Adam Zamoyski Phantome des Terrors

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Phantome des Terrors“ von Adam Zamoyski

Mit seinen Napoleon-Büchern "1812“" und "1815" ist Adam Zamoyski auch in Deutschland zum Bestsellerautor geworden. Nun erzählt der polnisch-britische Historiker, wie nach dem Ende Napoleons aus der Angst der Herrschenden vor Terror und Revolution eine paranoide Politik der Unterdrückung wird. Spannend wie immer schildert Zamoyski das Ringen zwischen den Kräften der Reaktion und der liberalen Bewegung. Und er lässt keinen Zweifel daran, auf wessen Seite er steht: Auf der Seite der Freiheit. Für die Herrschenden und Besitzenden waren die Jahre nach der Französischen Revolution und Napoleon ein Zeitalter höchster Besorgnis. Die gekrönten Häupter lebten in der permanenten Furcht vor erneuten Rebellionen und waren überzeugt davon, dass ihre Macht auf dem Spiel stand. So entstand eine Politik, die mit einem immer aufwendigeren System von Bespitzelung, Zensur und Repression gegen reale und imaginäre Feinde vorging. Doch das Resultat war anders, als es sich die Mächtigen erhofft hatten. Der Polizeistaat und eine verfehlte Politik brachten – damals wie heute - genau das hervor, was sie verhindern wollten.

Stöbern in Sachbuch

Das Sizilien-Kochbuch

Ein leidenschaftliches und sehnsuchtsvolles Buch an die Küche und die Kultur Siziliens

Hexchen123

Gemüseliebe

Großartiges, frisches und neues vegetarisches Kochbuch! Großartig! Ich liebe es!

Gluehsternchen

Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen

Ein kleines und unscheinbares Buch, dessen Thema in unserer heutigen Zeit so gewichtig ist.

Reisenomadin

Das verborgene Leben der Meisen

Die Bibel für ausgemachte Meisenliebhaber. Ausführlicher geht fast nicht.

thursdaynext

Kann weg!

Herrliche Lachflashs garantiert!

Lieblingsleseplatz

Zwei Schwestern

Ein wichtiges Buch.

jamal_tuschick

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Freiheit lässt sich auf Dauer nicht knechten

    Phantome des Terrors

    michael_lehmann-pape

    25. October 2016 um 15:18

    Freiheit lässt sich auf Dauer nicht knechtenWie „Mächtige“ reagieren, wenn sie ihre „macht“ bedroht sehen. Was passiert, wenn „das Volk“ ein „mehr an Freiheit“ als Sehnsucht spürt, dafür Blaupausen vor Augen hat und beginnt, unruhig zu werden, das ist die generelle und zeitlose Botschaft, die Adam Zamoyski mit seiner sehr sorgfältigen und differenzierten Aufarbeitung einer konkreten Epoche in den Raum setzt.Nach der französischen Revolution, nach dem Sieg Napoleons über diese Revolution und dem Sieg Europas über diesen Napoleon war das wirklich bewegende Thema der Zeit in keiner Weise „erledigt“, sondern gerade dann höchst virulent. Vor allem in den Augen der Mächtigen der Feudalgesellschaft jener Tage. Die Herrscher, der Adel, die politisch agierenden.Wenn König und Königin, wie in Frankreich geschehen, einfach hingerichtet werden können, wenn das Volk sich erhebt, der Gedanke individueller Freiheit zwar durch die Revolution selbst in Frankreich wieder ad absurdum geführt wurde durch das Handeln der „neuen Mächtigen“ und dennoch der Gedanke nicht vom Tisch zu fegen ist, dann beginnt die Verengung des Rahmens. Der Versuch der Kontrolle über das Volk, die Schaffung und Ausweitung von Geheimdiensten, Polizei, Zensur, kritischer Beobachtung.Ein Klima, wie Zamoyski in seiner sehr flüssigen Art der Darstellung aufzeigt, dass den betrachteten Zeitraum von 1789 bis 1848 immer stärker bestimmte. Und dennoch Revolutionsversuche nicht aufhalten konnte, auch wenn diese blutig niedergeschlagen wurden und nicht in den ersten Anläufen zu „Umsturz-Ergebnissen“ wirklich führten (außer in Frankreich zunächst).Diese Prägung der Zeit durch eine geplante und gewollte „Politik der Repression“, die „harte Hand“ der Staaten und Monarchien gegenüber allem, was auch nur den Anruch des „Umstürzlerischen“ in sich zu tragen schien, arbeitet Zamoyski akribisch aufarbeitet.“Je tiefer ich in die Materie eindrang, desto klarer zeigte sich, dass diese (revolutionäre) Panik in gewissen Maß von den damaligen Regierungen selbst geschürt wurde“. Denn mit Angst lässt sich durchaus trefflich regieren, wenn Einschränkungen persönlicher Freiheit (noch) mehr durchgesetzt werden sollen.Eine Darstellung, die nicht wenige Parallelen auch zur Gegenwart aufzeigt. Trotz anderer Inhalte der Angst und Bedrohungslage, die „Kontrolle“ über „das Volk“ findet im digitalen Zeitalter eine noch ganz andere Qualität, als es mit den damaligen Möglichkeiten umgesetzt werden konnte. Dennoch gleichen sich beide Perioden darin, weitgehend alle zur Verfügung stehenden Mittel auszuschöpfen, um den Status Quo zu bewahren und „Sicherheit“ herzustellen. Wobei die Frage kritisch zu betrachten ist, wessen „Sicherheit“ in erster Linie gemeint sein könnte. Bis hin zum explizit ausgesprochenen Ansinnen eines „Kampfes gegen das Böse“ durch Zar Alexander I. Was 150 Jahre später mit fast gleichem Wortlaut von einem westlichen Präsidenten ebenso formuliert und umgesetzt wurde.Wobei, auch das arbeitet Zamoyski differenziert auf, die Grundgedanken einer „Anfrage an das bisherige Staatssystem“ unter einem gewissen Druck auch in Reformplänen sich niederschlug. Wenn ebenjener Zar über die Aufhebung der Leibeigenschaft in Russland nachdenkt. Dabei aber von der Realität Napoleons und der massiven Haltung der „Siegermächte“ nach 1815 fast zerrieben wurde. So wurde, wie Zampyski formuliert, noch einmal abgewendet, „die Welt auf den richtigen Weg zu bringen“.Wie das geschah, mit welchen Haltungen und welchen Mitteln, das legt Zamoyski anschaulich, verständlich und fundiert in diesem Werk vor. Wie er ebenso die Folgen dieser Repression deutlich aufzeigt.„Überall in Europa, insbesondere aber in Deutschland und Italien, herrschte Unwillen über die zunehmende Einmischung des Staates ins Privatleben…gegen die Beamten und die Polizei, die all dies durchsetzen mussten“. Mit langanhaltenden Folgen im 20. Jahrhundert dann, die Zamoyski am Ende skizziert.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks