Adrian Suter Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger

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Inhaltsangabe zu „Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger“ von Adrian Suter

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges begibt sich eine Sondereinheit des Hitler-Regimes unter der Leitung von Oberst Dr. Furtwanger auf die 'Expedition Mantodea'. Im Auftrag des Führers sucht sie in der afrikanischen Steppe nach einer Spezies der Stabschrecke, durch deren Verzehr Unsterblichkeit erlangt werden soll. Ziel der Expedition ist es, Hitler das ewige Leben und die ewige Macht zu verleihen. Nicht das Tausendjährige, das Ewige Reich des Despoten ist die erschreckende Aussicht. Wird es Furtwanger gelingen, dieses Ziel zu erreichen und die Menschheit in eine immerwährende Diktatur des Grauens zu stürzen? Wir erfahren es hundertvierzig Jahre später, in einer technologisch hochstehenden und gleichsam kitschigen Welt, in der sich die Menschheit einem überbordenden Konsumrausch hingibt. 'Großartig, wie das Buch aufgebaut ist und die Teile ineinander verwoben sind. Die Handlung ist originell und speziell, vor allem der dritte Teil dann sehr sarkastisch und – trotz seiner Abwegigkeit – doch auch beängstigend unabwegig.' David Bielmann Schriftsteller und Germanist

Schrecklich schönes Was-Wäre-Wenn-Szenario!

— LillianMcCarthy
LillianMcCarthy

eine sehr spannende und faszinierende Geschichte

— Binchen84
Binchen84

Eine absolut faszinierende Geschichte. Mitreißend erzählt. "Er ist wieder da" trifft auf das Capitol (Panem)!

— missmistersland
missmistersland

besonders

— niklas1804
niklas1804

Mein erstes Buch mit Handlungsort Schweiz. Spannend, mitreissend und kreativ geschrieben, scheinbar haben wir lieben Schweizer doch was auf dem Kasten!

— AndreaKristina
AndreaKristina

Dieses Buch ist ein Leckerbissen mit wirklich abgefahrenen Wendungen, Ansichten und einem grandiosen Finale.

— Annabel
Annabel

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  • Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger

    Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger
    Svarta

    Svarta

    Inhalt:"Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges begibt sich eine Sondereinheit des Hitler-Regimes unter der Leitung von Oberst Dr. Furtwanger auf die »Expedition Mantodea«. Im Auftrag des Führers sucht sie in der afrikanischen Steppe nach einer Spezies der Stabschrecke, durch deren Verzehr Unsterblichkeit erlangt werden soll. Ziel der Expedition ist es, Hitler das ewige Leben zu verleihen.Wir erfahren es hundertvierzig Jahre später, in einer technologisch hochstehenden und friedfertigen, doch gleichzeitig kitschig-skurrilen Welt, in der sich die Menschheit einem überbordenden Konsumrausch hingibt.Doch der Schein trügt, denn es herrscht die totale Kontrolle und das Regime steht kurz dem Endziel: Adolf Hitler von den Toten zu erwecken, sodass der Führer ein ewig währendes Reich des Schreckens und eine Diktatur des Grauens errichten kann ..."Vielen Dank an den Riverfield Verlag, der mir das Buch von Adrian Suter zur Verfügung gestellt hat!Die Zukunftsvision, die der Autor Adrian Suter für diese Geschichte geschaffen hat, war für mich faszinierend und originell, aber auch skurril und teilweise erschreckend. Allein aus dem Grund, das es zu heute Parallelen aufweist und einige beschriebenen Dinge gar nicht so abwegig wären...Auch mit dem flüssigen und fesselnden Schreibstil konnte das Buch von der ersten Seite an bei mir punkten! Besonders der immer wieder aufblitzende Sarkasmus, bzw. in meinen Augen auch mal Kritik, des Autos hat mir viel Spaß bei der Lektüre des Buchs gebracht. Ich hatte einen sehr guten Einstieg in die Geschichte, in der man kurz einen Blick in die Vergangenheit werfen darf und den mysteriösen und exzentrischen Dr. Furtwanger kennenlernt. Nach meinem Geschmack hätte der Teil auch ein wenig länger sein können, ich fand es sehr interessant und lieferte Stoff um im weiteren Verlauf des Buches zu grübeln! Auch die weitere Geschichte kann den Leser zum einen durch die generell interessante Thematik fesseln, zum anderen durch einige, oft auch vollkommenen überraschenden Wendungen, bei der Stange halten.Man will unbedingt wissen wie es weiter geht. ob das Regime sein Endziel erreichen wird und natürlich auch ob und wie die beiden Protagonisten Al und Bea die Vorkommnisse meistern werden. Ich hatte nur etwas Probleme mit dem mittleren Teil des Buches, der hat sich für mich etwas gezogen. Ich möchte natürlich nicht zu viel verraten, nur so viel: Man bewegt sich in diesem Teil als Leser hauptsächlich in Als Gedankenwelt. Das ist anfangs aufregend und interessant, wird aber nach einer Weile zu viel und man möchte ausbrechen... was andererseits auch ein gewollter Effekt sein kann und man so Als Situation gut nachfühlen kann.Mit Al und Bea hatte ich anfangs nur leider etwas Probleme, da sie für mich oft nicht nachvollziehbare Entscheidungen treffen und mir auch etwas unsympathisch waren. Auch benehmen sie sich gegenüber einandern teilweise wirklich unmöglich... Aber zum Glück machen beide eine interessante, und wie ich finde sehr positive, Entwicklung im Laufe der Geschichte durch.Ein weiterer, kleiner Kritikpunkt ist für mich das Ende: Das wurde für mich viel zu schnell abgehandelt, nach dem sich die Spannung so lange aufgebaut hat. Besonders wie sich das Ende für Al und Bea gestaltet war für mich zu schnell und ungenau... da hätte ich mir mehr gewünscht.Fazit:Eine originelle und spannende Dystopie, die ich nicht nur für Fans von Dystopien gerne weiterempfehle! Wir können nur hoffen, das wir uns nicht in diese Weise entwickeln werden... ;) Ich vergebe 4 Sterne!

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  • Schrecklich schönes Was-Wäre-Wenn-Szenario!

    Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger
    LillianMcCarthy

    LillianMcCarthy

    11. December 2015 um 10:14

    Inhalt: Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges begibt sich eine Sondereinheit des Hitler-Regimes unter der Leitung von Oberst Dr. Furtwanger auf die 'Expedition Mantodea'. Im Auftrag des Führers sucht sie in der afrikanischen Steppe nach einer Spezies der Stabschrecke, durch deren Verzehr Unsterblichkeit erlangt werden soll. Ziel der Expedition ist es, Hitler das ewige Leben und die ewige Macht zu verleihen. Nicht das Tausendjährige, das Ewige Reich des Despoten ist die erschreckende Aussicht. Wird es Furtwanger gelingen, dieses Ziel zu erreichen und die Menschheit in eine immerwährende Diktatur des Grauens zu stürzen? Wir erfahren es hundertvierzig Jahre später, in einer technologisch hochstehenden und gleichsam kitschigen Welt, in der sich die Menschheit einem überbordenden Konsumrausch hingibt. (Quelle: lovelybooks) Meine Meinung: Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger war meine Top-Neuerscheinung aus dem Riverfield-Verlag und ich habe mich sehr gefreut, das Buch in meinem Briefkasten zu finden. Es verspricht eine interessante Mischung aus Zukunft und Vergangenhet und wer das erwartet, der wird auch nicht enttäuscht. Das 400 Seiten lange Buch ist in drei Abschnitte eingeteilt. Der erste spielt 1945, der zweite 1999 und 2000 und der dritte 84 Jahre später. 2084. Während wir im ersten Abschnitt noch Professor Furtwanger selbst, sowie seinen Gehilfen Karl, begleiten, geht es im restlichen Buch hauptsächlich um Allan und um seine große Liebe Bea. Ich muss sagen, dass ich erst etwas enttäuscht war nach dem relativ kurzen ersten Teil von dem Professor Abschied zu nehmen. Ich habe sehr schnell ins Buch gefunden und fand den Charakter des Professors genauso spannend, wie seinen Plan. Wie man schon sehr schnell erkennen kann, ist Furtwanger der perfekte Antagonist und man entwickelt für diesen toll gestalteten Charakter eine seltsame Mischung aus Bewunderung und Abscheu. Aus diesem tollen Einstieg wurde ich unsanft hinaus gerissen, als wir nicht den Professor ins Jahr 2000 begleiten sondern Allan. Allan ist mehr als durchschnittlich und während wir seine Geschichte lesen, wird uns nur zu deutlich bewusst, dass Allan nicht im Entferntesten ein Held ist. Eher ein Versager. Ich konnte für Allan keine Sympathien aufbauen. Auch nicht für Bea sondern eigentlich nur für ein paar Charaktere am Rande, wie zum Beispiel Allans Schwester oder Beas Mutter. Das hat mir gerade im zweiten Teil gefehlt und so hat sich dieser doch ein wenig gezogen. Daran schließt jedoch auch direkt der Abschnitt in der Zukunft an und von dem war ich wieder richtig begeistert. Von der Entwicklung dorthin kann ich euch leider nicht allzu viel verraten. Ich bin jedoch ein großer Fan von Dystopien. Ich liebe die gut konstruierten Welten, liebe ihre Schwächen und Innovationen. Umso strenger bin ich aber auch mit Dystopien und besonders mit dem Weltenentwurf. Adrian Sutter hat jedoch ganze Arbeit geleistet und eine beeindruckende und schrecklich schöne neue Welt geschaffen. Dafür verdient er meinen ganzen Respekt und hat mich wieder voll und ganz an das Buch gefesselt.  Adrian Sutter verknüpft während des ganzen Buches geschichtliche Begebenheiten mit der neuen Welt, die er erschafft. Alles ist genau fundiert und egal ob Hitler oder der 11. September, geschickt finden diese Ereignisse in der neuen Welt Platz und erschaffen ein düsteres Was-wäre-wenn-Szenario. Die ganze Geschichte regt so noch einmal schön zum Nachdenken an und endet zum Glück auch noch in einem großen Showdown, sodass man dem Ende gespannt entgegenfiebert. Shortlist: Genre: tolle Mischung aus historischem Roman, Belletristik und Dystopie Themen: NS-Zeit, Weltentwurf, Was-wäre-wenn-Szenario Idee & Umsetzung: tolle Idee gekonnt umgesetzt Setting: Deutschland, Schweiz, Afrika und New York zu verschiedenen Zeitpunkten Stimmung/Atmosphäre: melancholisch, gespannt Charaktere: sehr eigen, nicht wirklich viel Herzpotential Protagonist/in: Allan, Anti-Held und absoluter Chaot Schreibstil: sehr gekonnt Ende: Happy End mit großem Showdown Bewertung: Mit der schrecklich schönen neuen Welt des Professor Furtwanger schafft Adrian Sutter eine gekonnte Verknüpfung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und zwigt us ein erschreckendes Was-wäre-wenn-Szenario, das aber dennoch mit einem Happy End endet. Leider hat sich das Buch in der Mitte etwas gezogen und ich hätte mir sehr einen Charakter gewünscht, den ich in mein Herz schließen kann, mit dem ich mitfiebern kann. Aus diesem Grund gibt es von mir 4 von 5 Füchschen.  Vielen herzlichen Dank an Riverfield für das schöne *Rezensionsexemplar.

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  • sehr spannend und faszinierend

    Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger
    Binchen84

    Binchen84

    09. December 2015 um 11:26

    Inhalt: Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges begibt sich eine Sondereinheit des Hitler-Regimes unter der Leitung von Oberst Dr. Furtwanger auf die »Expedition Mantodea«. Im Auftrag des Führers sucht sie in der afrikanischen Steppe nach einer Spezies der Stabschrecke, durch deren Verzehr Unsterblichkeit erlangt werden soll. Ziel der Expedition ist es, Hitler das ewige Leben zu verleihen. Wir erfahren es hundertvierzig Jahre später, in einer technologisch hochstehenden und friedfertigen, doch gleichzeitig kitschig-skurrilen Welt, in der sich die Menschheit einem überbordenden Konsumrausch hingibt.Doch der Schein trügt, denn es herrscht die totale Kontrolle und das Regime steht kurz dem Endziel: Adolf Hitler von den Toten zu erwecken, sodass der Führer ein ewig währendes Reich des Schreckens und eine Diktatur des Grauens errichten kann ...(Quelle: Riverfield Verlag)  Über den Autor: Adrian Suter, geboren 1952, machte seine ersten Schritte als Autor und Verleger schon als Siebzehnjähriger mit der Herausgabe des ersten deutschsprachigen U-Comix-Magazins. Siebzehn Jahre lang, führte er eine eigene Druckerei. Seit 2006 arbeitet Suter hauptberuflich als Verleger, Schriftsteller und Autor. Zuletzt war er Koautor bei der Autobiografie von Shlomo Graber, 'Denn Liebe ist stärker als Hass', die 2015 im Riverfield Verlag erschienen ist. An vorliegendem Werk arbeitete Suter fast zehn Jahre lang. Er lebt und arbeitet in Zürich.(Quelle: Riverfield Verlag) Meine Meinung: Bei diesem Buch hat mich der Klappentext unwahrscheinlich angesprochen.  Der Einstieg in die Handlung gelingt recht schnell und einfach und sobald man die ersten Kapitel gelesen hat kann man nicht mehr aufhören. Die Spannung wird weiter gesteigert und zwischendurch findet auch noch eine kleine Liebesgeschichte statt.  Adrian Suter hat einen sehr ansprechenden und gut zu lesenden Schreibstil der den Leser ans Buch fesselt. Die Handlung ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil findet die Expedition und die Erforschung des Mittels statt. Im zweiten geht es dann um die Auswirkungen der Forschungen von Professor Furtwanger. Allan, einer der Hauptprotagonisten, ja ihr habt richtig gelesen, den der Professor spielt nur eine Nebenrolle. Also, Allan ist Angestellter in einer Immobilienfirma und tritt oftmals in diverse Fettnäpfchen und hat auch so nicht das Glück unbedingt auf seiner Seite. Auch wenn es am Anfang anders aussehen mag.  Bea, seine Frau kennt seit Kindheitstagen nur die Sonnenseiten des Lebens und kostet diese auch extrem aus. Einzig die Bevormundung durch ihre Mutter kann sie nicht ausstehen, aber dieser entzieht sie sich durch die Heirat mit Allan. Sie arbeitet für den Professor und erzählt ihm von Allans Probleme, wodurch dieser in etwas hineingezogen wird wo er nicht abschätzen kann, was sich daraus ergibt. Das Ende war sehr überraschend aber auch passend für diese Story gewählt. So sind auch in der Handlung immer wieder Überraschungen mit denen man gar nicht rechnen kann und der Geschichte neuen Schwung einhauchen. Fazit: Eine sehr spannende und faszinierende Geschichte die den Leser mitreißt und nicht mehr loslässt. 

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  • Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger von Adrian Suter

    Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger
    missmistersland

    missmistersland

    27. November 2015 um 10:07

    Meine Meinung: Der Einstieg in die Geschicht ist 1945 mit Dr. Furtwanger. Ich war sofort in der Geschichte drin, obwohl ich es mir schwerer erwartet hatte. Vor meinem Inneren Auge spielte sich direkt eine Szene ab, eine Mischung aus Tomb Raider und Er ist wieder da. Absolut genial. Danach kommt ein Cut und wir sind im Jahre 1999 - Jahrtausendwende - mit Al und Bea. Zwei spezielle Charaktere. Erst fragte ich mich wie das wohl alles zusammen hängt, bis Bea einen Job bekommt... Die Erzählung bewegt sich in drei Zeitzonen, nachdem wir die 90iger hinter uns lassen, bewegen wir uns erst einmal in einer "Zeitlosen" Welt und tauchen 2084 wieder auf. In dieser "zeitlosen" Phase hatte sich teilweise Probleme den roten Faden der Geschichte im Auge zu behalten. Sobald es in die "schrecklich schöne neue Welt" ging war ich völlig fasziniert. Eine absolut verrückte Welt, die mich absolut gefesselt hat. Wie der Titel schon sagt, ist die vermeintlich tolle Welt nicht ganz so toll wie es den Eindruck macht. Furtwanger, Al und Bea haben mich mitgerissen. Alle Charaktere hatten etwas spezielles ansich. Besonders Al war spannend zu verfolgen, auch wenn ich mir desöfteren an den Kopf gefasst habe und dachte "Du Idiot!". Ich war mir zu Beginn nicht sicher, wie schnell ich das Buch lesen würde. Die Geschichte hatte sich sehr abenteuerlich und speziell angehört. Doch Adrian Suter kann ganz wunderbar erzählen. Selbst die "Längen" die ich teilweise in der Geschichte fand, waren großartig geschrieben. Das Ende hat mir ansich gefallen, doch "Hitler" hätte meiner Meinung nach für immer verbuddelt bleiben sollen. Diese Geschichte ist selbst verständlich der Fantasie entsprungen, doch "Hitlers" Auftritt zum Ende hin hat mir schlichtweg nicht gepasst. Allerdings ist eben das die Geschichte und Bücher enden zum Glück nicht immer so wie ich das gerne hätte, wäre ja langweilig! Mein Fazit: Eine absolut faszinierende Geschichte. Mitreißend erzählt. "Er ist wieder da" trifft auf das Capitol (Panem)!

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  • Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger

    Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger
    niklas1804

    niklas1804

    04. November 2015 um 18:03

    Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges begibt sich eine Sondereinheit des Hitler-Regimes unter der Leitung von Oberst Dr. Furtwanger auf die »Expedition Mantodea«. Im Auftrag des Führers sucht sie in der afrikanischen Steppe nach einer Spezies der Stabschrecke, durch deren Verzehr Unsterblichkeit erlangt werden soll. Ziel der Expedition ist es, Hitler das ewige Leben zu verleihen. Wir erfahren es hundertvierzig Jahre später, in einer technologisch hochstehenden und friedfertigen, doch gleichzeitig kitschig-skurrilen Welt, in der sich die Menschheit einem überbordenden Konsumrausch hingibt. Doch der Schein trügt, denn es herrscht die totale Kontrolle und das Regime steht kurz dem Endziel: Adolf Hitler von den Toten zu erwecken, sodass der Führer ein ewig währendes Reich des Schreckens und eine Diktatur des Grauens errichten kann ... Die Idee: 1A. Die Umsetzung: solala. Also, die Idee finde ich einfach brilliant. Sie ist genial und es müsste noch mehr solcher unglaublich guten, faszinierenden und lehrreichen Ideen geben. Vielleicht aber auch nicht, damit sich die wenigen absetzen können. Die Geschichte selbst ist zwar interessant, hat allerdings immer wieder einige Längen. Allerdings muss man diese lesen, da sonst wichtige Informationen bzgl. Personenkonstellationen, etc. verloren gehen, das Buch selbst ist in Vorgeschichte (meiner Meinung nach zusammen mit Teil 3 der beste Teil), drei Teile und eine Art Epilog eingeteilt. Diese Trennung macht durchaus Sinn, da die Teile in unterschiedlichen Zeitebenen spielen. Die Personen sind gut angelegt. Historisch genau und auch fiktiv so, dass man sich in sie hineinversetzen kann. Bis auf die historisch wahren Personen, haben mir persönlich die fiktiven Protagonisten zu wenig Tiefgang, Der Schreibstil war dann aber das, was mich irgendwie unzufrieden zurücklässt. Er ist nicht schlecht, oder nicht gut zu lesen - er ist einfach ziemlich anders und gewöhnungsbedürftig, was an sich ja nicht schlimm oder negativ ist. Ich selbst kam allerdings auch über längeren Zeitraum nicht so gut damit klar und irgendwann hat das meinen Lesespaß auch reduziert. Das mag vielleicht bei jemand anderem nicht der Fall sein, aber schließlich ist eine Rezension an gewissen Punkten auch subjektiv. Fazit: Super Idee, die Umsetzung konnte mich dann aber nicht vom Hocker reißen.

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  • Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger

    Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger
    AndreaKristina

    AndreaKristina

    20. October 2015 um 12:05

    Handlung Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges begibt sich eine Sondereinheit des Hitler-Regimes unter der Leitung von Oberst Dr. Furtwanger auf die »Expedition Mantodea«. Im Auftrag des Führers sucht sie in der afrikanischen Steppe nach einer Spezies der Stabschrecke, durch deren Verzehr Unsterblichkeit erlangt werden soll. Ziel der Expedition ist es, Hitler das ewige Leben zu verleihen. Wir erfahren es hundertvierzig Jahre später, in einer technologisch hochstehenden und friedfertigen, doch gleichzeitig kitschig-skurrilen Welt, in der sich die Menschheit einem überbordenden Konsumrausch hingibt. Doch der Schein trügt, denn es herrscht die totale Kontrolle und das Regime steht kurz dem Endziel: Adolf Hitler von den Toten zu erwecken, sodass der Führer ein ewig währendes Reich des Schreckens und eine Diktatur des Grauens errichten kann ... Was ich dazu sage... Die Geschichte beginnt mit der geheimen Expedition Mantodea, auf welcher sich Professor Furtwanger mit seinen Gehilfen befindet. Zusammen mit Eingeborenen versuchen Sie die Stabschrecke zu finden, welche dem Führer die Unsterblichkeit bringen soll. Auf den ersten Seiten hatte ich Startschwierigkeiten da ich mich erst an den fernen Kontinent Afrika gewöhnen musste. Dem Autor war dies scheinbar bewusst, denn seine Beschreibungen der Umgebung waren äusserst detailliert und hilfreich. Nach deim Einlesen konnte ich dann als Beobachter das Geschehen problemlos verfolgen und bereits verschiedene Theorien zum weiteren Verlauf erstellen. Die Charaktere, vorallem Al, haben mir unglaublich gut gefallen. Sie waren alltäglich, hatten Stärken und Schwächen, genau wie wir Leser. Das hat es mir leicht gemacht, mich mit ihnen zu identifizieren. Bei Al hat mich die persönliche Entwicklung, vorallem der Weg zum Bewusstsein, beeindruckt. Die Beschreibung, wie er in seinem Inneren aufgeräumt hat war berührend und inspirierend zugleich. Besonders in diesem Teil der Geschichte bin ich gedanklich versunken und habe das Reflektieren des Gelesenen genossen. Der Schreibstil von Adrian Suter war angenehm zu lesen, weder Fremdwörter noch komplexe Sätze haben meinen Lesefluss beeinträchtigt. Auch an Ideen mangelt es dem Autoren nicht, denn die schrecklich schöne neue Welt, welche der Professor erstellt hat, konnte mich von Anfang an einnehmen. Einige Erfindungen waren ja ganz praktisch, über andere wiederum konnte ich nur schmunzeln. Die neue Gesellschaftsordnung hat mich gleichzeitig fasziniert und abgeschreckt. Woher nimmt sich Herr Suter wohl seine Kreativität? Als Schweizerin waren die verschiedenen Schauplätze in unserem kleinen aber schönen Land natürlich ein Bonus. Zürich, der Hauptbahnhof und die Streetparade sind hier niemandem ein Fremdwort. Da ich vorher noch kein einziges Buch von einem Schweizer Autor gelesen habe - bitte steinigt mich nicht - hat mich dieses umso mehr überrascht. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich keine allzu grossen Erwartungen hatte. Nachdem ich regelrecht durch das Buch gerast bin, hat sich meine Meinung stark verändert, scheinbar haben wir Schweizer wirklich viel auf dem Kasten! Das Buch eignet sich perfekt als unterhaltsame Leselektüre, kann aber auch eine Anregung zum Nachdenken sein - wie entwickelt sich unsere Gesellschaft? Kann es wieder so weit kommen? Jeder Leser kann somit für sich entscheiden, wie er auf die Geschichte eingehen will. Genau diese Flexibilität rechne ich dem Autoren hoch an. Fazit Selten hat mich ein Buch so in seinen Bann gezogen. Bei der Arbeit waren meine Gedanken stets bei Al, Beatrice und Professor Furtwanger. Eine Zukunftsvision, die zwar nicht völlig neu, in einigen Aspekten aber trotzdem überraschend war. Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt, dafür gibt es verdiente 5 Sterne. An dieser Stelle: Merci Herr Suter für's Abentür. [!] Schöne neue Welt trifft auf Panem's Gesellschaftsform! Wer gerne Bücher über zukünftige Gesellschaftsordnungen liest, die nicht nur lustig und fantastisch, sondern auch mit einem kritischen Auge betrachtet werden können, sollte hier definitiv zugreifen. [♥] Herzlichen Dank an den Riverfield Verlag für die Bereitsstellung des Rezensionsexemplars.

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  • Interessante Alternative zu unserer Geschichte

    Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger
    Annabel

    Annabel

    16. October 2015 um 21:43

    In "Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger" wird dem Leser zu Beginn eine interessante, aber auch fantastisch angehauchte, neue Version vom Ende des 2. Weltkrieges geboten. Direkt aus dem heißen Afrika landet man unter Bombenhagel im Dritten Reich und kurz darauf in der Schweiz zur Jahrtausendwende. Und wie im "echten" Verlauf der Geschichte geschehen auch hier grausame, barbarische und nahezu unfassbare Dinge. Auch wenn man meinen könnte, Hitler oder der Professor würden hier die Hauptrolle spielen, sind diese doch eher die sekundären Hauptprotagonisten. Die tatsächliche Hauptrolle hat Al. Ein Schweizer, der mehr oder weniger unverschuldet in die ganze Misere hineingezogen wird. Denn eigentlich schlägt er sich mit Problemen eines normalen 08/15-Mannes herum. Er will die Frau seiner Träume beeindrucken und schlägt sich irgendwie durch seinen Job. Erst zur Mitte des Buches verknüpft sich sein Leben mit dem des Professor Furtwanger, wodurch teilweise leider der Rote Faden verloren ging und es mir vorkam, als lese ich eine andere Geschichte. Jedoch ergibt ab dieser Stelle auch alles einen Sinn und es wird immer aufregender, denn viele Schicksale verknüpfen sich und führen immer rasanter zum finalen Knall. Ich finde, besonders betont werden muss, wie außergewöhnlich hier die Zukunft, genau genommen das Jahr 2084, beschrieben wird. Zwar halte ich es für weniger denkbar, dass in 70 Jahren die Menschheit schon derart ausgeartet ist, doch andererseits entwickeln wir und derart schnell...  Die ganze Welt ist sehr futuristisch gestaltet und für mich persönlich war es die Kirsche auf dem Sahnehäubchen, dass jene Zukunft an Dystopien erinnert, die ich bereits gelesen habe. Beispielsweise steht auch in "Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger" die Bevölkerung unter dauerhafter Kontrolle, es gibt strikt getrennte Schichten und an der Spitze von allem sitzt ein Irrer. (Nicht, dass das heute so anders wäre...) Die Art, wie Adrian Suter sein Buch geschrieben hat, finde ich ganz wundervoll. Es war beim Lesen so, als würde mir Al persönlich seine Geschichte erzählen, als hätte ich nicht allein in meinem Wohnzimmer gesessen und gelesen. All die Figuren in diesem Buch sind real geworden und haben charakteristische und sehr eigene Wesenszüge bekommen.  Und auch, wenn das Thema an sich nicht besonders viel Witz vermuten lässt, ist der Schreibstil des Autors leicht humoristisch angehaucht. Hin und wieder musste ich schmunzeln und mir hat dieses Buch sogar manch weniger schönen Tag versüßt. 

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