Mannigfaltig, was hier an Themen angesprochen, leider nicht unbedingt vertieft wird, im Rahmen einer Erinnerung an eine verstorbene Verwandte.
Dabei spielt es per se keine Rolle, ob und wie bekannt der Name der Autorin durch ihren Hauptberuf ist.
Im Rahmen einer Erinnerung, unterbrochen durch Dialoge, liest sich die Handlung. Beide Frauen sind schon älter, beide sind Juden, und hadern mit ihrem Glauben. Die Bedeutung von Fürsorge für Andere, und Hilflosigkeit in schwierigen Situationen, wie hier in der Coronazeit, macht beim Lesen nachdenklich.
Die Tante, Frau Teta Jela, lebt in den Coronajahren im Pflegeheim, Besuche sind nicht möglich, Telefonate schwer.Ob sich die Figur der Tante durch Tagebuchaufzeichnungen, oder Erinnerungen der Nichte speist, bleibt offen. Deutlich ist, dass zwischen den beiden Frauen eine enge Beziehung bestanden hat, und sich somit die Interpretation der Tante ableitet. Die Lebenszufriedenheit der alten Dame , ist sehr beeindruckend, gerade vor dem Hintergrund ihres Lebensschicksales. Im Kontrast dazu ist die Autorin sich selbst treu, in ihrer larmoyanten Haltung, die auch in ihren anderen Büchern zu finden ist.
Ein Buch, das mich nachdenklich zurücklässt. Bereichernd und ermutigend, seine eigene Positiion in Frage zu stellen, ist ein großes Plus für diese kurze, vielfach nur in Szenen geschriebene Handlung.
Geschrieben in sehr lebhafter Sprache, nicht ohne Humor und doch dabei ernsthaft bleibend.Ein Inhalt, der nicht den bekannten Autorennamen benötigt, um in Erinnerung zu bleiben.





















