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Klaus-Sedlacek

vor 4 Monaten

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Ich hab in meinem eigenen Autorenbestand noch 6 Printbücher von „Wie intelligent sind Pflanzen?“ gefunden. Weil ich neu hier auf Lovelybooks bin, möchte ich diese gerne für eine Leserunde zur Verfügung stellen. Schreibt mir bitte bis zum 3. Juli, warum ihr mitlesen wollt, dann schicke ich sie los. Mit ein wenig Glück seid ihr dabei.

Zur Einstimmung in das Thema:

Der Gedanke der Beseeltheit alles Lebendigen ist nichts weniger als neu. Aber auch im Rahmen des engeren naturwissenschaftlichen Denkens war er schon aufgetaucht. Fechners „Nanna oder über das Seelenleben der Pflanzen“ war in dieser Hinsicht ein erster und schon weitgehender Versuch. Damals nahm man das nicht „ernst“. Man betrachtete es bloß als poetische Schrulle eines sonst hochverdienten Gelehrten.
Heute ist uns die Vorstellung von der Beseeltheit der ganzen Organismenwelt, also auch der Pflanze, schon viel, viel mehr als eine poetische Schrulle oder ein poetisches „Gleichnis“, — sie ist für viele, welche an den Dingen der Natur mehr zu sehen verstehen als bloß äußere Hüllen, eine Erkenntnis, ein tiefes Erfassen des dem Leben Wesentlichen geworden.

Das übliche Denken stutzt natürlich bei dieser ungewöhnlichen Gedankenverbindung. Man denkt ja bei dem Worte „Seele“ sogleich an sein eigenes Erleben, an Schmerz und Lust, an Leid und Freude, an Gedankenwelt und laienreiche Willenskraft. Das kann es doch bei der Pflanze nicht geben! Allerdings, — das alles gerade nicht, besonders Gedanken werden wir der Pflanze wohl noch weniger zumuten dürfen, als schon dem Tier. Wenn aber der Mensch so nur an sich denkt, an sein eigenes inneres Erleben, so fragt er dabei um das eine nicht: woher denn die Grundlagen dessen kommen, was ihm überhaupt erst die Möglichkeit innerer Erlebnisse gibt. Tausende und Tausende schwören auf den Gedanken einer Entwicklung der Organismenwelt, — dass aber dasjenige, was auf dem Höhepunkte der organischen Entwicklung (beim Menschen) bis zum Selbstbewusstwerden vorgeschritten ist (nämlich das innere Wesen des Lebendigen, das „Vitalseelische“), auch sich entwickelt haben und seine „Vorstufen" aufweisen müsse, davon wollen sie nichts hören, das heißt: Sie geben die Voraussetzungen zu und leugnen die damit verbundenen Folgerungen.

Eine andere Schwierigkeit, die sich der Vorstellung einer „Beseeltheit“ der Pflanze entgegenstellt, ist die Gewohnheit des üblichen Denkens, die Begriffe „Seele“ und „Ich“ gleichzustellen, und zwar sogleich mit der willkürlichen Beschränkung, dass man nur dort von Seele sprechen dürfe, wo ein Ichbewusstsein angenommen werden kann. Deshalb mag es dem üblichen Denken zunächst als etwas ganz Unerhörtes, als eine ganz verdrehte Irrenhaus-Idee erscheinen, bei der Pflanze von einer Seele zu reden, da man dann ja auch an ein „Ich“ der Pflanze zu denken genötigt ist. Kann denn davon überhaupt die Rede sein, wo doch sehr viele Menschen schon dem höheren Tier kein „Ich“ mehr zuerkennen wollen?

Der Wurm krümmt sich, wenn er getreten wird! In diesem Sprichwort liegt eine stillschweigende Anerkennung der Tierpsyche. Die Pflanze aber schlägt nicht aus, wenn man sie berührt, und beißt auch nicht die Hand, die sie abknickt. Und vor allem: Sie schreit nicht, wenn man ihr ein Glied abreißt oder sie sonst wie verletzt! Widerspruchslos lässt sie alles mit sich machen, also kann sie doch keine Empfindung haben? Ohne solche verliert aber scheinbar der Begriff der Psyche allen Sinn, und wo keine Psyche ist, da kann es auch kein „Ich“ geben.

Oder ist es anders? Zeigt die Pflanze vielleicht vielfach, dass sie doch Empfindung hat, aber eine Empfindungsfähigkeit, die noch nicht jene Höhe erreicht hat, dass sie der Abwehrbewegung bedürfte und sich in dem nach Hilfe rufenden und höhere vitalseelische Spannung auslösenden Schmerzensschrei entlade? Fühlt es die Pflanze vielleicht doch irgendwie, wenn wir ihr einen Zweig oder eine Blume abreißen, die doch zu ihrer Ganzheit, ihrem „Ich“ gehört? Wir wissen es nicht und können es nicht wissen. Der Mensch aber macht sich solche Dinge leicht: Wenn wir etwas nicht wissen, dann stellen wir fest: Es ist nicht! Wenn es aber am Ende doch ist?

Ich freue mich auf unsere gemeinsame Zeit. Die Bücher werden übrigens von mir signiert.

http://klaus-sedlacek.de

Autor: Adolf Wagner
Buch: Wie intelligent sind Pflanzen?: Sensationelle Einblicke in die geheime Seite des pflanzlichen Wesens (Wissenschaft gemeinverständlich)

Xynovia

vor 4 Monaten

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Ich möchte mich sehr gerne für dieses Buch bewerben. Warum gerade ich es lesen möchte? Ich bin eine Person die die Natur liebt und mir tatsächlich schon Gedanken darüber gemacht hat ob Pflanzen beseelt sind, da würde ich sehr gerne mehr darüber erfahren. Ich würde mich sehr über ein Printbuch freuen.

Yogine

vor 4 Monaten

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Ein tolles Thema und ich bewerbe mich sehr gerne um ein Leseexemplar.
Ich habe schon Bücher zu diesem Thema gelesen und daher weiß ich, dass die Pflanzen sehr wohl schreien, wenn man ihnen Gewalt antut, wir Menschen können es nur nicht hören. Genauso erstaunlich fand ich, dass sich mehrere Pflanzen untereinander mit Nährstoffen versorgen, wenn eine oder mehrere davon abgeschnitten sind.
Was für ein Wandel im Denken und Handeln müsste stattfinden, um die Konsequenzen aus derartigen Informationen in dem derzeit herrschenden Alltag konsequent zu integrieren - wohl kaum vorstellbar...

Da man immer noch etwas Neues lernen kann, würde ich das Buch sehr gerne kennenlernen und hier besprechen.

Viele Grüße, Yogine

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Annika-Samiya

vor 3 Monaten

2. Leseabschnitt: Das pflanzliche Empfindungsvermögen
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Ich fand auch den zweiten Teil recht philosophisch. Nicht ganz was ich erwartet hatte, aber an sich trotzdem spannend. Der Teil über die Bewegungen der Pflanzen fand ich eigentlich am besten. Ein sehr interessantes Thema, bei dem längst noch nicht alles erforscht ist. Ich glaube das Pflanzen echt viele coole Tricks auf Lager haben von denen man oft nichts weiß, oder die es noch zu entdecken gilt. Auch wenn ich Tiere doch lieber mag, sind Pflanzen doch auch tolle Organismen!
Da das Buch eine Mischung aus Philosophie und Wissenschaft ist, liest es sich natürlich nicht ganz so flüssig wie ein Roman. Deshlab habe ich für den Abschnitt ziemlich lang gebraucht, obwohl es mir gefällt.

Streiflicht

vor 2 Monaten

1. Leseabschnitt: Haben Pflanzen eine Seele?
@Annika-Samiya

Ging mir auch so, allerdings muss man auch sehr konzentriert lesen

Streiflicht

vor 2 Monaten

1. Leseabschnitt: Haben Pflanzen eine Seele?

Ach, erst war noch keiner hier und jetzt habe ich schon fast den Anschluss verloren
Der erste abschnitt hat mir sehr gut gefallen und ich fand ihn sehr interessant. Man muss halt genau und konzentriert lesen. Das hat mich aber nicht gestört, denn ich habe viel Wissenswertes erfahren

Streiflicht

vor 1 Monat

Plauderecke

Ist hier keiner mehr?

Ratzifatz

vor 1 Monat

Plauderecke
@Streiflicht

Hab ich total vergessen. Muss mich in den nächsten Tagen hinsetzen und die Kommentare schreiben.

Streiflicht

vor 1 Monat

Plauderecke
@Ratzifatz

Dann können wir ja vielleicht zu zweit ein bisschen diskutieren

Ratzifatz

vor 1 Monat

Plauderecke
@Streiflicht

Würde mich sehr freuen :)

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