Adrian McKinty Gun Street Girl

(46)

Lovelybooks Bewertung

  • 38 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 34 Rezensionen
(27)
(13)
(5)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Gun Street Girl“ von Adrian McKinty

Belfast, 1985. Waffenschmuggel an den Grenzen, Aufstände in den Städten, üble Popsongs im Radio. Und mittendrin Detective Inspector Sean Duffy, der sich als katholischer Bulle in der protestantischen Royal Ulster Constabulary durchschlagen muss. Das wohlhabende Ehepaar Kelly wird brutal ermordet, und kurz darauf entdeckt man die Leiche ihres Sohnes Michael. In einem Abschiedsbrief gesteht er die Tat. Aber irgendetwas scheint an der Sache faul zu sein, und schon bald gibt es weitere Opfer. Duffy muss ins wenig geliebte englische Nachbarland reisen und in den elitären Kreisen von Oxford ermitteln. Stets an seiner Seite: die MI5-Agentin Kate – wertvolle Informantin und geheime Schwachstelle des katholischen Bullen. Und während sie ihm ein verlockendes Angebot macht, das sein ganzes Leben verändern könnte, gerät Duffy immer tiefer hinein in einen Fall, der ihm mächtige Gegner beschert. Zu mächtig vielleicht …

Duffy, 80er und der Nordirland - Konflikt...nach wie vor eine geniale Mischung!

— BerniGunther

Stöbern in Krimi & Thriller

Dafür musst du sterben

Auch der 5. Teil kommt nicht mehr an die ersten 3 Bände heran. Leider erst ab der Mitte spannend und für mich teilweise verwirrend.

Buchwurm05

Crimson Lake

Nach der Eden-Trilogie ist "Crimson Lake" der Auftakt zu einer neuen Reihe, die hoffentlich schnell weitergeht!

RubyKairo

Angstmörder

Tolles Duo, mit einem spannenden Fall inkl. unvorhersehbarer Wendungen ...

MissNorge

Im Traum kannst du nicht lügen

Absolut empfehlenswert! Mein persönliches Krimihighlight 2017!

marielilith

Origin

Mein erster Dan Brown: unglaublich interessant und spannend!

marielilith

Geheimnis in Rot

Ein Krimi wie ein weihnachtliches Familientreffen: mit Licht- und Schattenseiten.

hesi

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Solider Krimi mit politischen Hintergrund

    Gun Street Girl

    Robin_Armstrong

    21. September 2017 um 08:02

    Inzwischen habe ich mich an den Vorleser der englischen Audible-Version gewöhnt, und inzwischen gefällt es mir sogar recht gut, wie er es liest. Diese Nummer 4 der Serie um Sean Duffy war auf der Skala wieder ein bisschen unter Band 3. Für mich steht und fällt die Reihe mit dem Bezug zur politischen Lage in den 1980ern in Belfast/Nordirland.Die Romane, bei denen dieser Hintergrund eine größere Rolle spielen, sind definitiv die besseren Duffys. Insgesamt gewinnt man aber den ironischen Duffy und seine lakonische Art, sein Leben und seine Fälle zu schildern lieb und will einfach wissen, wie es ihm weiterhin ergeht.

    Mehr
  • Adrian McKinty - Gun Street Girl

    Gun Street Girl

    Aoibheann

    28. January 2017 um 21:54

    Bei jedem neuen Band um Sean Duffy darf man gespannt sein, mit welcher Geschichte Adrian McKinty den Leser überrascht. Die Einbettung eines Mordfalls in eine übergeordnete Verwicklung internationalen Ausmaßes sind für diese Krimireihe nicht nur typisch, sie sind meines Erachtens auch eine absolute Stärke des Autors. Ich habe bisher wenige Bücher gelesen, die diese Verwicklungen (egal ob erfunden oder auf Tatsachen beruhend) so authentisch und nachvollziehbar darlegen. Ich bin Jahrgang 1986 und damit eindeutig zu jung, um überhaupt Erinnerungen an die irisch-republikanische Unabhängigkeitsbewegung haben zu können. Daher ist es dem Autor ebenfalls hoch anzurechnen, dass seine Bücher so interessant geschrieben sind, dass man neugierig wird und Hintergrundinformationen haben möchte. Seine Hauptfigur Sean Duffy ist eine so rotzige und originale Type mit hohem Wiedererkennungswert, den man schon alleine dafür mögen muss. McKinty hat seinen Ermittler glaubwürdig gestaltet. Ein bisschen kauzig, ein wenig einzelgängerisch und motzig; aber dabei nie zuviel von einer Sache. "Gun Street Girl" hat mir nicht ganz so gut gefallen wie "Die verlorenen Schwestern". Der Mordfall und die weiteren Verwicklungen um die gestohlenen Raketensysteme sind wie gewohnt toll geschrieben; die Stimmung sehr gut eingefangen und an den Leser übermittelt. Aber es war nicht unbedingt "mein Fall". Das Buch hat trotzdem die volle Punktzahl verdient, weil es einfach eine hervorragend geschriebene Geschichte ist.

    Mehr
  • Gun Street girl

    Gun Street Girl

    eleisou

    23. June 2016 um 22:45

    Ein interessanter Krimi, atmosphärisch mit geschichtlichem Hintergrund erzählt. Inspector Duffy mit seinem humorvollen Stil, seiner manchmal etwas abrupten, sarkastischen Art aber auch mit seinem vortrefflichen Geschmack was Musik betrifft, wurde direkt einer meiner Lieblingsprotagonisten. Detailiert recherchiert er in dem Mordfall an das reiche Ehepaar, das tot aufgefunden wird. Ebenfalls gibt es sich nicht mit schnellen Entschlüssen zufrieden als sich etwas später deren Sohn, der anfangs als Verdächtiger galt, ebenfalls am Meeresufer tot aufgefunden wird. Seine Suche geht knochentief, etwas das vor allem für ihn, einen Katholiken in Nordirland des Jahres 1985 nicht einfach ist. Aber sein ausgesprochen ausgeprägter Spürsinn helfen ihm dabei und seine Mitarbeiter , vor allem McCrabban und seine geheime Liebe, die Agentin Kate, sind auch in schwierigen Zeiten für ihn da. Dieses Buch war eher eine Überraschung für mich, denn obwohl es wahrhaftig keine leichte Lektüre ist, hat es mich durchaus überzeugt. Und ich habe geschichtlich was dazugelernt. Eine sehr gute Mischung, bravo!

    Mehr
  • Nicht mein Buch

    Gun Street Girl

    Langeweile

    02. May 2016 um 08:29

    Nachdem ich das Buch „der katholische Bulle “ gelesen hatte, habe ich mich für dieses Buch beworben. Die Geschichte konnte mich von Anfang an nicht begeistern. Sean Duffy wird mit der Aufklärung mehrerer Mordfälle beauftragt. Ein Ehepaar ist in seinem Haus ermordet worden ,der Sohn Michael steht unter Verdacht , wird aber kurze Zeit später auch tot aufgefunden. Ein Abschiedsbrief soll auf einen Selbstmord hinweisen, was sich aber nicht bestätigt. Seine Freundin , die im Laufe der Ermittlungen befragt wird, kann nichts zur Aufklärung beitragen und wird auch tot aufgefunden. Sean Duffy und sein Kollege finden heraus, dass Michael in Waffenschmuggelgeschäfte verwickelt war. Ich konnte von Anfang an keine Beziehung zu dem Protagonisten aufbauen. Der Schreibstil hat mir ebenfalls nicht gefallen.Ich fand ihn sehr abgehackt, es tauchen immer wieder die gleichen Sätze auf.Gefühlte zwanzigmal las ich , dass Sean Duffy sein Auto nach einer eventuellen Bombe untersuchte.Auch die Beschreibung des Alltags von Sean Duffy ,mit viel Alkoholexessen , Diebstahl und Verzehr von Kokain , fand ich abstoßend. Positiv fand ich lediglich, dass einiges Wissen über die politischen Zustände in Nordirland vermittelt wurde. Alles in allem kann ich dieses Buch leider nicht empfehlen. Buchtitel: Gun Street Girl

    Mehr
  • Buchverlosung zu "Gun Street Girl" von Adrian McKinty

    Gun Street Girl

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. April 2016 um 01:11

    Anlässlich des Welttags des Buches gibt es bei uns im Rahmen der Aktion "Blogger schenken Lesefreude" 17 Bücher zu gewinnen - zum Beispiel dieses hier. Außerdem verlosen wir noch 2x10 booknerds-Lesezeichen.
    Das Gewinnspiel findet direkt im folgend verlinkten Beitrag statt. Bitte auch dort kommentieren und nicht hier.

    Hier geht es zum Gewinnspiel!

  • Authentisch, Spannend , absolut gelungen

    Gun Street Girl

    jawolf35

    29. March 2016 um 15:23

    Sean Duffy ist ein Cop wie er sein sollte ,souverän ehrgeizig ein wenig bissig mit einem gewissen Funken Humor .Das Buch versetzt den Leser ins Belfast der 1985er Jahre . Ein dunkler und gefährlicher Abschnitt in Irland in dem Aufstände an der Tagesordnung sind und das Verhältnis zwischen Protestanten und Katholiken nicht gerade das beste ist .Nach einem Doppelmord an einem wohlhabenden Ehepaar und des Selbstmord deren Sohnes sieht zünächst alles nach einem Familiendrama aus ,doch dann geschehen weitere Morde und Duffy merkt schnell das der Fall doch nicht so schnell geklärt sein wird wie angenommen .Gun Street Girl ist ein wirklich toller Krimi der mich durch die Mischung aus Story ,politischer Zeitgeschichte und sehr gelungenen Protagonisten sehr schnell gefesselt hat .Auch wenn man die anderen Bücher nicht kennt kann man dieses ohne Vorkenntnisse bedenkenlos lesen .

    Mehr
  • Sean Duffy zum Zweiten

    Gun Street Girl

    hundertwasser

    09. March 2016 um 11:24

    Schon der zweite Einsatz für Sean Duffy dieses Jahr im Neuerscheinungsregal: Nachdem er sich im März noch der Aufklärung eines klassischen Locked-Room-Mysterys widmen und dazu parallel einen IRA-Bombenleger unschädlich machen musste (siehe Die verlorenen Schwestern), gibt es nun kurz nach der Frankfurter Buchmesse gleich Nachschlag: Ursprünglich als Trilogie angelegt darf der katholische Bulle Sean Duffy nun noch eine Ehrenrunde im hochexplosiven Irland der 80er Jahre drehen. Eigentlich könnte alles in relativer Ordnung sein - doch die Ruhe in Duffys Revier hält nicht lange vor. Ein Mord bedarf seiner Spürnase, obwohl eigentlich alles klar wäre. Ein reiches Ehepaar wird erschossen in ihrem Anwesen an der Küste Irlands aufgefunden. Vom Sohn des Paares fehlt jede Spur, doch nach ein paar Tagen wird dieser am Fuße der Steilklippen aufgefunden. Ein Selbstmord oder ein geschickt getarnter Mord, bei dem etwas vertuscht werden sollte? Für Sturkopf Duffy ist Ockhams Rasiermesser nämlich mehr als stumpf - die offensichtliche Lösung des Falls behagt ihm überhaupt nicht. Unbeirrt gräbt er immer tiefer und beginnt seine Nachforschungen, die ihm mächtige Feinde bescheren und ihn bis nach Oxford und London führen werden. Inmitten von IRA-Bomben, Straßenschlachten und Anwerbeversuchen des MI5 versucht der katholische Bulle seinen Weg zu gehen, doch wird ihm dies noch einmal gelingen? Sean Duffy im Piano-Modus Musste Duffy in seinem letzten Fall unter Hochdruck operieren, hat ihm McKinty in seinem neuesten Fall eher wieder einen klassischen Krimi mit viel Ermittlungsarbeit auf den Leib geschrieben. Ausgehend von den Ereignissen rund um das erschossene Ehepaar gräbt sich der irische Ermittler Schicht um Schicht tiefer und stößt diesmal auf Amerikaner in Nordirland, Waffenschmuggel und Spuren, die gen England weisen. Flott geht in diesem Falle diesmal kaum etwas, vielmehr muss Duffy immer wieder seine Ermittlungen neu ausrichten und alle Spuren hinterfragen. Doch das Schnüffeln wird in seinem neuesten Fall etwas leichter, da Duffy von Adrian McKinty sogar eine kleine Liebesgeschichte spendiert bekommt, die sein tristes nordirisches Dasein etwas erträglicher macht (plus diverse Wodka Gimlets und alles, was das Betäubungsmittelgesetz so kennt). Duffys Nr. 3: Die verlorenen Schwestenr Adrian McKinty könnte in meinem Falle auch ein Rezept zur Herstellung von Brühe beschreiben, dass es ein Genuss wäre, es zu lesen. Mit seiner Mischung aus Noir, der Geschichte Irlands und einer Einführung in die Popkultur der 80er Jahre verquickt er alles zu einem höchst unterhaltsamen Gesamtkunstwerk. Sein Sean Duffy ist ein gebrochener Charakter, dem die unverbrüchliche Sympathie des Lesers gehört, auch wenn für Duffy Gesetze und Richtlinien eher frei ausgelegt werden. Ein Lob an dieser Stelle wieder an den famosen Übersetzer Peter Torberg, der McKintys so variantenreiche Prosa stets gelungen ins Deutsche hinüberzuretten weiß. Die Dialoge sitzen und machen einfach Spaß. Ich bleibe dabei: Die Sean-Duffy-Reihe ist derzeit eine der besten in der Kriminalliteratur und McKinty einer der talentiertesten Schreiberlinge von der irischen Insel. Eine Pflichtlektüre für alle Leser, die gerne mal abseits ausgetretener Pfade wandeln!

    Mehr
  • Der katholische Bulle löst einen weiteren Fall

    Gun Street Girl

    Greedyreader

    15. February 2016 um 19:12

    Mit dem neuen Roman “Gun Street Girl” legt Adrian McKinty den vierten Band einer ursprünglich als Trilogie geplanten Reihe um Sean Duffy, den katholischen Bullen vor. Duffy arbeitet noch immer als einziger Katholik bei der Carrickfergus Royal Ulster Constabulary - umgeben vom protestantischen “Feind”. Er lebt in einem von der UDA, einer Gruppierung protestantischer Extremisten,kontrollierten Viertel, und noch immer ist der Blick unter das Auto auf der Suche nach Bomben notwendige Routine vor jeder einzelnen Fahrt. Zu Beginn nimmt Duffy mit einer hochkarätig besetzten Spezialeinheit an einem Einsatz an der nordirischen Küste teil. Die Männer versuchen, amerikanische Waffenhändler dingfest zu machen. Die Aktion geht gründlich schief. In Kapitel 3 wird Duffy an einen Tatort gerufen - ein neuer Fall, der scheinbar nichts mit dem Romanauftakt zu tun hat. Das Millionärsehepaar Kelly liegt ermordet in seiner Villa, der 22jährige Sohn Michael ist verschwunden und macht sich dadurch verdächtig. Zwischen Vater und Sohn soll es Spannungen gegeben haben. Einbruchsspuren fehlen ganz. Dann wird Michael tot aufgefunden. Er scheint sich von einer Klippe gestürzt zu haben und hinterlässt einen Abschiedsbrief, in dem er sich zu der Tat bekennt. Damit scheint der Fall gelöst, nicht aber für Sean Duffy. Er ermittelt weiter und stößt auf Ungereimtheiten. Informationen erhält er auch von seiner alten Bekannten Kate, Agentin beim britischen Geheimdienst M15, die ihn abwerben will, weil sie weiß, wie gut er arbeitet und dass er an seinem derzeitigen Arbeitsplatz keine Aufstiegschancen hat. Der Fall wird zunehmend komplizierter. Der britische und der amerikanische Geheimdienst sind involviert, und die Ermittler werden von ganz oben ausgebremst, damit brisante Vorgänge nicht bekannt werden. McKinty greift nicht nur auf tatsächliche weltpolitische Ereignisse um illegalen Waffenhandel zurück, er wählt auch wieder die “Troubles“, die etwa 30 Jahre dauernden bürgerkriegsähnlichen Unruhen in Nordirland, als zeitgeschichtlichen Hintergrund. Dass der Roman im November 1985 einsetzt, ist kein Zufall. In dieser Zeit kam es wegen des geplanten anglo-irischen Abkommens zu besonders heftigen Turbulenzen in der Provinz. Die extremistischen Protestanten fürchteten die Loslösung vom britischen Mutterland, Katholiken sahen die Vereinigung mit der irischen Republik in weite Ferne rücken. Es ist dem Autor hoch anzurechnen, dass er als kenntnisreicher Insider historische Zusammenhänge einer breiten Leserschaft zugänglich macht. Das gefällt mir außerordentlich gut an McKintys Romanen, aber auch die sehr sympathische Figur des katholischen Bullen mit seinem so gar nicht vorschriftsmäßigen Drogen- und Alkoholkonsum. Außerdem ist in diesem Roman auch Platz für die Liebe: eine kurze Affaire mit einer Journalistin und eine Annäherung an die seit langem bewunderte Agentin Kate. Auch sprachlich-stilistisch überzeugt mich der Roman mit gelungenen Dialogen und überaus witzigen Passagen. Bei einem kirchlichen Tanzabend für Singles zum Beispiel suchen die Frauen fluchtartig das Weite, wenn sie erfahren, dass Sean Polizist ist. ("Dass ich Katholik in Carrickfergus war, das war ja schon schlimm genug, aber ein katholischer Bulle? Meine Lebenserwartung rechnete sich in Hundejahren." S. 69). Mir hat McKintys neuer Roman sehr gut gefallen, und ich werde sicherlich auch die nächsten Titel lesen.

    Mehr
  • Die beste Krimireihe!

    Gun Street Girl

    Wassollichlesen

    15. February 2016 um 16:02

    Endlich ein neuer Fall für Sean Duffy!! Das bedeutet auch immer: Notizblock und Bleistift raus, Musikempfehlungen oder eben keine Empfehlungen folgen. " "Sind Sie Duffy?", fragte es und sah mich mit leise köchelnder Wut an."So nennt man mich. Manchmal auch Space Cowboy oder Pompatus of Love", antwortete ich, zwinkerte und hielt ihm meine Hand hin. " Auch der vierte Teil der Reihe ist wieder ein einziger Genuss. Es gibt keine Sekunde, in der ich mich gelangweilt habe und auch keine Sekunde, in der ich weiß, was Adrian McKinty hier konstruiert hat. Die Story greift immer weiter um sich und das Geschehen ist meisterlich in den historischen Kontext eingebaut. "Eine Krähe mit bösem Blick starrte mich von dem durchhängenden Telegrafendraht an. Der Garten war schneegepudert. Mein linkes Nasenloch ebenfalls." Dazu der einmalige Schreibstil, mit einem ordentlichen Schuss (schwarzen) Humor, jede Menge Wodka Gimlet und Musik runden das Gesamtwerk ab.

    Mehr
  • Bissig, launig, unkonventionell!

    Gun Street Girl

    Mira20

    Die Fälle rund um Sean Duffy versprechen stets viel Zündstoff, sind politisch und beschreiben die 80er Jahre in Nordirland. Die Fälle sind jeweils abgeschlossen und können gut einzeln gelesen werden. Als Sean Duffy zum Tatort eines ermordeten Ehepaares gerufen wird, sieht alles ganz simpel nach einem Familiendrama aus. Der Sohn ist auf der Flucht und richtet sich kurz darauf selber. Ein kurzer Brief mit der Mitteilung „Es tut mir leid“ bestärkt seine Schuld. Noch ahnt niemand wie weit die Kreise dieser Morde gehen werden. Auch in diesem Fall muss Duffy gegen Verschleierungen der Geheimdienste ankämpfen. Die Verdächtigen bewegen sich ganz weit oben auf dem politischen Parkett. Nichts wird ihm geschenkt. Fazit Ich mag die bissige unkonventionelle Art mit der Sean Duffy mit sich und der Welt umgeht. Zynismus pur! Mit der brillanten Ermittlung im vorhergehenden Band konnte dieses Buch aber nicht mithalten. Für mich gab es hier von allem eine Spur zu viel. Alkohol und Koks standen im Vordergrund. Der Konsum war zum Teil so hoch, dass es manchmal fast schon unrealistisch war. Ganze Whiskeyflaschen wurden während dem Dienst getrunken. Wie Duffy so noch ein Auto steuern sollte, war mir manchmal schleierhaft. Die depressive Stimmung in Nordirland der 80er Jahre ist aber gut beschrieben. Durch Konflikte, Bombendrohungen wurde ein Mordfall manchmal zur Nebensächlichkeit. Obwohl das Buch nicht so stark wie seine Vorgänger war, empfehle ich es gerne weiter. Der Schreibstil des Autors liest sich leicht, ist lebendig und bissig. Die Fälle bewegen sich immer im Rahmen der ganzen politischen Situation in Nordirland.

    Mehr
    • 2

    BookfantasyXY

    22. January 2016 um 18:41
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

    Mehr
    • 6213

    kubine

    01. December 2015 um 17:12
  • Irischer Krimi

    Gun Street Girl

    Hanz

    30. November 2015 um 18:56

    Der Krimi "Gun Street Girl" von Adrian McKinty aus dem Hause Suhrkamp Nova im Taschenbuchformat spielt in Irland der 80er Jahre und stellt bereits den vierten Fall des Ermittlers Duffy dar. Zum Inhalt möchte ich hier nichts schreiben, weil ich zum einen nicht Spoilern will und zum anderen ist der Buchrückentext überall googlebar. Vielmehr möchte ich kurz darauf eingehen, warum ich die fünf Sterne gegeben habe. Zunächst fand ich beim Lesen, dass Gun Street Girl ein eher durchschnittlicher Krimi war. Ich habe schon viele gelesen und rein technisch ist er schon gut geschrieben, jedoch nichts wirklich spektakuläres. Was mich aber dann überzeugt hat ist das Zusammenspiel aus Schreibstil, Titel und Handlung, denn erst gegen Ende setzt sich das große Ganze zusammen, sodass dem Leser alles klarer wird. Unter anderem der Titel und das Cover bekommen erst beim Lesen einen Sinn. Ebenso die Handlung wird gegen Ende des Buches klar. Mir hat das gefallen, sodass ich alles letztendlich ganz stimmig fand. Das Cover, wenn auch passend, spiegelt die Stimmung wieder, spricht mich aber leider persönlich nicht an. Dafür ziehe ich aber keinen Stern ab, weil ich Inhalt und Stilistik dann doch viel wichtiger finde. Insgesamt ein rundes Buch!

    Mehr
  • Darauf einen Wodka Gimlet!

    Gun Street Girl

    Gulan

    „Ich bin nur neugierig. Rein persönlich. Wie tickt Sean Duffy? Was macht ein netter katholischer Junge bei der protestantischen RUC?“ „Das frage ich mich auch.“ „Und wie lautet die Antwort?“ […] Eine unbequeme Frage. Eine metaphysische Frage. Dieser Art von Fragen war ich nun schon eine ganze Weile ausgewichen. „Na ja, anfangs dachte ich, ich könne etwas bewirken... vor zehn Jahren. Ich dachte, ich könnte vielleicht dabei helfen, diesem Wahnsinn ein Ende zu setzen.“ „Und jetzt?“ „Jetzt merke ich, dass ein Einzelner nur sehr wenig ausrichten kann.“ (S.111) Nordirland 1985: Immer noch ganz miese Popsongs im Radio, immer noch Unruhen auf den Straßen. Das geplante anglo-irische Abkommen sorgt für neuen Zündstoff im Nordirlandkonflikt. Ein Doppelmord an einem reichen Ehepaar im kleinen Ort Whitehead bringt harte Arbeit für Carrickfergus RUC. Als kurz darauf der Sohn der beiden von einer Klippe stürzt und ein Abschiedsbrief gefunden wird, scheint die Sache klar. Doch bei Inspector Sean Duffy bleiben Zweifel. Als kurz darauf auch die Freundin des Sohnes sich vermeintlich selbst tötet, ist das ein Selbstmord zu viel. Duffy forscht nach und gerät wie immer zwischen die Fronten. Adrian McKinty lebt inzwischen in Australien, doch aufgewachsen ist er in Carrickfergus in der Coronation Road 113. Kein Wunder, dass er ein sehr authentisches Setting der 1980er Jahre mitten in den nordirischen troubles kreiert. „Gun Street Girl“ ist inzwischen der vierte Band der Reihe um den nordirischen Polizisten Sean Duffy. McKinty hatte ursprünglich die Reihe nur als Trilogie geplant, doch es ist nur allzu verständlich, dass er von dieser Idee abgerückt ist, denn so eine grandiose Hauptfigur wie Sean Duffy kreiert man als Autor nicht so häufig. Inzwischen schreibt McKinty am fünften Band. Ich brühte mir eine Tasse Tee und aß ein Stück von der Torte. Dann fiel mir der Stoff ein, ich ging hinaus und zog eine Line, die so rein war, als würde Gott persönlich nach mir rufen. Eine ordentliche Tasse Tee, Mrs. Campbells Schwarzwälder, Bayer-Kokain – Mittagessen für Helden. (S.49) Muss ich noch große Worte über diesen Sean Duffy verlieren? Ein katholischer Polizist in der nordirischen protestantischen Polizei. Liebt Frauen, schnelle Autos, Wodka Gimlets. Ach, machen wir es kurz: Er ist vermutlich die coolste Sau der britischen Inseln. Und auch diesmal schlägt er ganz schön über die Stränge („Der Garten war schneegepudert. Mein linkes Nasenloch ebenfalls.“, S.280), aber als Polizist bleibt er unbeugsam und unkorrumpierbar. Und die sich andeutende melancholische Seite an Duffy, kommt in diesem Roman immer deutlicher zum Vorschein. Duffy hadert zunehmend mit sich, ist auf Sinnsuche, privat wie auch beruflich. Und in diesem Moment taucht auch wieder die MI5-Offizierin Kate (die der treue Leser aus „Die verlorenen Schwestern“ kennt) bei ihm auf und macht ihm ein unmoralisches Angebot. „Im New Music Express stand mal ein Artikel darüber, dass die Beatles Archetypen sind. Verstehen Sie? Der Witzige, der Gebildete und so weiter, aber ich finde, erst mögen die Leute Paul, den Netten, Hübschen, doch wenn sie älter werden, wechseln sie zu John über – dem Denker, dem Querulanten; und wenn sie dann ins Alter kommen, landen sie bei George und der Suche nach Spiritualität.“ „Und wo bleibt Ringo?“ fragte Kate. „Na, vielleicht, wenn die Demenz einsetzt?“, erwiderte Lawson ungehalten. (S.164) McKinty bringt einige tatsächliche Ereignisse aus den 1980ern in die Geschichte ein und vermischt sie zu einer packenden und politischen Geschichte mit bissigen Dialogen und viel zynischem, schwarzen Humor. Und dank der Iran-Contra-Affäre und verschwundenen Flugabwehrraketen darf sich Duffy auch wieder (wie schon in „Die Sirenen von Belfast“) mit den Amerikanern anlegen. Freunde der Reihe dürfen sich freuen: Es bleibt hochklassig! Und wer Sean Duffy noch nicht kennt: „Der katholische Bulle“ heißt Band 1.

    Mehr
    • 12
  • Das irische Problem

    Gun Street Girl

    Baerbel82

    Belfast, 1985. An einem Strand bei Derry an der wilden Nordküste Irlands versuchen Waffenschmuggler aus den USA ihre Ware an Land zu bringen. Doch die Polizei ist bereits vor Ort. Unter ihnen Detective Inspector Sean Duffy von der Carrickfergus RUC. Als Duffy zuhause ankommt, wartet schon der nächste Einsatz auf ihn: Ein Doppelmord in Whitehead. Das wohlhabende Ehepaar Kelly wurde brutal ermordet. Ein Auftragsmord? Oder hat Sohn Michael seine Eltern auf dem Gewissen? Kurz darauf wird auch Michael tot aufgefunden. Angeblich Selbstmord. In einem Abschiedsbrief gesteht er, seine Eltern umgebracht zu haben. Aber stimmt das auch? Oder musste Michael sterben, weil er zu viel wusste? Handelt es sich gar um eine Verschwörung? Duffy reist nach Oxford und stößt auf ein düsteres Geheimnis - und auf eine Mauer des Schweigens. Eine Frage der Ehre. „Gun Street Girl“, ist bereits der vierte Fall für den katholischen Bullen. Der prüfende Blick unter seinen BMW gehört noch immer zu Sean Duffys Ritual. Dennoch handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, die ohne Vorkenntnisse lesbar ist. Erneut gibt Adrian McKinty bedrückende Einblicke in den Irland-Konflikt und setzt seine Duffy-Reihe kongenial fort. Die Stimmung bei Polizei und Bevölkerung wird glänzend eingefangen, der zeitgeschichtliche Hintergrund meisterhaft erzählt und gut erklärt. Schön finde ich auch, dass es wieder einen Soundtrack zum Roman gibt. Der Titel „Gun Street Girl“, eigentlich ein Song von Tom Waits, ist äußerst treffend gewählt, bezieht er sich doch auf ein Mädchen, aus der „Gun Street“ (Kapitel 13, Seite 168), das im Roman eine wichtige Rolle spielt. Die gesamte Tragweite erschließt sich dem Leser allerdings erst ganz am Ende. Getragen wird die Geschichte von ihrem Protagonisten. Einerseits das Herz am richtigen Fleck, andererseits nicht vor Gewalt zurückschreckend. Dabei versinkt Duffy immer wieder in einer Welt aus Sex and Drugs and Rock 'n' Roll. Nichts für zartbesaitete Gemüter, nichtsdestotrotz humorvoll geschrieben. „Hallo, Duffy, Sie sind ja früh da.“ „Wollte den Wurm fangen, Sir.“ Und die Moral von der Geschicht‘? Genau wie im wirklichen Leben wird gemauschelt und vertuscht, werden faule Kompromisse geschlossen und die Ermittler von ganz oben zurückgepfiffen oder kaltgestellt. „Einen Ami verhaften? Wie komme ich nur darauf? Ich war doch nichts weiter als ein begriffsstutziger Bulle, der für immer mit einem niedrigen Rang auf einem mittelmäßigen Revier in einer abgelegenen Stadt hocken würde.“ Fazit: Perfekte Mischung aus Dichtung und Wahrheit. Packend, brachial und genial!

    Mehr
    • 2

    Gulan

    28. November 2015 um 15:55
  • Spannend und souverän erzählt

    Gun Street Girl

    michael_lehmann-pape

    26. November 2015 um 11:30

    Spannend und souverän erzählt Und wieder ist Sean Duffy, der „katholische Bulle“ bei der protestantischen Polizei im Belfast der 80er Jahre, umgeben von Kampf, Bomben, Anschlägen und Anfeindungen bei der Arbeit. Eger ausgedrückt zudem „kaputter“ als je zuvor, wovon nicht nur das Beiseite schaffen dieses Beutels an pharmazeutischem Kokain für den Eigenbedarf kündet. Zwar ergeben sich, was Duffy angeht, doch im Lauf der Romane oft ähnliche Motive (das Verhältnis zu Frauen, der lockere Umgang mit Alkohol, Cannabis und, neuerdings, auch härteren Drogen, der permanente Blick unter den BMW, was Quecksilberzünder von Bomben angeht), dennoch gelingt es Mckinty immer wieder schon auf den ersten Seiten den Leser tief hinein zuziehen in die besondere Atmosphäre der bürgerkriegsähnlichen Zustände und der harten, coolen, zynischen Polizeikräfte. Auch wenn Duffy zwei neue Rekruten zugeteilt bekommt, die noch reichlich grün hinter den Ohren zu sein scheinen (aber wer weiß, wie sich der ein oder die andere im Laufe des Buches entwickeln werden). Ein Ehepaar ermordet, der Sohn der beiden spurlos verschwunden, die Tat sauber und professionell ausgeführt, da schrillen die Alarmglocken bei Duffy. Der andererseits zunehmend mit sich beschäftigt ist, spürt, dass ihm die Kontrolle über sein Leben zunehmend entgleitet. Worin auch die beiden Frauen, denen er sich persönlich nähern wird, keine wirklich erfolgreiche Ablenkung bieten werden. Aus verschiedenen Gründen, allerdings, was sich erst zum Ende diesen Falles hin offenbaren wird. Was Wunder, dass Duffy mehr und mehr den Gedanken ernst nimmt, aussteigen zu können, ein entsprechendes Angebot liegt vor. Aber natürlich erst, soweit kennt er sich, so klar ist das bei ihm, wenn dieser Fall aufgeklärt sein wird. Denn lose Enden, die lässt Duffy nicht zurück, die kosten ihn zu viel Schlaf. „Und sie glauben, das wars, Duffy? Das war es noch lange nicht. Sie haben sich mit dem Falschen angelegt“. In einem Fall, in dem die Hintergründe bis ganz nach oben reichen werden, soweit, dass sie deutlich außer Blickweite Duffys verborgen sein werden. Was ihn in keiner Weise beeindrucken oder aufhalten wird. Nicht, wenn neben allen anderen Opfern eine junge Frau hineingezogen werden wird, deren einzige Schuld es ist, am falschen Ort das Falsche gesehen zu haben. Verschwörung, Gier, Mord, Härte, bellende Maschinengewehre, verschwundene Raketen, eine Beichte in Richtung dunkles, schweigendes Meer, ohne wirklich Erlösung zu finden. Auf einem harten Weg, der konsequent gegangen wird und, in seltenen Fällen, auch Rücksicht kennt. „Aber da war keine Wahrheit. Es war nur der Tod. Es ist immer nur der Tod“. Wobei, gemessen an den Wegen der Ermittlungen, der geographischen und auch zeitlichen Ausdehnung, das Finale des Falles doch ein wenig kurz erscheint und der Leser hier gut noch einige Seiten mehr vertragen hätte, bevor man sich, wieder einmal, von Duffy für diesen Band zu verabschieden hat, und nicht weiß, ob demnächst ein neuer Fall warten wird. Zu wüschen wäre es.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks