Adrian Hyland Kaltes Feuer

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Inhaltsangabe zu „Kaltes Feuer“ von Adrian Hyland

Emily Tempest ist zurück in Moonlight Downs. Hier im Outback Australiens wurde sie geboren, als Tochter einer Aborigine und eines Weißen. Sie kennt die Welt der „Blackfellers“ und der „Whitefellers“, wie sie hier heißen, doch in keiner fühlt sie sich wirklich zuhause. Nun soll ausgerechnet sie als Hilfspolizistin zwischen diesen Welten vermitteln. Als der Geologe Doc, ein alter Freund ihres Vaters, tot aufgefunden wird, stellt Emily gegen den Willen ihrer Vorgesetzten Nachforschungen an. Sie glaubt nicht, daß Doc das Opfer eines tödlichen Streits geworden ist, und findet bald heraus, daß er einer großen Sache auf der Spur war.

Vor Jahren hatte Emily Tempest ihre Aborigine-Gemeinde verlassen, um die Welt zu sehen. Jetzt ist sie zurück im Outback – und arbeitet ausgerechnet für die Polizei. Gleich an ihrem ersten Arbeitstag wird sie mit dem Tod eines alten Freundes konfrontiert. Alle glauben, daß er von einem Betrunkenen erschlagen worden ist. Doch die Steinskulptur im Garten des Toten erzählt eine andere Geschichte. Und Emily geht ihr auf den Grund.

»So vielschichtig und überraschend, wie man es sich nur wünschen kann. ... [Emily Tempest] ist als Serienfigur angelegt, und es wird eine Freude sein, mehr von ihr zu lesen. Denn Hyland schreibt rasant und witzig und hat dabei immer die Poesie der - oft genug kaputten - Landschaft im Blick. Er eröffnet dem Leser ein neues, unbekanntes Australien, und es fühlt sich bei allem Dreck, allem Elend und aller Gewalt doch irgendwie richtig an, was er schreibt.«
Henrike Heiland, Focus online

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  • Rezension zu "Kaltes Feuer" von Adrian Hyland

    Kaltes Feuer

    Girl56

    20. February 2011 um 17:02

    "Kaltes Feuer" ist der zweite Krimi mit "Emily Tempest", der genial-chaotischen Ermittlerin im australischen Outback, im sogenannten "Northern Territory". "Emily" ist eine Wanderin zwischen der Welt der Weißen und der Aborigine und kann bei der Lösung ihrer Fälle wunderbar auf ihr weißes und auf ihr Aborigine-Erbe zurückgreifen. Emily Tempest kehrt nach einiger Zeit in ihre Heimatstadt Moonlight Downs zurück und nimmt die Stelle einer Hilfspolizistin an. Kaum hat sie ihren neuen Job angetreten, wird sie in den Fall eines ermordeten Geologen verwickelt. Emilies neuer Chef will den Vorgang schnell als geklärt zu den Akten legen, denn es gibt einen dringend Tatverdächtigen, den man in Untersuchungshaft nehmen kann. Doch Emily, die den Toten und auch den vermeintlichen Täter lange kennt, zweifelt sehr schnell an der Täterschaft von "Wireless" und beginnt auf ihre sehr eigenwillige Art in diesem Fall zu ermitteln. Mit Hilfe ihrer Aborigine-Familie und ihrer eigenen geologischen Kenntnisse dringt sie immer tiefer in die Geheimnisse des ermordeten Geologen ein. Der Autor Adrian Hyland zeigt uns ein weiteres Mal das Leben in einem Teil Australiens, der kaum von Fremden oder Touristen wahrgenommen wird. Er beschreibt die Armut und den alltäglichen Rassismus, dem die australischen Ureinwohner bis heute ausgesetzt sind. Gleichzeitig vermittelt er seinen Lesern aber auch einen guten Eindruck über die Naturverbundenheit und Spiritualität dieser Menschen, die auch durch ihre weißen Mitbürger nicht zerstört werden kann, obwohl diese viel dazu tun, das ursprüngliche Leben und die Kultur der Aborigine zu vernichten.

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