Adrian Flanagan Extremtörn zu mir selbst

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Inhaltsangabe zu „Extremtörn zu mir selbst“ von Adrian Flanagan

Die sensationelle ALPHA GLOBAL EXPEDITION wird ein Abenteuer wider die Natur: Der Einhandsegler Adrian Flanagan und seine 38-Fuß-Stahlyacht BARRABAS umrunden die Welt meridional, also auf vertikalem Kurs. Das größte Wunder an diesem unglaublichen Weltumsegelung ist das Überleben: Bei harter See von Bord gewaschen, wird Flanagan kurz vor dem Tod von einer zweiten Welle zurück aufs Deck geknallt, zweimal kentert BARRABAS, Hurrikane und Piraten bedrohen die beiden. Nach aufregenden 30825 Seemeilen, vollgepackt mit Wundern und Gefahren, laufen sie nach 405 Tagen auf See wieder in ihren Heimathafen ein – belohnt mit einem Weltrekord. Nicht gerade opulent ausgestattet startet Adrian Flanagan in Großbritannien, passiert den Atlantik, jagt an der brasilianischen Küste entlang, rundet das berüchtigte Kap Hoorn, erreicht glücklich nach seiner Pazifiküberquerung Hawaii, steuert Japan an, kämpft sich durch die Nordostpassage und das russische Eismeer. Der Weg durch die Eisfelder vor der russischen Nordküste wäre ohne die Hilfe des russischen Oligarchen Roman Abramowitsch nicht möglich gewesen … Adrian Flanagan formulierte bereits als Junge drei Lebensziele: wirtschaftlich selbstständig sein, professioneller Autor werden und eine Weltumsegelung schaffen. Alles gelang: Er wurde Osteopath und publiziert heute als freier Journalist bei Times, Daily Mail und anderen großen Zeitungen. Ein Leben ohne Traum ist sinnlos, sagt er, schlimmer jedoch wäre, den Traum zu kennen und ihn aus Angst nicht umzusetzen.

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  • "Ich schuldete BARRABAS mehr als nur Dankbarkeit... Ich schuldete ihr mein Leben." (452)

    Extremtörn zu mir selbst
    R_Manthey

    R_Manthey

    16. July 2015 um 10:37

    Als ich mir die Route dieser Weltumseglung ansah, war mein erster Gedanke, der Kerl muss verrückt gewesen sein. Von Südengland vor die Ostküste Südamerikas, dann um Kap Hoorn gegen die gewaltige Strömung und gegen die hier üblichen stürmischen Winde. Weiter nach Hawaii. Von dort südöstlich an Japan vorbei in die Beringstraße und das Nordpolarmeer. Und schließlich über den nördlichen Seeweg zum Nordkap und zurück nach England. Nun wird man bei einer echten Weltumseglung das Umrunden von Kap Hoorn nicht ausschließen können. Aber muss es unbedingt in dieser Richtung sein? Und wozu der nördliche Seeweg, der fast immer vereist und dazu noch russisches Gewässer ist? Und alles auch noch völlig allein und möglichst ohne Zwischenaufenthalte. Flanagan hat es geschafft. Nicht ohne erzwungene Zwischenaufenthalte und nicht in der Zeit, in der er sich das in seinem anfänglichen, aus Unkenntnis geborenen Überoptimismus vorgestellt hatte, aber das mindert überhaupt nicht die Ehrfurcht, die man einer solchen grandiosen Leistung einfach entgegenbringen muss. Alles begann mit dem Buch "GIPSY MOTH Circles the World" von Francis Chichester, einem früheren Weltumsegler. Flanagan las es als junger Mann, nachdem er es in der Bibliothek seines Vaters aufgespürt hatte. Daraus erwuchs der Traum, es diesem Pionier nachzumachen. Weltumseglungen orientieren sich in der Regel an Breitengraden. Flanagan wollte als erster Mensch eine Weltumseglung schaffen, die Längengraden folgt. Deshalb diese verrückte Route. Flanagan beschreibt zunächst, wie sich sein Traum langsam entwickelte und dann plötzlich rasend Gestalt annahm, als er sich von seiner Frau getrennt hatte und sich frei fühlte. Aber er hatte weder ein Boot, noch Erfahrung. Man mag einen gewissen Hauch von Esoterik darin sehen, wenn Flanagan immer wieder beschreibt, wie alles zur rechten Zeit wie von selbst zu ihm kam. Aber es war schließlich so. Beispielsweise fand er nach langer Suche eher durch Zufall gerade noch rechtzeitig in Frankreich ein Boot aus Edelstahl, das genau seinen Vorstellungen entsprach. Bis auf die Überführung nach England, hatte er vor seiner Tour keine Erfahrung mit dem Segeln seiner BARRABAS. Und den Hochseeschein machte er gerade nebenbei. Alleine war er noch nie gesegelt. Nachdem er nach langem Anlauf wenigstens einige Sponsoren für seine Weltumseglung gefunden und die BARRABAS für die Reise umgebaut und ausgerüstet hatte, musste er auch schon los, denn sein Zeitplan war eng. An Kap Hoorn kommt man nicht zu jeder beliebigen Zeit vorbei. Nach wenigen Meilen hätte er seinen Plan beinahe mit dem Leben bezahlt, doch die Rettung kam in letzter Sekunde. Flanagan beschreibt seine Reise detailliert, ohne dass es auch nur einmal langweilig wird. Das Buch ist sehr gut geschrieben. Insbesondere die enormen Stimmungsschwankungen und die zahlreichen Beinahe-Katastrophen lassen einen mitfiebern und verdeutlichen ein ums andere Mal den Wahnsinn, der hinter einer Weltumseglung sowieso schon steckt. Von der verrückten Route einmal ganz abgesehen. Flanagan musste seine Tour zweimal im Winter unterbrechen, weil er zu spät dran war und ihm das Wetter entweder keine Überlebenschance eingeräumt oder Eis ihm den Weg versperrt hätte. So wurden aus einem Jahr zwei und ein halbes. Eines davon brauchte er von England um Kap Hoorn bis Alaska, die andere Zeit für den nördlichen Seeweg. Wer russische Verhältnisse erahnen möchte, ist bei der Lektüre des zweiten Teils dieses Buches an der richtigen Adresse. Das monatelange Wirrwarr um die Durchfahrtsgenehmigung spricht ebenso Bände wie seine Erfahrungen vor Ort. Doch Flanagan traf überall hilfreiche Menschen, die er vorher nie gesehen hatte, aber Seelenverwandte waren und seiner Leistung allerhöchsten Respekt zollten. Flanagan schreibt über Abenteurer: "Viele flüchten in zurückhaltendes Auftreten, damit verdecken sie nach außen ihre tief verwurzelte Sturheit, ihre Fähigkeit, auf pragmatische Weise Probleme zu lösen, ihre feste Entschlossenheit, ein gesetztes Ziel zu erreichen, und ihr Verlangen nach Einsamkeit, das viele Menschen für anormal oder gar seltsam halten und das natürlich leicht missverstanden werden kann." (S.41). Wer sich selbst so oder so ähnlich sieht, wird Flanagan sehr gut verstehen. Sein Buch jedoch kann man auch lesen, wenn man nicht selbst segelt. Bis auf gelegentliches Unverständnis bei der Beschreibung von Manövern oder der Benennung von Teilen des Bootes oder der Ausrüstung bleibt dieses Buch für jeden Leser spannend, weil es ein reales Abenteuer auf sehr persönliche Weise erzählt.

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