Adeline Favre Ich, Adeline, Landhebamme

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Inhaltsangabe zu „Ich, Adeline, Landhebamme“ von Adeline Favre

Adeline Favre wird 1908 im Wallis als achtes von vierzehn Kindern geboren. Gegen den Willen ihrer Eltern besucht sie in Genf die Hebammenschule und widmet ihr Leben von da an der schönsten Aufgabe, die sie sich vorstellen kann: Kinder zu holen. Lebendig erzählt die Landhebamme von ihrem Leben, den Geburten, und den Bräuchen und Traditionen auf dem Land.

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  • Rezension zu "Ich, Adeline, Landhebamme" von Adeline Favre

    Ich, Adeline, Landhebamme
    shao

    shao

    07. July 2011 um 00:01

    Adeline Favre sieht ihre Zukunft nicht als Bauersfrau, die zwischen endlosen Schwangerschaften und Geburten einen Hof versorgen muss, sondern auf der anderen Seite: Sie will Hebamme werden und kann ihren Traum auch gegen alle äußeren Widerstände durchsetzen. * In diesem Buch beschreibt sie nicht nur ihren Werdegang, sondern auch, was sie in über 50 Jahren im Dienste neuen Lebens gesehen, erlebt und erlitten hat. * Das vorliegende Buch basiert auf Schriften von und Gesprächen mit der Landhebamme Adeline Favre, auf ihren Erlebnissen, ihrem Leben. Dabei steht vor allem immer die Berufung Adelines im Vordergrund, es wird mit jedem Wort deutlich, dass sie für ihren Beruf gelebt hat. * Diese Eindringlichkeit lässt einen auch bei Passagen, die stark vom katholischen Glauben geprägt sind, verstehen, sie lässt einen sogar begreifen, warum am Ende so eine energische Rede für die natürliche Geburt gehalten wird. * Dieses Buch ist eine Herzensangelegenheit, berichtet es doch von einem Leben für das Leben und all jenem, was man darin Schönes und Schlimmes erlebt oder erleben muss. * Aber es ist auch ein Stück lebendige Geschichte. Es wird einem immer wieder kurz deutlich gemacht, in was für einem Umfeld, in was für einer Umwelt die Geschehnisse sich abspielen, man entwickelt als Leser ein Gespür für die damalige Zeit und das sehr viel deutlicher, als es Geschichtsbücher darstellen können. Einfach, weil man lebendigen Erinnerungen beiwohnen darf und diese und ihre Umstände erklärt bekommt. * Schade finde ich es, dass es zu Beginn des Buches noch eine Geschichte, nämlich die Lebensgeschichte von Adeline Favre ist, die man liest, wohingegen sich das Buch zum Ende hin immer mehr in eine Aneinanderreihung von Episoden verwandelt, die kaum noch miteinander verknüpft sind. Grundsätzlich fände ich es angenehmer und auch emotional leichter nachvollziehbar, wenn man hier bei einer sich entwickelnden Geschichte geblieben wäre, anstatt wie im späteren Verlauf, nur noch kurze Abrisse wahllos hinter einander zu stellen. Abrisse, die zwar zum Thema des Buches passen, aber keinesfalls mehr wirklich in die Tiefe gehen und auf Schicksale oder Erlebnisse eingehen, Abrisse, die mehr nur mechanisch abgespult, nicht mehr lebendig erzählt wirken. * Insgesamt ein durchaus interessanter Einblick in den Beruf und die Berufung einer Landhebamme im letzten Jahrhundert. Gut zu lesen, zum Ende hin aber leider etwas zu distanziert und abgehackt.

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  • Rezension zu "Ich, Adeline, Landhebamme" von Adeline Favre

    Ich, Adeline, Landhebamme
    Huebner

    Huebner

    09. November 2010 um 14:34

    Im frühen 20.Jahrhundert scheint in den Bergen Frankreichs die Zeit stehen geblieben. Nahezu mittelalterlich muten die Wohnverhjältnisse von Adiline Favre (geb.22.Mai1908 im Wallis) Patienten an, nahezu machtlos steht die jungen Hebamme Geburtskomplikationen, Ungeborenen- und Neugeborenenkrankheiten, deren Urpsrung fast immer mangelnde Hygiene sind, gegenüber. Doch immer weiß sich Adeline zu helfen, nie verliert sie den Mut. Die Ich-Perspektive macht das Erlebte der Landhebamme unmittelbar, der weitestgehend Kompakte Satzbau zu einer leichten Lektüre, die Wissensdurst auf dem Gebiet der Geburtshilfe stillt.

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