Dirty Cops

von Adrian McKinty 
4,8 Sterne bei12 Bewertungen
Dirty Cops
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Einfach eine tolle Reihe - alles drin!

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der Hammer

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Inhaltsangabe zu "Dirty Cops"

Belfast 1988: Ein Mann wird mit einem Pfeil im Rücken tot aufgefunden. Es waren wohl kaum Indianer, und auch Robin Hood dürfte als Täter nicht in Frage kommen. Und da das Opfer eh nur ein Drogendealer war, könnte man sein kurioses Dahinscheiden ruhigen Gewissens zu den Akten legen. Doch Inspector Sean Duffy tut sich schwer damit, Morde zu den Akten zu legen – auch wenn seine Vorgesetzten ihn dazu drängen und der Haussegen bei der jungen Familie Duffy gerade reichlich schief hängt. Und noch jemand möchte Duffy zum Aufgeben zwingen: Eines Nachts findet er sich im Wald wieder, wo drei bewaffnete, maskierte Gestalten ihn dazu zwingen, sein eigenes Grab auszuheben …
Ein neuer Fall für Sean Duffy, den katholischen Bullen im Belfast der düsteren 80er Jahre. Gejagt von unbekannten Kräften, bedroht von internen Ermittlungen, unter Druck gesetzt von der Mutter seines Kindes, versucht er, einen der wahnwitzigsten Mordfälle seiner Laufbahn aufzuklären, ohne dabei sein eigenes Leben zu verlieren.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518468425
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:392 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:11.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    raveneyes avatar
    raveneyevor 17 Tagen
    Kurzmeinung: Wieder ein überzeugender Krimi aus der Feder Adrian McKintys
    Der Tod eines Drogendealers

    Sean Duffy macht gerade Urlaub, als er zu einem Mord gerufen wird. Ein Drogendealer wurde erschossen – mit einer Armbrust. Nicht das erste Sonderbare an diesem Fall.


    Schlichtes schwarzes Cover mit blutiger Schaufel. Mir gefällt es.


    Wer die Bücher von Adrian McKinty und seinem katholischen Bullen Sean Duffy kennt, weiß das dieser sich nicht gerne sagen lässt was er zu tun und zu lassen hat und das er eine manchmal etwas unkonventionelle Art hat an einen Fall ran zu gehen. Auch wenn andere versuchen ihm Steine in den Weg zu legen oder gerade dann läuft er zu Höchstform auf und lässt sich nicht in seinem Vorhaben beirren den Täter auf die Spur zu kommen.

    Auch in seinem neusten Fall steckt er bald knietief in Fakten und Vermutungen, die für ihn kein zufriedenstellendes Bild ergeben wollen und das nicht nur wegen einer recht aufdringlichen Ziege am Tatort. Und das er nicht unbedingt ein Fan von Samthandschuhen ist und auch selbst nicht immer ganz nach den Regeln spielt, tut sein übriges.


    Adrian McKinty nimmt seine Leser einmal mehr mit in das Nordirland der 80er Jahre, wo Auseinandersetzungen immer unter der Oberfläche brodeln und warten auszubrechen. Katholiken gegen Protestanten. IRA gegen Polizisten. Und man aufpassen muss niemanden zu verärgern um nicht plötzlich selbst im Fadenkreuz zu stehen.


    Das Buch hat mich wieder einmal schnell mit seiner leicht düsteren und bedrückenden Atmosphäre in seinen Bann gezogen und durch die Seiten fliegen lassen. Und wie immer wartet auch dieses Buch wieder mit ansprechenden, teils schon bekannten, Charakteren auf, die alle ihren eigenen Kopf haben und sehr treffend gezeichnet wurden.


    Wieder ein sehr gut gelungener und durchdachter Krimi, der alles hat, was es braucht um mich zu fesseln.

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    Gulans avatar
    Gulanvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ach, was soll ich noch groß über diese Reihe sagen? Großartig. Alle Bände.
    Immer noch Trouble in Nordirland.

    Nordirland, 1988. Ein seltsamer Mordfall in Carrickfergus: Ein Mann wird vom einem Armbrustpfeil erschossen aufgefunden. Der Tote war ein Dealer, aber die Mordwaffe ist schon sehr ungewöhnlich. Die Ehefrau des Toten ist keine große Hilfe, war sie doch vermutlich selbst in die Deals ihres Mannes verstrickt. Über Umwege gibt sie Duffy schließlich einen entscheidenden Hinweis, das Kennzeichen eines Autos, das das Paar kurz vor dem Mord verfolgt haben soll. Duffys Vorgesetzten wollen den Fall allerdings zu den Akten legen, zumal eine IRA-nahe Gruppierung sich mehr oder weniger zu der Tat bekannt hat. Doch so leicht lässt sich Duffy nicht von einer Fährte abbringen. Er gräbt weiter und bringt damit noch gefährlichere Gegner als seine Vorgesetzten gegen sich auf.

    Es sind immer noch die 80er und immer noch geht es drunter und drüber in Nordirland. Allerdings ist DI Sean Duffy doch etwas solider geworden, immerhin ist er jetzt fest liiert und Papa geworden. Aber er bleibt sich natürlich und zum Glück in vielen Dingen treu, vor allem, dass er trotz gegenteiliger Anordnungen von manchen Dingen nicht fern bleiben kann. Trotzdem wird es diesmal verdammt brenzlig für ihn, denn das Buch beginnt im Prolog damit, dass er von einem IRA-Kommando in den Wald geführt wird, um dort sein eigenes Grab zu schaufeln. Ob und wie er sich da herauswinden kann, werde ich an dieser Stelle nicht verraten. Jedoch verraten kann ich, dass mir dieser sechste Band der Reihe wieder mal ganz vorzüglich gefallen hat. Ein kniffliger Mordfall, politische/polizeiliche Verstrickungen, der gewohnte lässig-hartgesottene Schreibstil, der böse Humor und die Weiterentwicklung des Sean Duffy zum Familienvater sind die feinen Zutaten für diesen Kriminalroman.

    Für alle Fans dieser Reihe gibt es auch weiterhin gute Nachrichten: Die Verträge für die Bände 7-9 sind bereits unter Dach und Fach.

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    M
    michael_lehmann-papevor 5 Monaten
    Gleichbleibend auf hohem Niveau

    Gleichbleibend auf hohem Niveau

    Betrachtet man die vielfachen kleinen Seitenhiebe des Sean Duffy , Inspektor bei der RUC in Irland Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts, so hat man, im Vergleich zu den Vorgänge-Romanen fast das Gefühl, der Mann geht vom Alter her seinem Ende entgegen.

    Doch weit gefehlt, 38 ist Duffy inzwischen, in fester Beziehung und Vater einer Tochter (sowie weiterhin Fan, Besitzer und Liebhaber seines „schnurrenden“ BMW, der bei Antritt jeder Fahrt gründlich auf „Quecksilberzünder“ untersucht wird).

    Doch da Duffy aufgrund seines konsequenten Verhaltens (er selbst würde dies niemals „renitent“ nennen) und als einer der wenigen Katholiken in Diensten der Irischen Polizei den Vermerk in seiner Akte „Niemals befördern“ trägt und da, vor allem, Polizistenjahre in Belfast eher als „Hundelebensjahre“ zu betrachten sind, kann man sich schon ziemlich verbraucht fühlen angesichts all der Toten, des Hasses, der Gefährdung des eigenen Lebens.

    Und nun auch noch zu Besuch bei den „Schweigereltern“, das raubt einem Mann den letzten Nerv. Aye!

    Da passt es gut, dass im Drogenmilieu ein Angeschossener und ein Ermordeter aufgefunden werden. Mit Armbrustpfeilen getötet, was eine absonderliche Abwechslung in all den Schusswechseln und Bombenanschlägen jener Tage darstellt.

    Und gut, dass Duffy weiterhin seine erprobten Buddys im Team hat. McCrabban. Erfahren. Alt. Hart. Loyal. Trocken. Einer, der kein Wort zu viel macht. Und Lawson. Jung. Bisschen grün hinter den Ohren. Das Herz auf dem rechten Fleck. Und, wie die beiden anderen, mit mutigem Herzen ausgestattet.

    Doch was diese eher harmlos wirkenden Pfeile in einem eher kriminellen denn politischen Milieu nach sich ziehen werden, was an alten Geschichte der „Reservepolizei“ zu Tage treten könnte und in welcher direkten und klaren Form gerade Duffy Gefahr für Leib und Leben gegenübertreten muss (und nun geht es ja nicht nur darum, sich zu beschützen, Frau und Kind werden ebenfalls zur Zielscheibe), das zieht den Leser Seite für Seite intensiv in die Spannung des Thrillers hinein.

    Und führt, nebenbei, zu einer der besten Szenen aller „Duffy-Romane“, wenn der protestantische „Anführer“, harte Kerl und Nachbar des „irrenkatholischen Bullens“ nackt nachts im Gartens steht und mit einem ganz speziellen „Spielzeug“ der IRA mal zeigt, dass man nicht ungefragt in „seinem Gebiet“ Jagd auf katholische Nachbarn machen sollte.

    Wo sich zeigt, wie die Überwindung von unversöhnlich scheinenden religiösen Ideologien „nachbarschaftlich“ umgesetzt werden kann. Ohne sich gleich um den Hals fallen zu müssen.

    Aber auch solch fast surrealistisch anmutende Szenen täuschen keineswegs darüber hinweg, das hier wiederum ein harter Fall bearbeitet wird und das, anders als in vorhergehenden Ermittlungen, Duffy und seine beiden vertrauten Mitarbeiter absolut auf sich alleine gestellt sein werden,

    Rasantes Tempo, trocken-ironische Sprache, harte Schale mit manch weichem Kern, eine stringent entwickelter Fall, der auch den Leser lange im Unklaren lassen wird und das ganze vor bestens vermittelter Kulisse der harten Kämpfe in Belfast und Umgebung der späten 80er und beginnenden 90er Jahre ergeben insgesamt eine hervorragende Lektüre.

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    Aoibheanns avatar
    Aoibheannvor 6 Monaten
    Dirty Cops

    Belfast, 1988. Ein Mann wird mit einem Pfeil im Rücken tot aufgefunden. Es waren wohl kaum Indianer, und auch Robin Hood dürfte als Täter nicht in Frage kommen. Und da das Opfer eh nur ein Drogendealer war, könnte man sein kurioses Daheinscheiden ruhigen Gewissens zu den Akten legen. Doch Inspector Sean Duffy tut sich schwer damit, Morde zu den Akten zu legen - auch wenn seine Vorgesetzten ihn dazu drängen und der Haussegen bei der jungen Familie Duffy gerade reichlich schief hängt. Und noch jemand möchte Duffy zum Aufgeben zwingen. Eines Nachts findet er sich im Wald wieder, wo drei bewaffnete, maskierte Gestalten ihn dazu zwingen, sein eigenes Grab zu schaufeln.

    Fast 20 Jahre Polizeidienst hat Sean Duffy nun schon auf dem Buckel. Und diese Zeit ist auch an dem katholischen Polizeibeamten nicht spurlos vorbeigegangen. Bestand sein Morgenritual all die Jahre aus Kaffee, Kippe, nach Bombe unterm Auto suchen und aufs Polizeirevier fahren. Und jetzt? Nun, statt Zigarette gibt es Asthma-Inhalator. Und selbst, wenn man es sonst nicht für möglich gehalten hätte: aus Sean Duffy ist durchaus ein Familienmensch geworden. Auf dem Polizeirevier hat sich auch in diesem Band nicht viel geändert. McCrabban ist noch immer Duffys Lieblingskollege, der angehende Polizist Lawson darf sich aber der Achtung seiner beiden älteren Kollegen trotz Frotzeleien über seinen Musikgeschmack sicher sein.
    Der Mordfall an dem Duffy und seine Kollegen arbeiten läuft nach einem schon bekannten Muster ab. Erweckt der Mord zuerst den Eindruck relativ unbedeutend zu sein, entpuppt er sich bald als harte Nuss und zieht ein dickes Ende hinter sich her. Und obwohl man das weiß, wird es kein Stück langweilig. McKintys lebendige Darstellung aller Figuren sorgt allein schon dafür. Der Wechsel und die Mischung aus markigen Sprüchen, Filmzitaten und Sarkasmus passt so wunderbar zur Figur des Sean Duffy.
    Dieses Mal hat mich schon der Prolog völlig aus den Socken gehauen. Duffy muss sein eigenes Grab schaufeln - der Autor wird doch wohl nicht....?!?!?! Und es bleibt im ganzen Buch ein stetes Auf und Ab. Mal gibt Spannungsbogen ein wenig nach und als Leser hat man etwas Zeit durchzuatmen, bis es dann wieder zur nächsten hochspannenden Situation kommt. Dazu prasseln prägnante Zwei-Wort-Sätze auf einen ein wie ein Stakkato. Das erzeugt bei mir ein ganz eindringliches Leseerlebnis und untermalt perfekt die Stimmung in der jeweiligen Situation.

    Die Reihe um den Polizisten Sean Duffy gehört zu meinen absoluten Lieblingskrimi-Reihen. Das liegt zum einen an dem - für mich - sehr interesanten Setting, in dem McKinty seine Geschichten platziert. Und zum anderen an der tollen Art und Weise, wie hier historisches in eine Geschichte eingebunden ist. Es verlockt geradezu, sich mehr mit dem Nordirlandkonflikt und den Folgen zu beschäftigen. Eine gut geschriebene Story, eine gute Prise Humor und eine autentische Hauptfigur - ich bin mal wieder vollkommen begeistert! Und ich hoffe, es war nicht das letzte Buch um den katholischen Bullen.

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    WJ050vor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Einfach eine tolle Reihe - alles drin!
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    zbaubfvor 8 Tagen
    Kurzmeinung: der Hammer
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    Baerbel82s avatar
    Baerbel82vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Gefahr für Duffy an allen Fronten.
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    Tordiss avatar
    Tordisvor 5 Monaten
    Dakdfs avatar
    Dakdfvor 5 Monaten
    hundertwassers avatar
    hundertwasservor 6 Monaten

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