Adrien Bosc Morgen früh in New York

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Inhaltsangabe zu „Morgen früh in New York“ von Adrien Bosc

Am 27. Oktober 1949 hebt die neue Lockheed Constellation in Paris Richtung New York ab. Unter den 48 Passagieren: Marcel Cerdan, Boxchampion und Geliebter von Édith Piaf, die Violinvirtuosin Ginette Neveu und Disney-Manager Kay Kamen. Die Laune an Bord ist glänzend, die Stewardess reicht Champagner und Macarons, als plötzlich über den Azoren der Funkkontakt abreißt.
In seinem glänzenden Debüt verknüpft Adrien Bosc das Schicksal des berühmtesten Flugzeugs der Nachkriegszeit mit den Lebensgeschichten der Reisenden – eine Hommage an die Ära des Hollywood-Kinos und des französischen Chansons.

Ein Roman über das Schicksal der Fluggäste, die unterschiedlicher von ihrer Herkunft nicht sein könnten, durch den Tod für immer verbunden.

— Fadenchaos

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  • Im Tod verbunden

    Morgen früh in New York

    Fadenchaos

    18. July 2017 um 18:22

    Ein Roman über den Todesflug der Lockheed Constellation von New York nach Paris am 27. Oktober 1949. An Bord der Maschine befinden sich 37 Passagiere und 11 Besatzungsmitglieder. Durch widriges Wetter nimmt der Flug nicht den Kurs über die Nordroute sondern er nimmt die Südroute mit Zwischenlandung auf den Azoren. Kurz vor der Landung auf den Azoren reißt der Funkkontakt ab und am nächsten  Tag wird die Maschine zerschollen  an ein einem Berghang gefunden. Wie es zu diesem Unglück kam, konnte im Nachhinein nicht zweifelsfrei geklärt werden. Der Flug ging besonders auch deshalb in die Geschichte ein, da sich an Bord der Maschine einige Prominente befanden. Besonders hervorzuheben ist der Boxchampion Marcel Cerdan, der der Geliebte von Edith Piaf war. Nur auf ihr drängen hin hat er diesen Flug genommen, da er eigentlich eine Schiffspassage gebucht hatte. Aber auch Ginette Neveu, eine Weltbekannte Violistin und der Walt Disney Manager Kay Kamen waren Gäste dieses Fluges. Der Autor beschreibt in seinem Roman sowohl den Verlauf des Fluges und die darauffolgende Suche und Bergung der Maschine aber besonders geht er in Rückblenden auf das Leben der Passagiere ein und auch auf die Trauer der Angehörigen nach dem Absturz. Adrien Bosc bezieht sich aber nicht nur auf die Prominenten Fluggäste sondern er erzählt dem Leser auch die Geschichte einiger anderen Fluggäste, unter anderem der vier Hirten, die in den USA sich eine neue Existenz aufbauen wollten, der Textilarbeiterin Amélie Ringler oder des Piloten. Der Aufbau des Romans hat mir gut gefallen und auch die Beleuchtung der sehr unterschiedlichen Personen, die durch den Absturz im Tod verbunden sind war sehr interessant. Allerdings konnte ich mich in das Geschehen nicht wirklich einfinden, da der Autor für mich sehr distanziert geschrieben hat.

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  • Die Macht des Schicksals

    Morgen früh in New York

    RosaEmma

    04. April 2016 um 08:53

    Dieses bemerkenswerte Erstlingswerk des französischen Schriftstellers Adrien Bosc hat mich bereits nach den ersten Seiten nicht mehr losgelassen. Dies liegt nicht nur an der tragischen, wahren Geschichte, die der Autor ausgewählt hat, sondern insbesondere auch am journalistisch geprägten Erzählstil des Jungautors, mit dem er das schicksalhafte Ereignis vor unseren Augen im Stil einer Reportage abspult, die die folgenschwere Verkettung von Zufall und Schicksal beleuchtet und die entsetzliche Katastrophe in ihrer ganzen Dimension sichtbar werden lässt. Das verheerende Unglück, dessen Verlauf Bosc hier detailgetreu und sehr behutsam im Hinblick auf die dahinterstehenden menschlichen Schicksale rekonstruiert, ist der Absturz der Air France Maschine F-BAZN, eine Lockheed Constellation, die aufgrund ihrer luxuriösen Ausstattung auch das Flugzeug der Stars genannt wurde. Am 27. Oktober 1949 zerschellte der Luxusliner auf seinem Weg von Paris nach New York auf dramatische Weise am Monte Redondo auf der Azoreninsel São Miguel und riss 48 Menschen (37 Passagiere und 11 Crewmitglieder) in den Tod. Rekonstruktion einer rätselhaften Flugzeugkatastrophe Zur Rekonstruktion des mysteriösen Flugzeugabsturzes schildert Bosc zunächst chronologisch den Hergang des Unglücks und erzählt uns auf sehr lebendige Weise die Geschichten und Hintergründe der Passagiere. Hier rücken zunächst natürlich die Celebrities,die Berühmtheiten der damaligen Zeit, in den Vordergrund, die die Tragödie auch zu einem gefundenen Fressen für die Presse machten. Hierzu zählte u.a. Boxchampion Marcel Cerdan, dessen außereheliche Affäre mit der französischen Chansonette Édith Piaf ein offenes Geheimnis war. Cerdan, der auf dem Weg zu einem alles entscheidenen Boxkampf mit seinem Erzrivalen Jake Motta in New York war, hatte eigentlich geplant, mit dem Schiff anzureisen. Weil Piaf jedoch nicht so lange von ihm getrennt sein wollte, bat sie ihn, anstelle des Schiffs das Flugzeug zu nehmen – eine Reise ohne Wiederkehr für ihren Geliebten, dessen Tod sie als gebrochene Frau zurücklies. Berühmte und unbekannte Opfer Ein weiteres V.I.P. Opfer war die junge Geigenvirtuosin Ginette Neveu, das Violinenwunderkind der Nachkriegszeit, der man eine glänzende Karriere vorausgesagt hatte. Gemeinsam mit ihrem Bruder Jean war sie auf dem Weg zu ihrer bereits ausverkauften US-Tournee, die der erste Meilenstein ihres rasanten Aufstiegs sein sollte. Doch ihr Traum ging nicht in Erfüllung: Der tragische Flugzeugabsturz beendete ihr Leben und das ihres Bruders auf schreckliche Weise. Man fand ihre Leiche schließlich unter den Trümmern. Es war ein erschütterndes Bild, das sich den Rettern bot, denn selbst im Tod hielt sie ihre geliebte Stradivari noch fest umklammert. Neben weiteren bedeutenden Persönlichkeiten, die sich an Bord der Unglücksmaschine befanden, wie z. B. Kay Kamen, der Erfinder des Merchandising, der dem Disney-Konzern einen sensationellen Erfolg bescherte oder Bernard Boutet de Monvel, Exzentriker, Dandy und Lieblingsporträtist der High Society, hat Bosc auch die zahlreichen unbekannten Passagiere aus ihrer Anonymität geholt und somit denen eine Stimme gegeben, die für die Presse uninteressant waren, aber deren Lebensgeschichten aus Sicht des Autors dennoch nicht unerwähnt bleiben sollten. Und so erzählt er uns u.a. von Amélie Ringler, einer armen Spulerin aus Mühlhausen, die in einer Textilfabrik arbeitete, bis sie nach dem Tod ihrer reichen Patentante deren lukrative Fabrik in den USA erbt. Doch auch hier verhindert das Schicksal, dass sich ihr Leben zum Guten wendet. Dies trifft ebenso auf fünf baskische Hirten zu, die sich in den USA zu Wohlstand und Reichtum emporarbeiten wollten, um dann vermögend wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Aber auch dieser Wunsch erfüllt sich nicht. Folgenschwere Verkettung von Zufall und Schicksal Der zweite „rote Faden“, der sich neben dem chronologischen Hergang des Flugzeugabsturzes und den Biografien und Hintergrundgeschichten der Passagiere durch Boscs Roman zieht, ist die folgenschwere Verkettung von Zufällen bzw. unglücklichen Konstellationen, die man auch als die unausweichliche Macht des Schicksals bezeichnen könnte. So berichtet der Autor darüber hinaus von Menschen, die eigentlich mit der Maschine fliegen wollten, aber dann durch eine glückliche Fügung doch nicht an Bord gingen, wie z.B. das frischgebackene Ehepaaar Édith und Philipp Newton, das nicht mitflog, weil es Marcel Cerdan und seiner Entourage unbedingt den Vortritt lassen wollte. Beeindruckendes Erstlingswerk aus Facts & Fiction All diese Aspekte sind so fesselnd und berührend miteinander verwoben, das man sich nur schwer von diesem Roman lösen kann. Boscs beeindruckende Betrachtung der Thematik Schicksalskonstellation, die er insbesondere in den letzten Kapiteln seines Romans mit einfließen lässt, wenn er von seiner investigativen Reise an den Unglücksort berichtet, ist so wunderbar poetisch, dass man sie einfach nicht mit Worten beschreiben kann. Man muss sie lesen und jede Formulierung absorbieren, um dann am Ende festzustellen, was für ein großartiges Werk dem Autor mit dieser Mischung aus Facts & Fiction gelungen ist.

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  • Den Menschen nahe rücken

    Morgen früh in New York

    michael_lehmann-pape

    16. March 2016 um 13:49

    Die Menschen nahe rückenDer Titel des Buches wird für die 37 Passagiere und 11 Besatzungsmitglieder der Lockheed Constellation F-BAZN am 27.10.1949 nur ein Wunsch bleiben.Alles Insassen der Maschine sterben bei einem Absturz. Wobei Edith und Philip Newton, wie auch Mrs. Erdmann mehr als glücklich sein werden, kurzfristig aus dem Flug „ausgebootet“ worden zu sein. Weil Edith Piaf ihrem Lebensgefährten, dem Boxer Marcel Cerdan, keine Ruhe gelassen hat. So dass dieser, statt einige Tage später in Ruhe mit dem Schiff, sich nun an Bord der Maschine befindet, um schnell bei „seiner Edith“ zu sein.Ein Entschluss, ein Drängen mit mit Folgen auch für die Sängerin, der ihr Zeit ihres Lebens nachgehen wird.Doch auch wenn dieser Flug als „Flug der Stars“ bekannt werden wird (neben Celan ist auch die damals weltberühmte Geigerin Ginette Neveu mit an Bord und einige andere bekannte Menschen aus Wirtschaft und Kunst), und auch wenn Bosc diesen beiden Personen durchaus breiten Platz im Buch einräumt, in diesen biographischen Miniaturen, wie man den Roman auch bezeichnen könnte, geht es um alle jene, die nicht in New York ankamen. Denn neben den Ereignissen des Fluges selbst, neben den lockeren Sprüchen zwischen Cerdan und seinem Manager Jo Longmann nimmt Adrien Bosc ruhig, empathisch und sehr gründlich die Lebensgeschichten, die Persönlichkeiten der Menschen im Flugzeug in den Blick.Vom Piloten Jean de La NoUe angefangen hin zu Amélie Ringler, die kkurz zuvor noch Spulerin in einer Textilfirma war hin zu jenen fünf baskischen Hirten (vier Männer und eine Frau), die „emigrieren, um sich später in ihrem Tal erneut niederzulassen“, über den Boxchampion hin zu den anderen, meist nicht armen Passagieren an Bord.„Tote zu Wort kommen zu lassen, Tische zu bewegen und Seelen herbeizurufen, um ihnen ein letztes Geheimnis zu entlocken“.Das ist der Weg, de Bosc mit leichter Hand beschreitet, auf dem sie immer wieder die Umstände des Unglücks und das „Danach“ der Trauerfeiern und der Reaktionen der Welt mit einfließen lässt. Dies alles in einer sehr flüssigen, sehr klaren Sprache, so dass das Buch sich leicht und gut lesen lässt. Mancherorts wäre dennoch eine Vertiefung der einzelnen Personen wünschenswert gewesen, auch verbleibt die Lektüre eher betrachtend, der Leser wird nicht wirklich mit in das Unglück, die Ereignisse, in das Lebend er einzelnen Personen mit hineingezogen, einiges an eigenständiger „Gefühlsarbeit“ ist zu leisten, die Bosc dem Leser nicht abnimmt.Dennoch ist diese Rekonstruktion von Absturz, Tod, „Lebensverbindungen“ der Insassen und Reaktionen der Hinterbliebenen durchweg interessant zu lesen.

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