Agatha Christie

 4.1 Sterne bei 8,584 Bewertungen
Autorin von Mord im Orientexpress, Der Tod auf dem Nil und weiteren Büchern.
Agatha Christie

Lebenslauf von Agatha Christie

Die unangefochtene Königin der Kriminalliteratur: Agatha Christie wurde am 15. September 1890 als Agatha Mary Clarissa Miller in Torquay im Südwesten Englands geboren. Als drittes Kind und Nesthäkchen genoss sie die besondere Aufmerksamkeit ihrer Eltern und wurde in jungen Jahren zuhause von ihrem Vater unterrichtet. Entgegen dem Wunsch ihrer Mutter brachte sich Agatha bereits mit fünf Jahren selbst das Lesen bei. Als ihr Vater unerwartet starb, geriet die Familie in Geldnot, doch die 11-jährige Agatha konnte dennoch verschiedene Mädchenpensionate besuchen. 1914 heiratete sie Oberst Archibald Christie, mit dem sie 1919 eine Tochter bekam. Ein Jahr später erschien Agatha Christies erster Kriminalroman "Das fehlende Glied in der Kette" mit dem Protagonisten Hercule Poirot. Dieser und die später folgende Ermittlerin Miss Marple machten Christie einem Weltpublikum bekannt. Trotz vieler privater Rückschläge stieg Christie beruflich schnell auf und wurde innerhalb kurzer Zeit zur "Queen of Crime". Die Autorin starb am 12. Januar 1976 an einem Schlaganfall. Mit 66 veröffentlichten Kriminalromanen (und zudem einigen Bühnenstücken und Kurzgeschichten), die sich in etwa zwei Milliarden Mal verkauften, gilt Agatha Christie noch immer als erfolgreichste Kriminalautorin der Welt. Ihr Stück "Die Mausefalle", das noch immer in London aufgeführt wird, ist das bereits am längsten ununterbrochen laufende Theaterstück der Welt.

Neue Bücher

Das krumme Haus

Erscheint am 26.11.2018 als Hörbuch bei Der Hörverlag.

Tod auf dem Nil

Neu erschienen am 16.11.2018 als Hörbuch bei Der Hörverlag.

Das Böse unter der Sonne

Neu erschienen am 16.11.2018 als Hörbuch bei Der Hörverlag.

Das krumme Haus

 (56)
Neu erschienen am 05.11.2018 als Taschenbuch bei Atlantik Verlag.

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Mord im Orientexpress

Mord im Orientexpress

 (686)
Erschienen am 05.10.2017
Der Tod auf dem Nil

Der Tod auf dem Nil

 (284)
Erschienen am 01.07.2012
16 Uhr 50 ab Paddington

16 Uhr 50 ab Paddington

 (259)
Erschienen am 08.09.2014
Und dann gab's keines mehr

Und dann gab's keines mehr

 (239)
Erschienen am 13.10.2009
Die Tote in der Bibliothek

Die Tote in der Bibliothek

 (238)
Erschienen am 08.09.2014
Mord im Pfarrhaus

Mord im Pfarrhaus

 (204)
Erschienen am 08.09.2014
Das fehlende Glied in der Kette

Das fehlende Glied in der Kette

 (149)
Erschienen am 04.09.2015
Alibi

Alibi

 (141)
Erschienen am 08.09.2014

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Neue Rezensionen zu Agatha Christie

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StefanieFreigerichts avatar

Rezension zu "Mit offenen Karten. (6877 605)" von Agatha Christie

Ein Favorit, auch wenn ich nur die Hälfte der Bridge-Bezüge verstehe
StefanieFreigerichtvor 3 Tagen

O: Cards on the Table1936, November. Der 20. Kriminalroman von Agatha Christie und der 13. Roman mit Poirot erschien in Deutschland zuerst 1936 im Talverlag als „Karten auf den Tisch“, übersetzt von Marie Rieger, siehe Wikipedia. 1954 erschien der Roman bei Scherz unter dem heutigen Titel, übersetzt von Hedwig von Wurzian; dieses Buch lese ich hier, noch in alter Rechtschreibung. 2016 erfolgte eine neue Übersetzung für den Atlantik Verlag durch Michael Mundhenk.

Aus einer Begegnung zweier Herren bei einer Ausstellung zu wohltätigen Zwecken entwickelt sich erst ein Disput über Verbrecher, dann eine Einladung: so behauptet Herr Shaitana, an Verbrechen interessiere ihn nur deren Einzigartigkeit. Später will er dieses bei einer von ihm ausgerichteten Dinnerparty beweisen. Doch sein Gesprächspartner bei der Ausstellung war Hercule Poirot – und der findet Mord gar nicht unterhaltsam. Am Ende einer Bridgerunde würde ihm vielleicht auch sein Gastgeber zustimmen – doch der ist tot. Der Täter muss eine der vier Personen am Bridgetisch neben ihm sein. Doch wer? 

Nach dem Tod des Gastgebers wird klar: er hat an den zweiten seiner Bridgetische nur Gäste gesetzt, die nach seiner Meinung wohl mit einem Verbrechen davon gekommen sind – jeder hat also etwas zu verlieren. Somit ist die Handlung verschachtelt in die Aufklärung der eigentlichen Tat und in die Ermittlung der früheren Taten. Eine überraschende Aussage macht die Arbeit nicht leichter.

Dieses Mal lässt Agatha Christie ihren Poirot nicht allein ermitteln – vielmehr ist er einer von vier Partnern, die alle beschließen, „mit (den titelgebenden) offenen Karten“ hinsichtlich ihrer Erkenntnisse zu ermitteln. Dazu gehören neben Poirot auch Oberinspektor Battle, Colonel Race vom Geheimdienst und die Kriminalautorin Ariadne Oliver, einer meiner Lieblinge in den Büchern. Sie hat hier ihren ersten Auftritt bei Poirot, vorher erschien sie bereits in der Kurzgeschichte „The Case of the Discontented Soldier“/"Der Fall des unbefriedigten Soldaten", als Sammlung erschienen in „Parker Pyne Investigates“/"Parker Pyne ermittelt"

Endlich kann ich dieses wunderbare Werk so richtig genießen – nach meiner Meinung einer der besten Poirots, dank des leichten Humors, der grandiosen Ariadne Oliver (die einen finnischen Detektiv erschuf statt eines belgischen…Ähnlichkeiten völlig zufällig) und des kunstvollen Aufbaus des Verbrechens. 5 Sterne plus.

Zur Übersicht, die Verdächtigen sind 
Mrs. Lorrimer, 63,
Ann Meredith, 25
Major John Despard
Dr. John Roberts.

Trivia:
Die Originalausgabe scheint ein Vorwort zu enthalten https://en.wikipedia.org/wiki/Cards_on_the_Table#Foreword_by_the_author

Achtung: enthält viele Bezüge auf das Kartenspiel Bridge – und Entwarnung: man braucht das eigentlich nicht zu kennen. Ich dachte lange Jahre, ich müsste Bridge können/kennen, um die Handlung final zu verstehen (Poirot analysiert die Spielverläufe). Ich habe also dieses Mal einen Crash-Kurs unternommen, verstehe jetzt grob den Spielverlauf – und die Handlung bekommt KEINEN extra Wissensvorteil. Wenn im Buch steht „Hätten die anderen Herz gespielt, wären wir dreimal gefallen – aber da sie den Treffkönig ausspielten, haben wir es gemacht.“ S. 71 /Kapitel 11. Der Nicht-Bridge-Kundige versteht: wir haben gewonnen, hatten aber Glück. Der Bridgekundige weiß dazu die Taktik…

Wer auch möchte: hier habe ich geübt. Die Seite ist verlinkt unter rtl, dahinter ist ein Spieleanbieter (ohne Abo, ohne Mitgliedschaft, ohne Kosten, ohne Anmeldung, ohne persönliche Daten) https://spiele.rtl.de/arkadium/bridge-17679.html
Ich habe zuerst völlig ahnungslos geübt… dann nachgelesen unter u.a. http://www.bridge-verband.de/static/10minuten (das benötigt wirklich nicht viel mehr als zehn Minuten, vor allem, da die Webseite des Spiels das Zählen übernimmt und regelwidrige Ablagen verhindert). Wie die „Stiche“ funktionieren, habe ich hier verstanden https://de.wikibooks.org/w/index.php?title=Bridge:_Stich&section=24&veaction=edit&oldid=532344&wteswitched=1 … ich würde einen Zeitaufwand von 30 min veranschlagen, um da grob mitzukommen im Buch…

Ariadne Oliver erscheint in mehreren Werken und gilt als lose angelehnt an die Figur Christies – dazu gehört schon einiges an Humor. Sie wird geschildert als Frauenrechtlerin, mittleren Alters, etwas unordentlich und experimentiert gern mit ihren grauen Haaren. Dazu isst sie häufig Äpfel.

• Erstes Erscheinen in der Kurzgeschichte „The Case of the Discontented Soldier“/“Der Fall des unbefriedigten Soldaten“, als Sammlung erschienen in „Parker Pyne Investigates“ (1934) / „Parker Pyne ermittelt“
• “Cards on the Table” (1936) /Karten auf den Tisch. Sic. 13. Roman für Poirot, 3. Für Battle, 2. für Race, erster für Ariadne Oliver.
• Mrs McGinty’s Dead (1952) / “Vier Frauen und ein Mord” (1956) 24. Roman für Poirot, 2. für Ariadne Oliver.
• „Dead Man‘s Folly” (1956) / “Wiedersehen mit Mrs. Oliver” (1959). 27. Roman für Poirot, 3. für Mrs. Oliver.
• „The Pale Horse” (1961)/ “Das fahle Pferd” (1962) Ariadne Oliver ohne Poirot in ihrem 4. Roman.
• „Third Girl“ (1966) / „Die vergessliche Mörderin“ (1968) 30. Roman für Poirot, der 5. für Ariadne Oilver
• Hallowe’en Party (1969)/ „Schneewittchen-Party” (1971). 31. Roman für Poirot, 6. für Ariadne Oliver.
• Elephants Can Remember (1972) / „Elefanten vergessen nicht” (1973), 32. Roman für Poirot, 7. für Ariadne Oliver
• Hercule Poirot and the Greenshore Folly (2014) – diese Novelle wurde erweitert und veröffentlicht als “Dead Man's Folly“

Colonel Race:
1. „The Man in the Brown Suit“ (1924) / „Der Mann im braunen Anzug“ (1963). Erstes Erscheinen, das Buch ist ohne Marple oder Poirot und steh für sich
2. „Cards on the Table“ (1936) / „Mit offenen Karten” (1938). Mit Poirot, Battle, Ariadne Oliver
3. “Death on the Nile” (1937) / “Der Tod auf dem Nil“ (1959). Mit Poirot
4. „Sparkling Cyanide“ (1945) / „Blausäure“ (1949). Standalone.

Superintendent Battle
1. „The Secret of Chimney“ (1925) / „Die Memoiren des Grafen” – 2-Band-Mini-Serie mit Eileen „Bundle“ Brent.
2. „The Seven Dials Mystery“ (1929) / „Der letzte Joker”. Eileen “Bundle“ Brent
3. “Cards on the Table” (1936) /Karten auf den Tisch. Sic. 13. Roman für Poirot, 3. Für Battle, 2. für Race, erster für Ariadne Oliver.
4. „Murder is Easy“ (1939) / „Das Sterben in Wychwood“ (1943)
5. „Towards Zero“ (1944) / „Kurz vor Mitternacht“ (1946)

Referenzen
• Kapitel 2, S. 13. Anne Meredith: „Ich weiß alles über Sie, Monsieur Poirot. Sie waren es, der eigentlich die ABC.-Verbrechen aufgedeckt hat“ (der Punkt steht da so in meiner Ausgabe) -> Eine Referenz zu "The A.B.C. Murders" (1936) / "Die Morde des Herrn ABC" (1937)
• Dieselbe Seite:  Poirot zeigt Anne Meredith die Autorin Mrs. Oliver. „Die den Toten in der Bibliothek geschrieben hat?“ … das ist wiederum dann doch ein Buch von Agatha Christie mit Miss Marple, das sie später schrieb und veröffentlichte, "The Body in the Library" (1942) / "Die Tote in der Bibliothek" (1943).
• In Kapitel 8 werden durch Poirot zwei der Werke von Ariadne Oliver erwähnt: „Der Lotusmord“, murmelte Poirot. „Die Spur am Kerzenwachs.“ S. 51 – laut Poirot zwei Varianten des gleichen Plots, da das Opfer ein Verbrechen arrangiert habe, das dann von einem Dritten in die Tat umgesetzt wurde. Dieses Muster verwendete wie hier auch Christie bereits in "Murder on the Links" (1923) / "Mord auf dem Goldplatz" (1927)
•    in Kapitel 15 fragt Major Despard, ob Poirot je einen Misserfolg hatte. "Den letzten hatte ich vor achtundzwanzig Jahren", antwortete Poirot würdevoll ..." S. 96, was eventuell eine Anspielung ist auf "The Chocolate Box" (23.05.1923) / "Die Pralinenschachtel" aus "Poirot's Early Cases" () /
•     Kapitel 23 enthält einen Spoiler bezüglich eines früheren Buches, Poirot kündigt dort an, Rhoda (der Mitbewohnerin von Anne) etwas zu zeigen: „Ein Messer, Mademoiselle, mit dem einmal ein Mann zwölf Leute erstach. Es wurde mir als Andenken von der Schlafwagengesellschaft gegeben“ S 147 (entweder wurde das hier bewusst oder versehentlich verdreht von Christie geschrieben oder völlig verdreht übersetzt). Der Bezug weist auf "Murder on the Orient Express" (1933) / "Mord im Orientexpress" = "Der rote Kimono" (1934)

In "Die Morde des Herrn A.B.C" gibt es einen Verweis auf dieses Buch:  In Kapitel 3 jenes Buches erläutert Poirot das für ihn außergewöhnliche Verbrechen: “Stellen Sie sich vor”, murmelte Poirot, “daß sich vier Menschen an einen Tisch setzen, um Bridge zu spielen, und daß sich ein fünfter ruhig beim Kaminfeuer niederläßt. Am Ende des Abends ist dieser fünfte Mann tot. Einer der vier Spieler ist, während er Strohmann war [d.i. ein Bridge-Begriff], hingegangen und hat ihn ermordet, und die drei anderen, im Spiel versunken, haben nichts davon bemerkt.” S. 13 meiner Ausgabe von "Die Morde des Herrn A.B.C.". 

Major Despard tritt mit Rhoda wieder in Erscheinung in "Das fahle Pferd". Der Major wird dabei von "John" zu "Hugh". In dem Buch erscheinen ebenso Ariadne Oliver und zwei Personen aus "Die Schattenhand", Maude und Caleb Dane Calthrop.

In "Death on the Nile" wird es einen Rück-Bezug auf dieses Buch geben.

Wikipedia nennt ein Theaterstück zu diesem Roman, allerdings ohne Poirot: Christie konnte sich keinen Schauspieler für ihn vorstellen. 


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Krimines avatar

Rezension zu "Die Tote in der Bibliothek" von Agatha Christie

Ein raffiniert durchdachter zweiter Fall für die Hobbydetectivin aus St. Mary Meat
Kriminevor 3 Tagen

In der Bibliothek der Bantrys wird die Leiche einer jungen Frau entdeckt, die niemand zu kennen scheint. Dabei weisen vor allem ihr kitschiges Abendkleid und das schlecht gefärbte Haar darauf hin, dass sie keinesfalls in die gediegene Umgebung des alten Herrenhauses passt. Und so nimmt neben dem am Tatort erscheinenden Colonel Melchett auch Miss Marple die Ermittlungen auf, die von ihrer Freundin Mrs. Bantry dorthin gebeten worden ist. Schließlich passiert sonst nie ein Mord im eigenen Haus und deshalb ist die Versuchung für die Hausbesitzerin, ihn selbst aufzuklären, besonders groß. Ein waghalsiges Unterfangen, das durch die tatkräftige Unterstützung von Miss Marple auch gelingt und ein Motiv aufdeckt, das genauso alt wie die Menschheit ist.


"Die Tote in der Bibliothek" ist nach Mord im Pfarrhaus" der zweite Fall für die in die Jahre gekommenen Hobbydetektivin Jane Marple, der auch unter dem Titel "Das Rätsel der Tänzerin" erschienen ist. In ihm geben sich gleich eine ganze Handvoll Ermittler die Klinke in die Hand, um herauszufinden, wer hinter der unbekannten Toten steckt und warum diese ausgerechnet in der Bibliothek der Bantrys lag. So wird der Leser neben den Bemühungen von Colonel Melchett und Miss Marple auch mit den Recherchen vom zuständigen Superintendenten Harper und von Sir Henry Clithering konfrontiert, der einst für Scotland Yard tätig war. Schon allein dadurch offenbart sich, wie wichtig die Klärung des unglückseligen Falles für das Ansehen des ehrwürdigen Colonels Arthur Bantry ist, der in der Grafschaft eine wichtige Rolle einnimmt.

Die Figuren in dem mit einer menschlichen Tragödie einhergehenden Fall wurden von Agatha Christie mit viel Kalkül erdacht. Dadurch gelingt es dem Leser lange Zeit nicht hinter ihre unscheinbaren Fassaden zu schauen und zu ergründen, worum es in dem immer gefährlicher werdenden Spiel wirklich geht. Ein weiterer Mord, mehrere Verdächtige, wasserdichte Alibis und fehlende Motive tun ihr Übriges dazu, dass der mit einer ordentlichen Portion verbrecherischem Potenzial angereicherte Fall bis zum Schluss spannend bleibt. Und erst, als eine ins rechte Licht gerückte Beobachtung von Miss Marple das Rätsel um die ermordete Tänzerin lösen kann, wird der Gerechtigkeit Genüge getan und der Täter überführt.

Fazit:
Ein raffiniert durchdachter zweiter Fall für die Hobbydetektivin aus St. Mary Meat, die wieder einmal von ihrer Menschenkenntnis profitiert und mit ihrem Scharfsinn die Bemühungen erfahrener Polizisten in den Schatten stellt. 

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ChrischiDs avatar

Rezension zu "Das krumme Haus" von Agatha Christie

Verwinkelt und vertrackt
ChrischiDvor 3 Tagen

Sophia und Charles lieben sich, wollen heiraten. Als jedoch das Oberhaupt der Familie Leonides, Sophias Großvater, ermordet wird, möchte sie das große Ereignis verständlicherweise erst nach der Aufklärung des Falls vollziehen. Die Suche nach Täter und Motiv beginnt – und gestaltet sich mühsamer als gedacht. Jedes Familienmitglied weiß ein anderes an den Pranger zu stellen, doch eigentlich weiß niemand etwas konkretes. Oder vielleicht doch? Plötzlich gibt es eine weitere Leiche…

Familienfehden eignen sich vorzüglich für einen Kriminalfall der ganz eigenen Art. Das wusste auch Agatha Christie und lässt drei Generationen, mit den unterschiedlichsten Charaktereigenschaften ausgestattet, unter einem Dach hausen. Als einer von ihnen eines unnatürlichen Todes stirbt ist schnell klar, dass der Täter nicht außerhalb zu suchen ist. Wie Scotland Yard tappt auch der Leser zunächst im Dunkeln, obwohl offensichtliche Gründe für die Beseitigung des Familienoberhaupts angebracht werden, die durchaus logisch klingen. Es ist mehr ein intuitives Zweifeln, das einen an Ort und Stelle hält, um nicht gleich die erstbeste Spur zu verfolgen, die sich vermutlich sowieso als Sackgasse herausstellen würde.

Obwohl bereits Ende der 1940er erstmals erschienen hat „Das krumme Haus“ bis heute nichts an Reiz und Spannung eingebüßt. Verwinkelte Szenarien, vertrackte Situationen und ein Personal, das weiß wie seine jeweilige Rolle einzusetzen ist, all das führt zu interessanten wie unvorhersehbaren Ereignissen, die im Laufe des Geschehens zwar durchsichtiger werden, aber doch nicht recht greifbar sind. Sicherlich wird man die ein oder andere (abwegige) Theorie verfolgen und ganz bestimmt schon bald den richtigen Weg einschlagen – vielleicht aber in der Hoffnung sich geirrt zu haben.

Ohne viel Schnickschnack erschafft Agatha Christie eine aufgeheizte Atmosphäre, in der niemand dem anderen mehr über den Weg traut, wodurch negative Schwingungen laut werden. Man darf gespannt sein wie sich die filmische Umsetzung, die ab Ende November in den deutschen Kinos zu sehen sein wird, gestaltet.

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Gespräche aus der Community

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JohannaLuisas avatar

Verlosung zum Kinostart von "Das krumme Haus"

Drei Generationen, ein altes Haus mit vielen Giebeln, eine feindselige Familie, und dann – ein Mord. Mit  "Das krumme Haus" kommt am 29. November ein Krimi der Extraklasse in die Kinos. Eine klassische Detektivgeschichte von Agatha Christie über Misstrauen, Eifersucht und Macht. 

Wir verlosen exklusiv  3 x2 Kinokarten für "Das krumme Haus". Alle Infos zum Film findet ihr hier. Die Kinotickets sind in jedem Kino in Deutschland einlösbar, in dem der Film "Das krumme Haus" läuft.       

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Habt ihr Lust, diesen spannenden Krimi im Kino zu erleben? Dann bewerbt euch bis einschließlich 25. November über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und verratet uns, warum ihr den Film gerne sehen möchtet!

Zusätzlich zu den Kinokarten gibt es im Paket auch die Buchausgabe zu "Das krumme Haus" zu gewinnen. 

Mehr Infos zum Film:
In dieser klassischen Detektivgeschichte kehrt der ehemalige Diplomat Charles Hayward(Max Irons) von Kairo nach London zurück, wo er eine Karriere als Privatdetektiv beginnt.
Als Aristide Leonides, ein reicher und skrupelloser Tycoon, in seinem Bett vergiftet aufgefunden wird, wird Detective Hayward in das Haus der Familie eingeladen, um den Fall aufzuklären. Im Zuge der voranschreitenden Ermittlungen muss er der schockierenden Erkenntnis ins Auge sehen, dass eine der Hauptverdächtigen Aristides hübsche Enkelin ist, seine Auftraggeberin und ehemalige Geliebte, Sophia (Stefanie Martini).
Hayward hatte eine leidenschaftliche Affaire mit ihr in Kairo, bevor sie eines Tages, ohne ein Wort zu verlieren, verschwand. Er muss nun seine Gefühle überwinden und einen klaren Kopf behalten, um die temperamentvolle Sophia und den Rest ihrer feindseligen Familie in den Griff zu bekommen, damit das Verbrechen aufgeklärt wird.


Bitte beachtet bei eurer Bewerbung, dass die Kinotickets nur in Kinos in Deutschland einlösbar sind, in denen "Das krumme Haus" im Kinoprogramm läuft. 
Beiträge: 156endet in 5 Tagen
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Apfelgruens avatar
Herzlich willkommen zu unserer nächsten Agatha-Christie-Leserunde!

Passend zur Jahreszeit haben wir uns diesmal für "Hercule Poirots Weihnachten" entschieden :-)

Die Leserunde startet am 23.11. und wir freuen uns über jeden, der mit uns lesen möchte!
Zur Leserunde
Apfelgruens avatar
Herzlich willkommen zu einer weiteren Agatha-Christie-Leserunde!

Im September lesen wir zusammen "Und dann gab's keines mehr".

Und dann gabs keines mehr ist der 26. Kriminalroman von Agatha Christie. Er erschien im Vereinigten Königreich am 6. November 1939 im Collins Crime Club unter dem Titel Ten Little Niggers.

In den USA erschien der Roman mit Rücksicht auf die afroamerikanische Bevölkerung im Januar 1940 bei Dodd, Mead and Company unter dem seit 1985 auch in Großbritannien und international verwendeten Titel And Then There Were None. Die erste deutschsprachige Ausgabe erschien 1944 im Scherz Verlag (Bern) unter dem Titel Letztes Weekend in der Übersetzung von Anna Katharina Rehmann-Salten.  Ab 1982 wurde dann der Titel Zehn kleine Negerlein verwendet. 1985 wurde der Roman von Ursula Gail neu übersetzt. Für die Neuübersetzung von Sabine Deitmer 2003 wurde dann der bis heute verwendete Titel Und dann gabs keines mehr gewählt.

In den englischsprachigen Ausgaben wurde ab 1985 nicht nur, sofern nicht bereits früher geschehen, der Titel geändert, sondern auch der Schauplatz von Nigger Island in Indian Island umbenannt und alle sonstigen Verwendungen des heute als massiv rassistische Beleidigung geltenden Begriffs Nigger durch Indian ersetzt. Dies bot sich an, da der Kinderreim in seiner ältesten bekannten Fassung tatsächlich Ten Little Indians heißt. (Quelle: Wikipedia)


Die Leserunde beginnt am 20.9. und wir freuen uns über jeden, der mit uns lesen möchte!
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Agatha Christie wurde am 14. September 1890 in Torquay (Großbritannien) geboren.

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