Mit der Thematik der Seefahrt habe ich mich persönlich zugegebenermaßen noch nicht wirklich beschäftigt. Aber manchmal muss man auch mal über den Tellerrand hinausschauen. Das Buch „Vom Schiffsjungen zum Kapitän: Ein Tagebuch aus der Windjammerzeit“ schreibt die echten Abenteuer einer jungen Seemanns, der seine Ausbildung auf diversen großen Schiffen durchläuft. Es beginnt alles mit großen Segelschiffen. Hier fiebert der Leser mit der Besatzung mit. Denn es werden Stürme und Brandungen erlebt. Aber auch die Landgänge sind malerisch ausgeschmückt und durchaus erheiternd. Größtenteils sind die Erzählungen etwas düster, aber genauso stelle ich mir auch die damalige Seefahrt vor. Es wird von den bekannten Krankheiten wie beispielsweise Skorbut und Typhus berichtet. Verschiedenste Ladungen wurden auf den beschriebenen Seereisen verstaut. Mal waren es nur Zucker oder Salz, aber es war auch von lebenden Tieren die Rede, die es nicht immer bis ans Ende der Reise geschafft haben. Zum Ende hin wird der Schiffsjunge Adolf Sievers ein Kapitän, seine Ausbildung auf den Schiffen begann er damals mit 14 Jahren. Zum Schluss landet er auf einem Dampfer, das Ende der Segelschifffahrt war nah. Alles in allem war das Buch sehr lehrreich, denn vieles aus der Seemannssprache kannte ich natürlich nicht. Schwierig waren für mich die Passagen der Unterhaltungen zwischen den Seemännern gewesen, da ich Probleme mit dem Plattdeutsch – ich gehe davon aus, dass es dieser Dialekt war – hatte. Auch wenn das Buch etwas düster beim Lesen wirkt, ich konnte mit dem heranwachsenden Schiffsjungen mitfiebern und habe auch viel über die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg so um 1880 bis nach dem Zweiten Weltkrieg gelernt.
Ich bin in eine für mich neue Welt eingetaucht


