Adelheid Komenda bilderstrom

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Inhaltsangabe zu „bilderstrom“ von Adelheid Komenda

Der Rhein ist ein Bilderstrom, und das gleich im doppelten Sinn. Seit Beginn der Bildproduktion ist der berühmteste aller europäischen Flüsse ein Motiv, das in zahlreichen Gemälden, Zeichnungen und Stichen Verbreitung findet. In ihrer Summe erzeugen und modellieren die Rheinbilder kollektive Vorstellungen, welche die Wahrnehmung des Flusses bis heute prägen. Sie changieren dabei zwischen Zeugnis und Mythos, zwischen Klischee und Kunst. Der Ausstellungskatalog erkundet die ambivalenten Wechselwirkungen zwischen Fluss und Bild anhand der Fotografie, jenem technischen Verfahren der Neuzeit, das in einem besonderen Spannungsfeld zwischen Wirklichkeitstreue und Sehnsucht nach Imagination steht. Über 60 namhafte Fotografen, insbesondere aus den an den Rhein angrenzenden Ländern – Deutschland, Frankreich, Schweiz und den Niederlanden –, präsentieren ein Spektrum, das von freien dokumentarischen und bildjournalistischen Arbeiten bis zu fotokünstlerischen Positionen reicht. Die vorgestellten Fotografen: Valeska Achenbach, Bernd Arnold, Boris Becker, Wout Berger, Rolf-Georg Bitsch, Kurt Boecker, René Böll, Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, Chargesheimer, Fritz Christian, Hermann Claasen, Jojakim Cortis, Theodor Creifelds, William England, Hannes Maria Flach, Francis Frith, Arthur Grimm, Ruth Hallensleben, Robert Häusser, Hans Heinig, Heinz Held, Claudio Hils, Candida Höfer, Bernd Hoff, Heinrich Hoffmann, Ralf Kaspers, Barbara Klemm, Wilhelm Koch, Michael Lange, Herbert List, Ute Mahler, Werner Mantz, Martin Manz, Charles Marville, Reinhard Matz, Lee Miller, Paul Nathrath, Cas Oorthuys, Isabela Pacini, Ugo Proietti, Gabriele Pütz, Erwin Quedenfeldt, Max Regenberg, Albert Renger-Patzsch, Gerhard Richter, Frits J. Rotgans, August Sander, Theo Schafgans, Nora Schattauer, Jos Schmid, Kris Scholz, Wilhelm Schürmann, Joachim Schumacher, Friedrich Seidenstücker, Adrian Sonderegger, Axel Stoffers, Eusebius Wirdeier, Wolfgang Zurborn Ausstellung: LVR-LandesMuseum Bonn 9.9.2016–22.1.2017

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  • Beeindruckende Bilder eines Stroms

    bilderstrom

    WinfriedStanzick

    05. November 2016 um 11:51

    Der vorliegende von Christoph Schaden vom LVR-Landesmuseum Bonn herausgegebene Bildband erscheint im Hatje Cantz Verlag anlässlich der gleichnamigen Ausstellung, die vom 9. September 2016 bis zum 22. Januar 2017 dort zu sehen ist.In einer ganz ungewohnten zeitlichen Perspektive werden hier von der Gegenwart 2016 bis zurück in das Jahr 1853 Fotografien präsentiert, die den Rhein an verschiedenen Stellen, hauptsächlich aber den Teil zwischen Mainz und Köln zeigen. Ufer- und Hafenszenen wechseln sich ab mit Städtebildern und Menschenporträts aus den Siedlungen an den Ufern des Rheins.Beeindruckende Bilder eines Stroms, der quer durch die Zeiten Menschen nicht nur magisch angezogen hat, sondern ihnen auch Lebensraum und Nahrung bot.Vier Essays von Christoph Schaden, Gerald Schröder, Adelheid Komenda und Mona Schubert bieten dem Leser dieses empfehlenswerten Bandes(vor allem für jene, die wie der Rezensent ihr ganzes Leben in mittelbarer oder unmittelbarer Nähe dieses Flusses verbracht haben) eine sehr aufschlussreiche kunst- und kulturgeschichtliche Einordnung der in der Ausstellung gezeigten Exponate.Sie zeigen, wie der Rhein als der vielleicht berühmteste europäische Strom, seit Tausenden von Jahren das Leben der Menschen nicht nur an seinen Ufern geprägt hat.

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