Adrienne Young

 4.2 Sterne bei 125 Bewertungen
Autorin von Das Herz der Kämpferin, Sky in the Deep und weiteren Büchern.
Autorenbild von Adrienne Young (©Melissa Babasin)

Lebenslauf von Adrienne Young

Ein frischer Wind auf dem Jugendbuchmarkt: Adrienne Young legt mit „Sky in the Deep“ im Frühjahr 2018 ihren Debütroman vor. Im Herbst desselben Jahres erscheint mit „Das Herz der Kämpferin“ die deutsche Übersetzung. Es handelt von der 17-jährigen Eelyn, deren Glauben zutiefst erschüttert wird, als sie auf dem Schlachtfeld ihren totgeglaubten Bruder sieht – und zwar auf der Seite des feindlichen Clans! Young erzählt eine Geschichte über Identität, Familienbande und Annäherung trotz unterschiedlicher Glaubensvorstellungen. Und über eine Liebe gegen alle Wahrscheinlichkeit. Mit ihrem Debüt hat sich Young sofort in die Herzen unzähliger Leserinnen und Leser geschrieben. Die Autorin ist ursprünglich in Texas geboren, lebt aber heute in Kalifornien, gemeinsam mit ihrem Ehemann, einem Dokumentarfilmmacher und vier Kindern. Sie hat eine Vorliebe für Geschichte und Reisen – beides kann man auf ihrem Instagram-Kanal nachvollziehen. Zudem hat sie eine Schwäche für Kaffee, Yoga, alte Bücher von Antik-Märkten, Wein bei langgezogenen Abendessen und Kunstmuseen.

Alle Bücher von Adrienne Young

Cover des Buches Das Herz der Kämpferin9783959672481

Das Herz der Kämpferin

 (112)
Erschienen am 01.10.2018
Cover des Buches Sky in the Deep9781250168467

Sky in the Deep

 (12)
Erschienen am 02.04.2019
Cover des Buches The Girl the Sea Gave Back (Sky and Sea, 2)9781250168481

The Girl the Sea Gave Back (Sky and Sea, 2)

 (1)
Erschienen am 03.09.2019

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Rezension zu "The Girl the Sea Gave Back (Sky and Sea, 2)" von Adrienne Young

The Girl the Sea Gave Back
Lupina15vor einem Tag

"The Girl the Sea Gave Back" ist der Companion Novel zu "Sky in the Deep". Die Handlung setzt 10 Jahre nach den Ereignissen von Sky an, wird jedoch durch Rückblenden unterbrochen. Im Mittelpunkt stehen Halvard, der bereits aus Sky bekannt ist, und Tova. Halvard lebt mit den Nadhir ein friedliches Leben im Fjord und soll sogar eines Tages der neue Clan-Anführer werden. Tova hingegen ist eine Ausgestoßene. Als Kind fand ein Svell (Wikingerclan) sie gestrandet in einem Boot. Ihre Tätowierungen verraten, dass sie den Kyrr angehört und eine Truthtongue ist. Die Svell benutzten sie und ihre Fähigkeit, doch Freunde oder Familie hat sie dort nicht.

Als die Svell die Nadhir angreifen, verbinden sich Tovas und Halvards Pfade. Sie ist auf der Suche nach Zugehörigkeit und Halvard will seine Familie beschützen.

Die Handlung klingt nicht sonderlich spannend und ist es leider auch nicht. Wo Sky durch spannend und tiefgründig geschriebene Charaktere überzeugt, bleibt Sea auf der Strecke hängen. Man merkt deutlich, dass die Autorin mit diesem Buch zu kämpfen hatte und es noch einmal komplett umgeschrieben hat. Die Szenen, die in der Gegenwart spielen sind aus der Ich-Perspektive von Tova und Halvard erzählt, doch die Szenen aus der Vergangenheit erzählt ein Er-Erzähler. Es ist sehr verwirrend und unstimmig. Generell fand ich das Buch leider nicht ganz rund. Ich mag Adrienne Young sehr und Sky konnte mich absolut begeistern, doch Sea hat mir nicht so zusagen können, wie ich es mir erhofft hatte. Mit Tova bin ich überhaupt nicht warm geworden. Ihr Charakter war leider nicht ausgereift und man konnte weder sie noch ihre Fähigkeit gut verstehen. Halvard hingegen war da deutlich besser gezeichnet. Seine Motivation und seine Ängste waren erkennbar und nachvollziehbar. 

Der Schreibstil las sich flüssig, doch an einigen Stellen wirkte es gewohnt kunstvoll. Manche Szenen wurden detailliert beschrieben, bei anderen hätte man sich das gewünscht. 

Ich bin zwiegspalten mit meiner Meinung über dieses Buch. Im Großen und Ganzen las es sich recht flüssig, doch es ist wenig passiert und die Charaktere waren nicht ganz rund. Wer Sky mochte, sollte auf jeden Fall mal reinlesen und sehen, ob die Geschichte ihm/ihr zusagt.

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Rezension zu "Das Herz der Kämpferin" von Adrienne Young

Runder Wikingerroman mit süßer, sich langsam entwickelnder Liebesgeschichte, starker Heldin und kleinen Schwächen!
Lovely_Lilavor 4 Monaten

* Spoilerfreie Rezension! *

~ „Das Herz der Kämpferin“ ist eine solide, runde, unterhaltsame Wikingergeschichte für Jugendliche – mit kleinen Schwächen. Der Schreibstil ist einerseits für Jugendliche gut geeignet, einfach und angenehm lesbar, andererseits war er mir teilweise nicht anschaulich genug. Zudem hat es lange gedauert, bis sich ein gewisser Lesefluss einstellte. Adrienne Young hat mit „Das Herz der Kämpferin“ eine Geschichte geschaffen, die uns in eine frühere Zeit entführt. Die Geschichte ist vielen Bereichen nicht innovativ, jedoch bringt die Autorin auch genug eigene Ideen ein. Thematisch stehen Familie, Feindschaft, Glaube, Heimat, Erwachsenwerden und das Finden seines eigenen Platzes in der Welt im Mittelpunkt. Auch moralisch schwierige Fragen rund um das Kriegsgeschehen werden auf für Jugendliche leicht verständliche und zugängliche Weise thematisiert, wodurch das Buch zum Nachdenken anregt. Dennoch hätte ich mir teilweise noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Als problematisch stufe ich die teilweise exzessive Gewalt im Buch ein, besonders eine Folterszene, die Grenzen überschreitet. Der Spannungsbogen brach leider trotz einiger fesselnder Passagen und actiongeladener Kampfszenen zwischendurch immer wieder ein. Das lag wohl auch an den wenigen Dialogen, die die Geschichte Tempo und Lebendigkeit kosteten. Dennoch habe ich auch die ruhigen, emotionalen Szenen geschätzt, in denen die Figurenentwicklung vorangetrieben werden konnte. Alle wichtigen Figuren sind sehr liebevoll ausgearbeitet, wirken dreidimensional und glaubwürdig. Am Ende des Buches merkte ich, dass mir die Figuren ans Herz gewachsen waren. Eelyn hat mir als Heldin ebenfalls sehr gut gefallen. Sie ist eine starke Frau, eine geübte Kriegerin, die sich nichts gefallen lässt und furchtlos in Schlachten kämpft. Gleichzeitig hat sie aber auch eine nachdenkliche, gefühlvolle und vor allem weiche und verletzliche Seite, die sie den LeserInnen immer wieder offenbart. Ich habe mit ihr mitgefühlt und sie gerne begleitet. Auch was die Liebesgeschichte betrifft, kann Adrienne Young punkten: Endlich einmal keine Liebe auf den ersten Blick, sondern eine vorsichtige Annäherung, die durch den Feindesstatus natürlich noch weiter verkompliziert wird. Ich fand diese langsam erwachende Liebe, den respektvollen Umgang und das immer weiter wachsende Vertrauen zwischen Eelyn und einem anderen Krieger absolut glaubwürdig, realistisch und wunderschön geschildert. So geht Liebe in einem Jugendbuch! ~

 Bechdel-Test (zwei Frauen mit Namen sprechen miteinander über etwas anderes als einen Mann): bestanden!


Inhalt

 „Ehre vor Leben.“ Diese Lebenseinstellung ist der 17-jährigen Eelyn in Fleisch und Blut übergegangen. Einmal im Jahr treffen die zwei verfeindeten Wikinger-Clans Rikki und Aska aufeinander und bekämpfen sich für ihre Götter bis aufs Blut. Während einer Schlacht sieht Eelyn plötzlich ihren Bruder Iri Seite an Seite mit den Rikki kämpfen – ihren Bruder, der vor Jahren schwer verletzt in eine Felsspalte fiel und starb. Wie hat er doch überlebt? Und wieso hat er die Aska verraten, indem er sich den Rikki angeschlossen hat? Unfreiwillig bekommt Eelyn die Chance, Iri all diese Fragen zu stellen, als sie von den Rikki gefangen genommen wird…


Übersicht

Einzelband oder Reihe: Einzelband
Verlag: HarperCollins
Seitenzahl: 320
Erzählweise: Ich-Erzähler, Präteritum
Perspektive: weibliche Perspektive
Kapitellänge: kurz
 Tiere im Buch: -! Für TierliebhaberInnen ist dieses Buch nicht immer leicht zu ertragen. Es wird beschrieben, wie einer Ziege die Kehle durchgeschnitten wird und wie eine Eule durch einen Stich mit dem Messer in den Brustkorb stirbt. Beide Tiere werden geopfert, um Götter zu ehren und haben dabei Angst und Schmerzen. Fische schnappen an Land einige Sekunden bis Minuten nach Luft, Tiere werden ausgenommen, Fleisch und Fisch wird gegessen. Die Pferde werden immerhin gut behandelt.  


Warum dieses Buch?

 Der spannend klingende Klappentext und so manche begeisterte Rezension haben in mir den Wunsch geweckt, dieses Buch zu lesen. Außerdem sprach mich das Wikinger-Setting sehr an.


Meine Meinung

 Einstieg (3 Lilien)


„Nebel hing wie ein Schleier über dem Feld, aber wir konnte sie hören. Die Klingen der Schwerter und Äxte, die an den Brustpanzern schleiften.“ E-Book, Position 13

Der Einstieg ins Buch ist mir weder besonders leicht noch besonders schwer gefallen. Es dauerte lang, bis sich bei mir ein gewisser Lesefluss einstellte, aber schon nach den ersten Kapiteln wollte ich immerhin wissen, wie es weitergeht. 


 Schreibstil (3-4 Lilien)


Dem Schreibstil stehe ich etwas zwiegespalten gegenüber: Einerseits ist er für Jugendliche gut geeignet, einfach, verständlich und angenehm lesbar, andererseits war er mir teilweise nicht anschaulich genug. Es hat lange gedauert, bis vor meinem inneren Auge Bilder entstanden (am Beginn musste ich mir manche Dinge bewusst vorstellen) und bis zur Hälfte des Buches, bis sich ein gewisser Lesefluss einstellte. Zweiteres lag wohl daran, dass sich längere mit sehr kurzen, stakkatoartigen Sätzen abwechselten, sodass das Tempo immer wieder von abgehakt und schnell zu gemächlich und ruhig wechselte. Entweder ich gewöhnte mich mit der Zeit daran oder aber es wurde einfach im Laufe des Buches besser, weil es mir ab einem gewissen Punkt nicht mehr negativ aufgefallen ist. Glänzen kann die Autorin definitiv mit ihren nuancierten Schilderungen der Gefühle und Gedanken ihrer Heldin. 


Inhalt, Themen & Ende (4 Lilien)


„‘Du erkennst die Wahrheit. Ich sehe jeden Tag, wie du nachdenkst.‘
‚Welche Wahrheit?‘
‚Dass sie wie wir sind.‘“ E-Book, Position 1605


Adrienne Young hat mit „Das Herz der Kämpferin“ eine runde Wikinger-Geschichte geschaffen, die uns in eine frühere Zeit entführt und uns das damalige Lebensgefühl näherbringt. Wie genau hier recherchiert wurde und ob ihre (immerhin glaubwürdig klingenden) Schilderungen tatsächlich der damaligen Realität entsprechen, habe ich allerdings nicht überprüft. Die Geschichte ist vielen Bereichen nicht innovativ, sondern bedient sich an bekannten Erzählmustern, jedoch verarbeitet die Autorin ihre Themen zu einer soliden, unterhaltsamen Geschichte und bringt auch genug eigene Ideen ein. Thematisch stehen Familie, Feindschaft, Glaube, Heimat, Erwachsenwerden und das Finden seines eigenen Platzes in der Welt im Mittelpunkt. Auch moralisch schwierige Fragen rund um das Kriegsgeschehen werden thematisiert. Beispielsweise wird die Frage gestellt, ob der Feind tatsächlich von Grund auf so böse ist, wie das schon die Kinder des Clans lernen. Ist er vielleicht menschlicher und dem eigenen Clan ähnlicher als gedacht? Wer sind eigentlich die Guten? Welche Seite ist die richtige? All diese Themen behandelt die Autorin auf für Jugendliche leicht verständliche und zugängliche Weise und regt damit zum Nachdenken an. Dennoch hätte ich mir teilweise noch etwas mehr Tiefe gewünscht, manchmal war hier noch Luft nach oben. 


Als problematisch stufe ich die teilweise exzessive Gewalt im Buch ein. Die detaillierte Beschreibung der Schlachten ist eine Sache (dazu kann man stehen, wie man möchte), aber musste diese Folterszene wirklich sein? Muss man ganz genau beschreiben, wie die Heldin völlig skrupellos einem Feind ein Auge rausreißt? Hier wurde meiner Meinung nach eine Grenze überschritten – und ich bin niemand, der jegliche Gewalt in Jugendromanen verteufelt. Zudem war es ein Bruch in Eelyns Charakter – plötzlich wirkte sie empathielos, eiskalt, zu abgebrüht und moralisch fragwürdig, wodurch sie mir in dieser Szene sehr unsympathisch war.


Auch vereinzelte inhaltliche Wiederholungen gibt es: Manchmal scheint die Weiterentwicklung der Protagonistin zum Stillstand gekommen zu sein, in anderen Momenten geschieht sie etwas zu sprunghaft. Ansonsten aber macht die Autorin besonders in der zweiten Hälfte viel richtig, womit sie mich überzeugen konnte, dem Buch statt drei am Ende doch vier Lilien zu verleihen. Das Ende ist dann auch wunderbar rund und ließ mich zufrieden zurück. 


Protagonistin & Figuren (5 Lilien ♥)

 Hier kann die Geschichte meiner Meinung nach wirklich punkten: Alle wichtigen Figuren sind sehr liebevoll ausgearbeitet, wirken dreidimensional und glaubwürdig. Obwohl ich ja am Beginn der Lektüre nicht gerade begeistert war, merkte ich, dass mir die Figuren am Ende ans Herz gewachsen waren.


Eelyn hat mir als Heldin sehr gut gefallen. Sie ist eine starke Frau, eine geübte Kriegerin, die sich nichts gefallen lässt und furchtlos an der Seite ihres Vaters und ihrer besten Freundin kämpft. Gleichzeitig hat sie aber auch eine nachdenkliche, gefühlvolle und vor allem weiche und verletzliche Seite, die sie den LeserInnen immer wieder offenbart. Ich habe mit ihr mitgefühlt (auch wenn da noch ein kleines bisschen Luft nach oben war) und sie gerne dabei begleitet, wie sie ihren ganz eigenen Weg geht. 


„Meine Gedanken rasten wie immer in endlos viele Richtungen und versuchten, irgendwo Halt zu finden.“ E-Book, Position 2275


Liebesgeschichte (5 Lilien ♥)


Auch was die Liebesgeschichte betrifft, kann Adrienne Young punkten. Endlich einmal keine Liebe auf den ersten Blick, sondern eine vorsichtige Annäherung, die durch den Feindesstatus natürlich noch weiter verkompliziert wird. Ich fand diese langsam erwachende Liebe, den respektvollen Umgang und das immer weiter wachsende Vertrauen zwischen Eelyn und einem anderen Krieger absolut glaubwürdig, realistisch und wunderschön geschildert. Beim Lesen stahl sich manchmal ein kribbeliges Lächeln auf meine Lippen, das sich nicht unterdrücken ließ. So geht Liebe in einem Jugendbuch! Dafür ein großes Lob!


Spannung & Atmosphäre (3 Lilien)

 

Das Spannungsniveau war trotz einiger fesselnder Passagen leider nicht durchgehend hoch. Am Beginn dauerte es lange, bis die Geschichte an Fahrt aufnahm, und trotz vieler actiongeladener Kampfszenen brach der Spannungsbogen zwischendurch immer wieder ein. Das lag wohl auch an den wenigen Dialogen, die die Geschichte Tempo und Lebendigkeit kosteten. Dennoch habe ich es geschätzt, dass sich die Autorin auch für ruhige, emotionale Szenen Zeit genommen hat, in denen die Figurenentwicklung vorangetrieben werden konnte. Etwas mehr Atmosphäre und mehr anschauliche Beschreibungen hätten ebenfalls geholfen, noch tiefer in diese alte Welt einzutauchen.


Feministischer Blickwinkel (4 Lilien)


 Ein Jugendbuch, das den Bechdel-Test bereits auf den ersten Seiten besteht und in dem viele starke Frauen vorkommen, gleichberechtigt an der Seite der Männer in Schlachten kämpfen und Clans anführen, müsste doch eigentlich der Traum einer Feministin sein, oder? Noch dazu gibt es eine weibliche Göttin (endlich!) und Männer dürfen weinen und bekommen oft genug die Gelegenheit, ihre sensible Seite zu zeigen. Warum bekommt der Roman dann nur 4 Lilien in diesem Bereich? Weil teilweise unter der Oberfläche dennoch patriarchalische Strukturen erkennbar waren: Der Vater muss den Heiratsantrag an die Tochter akzeptieren, Fiske ist „der Mann im Haus“, während seine Mutter für den Haushalt zuständig ist. Außerdem fand die Aussage eines Kindes etwas befremdlich, das erleichtert wirkte, dass Eelyn nicht getötet wurde, weil sie „hübsch“ ist. Denn das ist es ja, was bei einer Frau zählt… Wäre es ok gewesen, sie zu töten, wenn sie nicht im klassischen Sinne hübsch wäre? Ihr seht bestimmt, worauf ich hinaus will. Warum gibt es außerdem nur weibliche Sklavinnen? Werden Männer nie straffällig? Dafür wird keine Erklärung genannt. Hier hätte ich mir noch etwas mehr Gleichberechtigung gewünscht.


Aber prinzipiell bin ich mit „Das Herz der Kämpferin“ schon sehr zufrieden. Wenn die Autorin im nächsten Buch noch ein kleines bisschen sensibler mit dem Thema umgeht, wird es mit Sicherheit perfekt werden. Besonders schön fand ich auch die Widmung: „Für Joel, der nie versucht hat, mein wildes Herz zu zähmen.“ Die ganze Welt sollte sich ein Vorbild an Joel nehmen – nirgends auf der Welt sollte man versuchen, Frauen zu zähmen. 


* Achtung Spoiler! *


Erfrischend fand ich auch, dass Fiske sich entscheidet, mit Eelyn zu ihr zu ziehen und seine Heimat zu verlassen. In Büchern ist es ja leider meist so, dass die Frau alles hinter sich lassen muss. 


* Spoiler Ende! *


 Mein Fazit


„Das Herz der Kämpferin“ ist eine solide, runde, unterhaltsame Wikingergeschichte für Jugendliche – mit kleinen Schwächen. Der Schreibstil ist einerseits für Jugendliche gut geeignet, einfach und angenehm lesbar, andererseits war er mir teilweise nicht anschaulich genug. Zudem hat es lange gedauert, bis sich ein gewisser Lesefluss einstellte. Adrienne Young hat mit „Das Herz der Kämpferin“ eine Geschichte geschaffen, die uns in eine frühere Zeit entführt. Die Geschichte ist vielen Bereichen nicht innovativ, jedoch bringt die Autorin auch genug eigene Ideen ein. Thematisch stehen Familie, Feindschaft, Glaube, Heimat, Erwachsenwerden und das Finden seines eigenen Platzes in der Welt im Mittelpunkt. Auch moralisch schwierige Fragen rund um das Kriegsgeschehen werden auf für Jugendliche leicht verständliche und zugängliche Weise thematisiert, wodurch das Buch zum Nachdenken anregt. Dennoch hätte ich mir teilweise noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Als problematisch stufe ich die teilweise exzessive Gewalt im Buch ein,  besonders eine Folterszene, die Grenzen überschreitet. Der Spannungsbogen brach leider trotz einiger fesselnder Passagen und actiongeladener Kampfszenen zwischendurch immer wieder ein. Das lag wohl auch an den wenigen Dialogen, die die Geschichte Tempo und Lebendigkeit kosteten. Dennoch habe ich auch die ruhigen, emotionalen Szenen geschätzt, in denen die Figurenentwicklung vorangetrieben werden konnte. Alle wichtigen Figuren sind sehr liebevoll ausgearbeitet, wirken dreidimensional und glaubwürdig. Am Ende des Buches merkte ich, dass mir die Figuren ans Herz gewachsen waren. Eelyn hat mir als Heldin ebenfalls sehr gut gefallen. Sie ist eine starke Frau, eine geübte Kriegerin, die sich nichts gefallen lässt und furchtlos in Schlachten kämpft. Gleichzeitig hat sie aber auch eine nachdenkliche, gefühlvolle und vor allem weiche und verletzliche Seite, die sie den LeserInnen immer wieder offenbart. Ich habe mit ihr mitgefühlt und sie gerne begleitet. Auch was die Liebesgeschichte betrifft, kann Adrienne Young punkten: Endlich einmal keine Liebe auf den ersten Blick, sondern eine vorsichtige Annäherung, die durch den Feindesstatus natürlich noch weiter verkompliziert wird. Ich fand diese langsam erwachende Liebe, den respektvollen Umgang und das immer weiter wachsende Vertrauen zwischen Eelyn und einem anderen Krieger absolut glaubwürdig, realistisch und wunderschön geschildert. So geht Liebe in einem Jugendbuch! 


Bewertung

Idee: 4 Lilien
Inhalt, Themen, Botschaft: 4 Lilien
Umsetzung: 4 Lilien
Worldbuilding: 3,5 Lilien
Einstieg: 3 Lilien
Schreibstil: 3-4 Lilien
Protagonistin: 5 Lilien ♥
Nebenfiguren: 5 Lilien ♥
Liebesgeschichte: 5 Lilien ♥
Spannung: 3 Lilien
Atmosphäre: 3 Lilien
Ende / Auflösung: 4,5 Lilien
Emotionale Involviertheit: 4-5 Lilien
Feministischer Blickwinkel: 4 Lilien

Insgesamt:

❀❀❀❀ Lilien

 Dieses Buch bekommt von mir vier Lilien!

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Rezension zu "Das Herz der Kämpferin" von Adrienne Young

Herz der Kämpferin
AsteriaDeVilliersvor 5 Monaten

Name: Herz der Kämpferin
Autorin:Adrienne Young
Verlag:Haper Collins
Leseseiten: 318
Ausgabe: Hardcover und E-Book
Preise: HC: 16.99 ,E-Book: 3,99
Angefangen am: 1.1.2020
Beendet: 5.1.2020
Notiz. Einzelband

Meine Berwertung : 4.5 ⭐

Kurzmeinung: Tolle Geschichte, doch die schwäche ist die Kürze.

Cover

Das Cover ist ein schlichtes doch auf seine weise eindrucksvoll. Ich finde es mal angenehm ein nicht so beladenes Cover zu sehen und es gibt perfekt das Thema dieses Buches wieder.

Meinung

Schreibstil: Es war ein angenehmer und entspannter Schreibstil. Das was vielleicht ein wenig nervig sein könnte, ist die vielen kurzen Kapitel in den nicht so langen Buch. ^^

Charakter

Eelyn: Eelyn ist eine siebzehnjährige Wikinger Kriegerin die schon früh lernen muss das Ihre Welt aus Kampf und Verlust besteht.Sie ist sehr treu gegenüber ihren Volk und ihrem Glauben. Doch macht Sie im laufe des Buches eine große Wandlung durch und lernt das sich die Völker vielleicht doch ähnlich sind als vorher gedacht. Ich mochte sie eigentlich und konnte ihre tun und denken verstehen.

Iri: Ich mochte den großen Bruder von Eelyn er hat mir echt leid getan was ihm passiert ist und möchtenicht mit ihm tauschen. Er hat sehr viel mitgemacht und konnte ihn verstehen wieso er nicht zurück kam. Er hat keine große Entwickelung in diesem Buch gemacht ,doch mag ich ihn genau so wie er ist.

Fiske: Ja er ist einer der mir gefallen hat, ein ruhiger, fazinierender , gutaussehender Wikinger der viel nachdenkt bevor er handelt. Er ist sehr Familien gebunden und würde für sie bis in den tot gehen. Ein Toller Charakter und man lernt ihn nach und nach lieben.


Zur Story

Die Story hat mir eigentlich recht gut gefallen, es war spannend, man hat die Entwickelung der Charakter gut mitbekommen. Man lernt die beiden Völker mit ihrem Glauben und ihrer Art zu Leben kennen. Dieses Story wer eigentlich Perfekt doch hat sie eine minimale Schwäche und dieses ist die geringe Seitenanzahl .Manchmal springt Sie einfach zu schnell, es geschehen Sachen die dann einfach links liegen gelassen werden wie zum Beispiel Wunden die nicht behandelt werden. Genau so ist das Ende mit seinem Endkampf zu schnell vorbei gewesen . Hätte die Autorin 100 bis 150 Seiten mehr geschrieben wer es glaube ich noch besser geworden. Doch eine Sache hat mir auch noch besonders gut gefallen, nämlich die Message die das Buch rüberbringt „ Wir haben ein unterschiedlichen Glauben und haben vielleicht verschiedene Lebensweise doch sind wir alle gleich“.

Fazit


Im großen ganzen war das Debü dieser Autorin wirklich ein toller Erfolg und bin gespannt was Sie noch so schreiben wird. Auf der Rückseite des Buches steht das man es mit Sarah J Maas vergleichen kann oder mit Valking, ich rate euch nicht darauf zu hören und euch ein eigenes Bild zu bilden.

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Cover des Buches Das Herz der Kämpferinundefined

„Rau, wunderschön und treffsicher. ›Das Herz der Kämpferin‹ erzählt sowohl düster und herzzerreißend von Krieg als auch umsichtig und gedankenvoll von Identität, Familie und Glaube – eine Geschichte, die so wild ist wie ihre Hauptfigur und genauso ein echtes und sanftes Herz hat.“ SPIEGEL-Bestsellerautorin Traci Chee

Wir von HarperCollins Germany laden euch herzlich zur Leserunde des neuen books2read Romans

 

"Das Herz der Kämpferin" von Adrienne Young


ein. Bitte bewerbt euch bis zum 20.09.2018 für eines von 20 Leseexemplaren (Hardcover) und zur gemeinsamen Diskussion sowie Rezension des Romans.


Über den Inhalt:

 

Sie ist zur Kämpferin erzogen worden, und als Tochter des Clan-Führers würde die 17-jährige Eelyn jederzeit ihr Leben für ihre Familie und ihre Freunde geben. Während einer Schlacht gegen die verfeindeten Riki glaubt sie zu träumen. Denn Eelyn sieht ihren totgeglaubten Bruder – wie er an der Seite eines kühnen Riki kämpft. Weder ein Pfeil im Arm noch ein Schwerthieb könnte Eelyn so schwer treffen wie der Verrat ihres Bruders. Sie selbst würde sich niemals mit dem Feind verbünden. Auch nicht wenn sie sich verliebt. Und selbst dann nicht wenn es den Untergang der Clans bedeutet. Oder?

Du möchtest "Das Herz der Kämpferin" von Adrienne Young lesen?


Dann bewirb dich jetzt um eines der 20 Leseexemplare. Wir sind gespannt auf dich, deine Fragen und Leseeindrücke und würden uns freuen, wenn du deine Rezension dann auf Amazon & Co und harpercollins.de teilst.

Viel Glück und ein tolles Leseerlebnis wünscht dir das Team von HarperCollins Germany

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