Adriana Altaras

 3.8 Sterne bei 92 Bewertungen
Autorin von Titos Brille, Doitscha und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Adriana Altaras

Bestsellerautorin und renommierte Filmemacherin: Adriana Altaras wurde am 6. April 1960 in Zagreb, Kroatien geboren. 1964 erfolgte der Umzug nach Italien und später nach Deutschland, wo sie auch zur Schule ging. Nach ihrem Abitur 1979 in Marburg, studierte sie an der Hochschule der Künste in Berlin Schauspiel. Anschließend absolvierte Sie ein Aufbaustudium an der New York University. Seitdem ist sie als freie Autorin, Schauspielerin und Regisseurin tätig, später auch als Dozentin an der HdK Berlin. Gastengagements erhielt sie als Schauspielerin am Maxim-Gorki-Theater und an der Freien Volksbühne in Berlin, sowie in Stuttgart, Konstanz und Basel. Adriana Altaras wurde für ihre filmischen und schauspielerischen Tätigkeiten mehrfach ausgezeichnet unter anderem 1988 mit dem Bundesfilmpreis und 1989 Golden Horse Award for Best Foreign Actress, Taiwan. Zu ihren bekanntesten Werken zählen "Titos Brille", "Doitscha" und "Das Meer und ich waren im besten Alter". Sie lebt mit ihren beiden Söhnen Aaron und Lenny in Berlin.

Neue Bücher

Die jüdische Souffleuse
 (2)
Neu erschienen am 04.10.2018 als Hardcover bei Kiepenheuer & Witsch.

Alle Bücher von Adriana Altaras

Adriana AltarasTitos Brille
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Titos Brille
Titos Brille
 (58)
Erschienen am 07.03.2013
Adriana AltarasDoitscha
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Doitscha
Doitscha
 (20)
Erschienen am 23.06.2016
Adriana AltarasDas Meer und ich waren im besten Alter
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Das Meer und ich waren im besten Alter
Das Meer und ich waren im besten Alter
 (3)
Erschienen am 09.03.2017
Adriana AltarasDie jüdische Souffleuse
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Die jüdische Souffleuse
Die jüdische Souffleuse
 (2)
Erschienen am 04.10.2018
Adriana AltarasTitos Brille. Die Geschichte meiner strapaziösen Familie
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Titos Brille. Die Geschichte meiner strapaziösen Familie
Adriana AltarasTitos Brille
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Titos Brille
Titos Brille
 (1)
Erschienen am 16.02.2011
Adriana AltarasDoitscha
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Doitscha
Doitscha
 (0)
Erschienen am 10.11.2014

Neue Rezensionen zu Adriana Altaras

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Rezension zu "Die jüdische Souffleuse" von Adriana Altaras

Ich habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen
WinfriedStanzickvor 2 Tagen


 

Adriana Altaras gehört seit ihrem Roman „Titos Brille“ über ihren Vater und ihre Familie zu den bekannten deutschen Schriftstellern. Mit viel jüdischem Witz und großer Schlagfertigkeit hat sie seither etliche Romane veröffentlicht, die sich alle um ihre Familie drehen und wie deutsche Juden in diesen Zeiten ihr Leben im Land erleben.

Adriana Altaras arbeitet nicht nur als Schriftstellerin, sondern auch als Schauspielerin und Regisseurin. Im Rahmen dieser Tätigkeit soll sie eines Tages in einem deutschen Provinztheater eine Mozartoper einstudieren. Normaler Alltag für die wieder ich-erzählenden Adriana, wäre da nicht Sissele, die jüdische Souffleuse, die es aus einem bestimmten Grund auf Adriana abgesehen hat. Sie hat alle Bücher von ihr gelesen, und als sie ihr nun begegnet, erhofft sie sich von Adriana Hilfe bei der Suche nach ihren Verwandten. Schon Jahrzehnte hat sie selbst vergeblich nach ihnen gesucht, nachdem sie nach dem Zweiten Weltkrieg in alle Winde zerstreut wurden.

Sissele wurde nach dem Krieg in Israel geboren, und ist als sie etwa ein Jahr alt war mit ihren Eltern nach Deutschland gekommen. Nach dem frühen Tod der Mutter führt sie mit dem unzuverlässigen Vater ein unstetes Leben und landet schließlich in einem katholischen Kloster, wo der Vater sie den Nonnen übergibt.

 

Nach einigen Widerstanden lässt sich Adriana auf eine gemeinsame Suche ein. Sie rollt Sisseles Leben auf, erzählt von jüdischem Leben, von Verfolgung  und den nationalsozialistischen Vernichtungslagern.

Mit hinreißender Tragikomik erzählt Adriana Altaras von den Absurditäten des Theateralltags und ihrer abenteuerlichen Reise mit Sissele, der jüdischen Souffleuse. Sie erzählt mit viel Witz und etlichen Nebenhandlungen von einer unverhofften Familienzusammenführung und davon, wie sich unvergessliche Geschichten des 20. Jahrhunderts mit jenen der Nachgeborenen verbinden.

 

Ich habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen.

 

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Rezension zu "Die jüdische Souffleuse" von Adriana Altaras

Jüdisches Leben
Clarivor 9 Tagen

Adriana Altaras ist Schauspielerin, Regisseurin und Schriftstellerin.
Sie hat mit ihrem Buch „Titos Brille“ s.Zt. einen Coup gelandet, der ihr hohe Anerkennung eingebracht hat. Seit dieser Zeit kennt man sie als schlagfertig, eloquent, witzig und fantasiebegabt. Genauso erlebt man sie in ihrem neuen Roman „Die jüdische Souffleuse“.
Schmissig, spitzig und flott beginnt die Autorin ihre Erzählung über eine jüdische Souffleuse, die sie auf einer ihrer Theatertourneen kennenlernt.
Adriana will in einer beliebigen deutschen Stadt eine Mozartoper einstudieren.
Ihre treuen Begleiter sind der Bühnenbildner Elio und die Kostümbildnerin Nora. Mit ihnen ist sie schon durch Dick und Dünn gegangen.
Dieses Mal aber erlebt sie eine ungewöhnliche Begegnung. Susanne oder besser
„Sissele“, die Souffleuse des Theaters, wirkt überspannt und durchgedreht. Sie tischt der zunächst etwas gelangweilten Adriana eine Geschichte auf, von der man nicht recht weiß: ist sie erfunden oder entspricht sie der Wahrheit? Sie will Adriana bei der Suche nach ihren Verwandten um Hilfe bitten, die nach dem Zweiten Weltkrieg in alle Welt verstreuten wurden.
Kurz gesagt geht es um ein jüdisches Schicksal, das einmal mehr höchst diffizil und wirklich kaum glaubhaft erscheint. Doch wird die Erzählerin mehr und mehr in Bann gezogen, und, wie könnte es anders sein, Adriana fühlt sich emotional angerührt.
Eingestreut in die Alltagserlebnisse der Regisseurin nimmt die Geschichte einen sehr spannenden und ungewöhnlichen Verlauf.
Der Lebenslauf von Sissele ist verwirrend. Sie wurde nach dem Krieg in Israel geboren, ist mit ihren Eltern nach Deutschland eingewandert als sie knapp 1 Jahr alt war und wurde früh nach dem Tod der Mutter Halbwaise. Damit nahm ihr unglückliches Schicksal seinen Lauf.
Der Vater ließ sie einmal hier und einmal dort und riss sie immer wieder aus den jeweils einigermaßen erträglichen Lebensstationen heraus. Zuletzt gab er sie zu Nonnen in ein katholisches Kloster. Auch sein Schicksal ist Nebenschauplatz der Erzählung.

In lockerer, leichter Manier rollt Adriana Altaras das Leben dieser an den Folgen des Zweiten Weltkriegs immer noch leidenden Mitbürgerin Sissele auf. Jüdisches Leben, Verfolgung und drastische Schilderungen aus den Kzs geben der Erzählung Tiefe und zeigen zugleich, wie schnell alles in Vergessenheit zu geraten droht. Herzenswärme und Mitgefühl ziehen Adriana hinein in die Suche, die auf ungewöhnlichem Wege zu einer glücklichen Lösung führt.

Zuweilen mutet die Erzählung ein wenig zu spöttisch und leicht erzählt an. Die eingestreuten Witze gehören wohl dazu, wenn man eine Erzählung beschwingter daherkommen lassen will, als sie ist. Der rote Faden muss immer wieder zwischen Theaterproben und Alltagsgeschichten gesucht werden. Eigenes Leben, Alltag und Gefühlsbeschreibungen nehmen ebenso viel Platz ein wie die Geschichte der jüdischen Souffleuse. Alles in allem ist der Roman leicht zu lesen, unterhaltsam und witzig.

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Rezension zu "Doitscha" von Adriana Altaras

Locker, fröhlich, wunderbar
3erMamavor 3 Monaten

Adriana Altaras, die auch Schauspielerin ist, schreibt einfach ganz fantastisch über den Alltag, das Leben, die Generationen, das jüdische Leben und die dadurch auftauchenden Probleme und Sorgen.


Ich habe oftmals herzlich gelacht und man kann sich nicht nur einmal davon eine Scheibe abschneiden, mit wieviel Humor sie Sorgen und Probleme meistert.

Danke für diesen wunderbaren Einblick. 

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Zusätzliche Informationen

Adriana Altaras wurde am 06. April 1960 in Zagreb (Kroatien) geboren.

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