Adrian Suter

 4.2 Sterne bei 10 Bewertungen

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Rezension zu "Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger" von Adrian Suter

Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger
Svartavor 3 Jahren

Inhalt:"Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges begibt sich eine Sondereinheit des Hitler-Regimes unter der Leitung von Oberst Dr. Furtwanger auf die »Expedition Mantodea«. Im Auftrag des Führers sucht sie in der afrikanischen Steppe nach einer Spezies der Stabschrecke, durch deren Verzehr Unsterblichkeit erlangt werden soll. Ziel der Expedition ist es, Hitler das ewige Leben zu verleihen.
Wir erfahren es hundertvierzig Jahre später, in einer technologisch hochstehenden und friedfertigen, doch gleichzeitig kitschig-skurrilen Welt, in der sich die Menschheit einem überbordenden Konsumrausch hingibt.
Doch der Schein trügt, denn es herrscht die totale Kontrolle und das Regime steht kurz dem Endziel: Adolf Hitler von den Toten zu erwecken, sodass der Führer ein ewig währendes Reich des Schreckens und eine Diktatur des Grauens errichten kann ..."


Vielen Dank an den Riverfield Verlag, der mir das Buch von Adrian Suter zur Verfügung gestellt hat!

Die Zukunftsvision, die der Autor Adrian Suter für diese Geschichte geschaffen hat, war für mich faszinierend und originell, aber auch skurril und teilweise erschreckend. Allein aus dem Grund, das es zu heute Parallelen aufweist und einige beschriebenen Dinge gar nicht so abwegig wären...
Auch mit dem flüssigen und fesselnden Schreibstil konnte das Buch von der ersten Seite an bei mir punkten! Besonders der immer wieder aufblitzende Sarkasmus, bzw. in meinen Augen auch mal Kritik, des Autos hat mir viel Spaß bei der Lektüre des Buchs gebracht. 

Ich hatte einen sehr guten Einstieg in die Geschichte, in der man kurz einen Blick in die Vergangenheit werfen darf und den mysteriösen und exzentrischen Dr. Furtwanger kennenlernt. Nach meinem Geschmack hätte der Teil auch ein wenig länger sein können, ich fand es sehr interessant und lieferte Stoff um im weiteren Verlauf des Buches zu grübeln! Auch die weitere Geschichte kann den Leser zum einen durch die generell interessante Thematik fesseln, zum anderen durch einige, oft auch vollkommenen überraschenden Wendungen, bei der Stange halten.
Man will unbedingt wissen wie es weiter geht. ob das Regime sein Endziel erreichen wird und natürlich auch ob und wie die beiden Protagonisten Al und Bea die Vorkommnisse meistern werden. Ich hatte nur etwas Probleme mit dem mittleren Teil des Buches, der hat sich für mich etwas gezogen. Ich möchte natürlich nicht zu viel verraten, nur so viel: Man bewegt sich in diesem Teil als Leser hauptsächlich in Als Gedankenwelt. Das ist anfangs aufregend und interessant, wird aber nach einer Weile zu viel und man möchte ausbrechen... was andererseits auch ein gewollter Effekt sein kann und man so Als Situation gut nachfühlen kann.

Mit Al und Bea hatte ich anfangs nur leider etwas Probleme, da sie für mich oft nicht nachvollziehbare Entscheidungen treffen und mir auch etwas unsympathisch waren. Auch benehmen sie sich gegenüber einandern teilweise wirklich unmöglich... Aber zum Glück machen beide eine interessante, und wie ich finde sehr positive, Entwicklung im Laufe der Geschichte durch.
Ein weiterer, kleiner Kritikpunkt ist für mich das Ende: Das wurde für mich viel zu schnell abgehandelt, nach dem sich die Spannung so lange aufgebaut hat. Besonders wie sich das Ende für Al und Bea gestaltet war für mich zu schnell und ungenau... da hätte ich mir mehr gewünscht.

Fazit:
Eine originelle und spannende Dystopie, die ich nicht nur für Fans von Dystopien gerne weiterempfehle! Wir können nur hoffen, das wir uns nicht in diese Weise entwickeln werden... ;) Ich vergebe 4 Sterne!

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LillianMcCarthys avatar

Rezension zu "Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger" von Adrian Suter

Schrecklich schönes Was-Wäre-Wenn-Szenario!
LillianMcCarthyvor 3 Jahren

Inhalt: Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges begibt sich eine Sondereinheit des Hitler-Regimes unter der Leitung von Oberst Dr. Furtwanger auf die 'Expedition Mantodea'. Im Auftrag des Führers sucht sie in der afrikanischen Steppe nach einer Spezies der Stabschrecke, durch deren Verzehr Unsterblichkeit erlangt werden soll. Ziel der Expedition ist es, Hitler das ewige Leben und die ewige Macht zu verleihen. Nicht das Tausendjährige, das Ewige Reich des Despoten ist die erschreckende Aussicht. Wird es Furtwanger gelingen, dieses Ziel zu erreichen und die Menschheit in eine immerwährende Diktatur des Grauens zu stürzen? Wir erfahren es hundertvierzig Jahre später, in einer technologisch hochstehenden und gleichsam kitschigen Welt, in der sich die Menschheit einem überbordenden Konsumrausch hingibt. (Quelle: lovelybooks)

Meine Meinung: Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger war meine Top-Neuerscheinung aus dem Riverfield-Verlag und ich habe mich sehr gefreut, das Buch in meinem Briefkasten zu finden. Es verspricht eine interessante Mischung aus Zukunft und Vergangenhet und wer das erwartet, der wird auch nicht enttäuscht. Das 400 Seiten lange Buch ist in drei Abschnitte eingeteilt. Der erste spielt 1945, der zweite 1999 und 2000 und der dritte 84 Jahre später. 2084. Während wir im ersten Abschnitt noch Professor Furtwanger selbst, sowie seinen Gehilfen Karl, begleiten, geht es im restlichen Buch hauptsächlich um Allan und um seine große Liebe Bea.

Ich muss sagen, dass ich erst etwas enttäuscht war nach dem relativ kurzen ersten Teil von dem Professor Abschied zu nehmen. Ich habe sehr schnell ins Buch gefunden und fand den Charakter des Professors genauso spannend, wie seinen Plan. Wie man schon sehr schnell erkennen kann, ist Furtwanger der perfekte Antagonist und man entwickelt für diesen toll gestalteten Charakter eine seltsame Mischung aus Bewunderung und Abscheu. Aus diesem tollen Einstieg wurde ich unsanft hinaus gerissen, als wir nicht den Professor ins Jahr 2000 begleiten sondern Allan. Allan ist mehr als durchschnittlich und während wir seine Geschichte lesen, wird uns nur zu deutlich bewusst, dass Allan nicht im Entferntesten ein Held ist. Eher ein Versager. Ich konnte für Allan keine Sympathien aufbauen. Auch nicht für Bea sondern eigentlich nur für ein paar Charaktere am Rande, wie zum Beispiel Allans Schwester oder Beas Mutter. Das hat mir gerade im zweiten Teil gefehlt und so hat sich dieser doch ein wenig gezogen.


Daran schließt jedoch auch direkt der Abschnitt in der Zukunft an und von dem war ich wieder richtig begeistert. Von der Entwicklung dorthin kann ich euch leider nicht allzu viel verraten. Ich bin jedoch ein großer Fan von Dystopien. Ich liebe die gut konstruierten Welten, liebe ihre Schwächen und Innovationen. Umso strenger bin ich aber auch mit Dystopien und besonders mit dem Weltenentwurf. Adrian Sutter hat jedoch ganze Arbeit geleistet und eine beeindruckende und schrecklich schöne neue Welt geschaffen. Dafür verdient er meinen ganzen Respekt und hat mich wieder voll und ganz an das Buch gefesselt. 

Adrian Sutter verknüpft während des ganzen Buches geschichtliche Begebenheiten mit der neuen Welt, die er erschafft. Alles ist genau fundiert und egal ob Hitler oder der 11. September, geschickt finden diese Ereignisse in der neuen Welt Platz und erschaffen ein düsteres Was-wäre-wenn-Szenario. Die ganze Geschichte regt so noch einmal schön zum Nachdenken an und endet zum Glück auch noch in einem großen Showdown, sodass man dem Ende gespannt entgegenfiebert.


Shortlist:

Genre: tolle Mischung aus historischem Roman, Belletristik und Dystopie

Themen: NS-Zeit, Weltentwurf, Was-wäre-wenn-Szenario

Idee & Umsetzung: tolle Idee gekonnt umgesetzt

Setting: Deutschland, Schweiz, Afrika und New York zu verschiedenen Zeitpunkten

Stimmung/Atmosphäre: melancholisch, gespannt

Charaktere: sehr eigen, nicht wirklich viel Herzpotential

Protagonist/in: Allan, Anti-Held und absoluter Chaot

Schreibstil: sehr gekonnt

Ende: Happy End mit großem Showdown

Bewertung: Mit der schrecklich schönen neuen Welt des Professor Furtwanger schafft Adrian Sutter eine gekonnte Verknüpfung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und zwigt us ein erschreckendes Was-wäre-wenn-Szenario, das aber dennoch mit einem Happy End endet. Leider hat sich das Buch in der Mitte etwas gezogen und ich hätte mir sehr einen Charakter gewünscht, den ich in mein Herz schließen kann, mit dem ich mitfiebern kann. Aus diesem Grund gibt es von mir 4 von 5 Füchschen. 

Vielen herzlichen Dank an Riverfield für das schöne *Rezensionsexemplar.

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Binchen84s avatar

Rezension zu "Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger" von Adrian Suter

sehr spannend und faszinierend
Binchen84vor 3 Jahren

Inhalt:
Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges begibt sich eine Sondereinheit des Hitler-Regimes unter der Leitung von Oberst Dr. Furtwanger auf die »Expedition Mantodea«. Im Auftrag des Führers sucht sie in der afrikanischen Steppe nach einer Spezies der Stabschrecke, durch deren Verzehr Unsterblichkeit erlangt werden soll. Ziel der Expedition ist es, Hitler das ewige Leben zu verleihen.
Wir erfahren es hundertvierzig Jahre später, in einer technologisch hochstehenden und friedfertigen, doch gleichzeitig kitschig-skurrilen Welt, in der sich die Menschheit einem überbordenden Konsumrausch hingibt.Doch der Schein trügt, denn es herrscht die totale Kontrolle und das Regime steht kurz dem Endziel: Adolf Hitler von den Toten zu erwecken, sodass der Führer ein ewig währendes Reich des Schreckens und eine Diktatur des Grauens errichten kann ...(Quelle: Riverfield Verlag) 

Über den Autor:
Adrian Suter, geboren 1952, machte seine ersten Schritte als Autor und Verleger schon als Siebzehnjähriger mit der Herausgabe des ersten deutschsprachigen U-Comix-Magazins. Siebzehn Jahre lang, führte er eine eigene Druckerei. Seit 2006 arbeitet Suter hauptberuflich als Verleger, Schriftsteller und Autor. Zuletzt war er Koautor bei der Autobiografie von Shlomo Graber, 'Denn Liebe ist stärker als Hass', die 2015 im Riverfield Verlag erschienen ist. An vorliegendem Werk arbeitete Suter fast zehn Jahre lang. Er lebt und arbeitet in Zürich.(Quelle: Riverfield Verlag)

Meine Meinung:
Bei diesem Buch hat mich der Klappentext unwahrscheinlich angesprochen. 
Der Einstieg in die Handlung gelingt recht schnell und einfach und sobald man die ersten Kapitel gelesen hat kann man nicht mehr aufhören. Die Spannung wird weiter gesteigert und zwischendurch findet auch noch eine kleine Liebesgeschichte statt. 
Adrian Suter hat einen sehr ansprechenden und gut zu lesenden Schreibstil der den Leser ans Buch fesselt.
Die Handlung ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil findet die Expedition und die Erforschung des Mittels statt. Im zweiten geht es dann um die Auswirkungen der Forschungen von Professor Furtwanger.
Allan, einer der Hauptprotagonisten, ja ihr habt richtig gelesen, den der Professor spielt nur eine Nebenrolle. Also, Allan ist Angestellter in einer Immobilienfirma und tritt oftmals in diverse Fettnäpfchen und hat auch so nicht das Glück unbedingt auf seiner Seite. Auch wenn es am Anfang anders aussehen mag. 
Bea, seine Frau kennt seit Kindheitstagen nur die Sonnenseiten des Lebens und kostet diese auch extrem aus. Einzig die Bevormundung durch ihre Mutter kann sie nicht ausstehen, aber dieser entzieht sie sich durch die Heirat mit Allan. Sie arbeitet für den Professor und erzählt ihm von Allans Probleme, wodurch dieser in etwas hineingezogen wird wo er nicht abschätzen kann, was sich daraus ergibt.
Das Ende war sehr überraschend aber auch passend für diese Story gewählt. So sind auch in der Handlung immer wieder Überraschungen mit denen man gar nicht rechnen kann und der Geschichte neuen Schwung einhauchen.

Fazit:
Eine sehr spannende und faszinierende Geschichte die den Leser mitreißt und nicht mehr loslässt. 

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