Gun Street Girl

von Adrian McKinty 
4,4 Sterne bei50 Bewertungen
Gun Street Girl
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Positiv (44):
BerniGunthers avatar

Duffy, 80er und der Nordirland - Konflikt...nach wie vor eine geniale Mischung!

Kritisch (1):
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Das Buch hat mich nicht überzeugt

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Inhaltsangabe zu "Gun Street Girl"

Belfast, 1985. Waffenschmuggel an den Grenzen, Aufstände in den Städten, üble Popsongs im Radio. Und mittendrin Detective Inspector Sean Duffy, der sich als katholischer Bulle in der protestantischen Royal Ulster Constabulary durchschlagen muss. Das wohlhabende Ehepaar Kelly wird brutal ermordet, und kurz darauf entdeckt man die Leiche ihres Sohnes Michael. In einem Abschiedsbrief gesteht er die Tat. Aber irgendetwas scheint an der Sache faul zu sein, und schon bald gibt es weitere Opfer. Duffy muss ins wenig geliebte englische Nachbarland reisen und in den elitären Kreisen von Oxford ermitteln. Stets an seiner Seite: die MI5-Agentin Kate – wertvolle Informantin und geheime Schwachstelle des katholischen Bullen. Und während sie ihm ein verlockendes Angebot macht, das sein ganzes Leben verändern könnte, gerät Duffy immer tiefer hinein in einen Fall, der ihm mächtige Gegner beschert. Zu mächtig vielleicht …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518467350
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:375 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:12.12.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 03.03.2015 bei BLACKSTONE AUDIO BOOKS erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Ingrid_Daviss avatar
    Ingrid_Davisvor einem Jahr
    Solider Krimi mit politischen Hintergrund

    Inzwischen habe ich mich an den Vorleser der englischen Audible-Version gewöhnt, und inzwischen gefällt es mir sogar recht gut, wie er es liest. Diese Nummer 4 der Serie um Sean Duffy war auf der Skala wieder ein bisschen unter Band 3. Für mich steht und fällt die Reihe mit dem Bezug zur politischen Lage in den 1980ern in Belfast/Nordirland.
    Die Romane, bei denen dieser Hintergrund eine größere Rolle spielen, sind definitiv die besseren Duffys. 
    Insgesamt gewinnt man aber den ironischen Duffy und seine lakonische Art, sein Leben und seine Fälle zu schildern lieb und will einfach wissen, wie es ihm weiterhin ergeht.

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    Aoibheanns avatar
    Aoibheannvor 2 Jahren
    Adrian McKinty - Gun Street Girl

    Bei jedem neuen Band um Sean Duffy darf man gespannt sein, mit welcher Geschichte Adrian McKinty den Leser überrascht.
    Die Einbettung eines Mordfalls in eine übergeordnete Verwicklung internationalen Ausmaßes sind für diese Krimireihe nicht nur typisch, sie sind meines Erachtens auch eine absolute Stärke des Autors. Ich habe bisher wenige Bücher gelesen, die diese Verwicklungen (egal ob erfunden oder auf Tatsachen beruhend) so authentisch und nachvollziehbar darlegen.
    Ich bin Jahrgang 1986 und damit eindeutig zu jung, um überhaupt Erinnerungen an die irisch-republikanische Unabhängigkeitsbewegung haben zu können. Daher ist es dem Autor ebenfalls hoch anzurechnen, dass seine Bücher so interessant geschrieben sind, dass man neugierig wird und Hintergrundinformationen haben möchte.

    Seine Hauptfigur Sean Duffy ist eine so rotzige und originale Type mit hohem Wiedererkennungswert, den man schon alleine dafür mögen muss. McKinty hat seinen Ermittler glaubwürdig gestaltet. Ein bisschen kauzig, ein wenig einzelgängerisch und motzig; aber dabei nie zuviel von einer Sache.

    "Gun Street Girl" hat mir nicht ganz so gut gefallen wie "Die verlorenen Schwestern". Der Mordfall und die weiteren Verwicklungen um die gestohlenen Raketensysteme sind wie gewohnt toll geschrieben; die Stimmung sehr gut eingefangen und an den Leser übermittelt. Aber es war nicht unbedingt "mein Fall". Das Buch hat trotzdem die volle Punktzahl verdient, weil es einfach eine hervorragend geschriebene Geschichte ist.

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    eleisouvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein interessanter Krimi, atmosphärisch mit geschichtlichem Hintergrund erzählt
    Gun Street girl

    Ein interessanter Krimi, atmosphärisch mit geschichtlichem Hintergrund erzählt. Inspector Duffy mit seinem humorvollen Stil, seiner manchmal etwas abrupten, sarkastischen Art aber auch mit seinem vortrefflichen Geschmack was Musik betrifft, wurde direkt einer meiner Lieblingsprotagonisten. 
    Detailiert recherchiert er in dem Mordfall an das reiche Ehepaar, das tot aufgefunden wird. Ebenfalls gibt es sich nicht mit schnellen Entschlüssen zufrieden als sich etwas später deren Sohn, der anfangs als Verdächtiger galt, ebenfalls am Meeresufer tot aufgefunden wird. Seine Suche geht knochentief, etwas das vor allem für ihn, einen Katholiken in Nordirland des Jahres 1985 nicht einfach ist. Aber sein ausgesprochen ausgeprägter Spürsinn helfen ihm dabei und seine Mitarbeiter , vor allem McCrabban und seine geheime Liebe, die Agentin Kate, sind auch in schwierigen Zeiten für ihn da. 
    Dieses Buch war eher eine Überraschung für mich, denn obwohl es wahrhaftig keine leichte Lektüre ist, hat es mich durchaus überzeugt. Und ich habe geschichtlich was dazugelernt. Eine sehr gute Mischung, bravo!

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    Langeweiles avatar
    Langeweilevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Das Buch hat mich nicht überzeugt
    Nicht mein Buch

    Nachdem ich das Buch „der katholische Bulle “ gelesen hatte, habe ich mich für dieses Buch beworben. Die Geschichte konnte mich von Anfang an nicht begeistern. Sean Duffy wird mit der Aufklärung mehrerer Mordfälle beauftragt. Ein Ehepaar ist in seinem Haus ermordet worden ,der Sohn Michael steht unter Verdacht , wird aber kurze Zeit später auch tot aufgefunden. Ein Abschiedsbrief soll auf einen Selbstmord hinweisen, was sich aber nicht bestätigt. Seine Freundin , die im Laufe der Ermittlungen befragt wird, kann nichts zur Aufklärung beitragen und wird auch tot aufgefunden. Sean Duffy und sein Kollege finden heraus, dass Michael in Waffenschmuggelgeschäfte verwickelt war. Ich konnte von Anfang an keine Beziehung zu dem Protagonisten aufbauen. Der Schreibstil hat mir ebenfalls nicht gefallen.Ich fand ihn sehr abgehackt, es tauchen immer wieder die gleichen Sätze auf.Gefühlte zwanzigmal las ich , dass Sean Duffy sein Auto nach einer eventuellen Bombe untersuchte.Auch die Beschreibung des Alltags von Sean Duffy ,mit viel Alkoholexessen , Diebstahl und Verzehr von Kokain , fand ich abstoßend. Positiv fand ich lediglich, dass einiges Wissen über die politischen Zustände in Nordirland vermittelt wurde. Alles in allem kann ich dieses Buch leider nicht empfehlen. Buchtitel: Gun Street Girl

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    jawolf35s avatar
    jawolf35vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Authentisch, Spannend,endlich mal ein Krimi nach meinem Geschmack
    Authentisch, Spannend , absolut gelungen

    Sean Duffy ist ein Cop wie er sein sollte ,souverän ehrgeizig ein wenig bissig mit einem gewissen Funken Humor .
    Das Buch versetzt den Leser ins Belfast der 1985er Jahre . Ein dunkler und gefährlicher Abschnitt in Irland in dem Aufstände an der Tagesordnung sind und das Verhältnis zwischen Protestanten und Katholiken nicht gerade das beste ist .Nach einem Doppelmord an einem wohlhabenden Ehepaar und des Selbstmord deren Sohnes sieht zünächst alles nach einem Familiendrama aus ,doch dann geschehen weitere Morde und Duffy merkt schnell das der Fall doch nicht so schnell geklärt sein wird wie angenommen .Gun Street Girl ist ein wirklich toller Krimi der mich durch die Mischung aus Story ,politischer Zeitgeschichte und sehr gelungenen Protagonisten sehr schnell gefesselt hat .Auch wenn man die anderen Bücher nicht kennt kann man dieses ohne Vorkenntnisse bedenkenlos lesen .

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    hundertwassers avatar
    hundertwasservor 3 Jahren
    Sean Duffy zum Zweiten

    Schon der zweite Einsatz für Sean Duffy dieses Jahr im Neuerscheinungsregal: Nachdem er sich im März noch der Aufklärung eines klassischen Locked-Room-Mysterys widmen und dazu parallel einen IRA-Bombenleger unschädlich machen musste (siehe Die verlorenen Schwestern), gibt es nun kurz nach der Frankfurter Buchmesse gleich Nachschlag:

    Ursprünglich als Trilogie angelegt darf der katholische Bulle Sean Duffy nun noch eine Ehrenrunde im hochexplosiven Irland der 80er Jahre drehen. Eigentlich könnte alles in relativer Ordnung sein - doch die Ruhe in Duffys Revier hält nicht lange vor. Ein Mord bedarf seiner Spürnase, obwohl eigentlich alles klar wäre.
    Ein reiches Ehepaar wird erschossen in ihrem Anwesen an der Küste Irlands aufgefunden. Vom Sohn des Paares fehlt jede Spur, doch nach ein paar Tagen wird dieser am Fuße der Steilklippen aufgefunden. Ein Selbstmord oder ein geschickt getarnter Mord, bei dem etwas vertuscht werden sollte?
    Für Sturkopf Duffy ist Ockhams Rasiermesser nämlich mehr als stumpf - die offensichtliche Lösung des Falls behagt ihm überhaupt nicht. Unbeirrt gräbt er immer tiefer und beginnt seine Nachforschungen, die ihm mächtige Feinde bescheren und ihn bis nach Oxford und London führen werden.
    Inmitten von IRA-Bomben, Straßenschlachten und Anwerbeversuchen des MI5 versucht der katholische Bulle seinen Weg zu gehen, doch wird ihm dies noch einmal gelingen?

    Sean Duffy im Piano-Modus
    Musste Duffy in seinem letzten Fall unter Hochdruck operieren, hat ihm McKinty in seinem neuesten Fall eher wieder einen klassischen Krimi mit viel Ermittlungsarbeit auf den Leib geschrieben. Ausgehend von den Ereignissen rund um das erschossene Ehepaar gräbt sich der irische Ermittler Schicht um Schicht tiefer und stößt diesmal auf Amerikaner in Nordirland, Waffenschmuggel und Spuren, die gen England weisen.
    Flott geht in diesem Falle diesmal kaum etwas, vielmehr muss Duffy immer wieder seine Ermittlungen neu ausrichten und alle Spuren hinterfragen. Doch das Schnüffeln wird in seinem neuesten Fall etwas leichter, da Duffy von Adrian McKinty sogar eine kleine Liebesgeschichte spendiert bekommt, die sein tristes nordirisches Dasein etwas erträglicher macht (plus diverse Wodka Gimlets und alles, was das Betäubungsmittelgesetz so kennt).

    Duffys Nr. 3: Die verlorenen Schwestenr
    Adrian McKinty könnte in meinem Falle auch ein Rezept zur Herstellung von Brühe beschreiben,
    dass es ein Genuss wäre, es zu lesen. Mit seiner Mischung aus Noir, der Geschichte Irlands und einer Einführung in die Popkultur der 80er Jahre verquickt er alles zu einem höchst unterhaltsamen Gesamtkunstwerk. Sein Sean Duffy ist ein gebrochener Charakter, dem die unverbrüchliche Sympathie des Lesers gehört, auch wenn für Duffy Gesetze und Richtlinien eher frei ausgelegt werden.

    Ein Lob an dieser Stelle wieder an den famosen Übersetzer Peter Torberg, der McKintys so variantenreiche Prosa stets gelungen ins Deutsche hinüberzuretten weiß. Die Dialoge sitzen und machen einfach Spaß.
    Ich bleibe dabei: Die Sean-Duffy-Reihe ist derzeit eine der besten in der Kriminalliteratur und McKinty einer der talentiertesten Schreiberlinge von der irischen Insel. Eine Pflichtlektüre für alle Leser, die gerne mal abseits ausgetretener Pfade wandeln!

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    Greedyreadervor 3 Jahren
    Der katholische Bulle löst einen weiteren Fall

    Mit dem neuen Roman “Gun Street Girl” legt Adrian McKinty den vierten Band einer ursprünglich als Trilogie geplanten Reihe um Sean Duffy, den katholischen Bullen vor. Duffy arbeitet noch immer als einziger Katholik bei der Carrickfergus Royal Ulster Constabulary - umgeben vom protestantischen “Feind”. Er lebt in einem von der UDA, einer Gruppierung protestantischer Extremisten,kontrollierten Viertel, und noch immer ist der Blick unter das Auto auf der Suche nach Bomben notwendige Routine vor jeder einzelnen Fahrt.

    Zu Beginn nimmt Duffy mit einer hochkarätig besetzten Spezialeinheit an einem Einsatz an der nordirischen Küste teil. Die Männer versuchen, amerikanische Waffenhändler dingfest zu machen. Die Aktion geht gründlich schief.

    In Kapitel 3 wird Duffy an einen Tatort gerufen - ein neuer Fall, der scheinbar nichts mit dem Romanauftakt zu tun hat. Das Millionärsehepaar Kelly liegt ermordet in seiner Villa, der 22jährige Sohn Michael ist verschwunden und macht sich dadurch verdächtig. Zwischen Vater und Sohn soll es Spannungen gegeben haben. Einbruchsspuren fehlen ganz. Dann wird Michael tot aufgefunden. Er scheint sich von einer Klippe gestürzt zu haben und hinterlässt einen Abschiedsbrief, in dem er sich zu der Tat bekennt. Damit scheint der Fall gelöst, nicht aber für Sean Duffy. Er ermittelt weiter und stößt auf Ungereimtheiten. Informationen erhält er auch von seiner alten Bekannten Kate, Agentin beim britischen Geheimdienst M15, die ihn abwerben will, weil sie weiß, wie gut er arbeitet und dass er an seinem derzeitigen Arbeitsplatz keine Aufstiegschancen hat.

    Der Fall wird zunehmend komplizierter. Der britische und der amerikanische Geheimdienst sind involviert, und die Ermittler werden von ganz oben ausgebremst, damit brisante Vorgänge nicht bekannt werden.

    McKinty greift nicht nur auf tatsächliche weltpolitische Ereignisse um illegalen Waffenhandel zurück, er wählt auch wieder die “Troubles“, die etwa 30 Jahre dauernden bürgerkriegsähnlichen Unruhen in Nordirland, als zeitgeschichtlichen Hintergrund. Dass der Roman im November 1985 einsetzt, ist kein Zufall. In dieser Zeit kam es wegen des geplanten anglo-irischen Abkommens zu besonders heftigen Turbulenzen in der Provinz. Die extremistischen Protestanten fürchteten die Loslösung vom britischen Mutterland, Katholiken sahen die Vereinigung mit der irischen Republik in weite Ferne rücken. Es ist dem Autor hoch anzurechnen, dass er als kenntnisreicher Insider historische Zusammenhänge einer breiten Leserschaft zugänglich macht. Das gefällt mir außerordentlich gut an McKintys Romanen, aber auch die sehr sympathische Figur des katholischen Bullen mit seinem so gar nicht vorschriftsmäßigen Drogen- und Alkoholkonsum. Außerdem ist in diesem Roman auch Platz für die Liebe: eine kurze Affaire mit einer Journalistin und eine Annäherung an die seit langem bewunderte Agentin Kate. Auch sprachlich-stilistisch überzeugt mich der Roman mit gelungenen Dialogen und überaus witzigen Passagen. Bei einem kirchlichen Tanzabend für Singles zum Beispiel suchen die Frauen fluchtartig das Weite, wenn sie erfahren, dass Sean Polizist ist. ("Dass ich Katholik in Carrickfergus war, das war ja schon schlimm genug, aber ein katholischer Bulle? Meine Lebenserwartung rechnete sich in Hundejahren." S. 69).

    Mir hat McKintys neuer Roman sehr gut gefallen, und ich werde sicherlich auch die nächsten Titel lesen.

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    Wassollichlesenvor 3 Jahren
    Die beste Krimireihe!

    Endlich ein neuer Fall für Sean Duffy!! Das bedeutet auch immer: Notizblock und Bleistift raus, Musikempfehlungen oder eben keine Empfehlungen folgen.
    " "Sind Sie Duffy?", fragte es und sah mich mit leise köchelnder Wut an."So nennt man mich. Manchmal auch Space Cowboy oder Pompatus of Love", antwortete ich, zwinkerte und hielt ihm meine Hand hin. "
    Auch der vierte Teil der Reihe ist wieder ein einziger Genuss. Es gibt keine Sekunde, in der ich mich gelangweilt habe und auch keine Sekunde, in der ich weiß, was Adrian McKinty hier konstruiert hat. Die Story greift immer weiter um sich und das Geschehen ist meisterlich in den historischen Kontext eingebaut.

    "Eine Krähe mit bösem Blick starrte mich von dem durchhängenden Telegrafendraht an. Der Garten war schneegepudert. Mein linkes Nasenloch ebenfalls."
    Dazu der einmalige Schreibstil, mit einem ordentlichen Schuss (schwarzen) Humor, jede Menge Wodka Gimlet und Musik runden das Gesamtwerk ab.

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    Hanzs avatar
    Hanzvor 3 Jahren
    Irischer Krimi

    Der Krimi "Gun Street Girl" von Adrian McKinty aus dem Hause Suhrkamp Nova im Taschenbuchformat spielt in Irland der 80er Jahre und stellt bereits den vierten Fall des Ermittlers Duffy dar.
    Zum Inhalt möchte ich hier nichts schreiben, weil ich zum einen nicht Spoilern will und zum anderen ist der Buchrückentext überall googlebar.

    Vielmehr möchte ich kurz darauf eingehen, warum ich die fünf Sterne gegeben habe. Zunächst fand ich beim Lesen, dass Gun Street Girl ein eher durchschnittlicher Krimi war. Ich habe schon viele gelesen und rein technisch ist er schon gut geschrieben, jedoch nichts wirklich spektakuläres. Was mich aber dann überzeugt hat ist das Zusammenspiel aus Schreibstil, Titel und Handlung, denn erst gegen Ende setzt sich das große Ganze zusammen, sodass dem Leser alles klarer wird.
    Unter anderem der Titel und das Cover bekommen erst beim Lesen einen Sinn. Ebenso die Handlung wird gegen Ende des Buches klar. Mir hat das gefallen, sodass ich alles letztendlich ganz stimmig fand.

    Das Cover, wenn auch passend, spiegelt die Stimmung wieder, spricht mich aber leider persönlich nicht an. Dafür ziehe ich aber keinen Stern ab, weil ich Inhalt und Stilistik dann doch viel wichtiger finde.

    Insgesamt ein rundes Buch!

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    michael_lehmann-papevor 3 Jahren
    Spannend und souverän erzählt

    Spannend und souverän erzählt

    Und wieder ist Sean Duffy, der „katholische Bulle“ bei der protestantischen Polizei im Belfast der 80er Jahre, umgeben von Kampf, Bomben, Anschlägen und Anfeindungen bei der Arbeit.

    Eger ausgedrückt zudem „kaputter“ als je zuvor, wovon nicht nur das Beiseite schaffen dieses Beutels an pharmazeutischem Kokain für den Eigenbedarf kündet.
    Zwar ergeben sich, was Duffy angeht, doch im Lauf der Romane oft ähnliche Motive (das Verhältnis zu Frauen, der lockere Umgang mit Alkohol, Cannabis und, neuerdings, auch härteren Drogen, der permanente Blick unter den BMW, was Quecksilberzünder von Bomben angeht), dennoch gelingt es Mckinty immer wieder schon auf den ersten Seiten den Leser tief hinein zuziehen in die besondere Atmosphäre der bürgerkriegsähnlichen Zustände und der harten, coolen, zynischen Polizeikräfte.

    Auch wenn Duffy zwei neue Rekruten zugeteilt bekommt, die noch reichlich grün hinter den Ohren zu sein scheinen (aber wer weiß, wie sich der ein oder die andere im Laufe des Buches entwickeln werden).

    Ein Ehepaar ermordet, der Sohn der beiden spurlos verschwunden, die Tat sauber und professionell ausgeführt, da schrillen die Alarmglocken bei Duffy. Der andererseits zunehmend mit sich beschäftigt ist, spürt, dass ihm die Kontrolle über sein Leben zunehmend entgleitet. Worin auch die beiden Frauen, denen er sich persönlich nähern wird, keine wirklich erfolgreiche Ablenkung bieten werden. Aus verschiedenen Gründen, allerdings, was sich erst zum Ende diesen Falles hin offenbaren wird.

    Was Wunder, dass Duffy mehr und mehr den Gedanken ernst nimmt, aussteigen zu können, ein entsprechendes Angebot liegt vor. Aber natürlich erst, soweit kennt er sich, so klar ist das bei ihm, wenn dieser Fall aufgeklärt sein wird. Denn lose Enden, die lässt Duffy nicht zurück, die kosten ihn zu viel Schlaf.

    „Und sie glauben, das wars, Duffy? Das war es noch lange nicht. Sie haben sich mit dem Falschen angelegt“.

    In einem Fall, in dem die Hintergründe bis ganz nach oben reichen werden, soweit, dass sie deutlich außer Blickweite Duffys verborgen sein werden. Was ihn in keiner Weise beeindrucken oder aufhalten wird.

    Nicht, wenn neben allen anderen Opfern eine junge Frau hineingezogen werden wird, deren einzige Schuld es ist, am falschen Ort das Falsche gesehen zu haben.

    Verschwörung, Gier, Mord, Härte, bellende Maschinengewehre, verschwundene Raketen, eine Beichte in Richtung dunkles, schweigendes Meer, ohne wirklich Erlösung zu finden. Auf einem harten Weg, der konsequent gegangen wird und, in seltenen Fällen, auch Rücksicht kennt.

    „Aber da war keine Wahrheit. Es war nur der Tod. Es ist immer nur der Tod“.

    Wobei, gemessen an den Wegen der Ermittlungen, der geographischen und auch zeitlichen Ausdehnung, das Finale des Falles doch ein wenig kurz erscheint und der Leser hier gut noch einige Seiten mehr vertragen hätte, bevor man sich, wieder einmal, von Duffy für diesen Band zu verabschieden hat, und nicht weiß, ob demnächst ein neuer Fall warten wird.

    Zu wüschen wäre es.

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