Adara Quick

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The Dream Protocol: Descent (Book I)

The Dream Protocol: Descent (Book I)

 (1)
Erschienen am 12.05.2016

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Rezension zu "The Dream Protocol: Descent (Book I)" von Adara Quick

Ausbaufähig
Jisbonvor 2 Jahren

Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich "Descent" bewerten soll. Einerseits hat mir das Buch gut gefallen - das World Building ist großartig, die Geschichte interessant und es gibt mehrere Andeutungen, die mich neugierig auf den nächsten Band machen, aber andererseits konnte ich keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen und ich hatte ein paar Probleme mit dem Schreibstil.

Im ersten Band der "Dream Protocol"-Reihe wird Skellig City vorgestellt, eine dystopische Gesellschaft, in der alles kontrolliert und organisiert ist - sogar die Träume der Menschen. Jeder Traum wird hergestellt und seine Verwendung aufgezeichnet, während Alpträume als Bestrafung (man könnte sogar Folter sagen) verwendet werden. Aber nicht nur das: die Gesellschaft ist besessen von Jugend und Schönheit, sodass jeder, der 35 wird und deshalb 'ruiniert' ist, ausgestoßen wird, damit sie nicht mehr die Ressourcen benutzen (verschwenden) können, die die Jüngeren brauchen. Sobald sie 'abgestiegen' (also 'descended') sind, sehen ihre Freunde und Angehörigen sie nie wieder, Für mich war das wirklich erschreckend; bei uns ist man mit 35 noch lange nicht alt und zu nichts mehr zu gebrauchen, dazu kommt noch, wie schlecht mit diesen Menschen umgegangen wird. In der Welt, die die Autorin erschaffen hat, hat es allerdings (leider) Sinn ergeben. Jeder Aspekt des Lebens wurde kontrolliert - der Beruf, wen man heiraten kann, die Träume, wieso dann nicht auch, wie alt man werden darf? Das "Dream Protocol" kontrolliert alles und jeder muss dem Ministerium dienen, angeblich dafür, um dem Wohl der Menschheit zu dienen. Die meisten glauben, dass sie verhungern und verkümmern würden, wenn ihnen niemand befehlen würde, was sie tun sollen, was zeigt, wie erfolgreich die Gehirnwäsche war. Für den Leser ist klar, dass etwas nicht stimmt und sie ausgenutzt werden, aber die Bewohner von Skellig City sehen das nicht.

Deirdre Callaghan, die Protagonistin, ist eine Ausnahme. Sie weigert sich, einfach zu akzeptieren, was vor ihr ist, teilweise, weil ihr Freund Flynn eine Krankheit hat, durch die er schneller als gewöhnlich altert. Ich mochte, dass Deirdre ihre eigenen Ideen und Ideale hatte und bereit war, dafür einzustehen, aber ich war dennoch ein bisschen genervt von ihr, da sie teilweise wie ein weinerliches Kind klang, das seinen Willen nicht durchsetzen konnte. Es war gut zu sehen, dass jemand erkannt hat, dass mit der Welt etwas nicht stimmt, aber die Art, wie sie das ausgedrückt hat, hat mich gestört. Insgesamt konnte ich zu ihr keine Verbindung aufbauen, aber da ich hauptsächlich an ihrer 'Mission' und nicht an ihr als Charakter interessiert war, war es nur ein kleines Problem. Die Geschichte selbst war sehr interessant; sie fängt zwar eher langsam und auch stockend an, aber sobald Deirdre anfängt, gegen das System zu arbeiten, wurde die Handlung interessant und durchaus spannend. Was sie bisher herausgefunden hat, macht auf jeden Fall neugierig auf den zweiten Band und ich möchte gerne mehr darüber erfahren, wie diese Gesellschaft entstehen konnte.

Wie bereits gesagt hatte ich ein paar Probleme mit dem Schreibstil; die Geschichte wurde irgendwie abrupt erzählt, dazu kommen noch Wechsel in der Narrative, die ich befremdlich fand. Ein Großteil des Buches wird aus der dritten Perspektive erzählt, aber es gibt auch Sätze und teilweise ganze Szenen, die aus der Ich-Perspektive sind. Aus dem Kontext wird klar, dass es Deirdres Gedanken und Träume sind, aber zumindest in dem eBook, das ich gelesen habe, werden sie nicht kursiv geschrieben oder sonst hervorgehoben, sodass mitten im Absatz zwischen "sie" und "ich" gewechselt wird. Das hat meinen Lesefluss leider jedes Mal unterbrochen, aber zum Glück kam es nicht allzu häufig vor.

Fazit:
"The Dream Protocol: Descent" ist insgesamt ein gutes Buch. Ich mochte den Plot und das World Building, auch wenn hier noch einiges offen bleibt und ein bisschen verwirrend ist, weil die Hintergründe unbekannt sind; diese Lücke wird hoffentlich in Band 2 geschlossen werden. Da ich keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen konnte und Probleme mit dem Schreibstil hatte, habe ich von meiner Bewertung abgezogen und insgesamt 'nur' 3,5/5 Sternen gegeben.

___________
Danke an Netgalley und Adara Quick, die mir das Buch zur Verfügung gestellt haben.

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