Ae-ran Kim Mein pochendes Leben

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Inhaltsangabe zu „Mein pochendes Leben“ von Ae-ran Kim

Arum leidet an Progerie, der Krankheit vorzeitigen Alterns. Er ist sechzehn, eigentlich aber schon achtzig. Mit den Jahren verschlechtert sich sein Gesundheitszustand so sehr, dass er stationär behandelt werden muss. Da seine Eltern kein Geld haben, nimmt er zur Finanzierung des Krankenhausaufenthaltes an einer Fernsehsendung teil, die um Spenden für Menschen in besonderen Notlagen wirbt. In der Folge lernt er per E-Mail ein krebskrankes Mädchen kennen, dem er sich bald in tiefer Zuneigung verbunden fühlt. Aus dieser Beziehung schöpft Arum neuen Lebensmut, bis er im Hospital zufällig ein Gespräch seiner Mutter mit dem Produzenten der Fernsehshow mithört und erfährt, dass das kranke Mädchen gar nicht existiert: Die Mails stammen von einer ganz anderen Person.

Ich musste weinen am Ende eines Buches. Das ist mir lange nicht mehr passiert, aber "Mein pochendes Leben" hat mich tief berührt.

— Alexandra_Luchs
Alexandra_Luchs

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    Mein pochendes Leben
    Alexandra_Luchs

    Alexandra_Luchs

    03. May 2017 um 19:47

    Dieses Buch hat mir die Luft geraubt, in “Mein pochendes Leben” von Ae-Ran Kim wurde mir ein Freund geschenkt und sofort wieder entrissen. Das Buch handelt von Arum, einem 16jährigen Jungen der an Progerie erkrankt ist. Progerie ist eine Krankheit, welche den Körper fünf- bis zwanzigmal schneller altern lässt, als normal. Arum lebt mit seiner jungen Seele im Körper eines 80Jährigen, leidet unter den Begleiterscheinungen der Krankheit und vor allem unter seiner Einsamkeit. Um Geld für seine weitere Behandlung zu sammeln, tritt Arum eines Tages mit seiner Familie in einer Fernsehsendung auf. Die Sendung wird ein Erfolg und neben Spenden bekommt Arum auch eine Mail von einem jungen Mädchen. Ein echter Hoffnungsschimmer in seinem eintönigen Krankenhausleben… Diese Geschichte hat mich wirklich fertig gemacht. Ich habe lange nicht mehr bei einem Buch geweint, konnte aber in den letzten Kapiteln einfach nicht mehr an mich halten. Man möchte die Geschichte nicht loslassen, möchte aber auch nicht, dass sie weiter geht, zu groß ist der Schmerz. Arum ist einer der sympathischsten und liebenswertesten Figuren, die mir in Büchern je begegnet sind. Seine Erkrankung ist ein zentraler Bestandteil der Geschichte und trotzdem nicht das zentrale Element seines Charakters. Er hat nicht die typischen “letzten Wünsche” und “vermeintlich einfachen Bedürfnisse” eines Todgeweihten, sondern einfach die Probleme eines 16jährigen Jungen. Arum möchte noch schnell erwachsen werden und seinen Eltern eine Geschichte ihrer Familie hinterlassen. Seine Figur wird mit viel Witz und Charme, Bescheidenheit aber auch einer ganzen Menge Realismus dargestellt. Er ist durch die Krankheit gereift und eben doch noch ein Junge. Eine spannende Mischung, die man seiner Figur so vollkommen abnimmt. Besonders sind auch die übrigen Protagonisten der Geschichte, welche durch eine sehr reduzierte Besetzung auffällt. Neben Arum sind vor allem seine Eltern die Hauptfiguren der Handlung und bilden einen tollen Kontrast zu ihm. Arum ist eine junge Seele im alten Körper, seine Eltern sind junge Menschen die früh die Verantwortung der Elternschaft übernehmen mussten. Die Grenzen zwischen Eltern und Kind, Lebenserfahrung und “alter Seele” verschwimmen in der Handlung dadurch immer wieder leicht. “Mein pochendes Leben” fällt vor allem durch seine poetische und sanfte Sprache auf. Nichts in der Geschichte, aber eben auch in ihrer Erzählweise, ist laut oder schnell. Die traurigen Momente sind getragen und schwer, das Glück ist glitzernd und luftig. Ein Buch, welches sich mit Genuss lesen lässt, weil es Form und Inhalt so wunderschön verbindet. Trotz dieser Leichtigkeit und Schönheit ist “Mein pochendes Leben” aber stellenweise auch bitter wie das Leben. Man könnte sagen, dass es in dieser Geschichte um Krankheit und das Sterben geht, aber so richtig stimmt das nicht. Wie der Titel sagt, geht es einfach um das pochende Leben, um Eltern und Kinder, Verlust und Abschied. Ganz und gar keine leichte Kost, aber tief berührend und jede Seite und Träne wert.

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