Hannah und die Anderen

von Adriana Stern 
4,6 Sterne bei31 Bewertungen
Hannah und die Anderen
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BeeLus avatar

Eine einfühlsame, dramatische Geschichte wie Hannah "die anderen" in sich kennenlernt

Barbara62s avatar

Für mich und meine 13jährige Mitleserin ebenso spannend wie informativ.

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Inhaltsangabe zu "Hannah und die Anderen"

Im Fluchtgepäck ein Tagebuch voller Erlebnisse, Geschichten und Namen, die ihr Angst machen und sie verwirren. Warum musste sie von zu Hause weg? Und wer sind diese Anderen, die behaupten, zu ihr zu gehören? Es ist nicht das erste Mal, dass Hannah Dinge tut, die sie nicht versteht, böse Ahnungen hat, die durch nichts begründet scheinen, und Vorwürfe erhebt, die andere in Teufels Küche bringen …

Hautnah und spannend wie ein Krimi erzählt Adriana Stern die Geschichte eines multiplen Mädchens.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783886199938
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Buch
Umfang:285 Seiten
Verlag:Argument Verlag mit Ariadne
Erscheinungsdatum:01.05.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    BeeLus avatar
    BeeLuvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine einfühlsame, dramatische Geschichte wie Hannah "die anderen" in sich kennenlernt
    Über das Viele-sein...

    Hannah ist 15 und findet sich in einer Telefonzelle mit der Telefonnummer eines Mädchenhauses in der Hand in einer fremden Stadt wieder. Sie weiß nicht, wie sie dort hin gekommen ist und was sie hier eigentlich wollte...

    Wow, was für ein Buch! 
    Es erzählt die dramatische Geschichte von Hannah, die in ihrem Elternhaus Grausames erleben musste. Durch diese frühen Gewalt- und Missbrauchserfahrungen sind in Hannah noch "die anderen" entstanden. Ein rettender Trick der Psyche, auf massive und unerträgliche Gewalt zu reagieren. 
    Dieses Buch ist so einfühlsam und mitreißend geschrieben, dass ich es nur schwer aus der Hand legen konnte.
    Das sensible und auch so wenig bekannte Thema der (umgangssprachlich) "Multiplen Persönlichkeit" wird wirklich sehr behutsam und verständlich, ohne zu erschrecken, in diesem Roman beschrieben.
    Hannahs Verwirrung über ihre Filmrisse, über ihr Verhalten, welches sie sich so oft nicht erklären kann und die Angst, für die sie keinen Grund weiß, sowie ihre Bedürftigkeit stehen am Anfang im Fokus. Ihre anderen Innenpersonen, die entstanden sind, um Hannah zu schützen, wissen Bescheid und es gilt, dieses innere Team zu einer funktionierenden Einheit zu machen, die Persönlichkeitsanteile aber nicht auszuschalten. 
    Mit Hilfe von engagierten Helferinnen im Frauenhaus lernt Hannah sich nach und nach besser kennen und beginnt langsam, ihre Geschichte zusammen zu setzen und sich mit ihrer Vergangenheit zu beschäftigen. Dabei wird auf grausame Details verzichtet und doch ist klar, was Hannah erleben musste.
    Ich war sehr berührt von der Hilfe, die Hannah im Frauenhaus erfährt. Erschreckend und teilweise sogar nachvollziehbar aber das Unverständnis durch die Unwissenheit mancher, das ihr entgegenschlägt und es ihr nicht gerade leichter macht. 

    Lediglich das Ende ist etwas "zu einfach" gehalten, wie ich finde. Betroffene brauchen langfristig professionelle Hilfe, um das Erlebte verarbeiten und integrieren zu können und auch möglichst gut mit diesem Viele-sein leben zu können. 
    Dennoch ein tolles Buch, welches ich interessierten Lesern gern weiterempfehlen möchte!

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    Barbara62s avatar
    Barbara62vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Für mich und meine 13jährige Mitleserin ebenso spannend wie informativ.
    Ein Jugendroman zum Thema "Multiple Persönlichkeit"

    Hannah ist 15 und auf der Flucht, doch warum und wovor weiß sie nicht. Für Noa vom Mächenhaus, wo sie Aufnahme findet, sind Hannahs "Filmrisse" erklärlich. Behutsam und durch Tagebuchschreiben lässt sie Hannah die "Anderen" entdecken und erklärt ihr das Phänomen der "Multiplen Persönlichkeit". Nur mit Hilfe der "Anderen", die jeder einen Namen, eine eigene Persönlichkeit und eine eigene Geschichte haben, konnte Hannah so lange Zeit die Misshandlungen und den sexuellen Missbrauch durch die eigene Familie durchstehen. Doch was Hannah geschützt hat, nützt auch ihren Peinigern, denn sobald Hannah ein "Anderer" ist, kann sie sich später an nichts erinnern.

    Adriana Stern versteht es, die Themen Misshandlung, Missbrauch und Drogen so deutlich wie nötig anzusprechen, ohne sie jedoch unnötig detailliert zu beschreiben. Der Wechsel der Perspektiven zwischen dem objektiven Fortgang der Geschichte und den subjektiven Tagebucheinträgen der verschiedenen Persönlichkeiten Hannahs macht den besonderen Reiz des Romans aus.

    Für mich und meine 13-jährige Mitleserin war Hannah und die Anderen spannend wie ein Krimi, und obwohl wir viel zum Thema "Multiple Persönlichkeiten" erfahren haben, haben wir uns nie "belehrt" gefühlt.

    Kommentare: 2
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    Yurelias avatar
    Yureliavor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ein grandioses Werk, das absolut lesenswert ist und jeder gelesen haben sollte!
    Adriana Stern: »Hannah und die Anderen«

    Diese 285 Seiten haben mich umgehauen und mich sehr bewegt.
    Spannend, faszinierend und beeindruckend bis zur letzten Seite erzählt Adriana Stern die Selbstfindung von Hannah, die von zu Hause weglief, aber sich nicht erinnern kann, warum eigentlich.

    Nur langsam kommt man dahinter, was mit Hannah los ist und was sie erlebt haben muss. Es schockt den Leser, doch ist es gleichermaßen faszinierend wie Hannah sich selber schützt und sich durchs Leben schlägt.

    Ich empfinde dieses Buch als äußerst wichtig und finde, dass es jeder gelesen haben sollte.
    Sehr tiefgründig wird über multiple Persönlichkeiten aufgeklärt und das Thema "Andersartigkeit" wird allgemein diskutiert.
    Es ist wirklich sehr, sehr schade, dass so ein wichtiges Buch so unbekannt ist.
    Dieses Thema sollte in der Schule auf jeden Fall thematisiert werden.

    Der Schreibstil der Autorin erinnert hier an einen Krimi. Durch die Tagebucheinträge, wird das Geschehen jedoch von allen Seiten beleuchtet.
    Doch am Anfang fragt sich der Leser, was das soll und worauf das alles hinauslaufen soll.
    Aber im weiteren Verlauf des Lesens setzen sich alle Puzzleteile zusammen und man will eigentlich noch viel mehr weiterlesen, nachdem man die letzte Seite des Buches durchgelesen hat...

    Mein Fazit:
    Ein grandioses Werk, das absolut lesenswert ist und jeder gelesen haben sollte!

    Kommentare: 1
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    Cora_Steinherzs avatar
    Cora_Steinherzvor 6 Jahren
    Rezension zu "Hannah und die Anderen" von Adriana Stern

    Triggerwarnung: Dissoziative, multiple Persönlichkeit(en) und sexualisierte Gewalt!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Hannah und die Anderen" von Adriana Stern

    Warum nur findet dieses Buch so wenig Beachtung? Dieses Buch sollte jeder gelesen haben. Thematisiert diverse kontroverse Aspekte ("Anders-Sein", Religion, häusliche Gewalt usw.). Toller Schreibstil und eine noch tollere Geschichte! Kann ich nur empfehlen!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Hannah und die Anderen" von Adriana Stern

    Ein absolut tolles und wichtiges Buch! Schade, dass es so unbekannt ist! Würde es glatt als Schulpflichtlektüre empfehlen - Kinder und Jugendliche sollten immer wissen, wo ihnen geholfen werden kann. Die Thematik (Multiple Persönlichkeitsstörung) ist auch sehr interessant geschildert und informiert tiefgründiger über diese Krankheit. Außerdem wird u.a. häusliche Gewalt, Homosexualität und das Thema Religion angesprochen. Unbedingt lesen!!!

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    steffs avatar
    steffvor 7 Jahren
    Rezension zu "Hannah und die Anderen" von Adriana Stern

    Ziemlich gruselig, entsetzlicherweise dennoch unterhaltsam. Übrigens: Die Wissenschaft behauptet, es gäbe das Krankheitsbild multiple Persönlichkeit nicht. Also alles erfunden?

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    S
    SMILEvor 8 Jahren
    Rezension zu "Hannah und die Anderen" von Adriana Stern

    Tolles Buch

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    Mullis avatar
    Mullivor 8 Jahren
    Rezension zu "Hannah und die Anderen" von Adriana Stern

    Ich finde dieses sehr sehr gut. es stellt auf schöne und realistische Weise deine multiple Persönlichkeit da und zeigt auch auf wie ein System der Persönlichkeiten zusammen oder gegeneinander leben kann. Ich finde es sehr wichtig dass es somit nun ein Jugendbuch gibt welches multiplen KIndern und Jugendlichen etwas aus Ihrer Lebenswelt wiederspiegelt. Der eingebundende Krimi finde ich gut gelungen und ließt sich spannend und flüssig.

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    gsts avatar
    gstvor 8 Jahren
    Rezension zu "Hannah und die Anderen" von Adriana Stern

    Als Jugendbuch finde ich dieses Werk nicht unbedingt geeignet. Die meisten 15jährigen werden nicht verstehen, worum es hier geht. Sogar für mich als lebenserfahrene Frau ist manches schwer nachvollziehbar.
    Für meinen Geschmack sind hier zu viele Besonderheiten und Zufälle eingearbeitet: da reißt ein schwer traumatisiertes Mädchen nach einer langen Gewalt-Odyssee von zu Hause aus, kommt in eine fremde Stadt und versucht, Kontakt mit einem Mädchenhaus aufzunehmen. Doch dummer Weise kann ausgerechnet bei ihrem Anruf niemand ans Telefon gehen. Natürlich lässt sie ihre Telefonkarte und die Nummer in der Zelle liegen. Dann findet sie sich vor einem Frauenbuchladen wieder, in dessen Schaufenster ein Plakat mit der verlorenen Telefonnummer hängt. Noch als sie es betrachtet, wird sie von einer Frau, die gerade den Laden verlässt, umgerannt. - Zum Glück für Hannah, die nun in den Laden gebracht wird und auf Janne trifft. Die hilft ihr, ins Mädchenhaus zu kommen ...
    So weit - so gut. Was mir nicht gefällt, sind die vielen Nebenschauplätze, die zusätzlich auftauchen: Die Betreuerin im Mädchenhaus ist Jüdin, fremdländische Namen lassen vermuten, dass sich mehr Ausländerinnen als Deutsche um die Mädchen kümmern, auch das Leben von lesbischen Frauen wird angedeutet. Eigentlich wäre jedes Problem für sich ein eigenes Buch wert. So kommt mir dieser Roman ziemlich überfrachtet vor.
    Was ich ihm zugute halten will: er ist teilweise wirklich spannend geschrieben und erklärt sehr anschaulich das Phänomen einer multiplen Persönlichkeit. Beschreibungen der Erlebnisse im Alltag des Mädchenhauses wechseln sich mit Tagebucheinträgen ab, so dass insgesamt ein rundes Bild von Hannahs Persönlichkeit entsteht. Die Gewalt, die dem Mädchen in seinem bisherigen Leben widerfahren ist, wird oft nur angedeutet, die Grausamkeiten werden nicht ausgeschlachtet, sondern die Hilfsangebote stehen im Vordergrund.
    Die realen Anlaufstellen sind im Anhang zusammengefasst, so dass dieses Buch wirklich in die Hände von Mädchen (und auch Jungen) gehört, die der Gewalt ausgesetzt sind. Die können dann für sich ableiten, dass es Möglichkeiten und Hilfen zum Ausstieg aus dem bisherigen Leben gibt. Jugendliche, die in einem gesunden Umfeld aufgewachsen sind, werden mit dieser Lektüre allerdings nicht allzu viel anfangen können.

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