Jockels Schweigen

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Inhaltsangabe zu „Jockels Schweigen“ von Adriana Stern

Als der 16-jährige David hinter dem Rücken seiner Eltern den Agenturvertrag für seinen kleinen Bruder Jockel unterschreibt, nimmt eine ungeahnte Katastrophe ihren Lauf. Schon kurze Zeit später bemerken David und seine Eltern schlimme Veränderungen an Jockel. Gemeinsam mit seiner ersten Liebe Julie kommt David einem schrecklichen Verbrechen auf die Spur. Adriana Stern hat sich in diesem Roman auf ausgesprochen sensible Weise des sehr ernsten Themas Missbrauch angenommen. Herausgekommen ist ein spannender Roman, der nicht nur von einem Verbrechen handelt, sondern auch eine wunder schöne Liebesgeschichte erzählt. Ihr Roman orientiert sich an einem wahren Verbrechen, das im November 2008 in Berlin aufgedeckt wurde.

Ein tolles Buch, das nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene lesen können!

— Sternenstaubfee
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  • Der Jugendroman "Jockels Schweigen" ist für den Jugendbuchpreis "Buxtehuder Bulle" nominiert

    Jockels Schweigen
    Adriana

    Adriana

    Der Jugendroman "Jockels Schweigen" ist  für den Buxtehuder Bullen" 2011 nominiert!Die 22 jugendlichen und erwachsenen Jurorinnen und Juroren des renommierten Jugendliteraturpreises "Buxtehuder Bulle" haben sich entschieden "Jockels Schweigen" für die Finalrunde aus dem Erscheinungsjahr 2011 zu nominieren. Der Buxtehuder Bulle ist einer der renommiertesten und traditionsreichsten deutschen Literaturpreise.Mehr dazu findet Ihr unter diesem Link:http://www.buxtehuder-bulle.de/index.php?option=com_content&view=article&id=136&Itemid=69&lang=deHerzliche GrüßeAdriana Stern

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    ginnykatze

    ginnykatze

    15. June 2012 um 12:24
    Adriana schreibt Liebe Ginnykatze, das ist so toll, von Dir zu lesen und ja, ich freue mich unglaublich über die Nominiereung. Wenn es jetzt auch noch den Preis gewinnt.... dann ist wirklich ein großer Traum für ...

    Die Daumen werden gedrückt bleiben und ich freue mich, wenn Du uns berichtest, wie es ausgegangen ist. Natürlich wirst Du ganz weit vorne liegen, da bin ich mir ganz sicher. Das Buch hat es ...

  • Rezension zu "Jockels Schweigen" von Adriana Stern

    Jockels Schweigen
    Gelöschter Benutzer

    Gelöschter Benutzer

    22. February 2012 um 20:00

    Zum Inhalt:
    Seit der 11-jährige Jockel eine Casting-Agentur für junge Schauspieltalente aufsucht, hat er sich vollkommen verändert, er ist aggressiv und zieht sich gleichzeitig zurück. Doch Jockels Bruder David macht sich nicht nur um seinen kleinen Bruder Sorgen: Auch sein bester Freund Chip, mit dem David seine große Leidenschaft für Computerspiele teilt, legt zunehmend diese beunruhigende Mischung aus Aggressivität und Verschlossenheit an den Tag. Und woher hat Chip in letzter Zeit so viel Geld? Und warum ist er dermaßen ausgeflippt, als Jockel ihm erzählt hat, dass er sich bei dieser Filmagentur bewerben will?
    Gemeinsam mit seiner Freundin Julie kommt David hinter das schreckliche Geheimnis, das nicht nur Jockel, sondern auch Chip so lange hat schweigen lassen.
    .
    Meine Meinung:
    „Jockels Schweigen“ ist ein Buch, das man nicht schnell und leicht durchlesen kann und das einen auch noch nach der letzten Seite beschäftigt. Schließlich behandelt dieser Roman ein ehemaliges Tabuthema, dass nicht nur schwer im Magen liegt, sondern das auch sehr aktuell ist und in den letzten Jahren stark in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt ist. Ich spreche von pädokriminellen Übergriffe an Kindern und Jugendlichen - und in diesem Fall - vor allem an Jungen.
    .
    Doch was sind pädokriminelle Übergriffe überhaupt?
    Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche sind bereits seit langem ein Thema. Jeder vierte Junge hat schon einmal unangenehme sexualisierte Ansprache und Kontaktaufnahme durch Erwachsene erlebt, aber nur die wenigsten Jungen erzählen davon. Jungen sind an den Orten, an denen sie ihre Freizeit verbringen, gefährdet, aus sexuellem Interesse angesprochen zu werden. Pädokriminelle suchen gezielt nach Kindern oder Jugendlichen, um sexuelle Handlungen durchzuführen. Dabei handeln sie nicht zufällig, sondern strategisch geplant. Pädokriminelle setzen Überlegenheit und Macht gezielt ein, schaffen Abhängigkeiten. Sie suchen sich Kinder in Mangelsituationen aus, manipulieren geschickt oder beuten die emotionale, soziale und materielle Bedürftigkeit aus. Das häufig subtil, meist nicht offensichtlich. Kaum jemand vermutet ein solches gezieltes Vorgehen von Tätern. Dies nutzen Pädokriminelle aus. Jungen werden in der Aufklärung oft übersehen und vermuten sich nicht als potentielle Opfer. Hinzu kommen Unsicherheit, Scham und Schuldgefühle. In dieser Notsituation mangelt es Jungen an kompetenten AnsprechpartnerInnen. Sexuelle Gewalt an Jungen berührt viele Tabuthemen. Diese Tabuisierung bietet den Tätern die Gelegenheit, in den Schutzraum einzudringen, der Kindern und Jugendlichen zusteht.
    (Infos von Pänz Up in Köln)
    .
    Ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll, außer, dass ich wirklich nur empfehlen kann dieses Buch zu lesen. Jockels Geschichte ist absolut realistisch zu sehen und auf jeden Fall wert sich Gedanken darüber zu machen. Mir hat im Übrigen auch noch gut gefallen, dass sein älterer Bruder David mit viel Mut und Beharrlichkeit weitergegraben hat, bis die Wahrheit ans Licht gekommen ist. Und wie das Ganze endet, das muss man selbst lesen…

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  • Rezension zu "Jockels Schweigen" von Adriana Stern

    Jockels Schweigen
    Gelöschter Benutzer

    Gelöschter Benutzer

    Als der 16-jährige David hinter dem Rücken seiner Eltern seinen kleinen Bruder Jockel bei einer Schauspielagentur anmeldet, nimmt eine ungeahnte Katastrophe seinen Lauf. Schon kurze Zeit später bemerken David und seine Eltern schlimme Veränderungen an Jockel. Doch nicht nur sein Bruder gibt David Anlass zur Sorge: Auch sein bester Freund Chip ist zunehmend verschlossen und aggressiv. Gemeinsam mit seiner Freundin Julie kommt David einem schrecklich Geheimnis auf die Spur.
    Soweit der Klappentext zu diesem Buch und ohne damit zu viel verraten zu wollen, das schreckliche Geheimnis lautet sexuelle Gewalt an kleinen Jungen, denn hinter der Schauspielagentur verbirgt sich ein Pädophilenring, der die Jungen mit perfiden Methoden einfängt, gefügig macht und an sich bindet.
    Adriana Stern wagt sich damit an ein sehr sensibles Thema heran und ein großes Lob gilt der Art und Weise, wie sie es darstellt: Sehr leise und einfühlsam beschreibt sie wenig und sagt doch genug und so viel mehr. Davor ziehe ich meinen Hut.
    Allerdings gibt es auch ein paar Kritikpunkte, die mir negativ aufgefallen sind und mich beim Lesen gestört haben.

    !!!SPOILERWARNUNG!!!

    Negativ aufgefallen ist mir vor allem die Figur des David. Seine Handlungen und Verhaltensweisen fand ich teilweise etwas unglaubwürdig bzw. nicht ganz nachvollziehbar. Ich habe mit Sicherheit Verständnis dafür, dass ein Sechzehnjähriger bis über beide Ohren in seine erste Freundin verknallt ist und sein Hobby – das Snookerspielen – über alles liebt. Aber als er hinter der verschlossenen Tür in der Agentur einen Jungen wimmern hört, der ganz offensichtlich Angst hat, weil jemand bei ihm ist, der ihn alles andere als korrekt behandelt, und David sich dann entscheidet, dass er sich am nächsten Tag darum kümmern will, weil jetzt erstmal ein Date mit Julie hat und das Snookertraining ansteht, fand ich das doch ziemlich daneben.
    Gleiches gilt, als er und Julie die DVDs aus der Agentur stehlen. Anstatt sie sich sofort anzusehen und den Machenschaften in dieser Agentur ein möglichst schnelles Ende zu bereiten, gehen die beiden lieber erstmal zur Snookermeisterschaft. Und als David sich den schockierenden Inhalt der DVDs dann endlich angesehen hat, vertraut er sich immer noch nicht den Eltern an, obwohl er im Laufe des Buches mehrmals festgestellt hat, dass diese eigentlich echt in Ordnung sind. Als die Eltern dann endlich eingeweiht sind, erzählt David ihnen zwar von den DVDs, aber weder Vater noch Mutter sehen sie sich an?!? Alle sind zwar wahnsinnig entsetzt, aber anstatt jetzt schnell die Polizei zu informieren, um den Gräueltaten endlich ein Ende zu bereiten, beschließt man, erstmal abzuwarten, weil man Jockel kein Verhör bei der Polizei zumuten will. Dies ist vermutlich eine ehrbare und aus Elternsicht auch nachvollziehbare Absicht, doch ich denke, sie setzt ein falsches Zeichen, denn es besteht schließlich noch immer Gefahr im Verzug, da Jockel ja nicht der einzige Junge ist, der missbraucht wird. Zudem gibt es durchaus fähige Psychologen bei der Polizei, die für entsprechende Befragungen bestens ausgebildet sind. Außerdem fand ich es recht unglaubwürdig, dass David angeblich noch nie davon gehört hat, dass auch Jungen sexuell missbraucht und vergewaltigt werden können, selbst seine Eltern schienen ein wenig „überrascht“, dass es sowas wirklich gibt. Im Hinblick auf die schrecklichen Nachrichten, die man immer wieder über verschwundene, misshandelte, missbrauchte und getötete Kinder im Fernsehen sehen muss, fand ich diese Darstellung im Buch reichlich wirklichkeitsfremd. Zumal es in vielen Schulen Projektage zum Thema Gewalt gibt, an denen das Thema sexuelle Gewalt ebenfalls bearbeitet wird. David müsste also schon mit äußerst fest verschlossenen Augen durch sein sechzehnjähriges Leben gelaufen sein, um nichts davon mitbekommen zu haben...

    Fazit: Insgesamt ein gutes Buch, das einfühlsam ein heikles Thema anfasst, hoffentlich bei den Lesern ein offeneres Auge für Kinder in ihrem Umfeld hinterlässt und Betroffenen Mut machen kann, sich jemandem zu öffnen. Besonders, da im Anhang gleich eine ganze Reihe von Beratungsstellen aufgelistet sind, die sich über das gesamte Bundesgebiet verteilen.

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  • Leserunde zu "Wie ein Flügelschlag" von Jutta Wilke

    Wie ein Flügelschlag
    Coppenrath_Verlag

    Coppenrath_Verlag

    „Ich war fünf, als ich fliegen lernte. Ich schlüpfte aus den Armen meiner Mutter, die im hüfthohen Wasser stand, wand mich unter dem Seit hindurch und flatterte davon wie ein kleiner Vogel. Kein Boden mehr unter den Füßen und keine Hände mehr, die mich umklammerten. Über mir der Himmel und unter mir nichts als Wasser.“

    Ein Stipendium an einem der renommiertesten Sportinternate! Für die sechzehnjährige Jana geht damit ein großer Traum in Erfüllung. Bis sie eines Tages ihre Freundin Melanie leblos im Schwimmbecken findet und sich alles in einen Albtraum verwandelt. Jana will nicht glauben, dass Mel an plötzlichem Herzversagen gestorben ist. Aber egal, an wen sie sich wendet, überall stößt sie auf eine Mauer des Schweigens. Schließlich versucht sie, auf eigene Faust herauszufinden, was hinter den Machenschaften im Internat steckt, und kommt zusammen mit Mels Bruder Mika der schrecklichen Wahrheit auf die Spur ...

    Jutta Wilkes neuer Roman geht tief unter die Haut und ist spannend wie ein Psychokrimi!

    Wir suchen 15 Testleser, die sich mit Jana auf die Suche des Mörders begeben. Bewerbt euch bis einschließlich zum 18. Januar, indem ihr einen Kommentar schreibt, warum ihr das Buch gern lesen möchtet. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen.

    Die Autorin Jutta Wilke wird diese Leserunde begleiten und beim „Kaffee-Plausch“ gern all eure Fragen beantworten.

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  • Rezension zu "Jockels Schweigen" von Adriana Stern

    Jockels Schweigen
    Saari

    Saari

    09. January 2012 um 20:14

    Adriana Sterns Jugendroman Jockels Schweigen behandelt und erzählt ein schwieriges und sensibles Thema: sexuellen Missbrauch. Die Gratwanderung zwischen Authentizität und schriftstellerischer Inszenierung meistert Stern über weite Teile der Geschichte, jedoch gelingt sie ihr nicht immer. Ich gebe gerne zu, dass ich gefesselt war und es der Autorin gut geglückt ist, ihre Figuren zu zeichnen und ihnen Glaubwürdigkeit zu verleihen. Leider ist der Hauptprotagonist jedoch für meinen Geschmack viel zu naiv und unbedarft geraten. David, aus dessen Sicht die Story fast hauptsächlich geschildert wird, ist für seine 16 Jahre äußerst blauäugig und unreif. Natürlich muss er kein fluchender, nörgelnder, stark pubertierender und besserwisserischer Teenie-Junge sein – im Gegenteil ist es äußerst angenehm, seinen inneren einfühlsamen Monologen zu folgen. Aber was viel zu stark hervorsticht, ist seine kindliche und unschuldige Weltsicht. Selbst als dann wirklich jedem klar sein müsste, was hinter verschlossenen Türen des vermeintlichen Jugendclubs „Kirschbaum“ vor sich geht und David quasi ungefiltert die entscheidenden Informationen erhält (Kinderwimmern, ein abgeschlossener Raum, darin ein großes Bett, eine Kamera auf einem Stativ, DVDs in einem Regal und so vieles mehr) fragt er sich: „Hier passiert etwas absolut Kriminelles. Was ist auf den DVDs zu sehen?“. An dieser Stelle schüttelte ich den Kopf angesichts dieser so unfassbar unglaubwürdigen Naivität. Dies wurde allerdings ein paar Seiten später noch übertroffen: „Bis jetzt dachte ich, nur Mädchen könnten Opfer sexueller Gewalt werden“.

    Es mag sein, dass ich ein wenig pauschalisiere, aber ich bin der Überzeugung, dass 16jährige Jugendliche heute sehr wohl Bescheid wissen über das „Böse“ in der Welt – schließlich werden sie tagtäglich durch die Medien damit konfrontiert und im Grunde ja auch gezwungen, sich damit auseinanderzusetzen (auch wer auf entsprechende Filme verzichtet und abends mit seinen Eltern die Tagesschau verfolgt, kennt das Thema Kindesmissbrauch). Wer also bei einer solch eindeutigen Sachlage nicht imstande ist, eins und eins zusammenzuzählen, hat einen sehr begrenzten Blick auf das Leben und alles was dazugehört, ja, ist bisweilen blind. Dies ist für mich allerdings das einzige Manko (und führte zu einem Stern Abzug), darüber hinaus ist Jockels Schweigen ein spannender, berührender und guter Roman.

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  • Leserunde zu "Rachesommer" von Andreas Gruber

    Rachesommer
    Andreas-Gruber

    Andreas-Gruber

    Hallo an alle Thriller-Fans,
    gerne möchte ich eine Leserunde zu meinem Thriller "Rachesommer" begleiten und mit euch allgemein über Thriller und das Leben als Autor plaudern. Wir starten am Montag, den 10. Oktober 2011.
    Beste Grüße aus Wien,
    Andreas Gruber

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  • Rezension zu "Jockels Schweigen" von Adriana Stern

    Jockels Schweigen
    sunny94

    sunny94

    18. September 2011 um 12:55

    David ist seit kurzem mit Chip, der eigentlich Jewdokim Sapoznikow heißt, befreundet. Gemeinsam teilen sie die Leidenschaft für Computerspiele. Doch irgendwas stimmt nicht mit Chip. In letzter Zeit trägt er teure Kleidung und verfügt über viel Geld, seinen Mitschülern gegenüber verhält er sich zurückhaltend und aggressiv.
    Zuhause ist es auch nicht leicht. Denn seitdem Davids Mutter wieder arbeitet ist sein kleiner Bruder Jockel hilfloser als sonst. Doch alles ändert sich, als David, ohne Erlaubnis der Eltern, seinen Bruder bei einer Schauspielagentur anmeldet. Am Anfang ist Jockel sehr glücklich, aber das Glück hält nicht lange an. David und sogar seine Eltern merken, dass Jockel sich verändert. Genauso wie Chip wird Jockel immer aggressiver und verschlossener.
    Trotz der Probleme in der Familie und im Freundeskreis verliebt sich David in Chips Schwester Julie, die genauso wie David leidenschaftlich gern Snooker spielt. Gemeinsam beschließen sie, herauszufinden, was für ein Geheimnis Chip verbirgt und welche Rolle Jockel dabei spielt.
    Das Cover des Buches zeigt das Porträt eines blassen, ernsten Jungen, sodass gleich klar ist, dass es sich in „Jockels Schweigen“ um ein problematisches Thema handelt. Wie auch bei „Und dann kam Sunny“ gibt es am Anfang des Buches eine Inhaltsangabe. Die Kapitel sind wie in einem Tagebuch gestaltet. Die beiden Personen Chip und David erzählen die Geschichte aus ihrer Sicht. Das kann man an der Schrift gut erkennen – fette Schrift (Chip) und normale Schrift (David) wechseln sich ab.
    Alle Charaktere sind sehr unterschiedlich, am meisten natürlich Chip und seine Schwester Julie. Julie ist ein typisches Punker-Mädchen, das oft ihre Haarfarbe wechselt. Chip dagegen ist mehr der stillere und zurückhaltende Typ. Dadurch ist auch die Freundschaft zwischen dem aufgeschlossenen, lebenslustigen David und Chip manchmal sehr seltsam.
    Das ist schon der zweite Roman von Adriana Stern, den ich gelesen habe. Genauso wie in dem Buch „Und dann kam Sunny“ handelt es sich um Probleme von Jugendlichen. Dieses Mal geht es um Missbrauch von Jungen und darüber, wie sich dies verhindern lässt.
    Aufgrund des schweren Themas lässt sich das Buch nicht einfach in einem Ruck durchlesen. Auch konnte ich nicht Zugang zu allen Personen finden. So fiel es mir zum Beispiel leicht, David und sein Handeln zu verstehen, während mir Chip bis zum Ende des Romans fremd blieb.
    Wer dem Thema „Missbrauch an Kindern“ nicht gleichgültig gegenübersteht, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

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  • Leserunde zu "Zoë" von Clay Carmichael

    Zoë
    Daniliesing

    Daniliesing

    Die Autorin Clay Carmichael lebt in North Carolina und ist eigentlich erfolgreiche Bilderbuchautorin. Mit "Zoë" ist gerade ihr erstes Jugendbuch im Hanser Verlag erschienen, in dem sie die Geschichte eines ganz besonderen Mädchens erzählt: die Geschichte von Zoë. In einer Leserunde könnt ihr jetzt gemeinsam das in den USA bereits ausgezeichnete Buch lesen und euch darüber austauschen. Lernt gemeinsam Zoë und ihre kleine, große Welt kennen.

    Und darum geht es im Buch:

    "Die zwölfjährige Zoë ist wild, unerschrocken und eigensinnig. Sie verlässt sich am liebsten auf sich selbst, zu oft ist sie enttäuscht worden. Mit Freundschaft und Familie hat sie wenig Erfahrung. Nach dem Tod der Mutter kommt Zoë zu ihrem Onkel Henry, einem Eigenbrötler, der in einem großen Haus am Waldrand lebt. Wird es wieder eine Enttäuschung? Zoë geht ihrer eigenen Wege. Bei langen Erkundungstouren im Wald stößt sie auf einen alten Wohnwagen. Wohnt darin der geheimnisvolle Junge, den sie im Schatten der Bäume vermutet? Eines Tages ist der Wohnwagen verwüstet. Spätestens jetzt muss sie herausfinden, was es mit dem Jungen auf sich hat. Doch dazu braucht Zoë Hilfe."

    Wer jetzt Lust bekommen hat, direkt schon mehr zu lesen, der findet hier die Leseprobe:
    http://files.hanser.de/hanser/docs/20110519_211519111612-55_978-3-446-23783-4.pdf

    Und auch einen Buchtrailer gibt es zur Einstimmung auf das Buch:
    https://www.youtube.com/watch?v=lKlRPVmxxDc&feature

    Möchtet ihr "Zoë" kennenlernen? Dann bewerbt euch jetzt als Testleser, wenn ihr Lust habt, euch mit anderen Lesern über das Buch auszutauschen und hinterher eine Rezension zu schreiben. Wir verlosen insgesamt 25 Exemplare des Buches unter allen, die bis einschließlich Mittwoch, 07. September, unter "Bewerbung & Bekanntgabe der Gewinner" einen Kommentar schreiben, in dem sie verraten, wieso sie das Buch gern lesen möchten und was sie selbst als Kind oder Jugendlicher an der eigenen Umwelt besonders fasziniert hat.

    *****************************************************

    Die 25 offiziellen Testleser sind:

    Lhiannon, aba, Juliana1312, Ichbinswieder, Alena_Tess, Kiwi33, Livy, cab, Emma.Woodhouse, fireez, Cellissima, Cambion, Thaila, anja_bauer, Lillie-Sophie, CharlieL, Babsy1980, Leiraya, Asu, nothanks, Freiwelt, Sarlascht, Ellen07, Tialda, TalkySue

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  • Leserunde zu "Jockels Schweigen"

    Jockels Schweigen
    Adriana

    Adriana

    Bald startet eine neue Leserunde mit dem Jugendroman "Jockels Schweigen" von der Autorin Adriana Stern, die die Leserunde auch moderieren wird. Und die jetzt selbst zu Wort kommt:

    Auf die Leserunde zu meinem neuen Roman mit Euch freue ich mich und ich bin gespannt darauf. "Jockels Schweigen" gehört am ehesten in das Genre Krimi, in dem natürlich auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen darf. Ich möchte Euch den Inhalt nur kurz vorstellen, damit Ihr eine Ahnung davon bekommt, um was es in diesem Krimi geht:
    Als der 16-jährige David hinter dem Rücken seiner Eltern den Agenturvertrag für seinen kleinen Bruder Jockel unterschreibt, nimmt eine ungeahnte Katastrophe ihren Lauf. Schon kurze Zeit später bemerken David und seine Eltern schlimme Veränderungen an Jockel. Gemeinsam mit seiner ersten Liebe Julie kommt David einem Verbrechen auf die Spur…

    Und das sagt der Verlag: Adriana Stern hat sich in diesem Roman auf ausgesprochen sensible Weise einem sehr wichtigen Thema angenommen. Herausgekommen ist ein spannender Roman, der nicht nur von einem Verbrechen handelt, sondern auch eine wunderschöne Liebesgeschichte erzählt. Ihr Roman orientiert sich an einer wahren Straftat, die im November 2008 in Berlin aufgedeckt wurde.

    Hiermit lade ich Euch herzlich ein, "Jockels Schweigen" mit mir zu diskutieren. Wenn ihr gerne mitlesen möchtet, schreibt einfach einen kurzen Kommentar. Für die Leserunde stellt der Verlag bis zu 20 Bücher zur Verfügung!

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  • Rezension zu "Jockels Schweigen" von Adriana Stern

    Jockels Schweigen
    Gelöschter Benutzer

    Gelöschter Benutzer

    10. June 2011 um 08:43

    Ich habe das Buch "Jockels Schweigen" der Autorin Adriana Stern nun schon zweimal gelesen und bin einerseits sehr , sehr angetan von der stilsicheren und temporeichen Sprache von Adriana Stern, andererseits vom Aufbau und der stringenten Umsetzung des , weiß Gott, schwierigen Themas ehrlich begeistert. Ein kleiner, kleiner Minuspunkt fällt jedoch in mein Resümee, zum Finale hin passieren mir da doch zu viele Zufälle, also, eine derartige Anhäufung von Missetätern ist mir ein wenig unwahrscheinlich vorgekommen, aber, möglich wäre das in realiter ja wohl...
    Die Protagonisten sind handwerklich wunderbar ausgearbeitet und im Fortgang des Romans entdeckt man die Mühen, die sich die Autorin auferlegt hat, da ja jede wesentliche Figur eine Art "Leitsprache", respektive eine eigene "Schreibe" (grässliches Wort) zugeordnet bekam, was das Lesen auf der einen Seite vereinfacht, auf der anderen aber nur umso spannender.
    Summa Summarum: Ich kann "Jockels Schweigen" von ganzem Herzen weiter empfehlen, was ich ja in meiner Community ja schon in Angriff genommen habe.
    Hervorragend

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  • Rezension zu "Jockels Schweigen" von Adriana Stern

    Jockels Schweigen
    Nil

    Nil

    06. June 2011 um 21:42

    Echt harter Tobak, aber gut umgesetzt. 'Jockels Schweigen' von Adriana Stern ist ein Jugendbuch über den Missbrauch von Jungen.
    Die zentrale Figur in diesem Roman ist David, 16 Jahre alt und mit Chip befreundet. Chip ist mit seiner Familie aus Russland nach Deutschland gekommen. Seit dem engagiert er sich in einem Jugendclub. Problematisch an ihm ist, dass er schnell gereizt ist. David und Chips Schwester, Julia, kommen sich im Laufe der Geschichte näher und so verliert David den Anschluss zu seinem kleinen Bruder Jockel, der sich bei einer Filmagentur herumtreibt ohne das es seine Eltern wissen. Bis David sich näher mit der Veränderung an Jockel beschäftigt und sich ihm widmet.
    Das Thema wird durch eine Geschichte gut beleuchtet und macht deutlich wie Kinder in dieser Situation denken und handeln können. Es wird ein dramatischer Spannungsbogen aufgebaut und man leidet mit allen mit.

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  • Rezension zu "Jockels Schweigen" von Adriana Stern

    Jockels Schweigen
    Blackie

    Blackie

    David ist 16 und hat es eigentlich recht gut im Leben. Er versteht sich mit seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder, ist gut in der Schule und ist in seinem Hobby, Snooker, ziemlich erfolgreich. Die Veränderungen in Davids Leben kommen schleichend: da ist zunächst mal sein bester Freund Chip. An einem Tag ist er super drauf und steckt David mit Ideen an, die unglaublich sind und quasi die Welt verändern werden. Am nächsten Tag ist Chip alles andere als gut gelaunt und schießt David mal wieder in den Wind - ohne irgendwas zu erklären...Zu Hause nervt Davids kleiner Bruder Jockel auch schon mal nachhaltiger, bis David anstelle seiner Eltern den Vertrag für eine Schauspielagentur unterschreibt, damit Jockel glücklich ist und ihn zufrieden lässt. Das tut er dann auch, scheint aber alles andere, als glücklich zu sein. Jockels Verhalten ändert sich dramatisch und weder David, noch seine Eltern, können zunächst einen Grund dafür erkennen. Als dann Knall auf Fall die große Liebe in Davids Leben platzt und Chip ausrastet, als er erfährt, dass Jockel seine Freizeit in den Räumen der Agentur verbringt, geht auf einmal alles ganz schnell und David wird schwarz auf weiß damit konfrontiert, was seinem kleinen Bruder zu schaffen macht.

    "Jockels Schweigen" von Adriana Stern widmet sich einem hochaktuellen und brisanten Thema - dem Mißbrauch von Jugendlichen, in diesem Fall Jungen. Dabei geht sie sehr einfühlsam und nachdrücklich auf Hintergründe, Entwicklungen und mögliche Hilfe für Betroffene ein. Sie verzichtet auf bloße Effekthascherei, sondern klärt den Leser behutsam darüber auf, was in den Köpfen beider Seiten - Betroffener und Täter - vorgehen mag.
    Die Romanhandlung ist schlüssig und auch die Charaktere sind sehr schön detailliert und liebevoll gezeichnet. Insbesondere David und seine Familie, aber auch sein Freund Chip und dessen Umfeld nehmen viel Raum ein. Es zeigt sich schon sehr schnell, dass mit David und seinem Elternhaus auf der einen Seite und Chip und seinem Leben auf der anderen Seite quasi zwei verschiedene Welten im Buch existieren. Chip ist dabei eine ganz außergewöhnliche Figur, die mir als Leser schnell und schmerzlich ans Herz gewachsen ist. Ein Junge, der sozusagen verschiedene Gesichter hat und in verschiedene Rollen schlüpfen muss, je nachdem, was die Situation erfordert. Chip trägt die Last mehrerer Leben auf seinen Schultern und niemand scheint etwas davon zu ahnen. Nicht einmal David, sein bester Freund. Auch dieser macht im Buch eine gut nachvollziehbare Entwicklung durch - zunächst ist er recht ordentlich und fast zu formell für einen Jungen seines Alters. Aber als er sich verliebt und die Geschehnisse um Jockel ins Laufen kommen, entdeckt er ganz neue Seiten an sich selbst. Jockel selbst ist eigentlich noch ein Kind, ein kleiner Dickkopf, der mir mit seiner manchmal recht quengeligen Art doch schnell sympathisch war. Und auch die Elternhäuser von beiden Jungen sind wie gesagt sehr gut und mit viel Liebe dargestellt.
    Dieser wohlüberlegte Schreibstil, der sich wohltuend zu anderen Veröffentlichungen in dem Genre abhebt, macht das Buch auch zu etwas wirklich besonderem. Man merkt der Autorin den Ernst der Sache und das Bemühen, aufzuklären und zu helfen, deutlich an, ohne, dass sie übertrieben reißerisch zur Sache gehen muss. Im Gegenteil - im Buch herrschen die leisen Töne vor und machen die Geschichte gerade deswegen so eindrucksvoll, dass man sich als Leser auch nach dem Schlusspunkt noch damit beschäftigen wird.

    Ich danke der Autorin für dieses eindrucksvolle Buch und ihr und allen Mitlesern für eine wirklich tolle, engagierte Leserunde und hoffe, dass man sich spätestens beim nächsten Buch von Adriana Stern wiedersehen und -schreiben wird.

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  • Rezension zu "Jockels Schweigen" von Adriana Stern

    Jockels Schweigen
    schlumeline

    schlumeline

    30. May 2011 um 13:38

    Mit „Jockels Schweigen“ entführt die Autorin Adriana Stern den Leser in das Leben des 16-jährigen David Rafael Grün. Dieser ist mit Jewdokim Sapoznikow, von David freundschaftlich Chip genannt, befreundet. David und Chip entwickeln gemeinsam Computerspiele und ergänzen sich dabei fantastisch. Merkwürdig nur, dass Chip in letzter Zeit immer sehr teure Klamotten trägt und auch immer genügend Bargeld besitzt. David fragt sich zwar woher Chip diese finanziellen Mittel hat, spricht seinen Freund auch darauf an, aber eine Antwort auf seine Frage bekommt er nicht.

    David lebt in einer ganz normalen bürgerlichen Familie, in der miteinander gesprochen wird, es gemeinsame Mahlzeiten gibt und auch Regeln eingehalten werden müssen. Dieses Leben jedoch verändert sich in dem Moment als Frau Grün eine Arbeitsstelle annimmt. Ihre Zeit ist nun eingeschränkter und so kommen auch die Kinder kürzer als vorher. Darunter leidet vor allem der kleine Jockel, Davids Bruder. Als man ihm dann noch verbietet zu einer Filmagentur zu gehen, die er im Internet aufgetan hat, droht für ihn eine Welt zu zerbrechen. Schließlich ist es sein größter Wunsch einmal Schauspieler zu werden. Da aber hilft David. Er fälscht die Unterschrift seiner Eltern unter dem Anmeldeformular für die Filmagentur. Er macht sich auch keine Gedanken über die Tatsache, dass sein bester Freund Chip ihn ausdrücklich vor dieser Agentur warnt.

    Dennoch scheint zunächst alles wunderbar. Jockel ist gerne bei der Agentur, die Eltern merken nichts, denn sie sind mit eigenen Problemen beschäftigt und David verliebt sich schließlich in Julie, die Schwester seines besten Freundes. So streichen einige Wochen und Monate ins Land bis sich Jockels Verhalten verändert. Er ekelt sich plötzlich vor bestimmten Nahrungsmitteln, gebraucht heftige Schimpfwörter, leidet unter Alpträumen und fühlt sich offensichtlich unwohl. Obwohl die Familie sich Mühe gibt, ist an den Jungen nicht mehr wirklich heranzukommen.

    Als David und Julie einen Zusammenhang zwischen dem Verhalten von Chip und dem Verhalten von Jockel erkennen, begeben sie sich in eine große Gefahr, aber sie wollen den Menschen, die sie lieben, zur Seite stehen.

    „Jockels Schweigen“ thematisiert den Missbrauch an Jungen. Dies geschieht auf eine so realistische Art und Weise, dass sich beim Leser Beklemmung einfach einstellen muss. Das Gefühl der Hilflosigkeit der Familie, die nach den Ursachen der Veränderungen suchen, überträgt sich unaufhaltsam auch auf den Leser. Adriana Stern erzählt diese Geschichte mit so ausdrucksstarken Worten, dass mir beim Lesen mehr als einmal die Tränen in den Augen standen.

    Dieses Buch der Autorin Adriana Stern beruht auf einer wahren Begebenheit, die sich 2008 in Berlin zugetragen hat. Leider, so muss man wohl sagen, eine Begebenheit, die in unserer Gesellschaft scheinbar viel häufiger stattfindet, als viele Menschen es glauben und sehen wollen. Somit ist „Jockels Schweigen“ ein wichtiger Schritt die Menschen wachzurütteln und vor allem auch junge Menschen zu sensibilisieren für Dinge, die in ihrer nächsten Umgebung geschehen. Veränderungen sollten beachtet werden um entsprechend auf sie reagieren zu können.

    Für Hilfesuchende wird das Buch abgerundet durch eine Liste empfohlener Beratungsstellen für Jungen.

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  • Rezension zu "Jockels Schweigen" von Adriana Stern

    Jockels Schweigen
    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    20. May 2011 um 17:47

    David (16) und Jockel (11) wachsen in einer liebevollen Familie auf. Der grösste Traum von Jockel ist es Schauspieler zu werden. Seine Eltern wollen aber nicht, dass er sich bei einer Filmagentur meldet. Er solle noch ein bisschen in der Theatergruppe bleiben. Mit Hilfe seines Bruders geht er trotzdem hin. Bald verändert sich Jockel negativ. Er trinkt Alkohol, schwänzt die Schule und ist extrem aggressiv. Was ist los mit Jockel?
    Dann lernen wir noch Julia und Chip kennen. Chip ist der beste Kumpel von David. Aber auch er verändert sich plötzlich. David hat keine Ahnung, was sein Kumpel durchmacht und versteht die Welt nicht mehr. Er lernt Julia kennen und verliebt sich in sie. Bald ist sie seine Freundin.

    Das Buch ist authentisch und flüssig geschrieben. Ich bin ja eher eine langsame Leserin, bin aber ziemlich schnell vorangekommen. Man wird wie in einem Strudel in die Geschichte reingezogen und kann nicht mehr aufhören zu lesen.

    Das Kernthema des Buches ist „sexuelle Misshandlung von Jungs“. Leider denken immer noch viele, dass das nicht so häufig vorkommt wie bei Mädchen. Adriana Stern hat das Thema auf eine sehr feinfühlige und sensible Art aufgegriffen. Die eigentliche Gewalt wird nur am Rande erwähnt und trotzdem weiss der Leser, was da geschieht.

    Das Buch zeigt auch, dass es alle Jungs treffen kann. David und Jockel haben vorbildliche Eltern und trotzdem sind sie betroffen. Das Handeln von David und dessen Eltern zeigt auf, wie man auf ein solches Schicksal reagieren sollte und wo man Hilfe holen kann.

    Leider ist es ein Thema, welches unbedingt aufgegriffen werden muss. Es ist ein Krimi und Aufklärungsbuch in einem. Ein dickes Lob an die Autorin. Ein tolles Buch!

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  • Rezension zu "Jockels Schweigen" von Adriana Stern

    Jockels Schweigen
    eifelmini

    eifelmini

    19. May 2011 um 22:03

    David ist 16 Jahre alt, entwickelt mit seinem besten Freund Chip Computer-Spiele und spielt professionell Snooker. Gutmütig wie er ist, fälscht er die Unterschrift seiner Eltern um seinem kleinen Bruder Jockel den Einstieg in die Filmbranche zu ermöglichen. Während David das erste Mal richtig verliebt ist, verändert sich sein kleiner Bruder immer mehr zum Negativen, aber David hat keine Ahnung weshalb. Und auch mit Chip stimmt irgendwas nicht…

    Das Buch liest sich sehr leicht und flüssig, denn Adriana Stern schreibt sehr einfühlsam. Um so gewichtiger ist das Thema des Buches: obwohl sie erst zum Ende des Buches hin wirklich deutlich ausspricht, was mit den Jungen geschieht, weiß man trotzdem, dass es um sexuelle Gewalt an kleinen Jungs geht. Geschickt verzichtet sie darauf, diese Gewalt genauer zu beschreiben.

    Die Charaktere sind sehr verschieden und sehr gut durchdacht. Sie werden im Verlauf des Buches liebevoll und intensiv beschrieben, sodass ich mich sehr gut in sie hineinversetzen – auch wenn ich mit Computer-Spielen und Snooker eigentlich nicht viel anfangen kann. ;-)

    Adriana Stern hat das Buch in zwei verschiedenen Blickrichtungen geschrieben: David erzählt die Geschichte aus seiner eigenen Perspektive (in Ich-Form), die Geschichte von Chip erzählt ein objektiver Erzähler. Die unterschiedlichen Perspektiven werden auch dadurch deutlich, dass zwei verschiedene Schriftarten dafür verwendet wurden.

    Jockels Schweigen ist seit mehr als 8 Jahren das erste Jugendbuch, das ich „als Erwachsene“ gelesen habe. Es hat mich so bewegt, dass ich beim Lesen teilweise Tränen in den Augen hatte…

    Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen. Es eignet sich nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene!

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