleben wir einen beinahe wehleidigen Bonaparte. Er schreibt neben einer Vielzahl von Beschwerden über seine Behandlung seine Memoiren, die in gewohnter Weise eine sehr eingeschränkte Sichtweise bieten.   

Adam Zamoyskis Biografie hätte sich gut und gerne um ein Drittel kürzen lassen. Oftmals wird der Leser mit Geschwurbel und belanglosen Details überfrachtet. So ist es für das Verstehen von Napoleons Charakter völlig unerheblich, ob Joséphine in Malmaison Tiere wie Lamas oder Gazellen in einer Menagerie sammelt oder nicht (S. 370).  

Fazit: 

Nicht die beste Biografie über Napoleon und schon gar nicht das beste Buch von Adam Zamoyski. Ich kann hier nur mit Anstrengung 3 Sterne vergeben.


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